{"id":1540,"date":"2005-08-30T02:20:03","date_gmt":"2005-08-30T00:20:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1540"},"modified":"2005-08-30T02:20:03","modified_gmt":"2005-08-30T00:20:03","slug":"charts-2005-08-08","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1540","title":{"rendered":"charts (2005-08-08)."},"content":{"rendered":"<p>Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 8. August 2005. Diesmal mit sensationell vielen Punkten:<\/p>\n<p>98: Gavin DeGraw &#8211; &#8220;i don&#8217;t want to be&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.gavindegraw.com\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Welch eine \u00c3\u0153berraschung. Wie kommt der denn jetzt in die Charts? Wahrscheinlich durch Promotion der Plattenfirma. Aber warum so sp\u00c3\u00a4t? &#8220;i don&#8217;t want to be&#8221; ist schon zwei Jahre alt, war in den USA ein gro\u00c3\u0178er Hit, auch weil es der Titelsong zur gelungenen Serie &#8220;One Tree Hill&#8221; ist, die von einem Teil der ehemaligen &#8220;Dawson&#8217;s Creek&#8221;-Macher stammt, in Deutschland aber immer noch nicht zu sehen ist. Gavin DeGraw kommt aus New York und schreibt gef\u00c3\u00a4lligen, typisch amerikanischen Poprock. Aufregend ist seine Musik nicht, aber &#8220;i don&#8217;t want to be&#8221; ist eine nette Komposition und ein absoluter Mega-Ohrwurm. Daher: 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>95: Keane &#8211; &#8220;bend and break&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.keaneband.com\/music\/music.html\">Video<\/a><\/p>\n<p>Allm\u00c3\u00a4hlich reicht&#8217;s aber wirklich. Wenn ich mich nicht verz\u00c3\u00a4hlt habe, ist &#8220;bend and break&#8221; die mittlerweile f\u00c3\u00bcnfte Auskopplung aus dem &#8220;hopes and fears&#8221;-Album. Zwar immer noch wundersch\u00c3\u00b6ner Pianopop, aber es wird nun wirklich Zeit f\u00c3\u00bcr neues Material. 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>83: Brothers Keepers &#8211; &#8220;will we ever know&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.brotherskeepers.de\/tontraeger.html\">Video<\/a><\/p>\n<p>Die Brothers Keepers, mittlerweile bestehend aus 84 Mitgliedern, kommen diesmal mit einer Dancehall-Nummer, die absolut nach Seeed klingt (wohl weil auch Seeed-Mitglieder dabei sind). Der Text wie immer sehr politisch korrekt, aber immer noch besser als politisch pseudo-unkorrekt wie all diese Aggro-Deppen. Nett, aber etwas zu lang. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>80: Hard-Fi &#8211; &#8220;hard to beat&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.contactmusic.com\/new\/home.nsf\/webpages\/hardfix18x05x05\">Video<\/a><\/p>\n<p>Und das ist wohl die gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178te Sensation seit vielen Wochen. Die britischen Hard-Fi (inzwischen mit ihrem Album auf 20 in Deutschland eingestiegen) schaffen den Sprung in die Single-Charts. &#8220;hard to beat&#8221; ist meiner Meinung zwar nicht so gut wie mein pers\u00c3\u00b6nlicher Sommersong 2005 &#8220;tied up too tight&#8221; aber dennoch eine absolute Wohltat im tristen Charts-Alltag. Melodi\u00c3\u00b6ser Alternative-Pop f\u00c3\u00bcr die Indie-Disco. 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>74: Lindsay Lohan &#8211; &#8220;first&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/lindsaylohanmusic.com\/main.html\">Video<\/a><\/p>\n<p>Amerikas Teenie-Liebling Lindsay Lohan, derzeit auch in der Kom\u00c3\u00b6die &#8220;herbie fully loaded&#8221; im Kino zu sehen, kommt mit einem weiteren Poprock-Liedchen, das ein wenig an Avril Lavigne oder Melanie C erinnert. Durchaus h\u00c3\u00b6rbar, wenn man ausblendet, dass es von einem amerikanischen Plastik-Sternchen stammt. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>70: Baracuda &#8211; &#8220;ass up!&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>Und wenn man schon beianhe denkt, man m\u00c3\u00bcsse in dieser Woche viel zu viele Punkte vergeben, kommt zum Gl\u00c3\u00bcck ein St\u00c3\u00bcck uninspirierter Pump-House vorbei. Zu den monotonen Beats singt eine bedauernswerte Frau gef\u00c3\u00bchlte 200mal &#8220;put your ass up in the air&#8221;. Den Ausdruck &#8220;Abwechslungsreich&#8221; gibt es im Wortschatz der Baracuda-Produzenten nicht. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>67: Royal Gigolos &#8211; &#8220;self control&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>Auch nicht viel inspirierter wird es auf Platz 67. Die Royal Gigolos haben sich wohl Folgendes gedacht: &#8220;Huch! Wir hatten Erfolg mit &#8216;california dreamin&#8217; und &#8216;no milk today&#8217;, produzieren wir doch noch eine Tekhose-Coverversion&#8221;. Also gibt es hier den 80er-Klassiker &#8220;self control&#8221;, der damals von Laura Branigan und Raff gleich in zwei Versionen die Top Ten bev\u00c3\u00b6lkerte, im \u00c3\u00bcblichen Dance-Gewand. Spannend ist das nicht. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>51: Nightwish &#8211; &#8220;the siren&#8221; \/ Video nicht verf\u00c3\u00bcgbar<\/p>\n<p>So langsam scheint der Gothic-Rock-Hype wieder zu Ende zu gehen. Die beiden Vorg\u00c3\u00a4nger-Singles von Nightwish haben es bis auf die Pl\u00c3\u00a4tze 6 bzw. 36 geschafft, diesmal reicht es nur zu Rang 51. Vielleicht liegt das auch daran, dass es keine austauschbare Ballade gibt, sondern einen recht altmodischen Metal-Rocksong. Wenn man &#8220;the siren&#8221; h\u00c3\u00b6rt, kommt man aber schnell zu dem Gedanken, dass der song extrem \u00c3\u00bcberproduziert klingt: Hier noch eine Idee, da noch ein Gimmick, das Instrument muss auch noch rein und diese Melodief\u00c3\u00bchrung brechen wir dort mal wieder ab. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>48: Fat Joe feat. Nelly &#8211; &#8220;get it poppin'&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.fat-joe.com\/\">Video<\/a><\/p>\n<p>Unseren w\u00c3\u00b6chentlichen Kommerz-Hip-Hop gib uns jetzt. Diesmal rappen Fat Joe und Nelly ihre \u00c3\u00bcblichen Reime und dazwischen singt eine weibliche Stimme so deplatziert, dass es ziemlich l\u00c3\u00a4cherlich klingt. In den USA reicht sowas f\u00c3\u00bcr die Top 10, in meinen pers\u00c3\u00b6nlichen Charts nicht mal f\u00c3\u00bcr die Top 10.000.000. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>47: Glashaus &#8211; &#8220;du&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/www.vivaplus.tv\/index.php?action=webclips_play_clip&#038;id=12260\">Video<\/a><\/p>\n<p>Moses Pelham, der wegen seines Streits mit Xavier Naidoo sogar das Bundesverfassungsgericht bem\u00c3\u00bcht hat, kommt hier mit einem gar nicht mal so unsch\u00c3\u00b6nen Liebeslied. Wie immer sehr gef\u00c3\u00bchlvoll von Cassandra Steen vorgetragen, begleitet nur von einem Klavier, klingt der Song zwar zwischendurch ein bisschen so, als befinde man sich in einer &#8220;Popstars&#8221;-Bootcamp-Sendung und Tanzlehrer Detlef w\u00c3\u00bcrde gleich anfangen zu weinen, aber wenn man dieses Gef\u00c3\u00bchl beiseite dr\u00c3\u00a4ngt, landet man mitten in sch\u00c3\u00b6ner, melancholischer Musik ohne Peinlichkeitsfaktor. Vorbildlich \u00c3\u00bcbrigens ist die Tatsache, dass auf der Single neben zwei B-Seiten sage und schreibe 18 verschiedene Versionen und Remixe von &#8220;du&#8221; enthalten sind. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>11: Banaroo &#8211; &#8220;space cowboy&#8221; \/ <a href=\"http:\/\/gzsz.rtl.de\/musik_film_stars_5025.php?media=video2\">Video<\/a><\/p>\n<p>Der Tiefpunkt zum Schluss. Super RTLs Finest, die Plastik-Kapelle Banaroo kommt mit einer zweiten, nervigen Single, um Eltern davon abzuhalten, die Kinderzimmer zu betreten. Wenn die Kleinen ihr Taschengeld f\u00c3\u00bcr einen solchen Tontr\u00c3\u00a4ger opfern, sollte man meiner Meinung nach \u00c3\u00bcber Taschengeld-Entzug nachdenken. Auch hier wird \u00c3\u00bcbrigens wieder ordentlich &#8220;dubidubidu&#8221; gesungen. Aber das nur nebenbei. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>Die Top Ten vom 8. August 2005:<br \/>\n01 (01) US5 &#8211; &#8220;maria&#8221;<br \/>\n02 (02) Ilona &#8211; &#8220;un monde parfait&#8221;<br \/>\n03 (03) DJ Tomekk &#8211; &#8220;jump, jump (dj tomekk kommt)&#8221;<br \/>\n04 (07) Kool Savas &#038; Azad &#8211; &#8220;all 4 one&#8221;<br \/>\n05 (17) Hot Banditoz &#8211; &#8220;shake your balla (1.2.3 alarma)&#8221;<br \/>\n06 (08) Crazy Frog &#8211; &#8220;axel f&#8221;<br \/>\n07 (05) Shakira &#8211; &#8220;la tortura&#8221;<br \/>\n08 (04) Akon &#8211; &#8220;lonely&#8221;<br \/>\n09 (06) Gwen Stefani &#8211; &#8220;hollaback girl&#8221;<br \/>\n10 (27) Juanes &#8211; &#8220;la camisa negra&#8221;<\/p>\n<p>Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:<br \/>\n&#8211; Bloc Party &#8211; &#8220;the pioneers&#8221;<br \/>\n&#8211; Bonnie Prince Billy + Matt Sweeney &#8211; &#8220;i gave you&#8221;<br \/>\n&#8211; Cordalis &#8211; &#8220;sexy sexy lady&#8221;<br \/>\n&#8211; EL*KE &#8211; &#8220;dach&#8221;<br \/>\n&#8211; Funker Vogt &#8211; &#8220;fallen hero&#8221;<br \/>\n&#8211; Gus Black &#8211; &#8220;long beach ep&#8221;<br \/>\n&#8211; Laura Branigan &#8211; &#8220;the winner takes it all&#8221;<br \/>\n&#8211; Lee Buddah &#8211; &#8220;daunenkissen&#8221;<br \/>\n&#8211; Madsen &#8211; &#8220;vielleicht&#8221;<br \/>\n&#8211; VHS or Beta &#8211; &#8220;night on fire&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 8. 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