{"id":1148,"date":"2005-05-16T15:10:30","date_gmt":"2005-05-16T13:10:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1148"},"modified":"2005-05-16T15:10:30","modified_gmt":"2005-05-16T13:10:30","slug":"charts-2005-04-25","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1148","title":{"rendered":"charts (2005-04-25)."},"content":{"rendered":"<p>Hier ist die n\u00c3\u00a4chste Charts-Woche. Diesmal mit verbl\u00c3\u00bcffend wenig Hip Hop und Kirmes-Techno, daf\u00c3\u00bcr mit vielen anderen Genres, guten Songs und absolutem M\u00c3\u00bcll. Hier sind die Neu-Einsteiger der deutschen Singlecharts vom 25. April 2005:<\/p>\n<p>100: Daft Punk &#8211; &#8220;robot rock&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.daftpunk.com\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Zugegeben, das neue Daft-Punk-Album &#8220;human after all&#8221; ist kein wirklicher Knaller. Die besten Zeiten haben die beiden Franzosen wohl hinter sich. Die neue Single &#8220;robot rock&#8221; allerdings ist durchaus h\u00c3\u00b6rbar. Ein paar rockige Gitarren, dazu die typischen Vocoder-Synthi-Kl\u00c3\u00a4nge, ab und zu ein verzerrter &#8220;robot rock&#8221;-Sample und schon nehmen die Beats Besitz vom K\u00c3\u00b6rper. Noch mehr Punkte h\u00c3\u00a4tte es gegeben, wenn eine Prise mehr Abwechslung dagewesen w\u00c3\u00a4re, so aber immerhin 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>99: Jack Johnson &#8211; &#8220;sitting, waiting, wishing&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.jackjohnsonmusic.com\/uploads\/videos\/sww.htm\">Video<\/a><\/p>\n<p>Ein gut aussehender Amerikaner mit melancholischer Stimme und einer Akustik-Gitarre. Klarer Fall: absoluter M\u00c3\u00a4dchen-Pop. Aber: Der Song schleicht sich ganz fies und ganz langsam ins Ohr und will da einfach nicht wieder raus. Man meint, ihn schon lang zu kennen, wei\u00c3\u0178 aber nicht woher. Und ob Jack Johnson nun credibil ist oder nicht? Mir egal. Ein absolut sch\u00c3\u00b6nes St\u00c3\u00bcck Popmusik. 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>87: Michelle &#8211; &#8220;vielleicht nur einmal im leben&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>Hilfe. Die depressive Schlagers\u00c3\u00a4ngerin ist wieder da. P\u00c3\u00bcnktlich zur Tour-Absage und den damit verbundenen Schlagzeilen steigt die neue Single in die Charts ein. Zufall? &#8220;vielleicht nur einmal im leben&#8221; ist s\u00c3\u00bc\u00c3\u0178lich-schlimmer Schlager f\u00c3\u00bcr Grenzdebile und g\u00c3\u00a4be es einen Wettbewerb im Phrasendreschen, Michelle h\u00c3\u00a4tte gute Chancen. Ganz schlimme Musik. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>75: Lukas Hilbert &#8211; &#8220;stell dir vor&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.313music.de\/videos_auswahl.html\">Video<\/a><\/p>\n<p>Nach gef\u00c3\u00bchlten 312 Schmalz-Balladen findet Lukas Hilbert nun zu seinen Rock-Wurzeln zur\u00c3\u00bcck. &#8220;stell dir vor&#8221; ist aber trotzdem einer der \u00c3\u00bcblichen Hilbert-Songs von der Stange. Mit Zeilen wie &#8220;stell dir vor, die casting-shows werden ihre stars nicht los&#8221; liefert er hier einen ziemlich dreisten Mix aus &#8220;k\u00c3\u00b6nig von deutschland&#8221; und &#8220;we didn&#8217;t start the fire&#8221; ab. Kleiner Trost: Nach den Pl\u00c3\u00a4tzen 3 und 18 seiner beiden letzten Singles gibt&#8217;s diesmal nur Rang 75. Ein untergehender Stern. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>68: Daniel Hoppe feat. Paul King &#8211; &#8220;love &#038; pride 2005&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.9sky.com\/Mv\/MvInfo.aspx?MtvId=6773\">Video<\/a><\/p>\n<p>Paul King. &#8220;love &#038; pride&#8221;. Einer meiner absoluten Lieblings-Songs der 80er. Der sp\u00c3\u00a4tere MTV-VJ, hatte 1985 mit &#8220;love &#038; pride&#8221; seinen einzigen Hit. In Deutschland gab es Platz 8, in England sogar Rang 2. 20 Jahre sp\u00c3\u00a4ter kommt nun ein M\u00c3\u00bcnsteraner mit dem hippen Namen Daniel Hoppe und macht daraus eine Eric-Prydz-House-Nummer. Skepsis war also angebracht. Doch zu meiner \u00c3\u0153berraschung klingt der Track gar nicht sooo peinlich und zerst\u00c3\u00b6rt das Original nicht. Die Beats halten sich zur\u00c3\u00bcck, die Lyrics wurden von Paul King angeblich sogar neu eingesungen, sodass er auch noch ein paar Euros absahnt. Trotzdem hier nochmal meine aufforderung: bitte keine weiteren Pump-House-Tracks! F\u00c3\u00bcr &#8220;love &#038; pride&#8221; gibt&#8217;s aber wegen des brillanten Originals noch 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>48: DJ BoBo &#8211; &#8220;amazing life&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.djbobo.ch\/front_content.php?client=1&#038;lang=1&#038;idart=540\">Video<\/a><\/p>\n<p>Huch. Den h\u00c3\u00a4tte man ja beinahe nicht erkannt. DJ BoBo hat anscheinend keine Lust mehr auf seine immergleichen Dance-Tracks und versucht sich stattdessen in Kirmes-Trance-Gefilden. Dass das nun grundlegend besser ist als seine \u00c3\u00bcbliche Musik muss aber verneint werden. Denn platt und peinlich bleibt seine Musik trotzdem. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>43: 3rd Wish &#8211; &#8220;i am&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.bravo.de\/online\/render.php?render=001256\">Video<\/a><\/p>\n<p>Gruselig. Die Jungs, die im letzten Sommer &#8220;obsesion&#8221; gecovert haben und damit einen Top-5-Hit hatten, sind mit einer neuen Single zur\u00c3\u00bcck. &#8220;i am&#8221; klingt, als h\u00c3\u00a4tten die drei verpasst, dass es die Backstreet Boys oder N&#8217;Sync schon lang nicht mehr gibt. Retro-Boyband-Musik der schlimmsten Sorte. Irgendwann f\u00c3\u00a4ngt dann auch noch ein untalentierter Rapper an, ein paar Verse v\u00c3\u00b6llig unpassend mitten in den Song hineinzurappen. Keine Ahnung, unter welcher Ohrenkrankheit der Produzent w\u00c3\u00a4hrend der Aufnahme litt. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>32: Infernal &#8211; &#8220;from paris to berlin&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.infernal.dk\/content_video.htm\">Video<\/a><\/p>\n<p>Wow. Mal ein Dancehit, der sich nicht an irgendeinen Trend ranh\u00c3\u00a4ngt, keinen 80er-Hit covert und nicht 15 Jahre alt klingt. Infernal kommen aus D\u00c3\u00a4nemark. &#8220;from paris to berlin&#8221; hat schon ganz Skandinavien erobert. Der Discosong mit treibenden B\u00c3\u00a4ssen klingt erfrischend, wird zwar irgendwann langweilig, weil sich die Lyrics zu oft wiederholen, ist aber dennoch absolut okay. Vor allem gibt es hier mal eine S\u00c3\u00a4ngerin, die nicht nur da ist, weil das zu Dancemusik einfach dazugeh\u00c3\u00b6rt, sondern eine S\u00c3\u00a4ngerin, die eine pr\u00c3\u00a4gnante Stimme hat und auch noch singen kann. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>31: Apocalyptica &#8211; &#8220;life burns&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.apocalyptica.com\/releases\/index.php\">Video<\/a><\/p>\n<p>Von D\u00c3\u00a4nemark nach Finnland, von der Disco auf den Friedhof. Die unvermeidlichen Cello-Metaller Apocalyptica sind mit der n\u00c3\u00a4chsten Single da. Ville Valo ist diesmal nicht mit dabei, Lauri Yl\u00c3\u00b6nen schon. Und so klingt der Track auch gar nicht mehr nach Apocalyptica, sondern eher nach Yl\u00c3\u00b6nens Band The Rasmus, die Celli spielen keine gro\u00c3\u0178e Rolle. W\u00c3\u00a4hrend die erste Single mit Valo und Yl\u00c3\u00b6nen noch etwas hatte, driftet dieser Track in ziemliche Belanglosigkeit ab. Ein relativ harter Metal-Song. Dass er dennoch so weit oben gechartet ist, liegt wohl an den kleinen M\u00c3\u00a4chen, die Yl\u00c3\u00b6nen immer noch soooo s\u00c3\u00bc\u00c3\u0178 finden. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>18: Joana Zimmer &#8211; &#8220;i believe&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.joana-zimmer.com\/main.php?un=&#038;Auswahl=Soundfiles\">Video<\/a><\/p>\n<p>Das musste ja was werden. Eine 22-j\u00c3\u00a4hrige, blinde S\u00c3\u00a4ngerin, die nebenbei noch als Model arbeitet und Marathon l\u00c3\u00a4uft, covert einen Klassiker. &#8220;i believe&#8221; ist 11 Jahre alt und stammt von Marcella Detroit, einem Ex-Mitglied von Shakespear&#8217;s Sister. Auch wenn der Song damals in Deutschland nur auf Platz 81 war, man kennt ihn. Zimmers Leistung besteht darin, das Original mit Celine-Dion-artiger Stimme nachzusingen. Wirkliche eigene Einfl\u00c3\u00bcsse sind kaum heraush\u00c3\u00b6rbar. Mitproduziert hat im \u00c3\u0153brigen Nik Kershaw, die 80er-Ikone. F\u00c3\u00bcr &#8220;i believe&#8221; gibt&#8217;s 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>6: Schnappi und das Lama &#8211; &#8220;ein lama aus yokohama&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.aol.de\/index.jsp?sg=Musik_special_Schnappi&#038;cid=1477235858\">Video<\/a><\/p>\n<p>Und wie in der Vorwoche kommt der Tiefpunkt zum Schluss: Schnappi, das nervende Krokodil, bzw. Joy, das verkaufte kleine M\u00c3\u00a4dchen sind wieder da. &#8220;ein lama aus yokohama&#8221; ist der unvermeidliche zweite Hit, der nicht an &#8220;schnappi&#8221;, das damals anf\u00c3\u00a4nglich noch lustig war, herankommt. Alle die \u00c3\u00bcber 5 Jahre alt sind und sowas h\u00c3\u00b6ren, sollten wohl mal \u00c3\u00bcber ihren geistigen Zustand nachdenken. Kinderlieder in den Charts &#8211; hoffentlich hat das bald ein Ende. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>Die Top 5 vom 25. April 2005:<br \/>\n1 (2) 50 Cent &#8211; &#8220;candy shop&#8221;<br \/>\n2 (1) Mario &#8211; &#8220;let me love you&#8221;<br \/>\n3 (3) Sarah Connor &#8211; &#8220;from zero to hero&#8221;<br \/>\n4 (4) Nena &#8211; &#8220;liebe ist&#8221;<br \/>\n5 (5) Fettes Brot &#8211; &#8220;emanuela&#8221;<\/p>\n<p>Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:<br \/>\n&#8211; Dorfdisko &#8211; &#8220;unterwegs&#8221;<br \/>\n&#8211; Geier Sturzflug &#8211; &#8220;schwarzarbeit&#8221;<br \/>\n&#8211; Jimmy Eat World &#8211; &#8220;work&#8221;<br \/>\n&#8211; Ludacris &#8211; &#8220;get back&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier ist die n\u00c3\u00a4chste Charts-Woche. Diesmal mit verbl\u00c3\u00bcffend wenig Hip Hop und Kirmes-Techno, daf\u00c3\u00bcr mit vielen anderen Genres, guten Songs und absolutem M\u00c3\u00bcll. Hier sind die Neu-Einsteiger der deutschen Singlecharts vom 25. April 2005: 100: Daft Punk &#8211; &#8220;robot rock&#8221; \/ Video Zugegeben, das neue Daft-Punk-Album &#8220;human after all&#8221; ist kein wirklicher Knaller. Die besten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1148"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1148"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1148\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}