{"id":181,"date":"2003-11-22T01:20:32","date_gmt":"2003-11-22T00:20:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=181"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=181","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/pix\/MM.gif\" align=\"left\" border=\"0\">Hamburg. Mittwochabend. Marilyn Manson also. Der zweite Besuch in der Color Line Arena innerhalb von 5 Tagen. Vielleicht war ich der einizge, der sich Radiohead und Marilyn Manson in 5 Tagen ansehen kann. Aber mein Musikgeschmack ist nunmal sehr breit gef\u00e4chert. Das erste, was ich vor der Arena erblickte waren ein paar demonstrierende Jesus Freaks, die anscheinend immer noch mehr als an Gott daran glauben, dass Manson das B\u00f6se ist, der Antichrist, der sein Publikum zum B\u00f6sen lockt. Nunja. Manson sollte in einer kleinen Ansprache w\u00e4hrend der Show auch ein bisschen Wasser in die M\u00fchlen der Jesus Freaks kippen (&#8220;If god was a woman, i would fuck her in the ass&#8230; and if god had just one friend on earth, it would be George W. Bush&#8221;). Muss man doch alles nicht so ernst nehmen, liebe Jesus-J\u00fcnger, der will doch nur spielen. Gespannt war ich auf das Publikum. So extrem, wie ich hoffte, war es aber nicht. Ein seltsamer Mix aus 3-Kilo-Make-up-Gothics, bierb\u00e4uchigen Dorf-Metallern, ein paar Punks und sehr vielen Normalos. Ersch\u00fctternderweise hatten sich wieder Tausende Leute dazu entschlossen, Sitzplatzkarten zu kaufen. Warum nur? Es gibt wohl fast keinen peinlicheren Anblick als Punks, die beim einem Manson-Konzert auf der Trib\u00fcne hocken. Ist denn mit der Jugend heutzutage gar nichts mehr los? ;-) Zahlenm\u00e4\u00dfig w\u00fcrde ich auf ein paar weniger als beim Radiohead-Konzert tippen, also etwa 4.500. Manson-Support war Peaches. Ich schrieb auf diesen Seiten vor ein paar Wochen, dass ich Peaches hasse. Und wirklich grundlegend hat sich am Mittwochabend nichts daran ge\u00e4ndert. Peaches war ziemlich schei\u00dfe. Ein 45 Minuten langer, langweiliger Track mit einer obsz\u00f6nen Frau, die allein auf der B\u00fchne rumhampelt. Das Publikum, das nunmal wegen Manson da war, konnte nichts mit Peaches anfangen, sie erntete Buhrufe und verbrachte die meiste Zeite damit, zu erw\u00e4hnen, dass sie ja von Mister Manson eingeladen worden war und wir entweder mitmachen oder &#8220;fuck off&#8221;en k\u00f6nnen. Fast alle entschieden sich f\u00fcr zweitere L\u00f6sung, was in der weinerlichen Peaches-Aussage &#8220;You are so cruel, i&#8217;m gonna tell everybody &#8217;bout that&#8221; gipfelte. Nach einer langen Umbaupause ert\u00f6nten dann wohlige Kl\u00e4nge und Herr Manson betrat mit seiner Band endlich die B\u00fchne. Selbstverst\u00e4ndlich mit dem Opener &#8220;The new shit&#8221;. Eine genaue Setlist kann ich nicht liefern, aber die Show bestand aus den Tracks des aktuellen Albums &#8220;the golden age of grotesque&#8221; und ein paar alten Hits incl. der Cover &#8220;sweet dreams&#8221; und &#8220;tainted love&#8221;. Insgesamt waren es nur ca. 80 Minuten. Das Konzert war meine erste Manson-Show, also fehlen mir die Vergleichsm\u00f6glichkeiten. Vom Live-Entertainment-Faktor w\u00fcrde ich Manson aber gleich hinter Robbie Williams ansiedeln (seltsamer Vergleich, ich wei\u00df&#8230;). Manson gibt alles auf der B\u00fchne, wechselt 5-10 mal seine Outfits. Auch das B\u00fchnenbild war vom Feinsten. Anfangs gab es im Hintergrund eine Wand mit monumentalen S\u00e4ulen, sp\u00e4ter u.a. einen riesigen mit Luft gef\u00fcllten Marilyn-Micky-Maus-Manson-Kopf. Au\u00dfer der Band waren auch st\u00e4ndig zwei Frauen auf der B\u00fchne, die tanzten, trommelten, Klavier spielten oder Manson mit (simuliertem) Oralverkehr begl\u00fcckten. Fazit: F\u00fcr Leute, die harte Musik und provokative, ab und zu obsz\u00f6ne Kunst nicht von vornherein ablehnen, bietet eine Marilyn-Manson-Show eine Menge Spa\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg. Mittwochabend. Marilyn Manson also. Der zweite Besuch in der Color Line Arena innerhalb von 5 Tagen. Vielleicht war ich der einizge, der sich Radiohead und Marilyn Manson in 5 Tagen ansehen kann. Aber mein Musikgeschmack ist nunmal sehr breit gef\u00e4chert. 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