{"id":1146,"date":"2005-05-15T20:33:47","date_gmt":"2005-05-15T18:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1146"},"modified":"2005-05-15T21:19:18","modified_gmt":"2005-05-15T19:19:18","slug":"charts-2005-04-18","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1146","title":{"rendered":"charts (2005-04-18)."},"content":{"rendered":"<p>So. Hier der Start der versprochenen, pfingstlichen Chart-New-Entries-Aufholjagd. Die Folge vom 25. April folgt hoffentlich noch sp\u00c3\u00a4ter am Abend. Hier sind aber erstmal die Neu-Einsteiger der deutschen Singlecharts vom 18. April 2005:<\/p>\n<p>97: Krypteria &#8211; &#8220;victoriam speramus&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.krypteria.de\/media_content.html\">Video<\/a><\/p>\n<p>Krypteria hatten Anfang des Jahres mit &#8220;liberatio&#8221; einen Hit, weil RTL den Song zur Tsunami-Hymne machte. Im Mai kommt nun ein neues Album und vorher die neue Single &#8220;victoriam speramus&#8221;. Dass sie kein gro\u00c3\u0178er Hit werden w\u00c3\u00bcrde, war eigentlich von vornherein klar. Der Song ist der Vorg\u00c3\u00a4nger-Single zu \u00c3\u00a4hnlich, der Stil der Musik ziemlich antiquiert und der Benefiz-Charakter fehlt auch. &#8220;victoriam speramus&#8221; ist \u00c3\u00bcbliches Engima-m\u00c3\u00a4\u00c3\u0178iges Orchester-Pathos-Gedudel, gepaart mit ein paar Gothic-esken Ryhthmen. Allerdings fehlt die Killer-Melodie, was dieser Art von Musik wirklich nicht gut tut. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>95: K-OS &#8211; &#8220;crabbuckit&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.k-osmusic.com\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Eine positive \u00c3\u0153berraschung im Hip-Hop-Sumpf. K-OS kommt aus Kanada und paart seinen Rap mit jazzigen Big-Band-Ryhthmen und einem Sample aus The Cures &#8220;the lovecats&#8221;. Die Raps passen gut zur Musik, gehen ab und zu auch in Gesang \u00c3\u00bcber. Heraus kommt ein St\u00c3\u00bcck, dass dem derzeitigen Hiop-Hop-Zeitgeist v\u00c3\u00b6llig widerspricht. Und gerade deswegen ziemlich h\u00c3\u00b6rbar ist. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>89: Murphy Brown &#8211; &#8220;don&#8217;t stop the rock 2.5\/dance&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>Ob sich dieser Herr nach der grottigen US-Sitcom &#8220;murphy brown&#8221; benannt hat, wei\u00c3\u0178 ich nicht. Was ich allerdings wei\u00c3\u0178, ist, dass der Frankfurter DJ bekannt wurde, als er 2003 mit Captain Hollywood die Titelmelodie von &#8220;Beverly Hills Cop&#8221; neu aufgenommen hat. Keine gute Voraussetzung also f\u00c3\u00bcr eine hohe Punktzahl. Die Rest-Chance vergibt er dann auch schon nach wenigen Sekunden des Songs. Der Track ist ein v\u00c3\u00b6llig inspirationsloser Kirmestechno-Track, der so auch 15 Jahre alt sein k\u00c3\u00b6nnte. Die \u00c3\u00bcbliche Melodie, die \u00c3\u00bcblichen Beats, die \u00c3\u00bcblichen Vocals \u00c3\u00a0 la &#8220;check it out&#8221;. Langweilig! 1 von 10 Punkten<\/p>\n<p>85: Beatfactory\/Massiv 4 &#8211; &#8220;sugar, sugar&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>Apropos Kirmes-Techno. Dieser Track war in doppeltem Sinne unvermeidlich. Erstens ist es nunmal gerade in, alte Klassiker in Dance-Rhythmen zu verpacken, andererseits gibt es gerade den Hip-Hop-Hit &#8220;nasty girl&#8221;. Kein Wunder also, dass jemand auf die Idee gekommen ist, das &#8220;nasty girl&#8221;-Original &#8220;sugar, sugar&#8221; der Archies in Techno-Beats zu pfropfen. In diesem Fall waren es zwei \u00c3\u2013sterreicher. Herausgekommen ist ein grauenhaftes St\u00c3\u00bcck Musik, das absolut unh\u00c3\u00b6rbar ist. Das Schlimmste sind aber all die Kids, die sich wahrscheinlich fragen, wer denn hier &#8220;nasty girl&#8221; umgetextet hat. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>63: Garbage &#8211; &#8220;why do you love me&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/discog\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Nach dreieinhalb Jahren etwas Neues von Garbage. Nachdem ich die Band vor zwei der drei Jahren auch mal live gesehen habe, freute ich mich auf &#8220;bleed like me&#8221;, das neue Album. Allerdings ist die Freude sehr schnell Entt\u00c3\u00a4uschung gewichen. Die Platte ist extrem mittelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig geworden. &#8220;why do you love me&#8221; sticht dabei heraus, eine gute Entscheidung also, den Song als Single und Video zu ver\u00c3\u00b6ffentlichen, um die Album-Verk\u00c3\u00a4ufe in die H\u00c3\u00b6he zu pushen, bevor sich rumspricht, dass es nicht kaufenswert ist. Der Song ist ein ohrwurmiger, allerdings auch wenig \u00c3\u00bcberraschender Rocksong, der erst mitrei\u00c3\u0178t, dann aber kein bleibendes Gef\u00c3\u00bchl hinterl\u00c3\u00a4sst, sondern irgendwann nervt. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>56: Wunder &#8211; &#8220;was h\u00c3\u00a4lt uns wach&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.wunder.tv\/frontend\/news.php\">Video<\/a><\/p>\n<p>Puh. Das kommt also dabei heraus, wenn ein Trend &#8220;Deutsch-Pop&#8221; hei\u00c3\u0178t. Wunder ist eine Band, die es schon seit zehn Jahren gibt und die nun ihren kommerziellen Durchbruch feiern darf. Und warum? Weil die Band eine S\u00c3\u00a4ngerIN hat und weil sie im Vorprogramm von Juli spielen durfte. An der Musik kann es n\u00c3\u00a4mlich nicht liegen. Bei &#8220;was h\u00c3\u00a4lt uns wach&#8221; fragt man sich dreieinhalb Minuten lang, was bittesch\u00c3\u00b6n das denn ist. Von Rosenstolz produzierter Schlagerquatsch? Mit Beats, die fast Kirmestechno-Niveau erreichen? Und einem Text, dessen Niveau sich ebenfalls in Dance-Gefilden bewegt? Eins ist es auf jeden Fall: v\u00c3\u00b6llig \u00c3\u00bcberbewerteter Pop, der ohne Juli-Hilfe niemals mehr als zehn K\u00c3\u00a4ufer gefunden h\u00c3\u00a4tte. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>52: Members of Mayday &#8211; &#8220;prototypes&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.mayday.de\/mayday2005\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Alle Jahre wieder gibt&#8217;s in Dortmund Mayday und die dazu geh\u00c3\u00b6rende Single von den Members of Mayday. Ob die Veranstaltung von Jahr zu Jahr trauriger wird, wei\u00c3\u0178 ich nicht, der Song wird es auf jeden Fall. Geh\u00c3\u00b6rten die Herren Jankuhn und Lenz einst zu den Speerspitzen einer Jugendbewegung, f\u00c3\u00a4llt ihnen nun absolut nichts mehr ein. &#8220;prototypes&#8221; klingt so wie die Mayday-Songs immer klangen. Viel zu sehr. 1996 reichte das noch f\u00c3\u00bcr Nummer 1, 2005 nur noch f\u00c3\u00bcr Platz 52. V\u00c3\u00b6llig langweilig. Leider. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>49: Freeloaders\/The Real Thing &#8211; &#8220;so much love to give&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>Kirmes-Techno, Deutsch-Pop, Hip-Hop. Welcher Trend fehlt also noch in dieser Charts-Woche? Richtig. Eric-Prydz-House. Auch &#8220;so much love to give&#8221; ist einer dieser pumpenden House-Tracks mit einem Sample aus einem alten Hit. Der alte Hit hei\u00c3\u0178t &#8220;love&#8217;s such a wonderful thing&#8221; und stammt von The Real Thing. Die Freeloaders haben eine Zeile aus dem Original genommen, die House-Beats drumrumgebaut und fertig ist der Hit. Allm\u00c3\u00a4hlich reicht&#8217;s dann aber auch mit den Eric-Prydz-Soundalikes. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>43: Gigi D&#8217;Agostino &#8211; &#8220;wellfare&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/bjcnc.9sky.com\/mv\/mv.aspx?mv=7023\">Video<\/a><\/p>\n<p>Das nimmt aber auch kein Ende mit dem Kirmes-Techno in dieser Woche. Nun ist auch noch der Altmeister des Italo-Kirmes-Technos dran. Gigi D&#8217;Agostino liefert mit &#8220;wellfare&#8221; einen seiner \u00c3\u00bcblichen, viel zu s\u00c3\u00bc\u00c3\u0178lich klingenden Tracks ab, singt irgendwas von &#8220;i wanna see the sun that shines above the mountains white with snow&#8221; und sehr viel &#8220;lalalalalalala&#8221;. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>39: Brothers Keepers &#8211; &#8220;bereit!&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.brotherskeepers.de\/tontraeger.html\">Video<\/a><\/p>\n<p>Lang nichts mehr von Tante Naidoo geh\u00c3\u00b6rt, freut man sich noch in einem Moment, als man auch schon die neue Brothers-Keepers-Single um die Ohren gehauen kriegt. Wieder k\u00c3\u00a4mpft neben Naidoo eine ganze Armada von deutschen Rappern wie Denyo, D-Flame, Afrob, Torch und anderen K\u00c3\u00bcnstlern f\u00c3\u00bcr Toleranz. Der Song kommt zwar nicht an den 2001er-Hit &#8220;adriano&#8221; heran, setzt sich aber in Sachen Anspruch und k\u00c3\u00bcnstlerischer Kreativit\u00c3\u00a4t von dem ansonsten meist extrem schlimmen deutsche Hip-Hop-M\u00c3\u00bcll ab. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>32: Melanie C &#8211; &#8220;next best superstar&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.melaniec.net\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Damals, nach dem Split der Spice Girls, \u00c3\u00bcberraschte Melanie C mit einem sehr h\u00c3\u00b6rbaren Poprock-Album und bewies, dass sie die talentierteste der Spice Girls war und keinen Fu\u00c3\u0178ballstar heiraten musste um im Rampenlicht zu bleiben. Nach einem Fehltritt, der Kollaboration mit Schwuchtelrock-Opa Bryan Adams, steht nun ein neues Album in den L\u00c3\u00a4den. &#8220;beautiful intentions&#8221; hei\u00c3\u0178t es und &#8220;next best superstar&#8221; ist die erste Single daraus. Und wieder ist Frau C ein sehr h\u00c3\u00b6rbares Popst\u00c3\u00bcck gelungen. Eine Mega-Ohrwurm-Melodie, ein paar rockige Gitarren, Melanie Cs unverwechselbare Stimme. Wirklich gelungen. 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>24: Bushido produziert Sonny Black &#8211; &#8220;nie ein rapper&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.urban.de\/bushido\/index.php\">Video<\/a><\/p>\n<p>Ach, beinahe w\u00c3\u00a4re ich drumrum gekommen. Aber auf Platz 24 findet sich dann doch noch eine Ver\u00c3\u00b6ffentlichung aus meinem Lieblings-Genre. Bushido rappt als Sonny Black irgendwas davon, er w\u00c3\u00a4re nie ein Rapper gewesen. Und ich denke dabei: Ach h\u00c3\u00a4tte er blo\u00c3\u0178 recht. Immerhin verzichtet er mit seinem neuen Kollegen MC Saad komplett darauf, Kollegen zu dissen. Vorerst. Trotzdem geht mir das St\u00c3\u00bcck extrem auf den Sack. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>18: Die Gerd Show &#8211; &#8220;schri-schra-schr\u00c3\u00b6di&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.aol.de\/index.jsp?cid=852154906&#038;sg=Musik_special_GerdShow\">Video<\/a><\/p>\n<p>Der Tiefpunkt der diesw\u00c3\u00b6chigen Charts-Betrachtung kommt zum Schluss. Nach dem &#8220;schnappi&#8221; nun schon 18 Wochen in den Charts ist, kommt Elmar Brandt endlich auf die Idee, seine Version als Single zu ver\u00c3\u00b6ffentlichen. Schlimmerweise haben sich auch noch so viele K\u00c3\u00a4ufer gefunden, dass es f\u00c3\u00bcr den h\u00c3\u00b6chsten New Entry der Woche reicht. Brandt singt als Kanzler einen \u00c3\u00bcberaus peinlichen Text zur &#8220;schnappi&#8221;-Melodie und nervt dabei noch viel viel mehr als &#8220;schnappi&#8221; es je k\u00c3\u00b6nnte. Glasklare 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>Die Top 5 vom 18. April 2005:<br \/>\n1 (2) Mario &#8211; &#8220;let me love you&#8221;<br \/>\n2 (3) 50 Cent &#8211; &#8220;candy shop&#8221;<br \/>\n3 (1) Sarah Connor &#8211; &#8220;from zero to hero&#8221;<br \/>\n4 (5) Nena &#8211; &#8220;liebe ist&#8221;<br \/>\n5 (4) Fettes Brot &#8211; &#8220;emanuela&#8221;<\/p>\n<p>Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:<br \/>\n&#8211; Anajo &#8211; &#8220;monika tanzband&#8221;<br \/>\n&#8211; Extrabreit &#8211; &#8220;neues spiel&#8221;<br \/>\n&#8211; Frank Popp Ensemble &#8211; &#8220;robbi, tobbi und das fliewat\u00c3\u00bct&#8221;<br \/>\n&#8211; Hell &#8211; &#8220;je regrette everything&#8221;<br \/>\n&#8211; Kasabian &#8211; &#8220;55 (live)&#8221;<br \/>\n&#8211; Peter Schilling &#8211; &#8220;weit weg&#8221;<br \/>\n&#8211; Phillip Boa &#8211; &#8220;20 years of indie cult&#8221;<br \/>\n&#8211; Stereophonics &#8211; &#8220;looks like chopin&#8221;<br \/>\n&#8211; VNV Nation &#8211; &#8220;chrome&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So. 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