{"id":2676,"date":"2006-11-09T16:13:18","date_gmt":"2006-11-09T15:13:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=2676"},"modified":"2006-11-09T16:13:18","modified_gmt":"2006-11-09T15:13:18","slug":"charts-kritik-2006-11-03","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=2676","title":{"rendered":"charts-kritik (2006-11-03)."},"content":{"rendered":"<p>Tataaaaa. Und wenn niemand mehr dran glaubt, wird die beliebte Rubrik der Chart-New-Entry-Kritiken doch noch wiederbelebt. Und ab sofort hoffentlich wieder regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig ver\u00c3\u00b6ffentlicht. Anstatt zu jedem New Entry einen YouTube-Link dazuzustellen, gibt es aber ab sofort nur noch <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/view_play_list?p=DAD60B54477CB39F\">einen Playlist-Link<\/a>. Dort lassen sich dann alle bei YouTube verf\u00c3\u00bcgbaren Clips direkt ansteuern oder am St\u00c3\u00bcck anschauen. Diesmal sind dort 11 der 12 New Entries zu finden, lediglich Klaus Badelt fehlt. F\u00c3\u00bcr seinen &#8220;Videoclip&#8221; muss man wohl ins Kino gehen. Wie auch immer, hier sind die Neueinsteiger der deutschen Singlecharts vom 3. November 2006:<\/p>\n<p>95: Icke &#038; Er &#8211; &#8220;richtig geil&#8221;<\/p>\n<p>Tja, diese beiden Berliner, die das Internet genutzt haben, um bekannt zu werden. Halbwegs gelungen: Die Charts sind erreicht. Aber: Der Song ist so derma\u00c3\u0178en nervig. Leute, die rappen k\u00c3\u00b6nnen, sind schon nicht so meins, aber das hier: Pseudo-lustiges Ins-Mikrofon-Brabbeln mit Computer-Beat direkt aus dem Keller. Verzichtbar hoch zehn. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>90: Klaus Badelt &#8211; &#8220;he&#8217;s a pirate&#8221;<\/p>\n<p>Hans Zimmers Sch\u00c3\u00bcler Klaus Badelt hat seine &#8220;Pirates of the Carribean&#8221;-Titelmusik nun auch als Single ver\u00c3\u00b6ffentlicht. Darauf gibt es die Original-Version und ein paar Remixe, die man getrost vergessen kann. Die Titelmelodie des Films hingegen ist ja mittlerweile wohl jedem bekannt, eine ohrwurmige Filmmusik, bei der man meint, sie schon seit 20 Jahren zu kennen. Zum ganz gro\u00c3\u0178en St\u00c3\u00bcck fehlt &#8220;he&#8217;s a pirate&#8221; aber die Eigenst\u00c3\u00a4ndigkeit, die Unverwechselbarkeit. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>82: Blank &#038; Jones &#8211; &#8220;sound of machines&#8221;<\/p>\n<p>Die alten Herren des Trance haben vor einiger Zeit eine &#8220;Singles Collection&#8221; auf den Markt geschmissen, &#8220;sound of machines&#8221; ist die zweite Auskopplung. Es handelt sich um einen etwas \u00c3\u00a4lteren Song, der nun per Remix aufgeh\u00c3\u00bcbscht wurde. Entstanden ist ein St\u00c3\u00bcck, das relativ untypisch klingt, viele knarzende housige Sounds liefert und relativ gef\u00c3\u00a4llig ist. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>78: John Legend &#8211; &#8220;save room&#8221;<\/p>\n<p>Ist es der Sample, der dem St\u00c3\u00bcck zugrunde liegt? Oder gab es ihn in irgendeinem Trailer oder Werbespot? Irgendwie kommt mir dieser Song so unfassbar bekannt vor. Vielleicht ist es aber auch nur diese Eing\u00c3\u00a4ngigkeit. John Legend ist in den USA recht gro\u00c3\u0178, hierzulande aber v\u00c3\u00b6llig unbekannt. Vielleicht \u00c3\u00a4ndert sich das ja jetzt: &#8220;save room&#8221; ist eine h\u00c3\u00bcbsche Kuschel-Soul-Nummer, die nicht nervt. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>72: Pet Shop Boys &#8211; &#8220;numb&#8221;<\/p>\n<p>H\u00c3\u00a4tte ich nicht gedacht, dass mir nochmal ein Pet-Shop-Boys so gut gefallen w\u00c3\u00bcrde. Zur Vorgeschichte: Meine allererste selbst gekaufte Vinyl-LP war &#8220;actually&#8221; von den Pet Shop Boys. Ich war richtig gro\u00c3\u0178er Fan, blieb das auch viele Jahre lang. In den vergangenen Jahren pl\u00c3\u00a4tscherte die Band eher so vor sich hin, sodass ich sie beinahe schon abgeschrieben h\u00c3\u00a4tte. Aber jetzt kommt &#8220;numb&#8221;: ein ziemlich melancholischer, ruhiger Song, der zwar absolut nach den Pet Shop Boys klingt, aber eben dennoch kein typischer &#8220;Pet Shop Boys&#8221;-Track ist. Absolut tolle Musik. 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>68: Majestic 12 \/ Xavier Naidoo &#8211; &#8220;with you&#8221;<\/p>\n<p>Mister Omnipr\u00c3\u00a4senz ist schon wieder da. Mit seiner eigenen Single &#8220;danke&#8221; immer noch auf 19, singt er hier schon wieder bei anderen mit. Und zwar beim Popsoul-Projekt Majestic 12. Mit Betonung auf Pop. Naidoo singt auf englisch, dominiert den Song und dr\u00c3\u00a4ngt die Stimme seiner Mits\u00c3\u00a4ngerin an die Wand. Ohne ihn w\u00c3\u00a4re &#8220;with you&#8221; wohl nicht in den Charts gelandet. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>56: Zeichen der Zeit &#8211; &#8220;ich trage dich&#8221;<\/p>\n<p>Sprach ich gerade von &#8220;Mister Omnipr\u00c3\u00a4senz&#8221;? Hier ist er schon wieder. Auch beim neuesten Song des Projekts &#8220;Zeichen der Zeit&#8221; ist er nat\u00c3\u00bcrlich dabei, er hat es ja vor einigen Jahren mit der Band Allee der Kosmonauten gegr\u00c3\u00bcndet. Die Musik ist Christen-Pop von der klebrigen Sorte. So passt es nat\u00c3\u00bcrlich auch gut, dass Frau Catterfeld mitsingt und den Klebrigkeitsfaktor weiter erh\u00c3\u00b6ht. Das Gerappe in der zweiten H\u00c3\u00a4lfte des St\u00c3\u00bccks klingt da eher wie ein Alibi. Eine Platte, die p\u00c3\u00bcnktlich zu Weihnachten kommt. Leider. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>50: Roxette &#8211; &#8220;one wish&#8221;<\/p>\n<p>Aus der Reihe &#8220;Comebacks, die die Welt nicht braucht&#8221; sehen Sie diesmal die traurige Folge: Roxette. Die beiden Pop-Oldies wollen nochmal ein bisschen Kohle mitnehmen und haben zum 20-j\u00c3\u00a4hrigen Band-Jubil\u00c3\u00a4um zwei (!) neue Songs aufgenommen, die mit dem \u00c3\u00bcblichen Best-of-Album verkauft werden. &#8220;one wish&#8221; hei\u00c3\u0178t der eine und er ist unfassbar mittelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig und altmodisch, so dass man sich wirklich fragt, wer das kauft. Also, Leute, lasst&#8217;s gut sein und belasst es bei den zwei neuen Songs. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>45: Jan Delay &#8211; &#8220;f\u00c3\u00bcr immer und dich&#8221;<\/p>\n<p>In Zeiten, in denen d\u00c3\u00a4mliche animierte Elektrofachmarkt-Schweine Rio-Reiser-Klassiker f\u00c3\u00bcr Werbespots missbrauchen, tut es verdammt gut, mal wieder eine w\u00c3\u00bcrdige Reiser-Coverversion zuh\u00c3\u00b6ren. Das Original stammt aus den 80ern, war schon damals ein grandioser Popsong und klingt auch mit der qu\u00c3\u00a4ligen Stimme von Herrn Delay sehr nett. 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>27: Danity Kane &#8211; &#8220;show stopper&#8221;.<\/p>\n<p>Alles andere als &#8220;sehr nett&#8221; ist diese Nerv-Girlband, die aus der MTV-Show &#8220;making the band&#8221; hervorgegangen ist. Papa Diddy spielt im Clip mit, plappert auch im Song kurz dazwischen, schafft es aber nicht, die f\u00c3\u00bcnf M\u00c3\u00a4dchen aus der v\u00c3\u00b6lligen Verwechselbarkeit des US-RnB-Sumpfes herauszuziehen. Laaaangweilig. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>26: Kool Savas &#038; Optik Records &#8211; &#8220;komm mit mir&#8221;<\/p>\n<p>Aaargh. Um ein Haar h\u00c3\u00a4tte ich mich dazu hinrei\u00c3\u0178en lassen, ein deutsches Rapst\u00c3\u00bcck halbwegs okay zu finden. Die Melodie ist nett, das Gerappe okay. Aber: Der Text. Warum nur sind die Texte dieser Deutsch-Rap-St\u00c3\u00bccke immer wieder so d\u00c3\u00a4mlich? Warum singt man mittendrin auf einmal &#8220;und ich d\u00c3\u00bcse d\u00c3\u00bcse d\u00c3\u00bcse d\u00c3\u00bcse im sauseschritt, kuck aufs navi und orte dich, nimm dich im porsche mit&#8221;? Das tut doch nicht Not. Oder &#8220;und mach kein&#8217; Kickstart, du machst mein&#8217; Dick hart&#8221;. Hilfe. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>2: US 5 &#8211; &#8220;in the club&#8221;<\/p>\n<p>Schon die ersten Worte des Songs klingen grausig. Das &#8220;let&#8217;s go&#8221; ist v\u00c3\u00b6llig schief. Anschlie\u00c3\u0178end s\u00c3\u00a4useln die Boyband-Schn\u00c3\u00b6sel in \u00c3\u00bcblich Manier uninspirierte und talentfreie S\u00c3\u00a4tze ins Mikro, haben dabei keine Melodie mitgebracht und steigen trotzdem auf 2 ein. Ach Kinder, kauft Euch doch mal ordentliche Musik. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>Die Top Ten vom 3. November 2006:<br \/>\n01 (01) Silbermond &#8211; &#8220;das beste&#8221;<br \/>\n02 (&#8211;) US 5 &#8211; &#8220;in the club&#8221;<br \/>\n03 (02) Scissor Sisters &#8211; &#8220;i don&#8217;t feel like dancin'&#8221;<br \/>\n04 (04) Pink &#8211; &#8220;u + ur hand&#8221;<br \/>\n05 (03) Rihanna &#8211; &#8220;unfaithful&#8221;<br \/>\n06 (11) Yvonne Catterfeld &#8211; &#8220;erinner&#8217; mich dich zu vergessen&#8221;<br \/>\n07 (06) P. Diddy feat. Nicole Scherzinger &#8211; &#8220;come to me&#8221;<br \/>\n08 (08) Chamillionaire &#8211; &#8220;ridin'&#8221;<br \/>\n09 (05) Justin Timberlake &#8211; &#8220;sexyback&#8221;<br \/>\n10 (07) Juli &#8211; &#8220;dieses leben&#8221;<\/p>\n<p>Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:<br \/>\n&#8211; Deichkind &#8211; &#8220;ich bet\u00c3\u00a4ube mich&#8221;<br \/>\n&#8211; Franz Ferdinand &#8211; &#8220;eleanor put your boots on&#8221;<br \/>\n&#8211; Jeans Team &#8211; &#8220;das zelt&#8221;<br \/>\n&#8211; Lily Allen &#8211; &#8220;ldn&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tataaaaa. Und wenn niemand mehr dran glaubt, wird die beliebte Rubrik der Chart-New-Entry-Kritiken doch noch wiederbelebt. Und ab sofort hoffentlich wieder regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig ver\u00c3\u00b6ffentlicht. Anstatt zu jedem New Entry einen YouTube-Link dazuzustellen, gibt es aber ab sofort nur noch einen Playlist-Link. 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