{"id":3178,"date":"2007-07-29T20:29:42","date_gmt":"2007-07-29T18:29:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=3178"},"modified":"2007-07-29T20:29:42","modified_gmt":"2007-07-29T18:29:42","slug":"charts-kritik-13-juli-2007","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=3178","title":{"rendered":"charts-kritik: 13. juli 2007."},"content":{"rendered":"<p>Bevor ich hier wieder in einen wochenlangen R\u00c3\u00bcckstand gerate, nutze ich den verregneten Sonntag doch mal f\u00c3\u00bcr ein paar Charts-Kritiken. Hier kommen zun\u00c3\u00a4chst die New Entries der deutschen Singlecharts vom 13. Juli 2007:<object width=\"400\" height=\"330\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/p\/C87610A0887EE7BA\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/p\/C87610A0887EE7BA\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"400\" height=\"330\"><\/embed><\/object><br \/>\n97: Maximo Park &#8211; &#8220;book from boxes&#8221;<\/p>\n<p>Erfreuliche \u00c3\u0153berraschung: Maximo Park in den deutschen Singlecharts. Damit h\u00c3\u00a4tte ich ja nicht unbedingt gerechnet. Zumal &#8220;books from boxes&#8221; zwar ein sehr netter Song ist, aber eigentlich kein gro\u00c3\u0178es Hit-Potenzial hat. Er ist f\u00c3\u00bcr Maximo-Park-Verh\u00c3\u00a4ltnisse eins der ruhigeren St\u00c3\u00bccke, geht nicht so nach vorne, sondern umschmeichelt die Ohren und schleicht sich heimlich in den Kopf. Sch\u00c3\u00b6ne Musik, eindeutig. 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>96: Joss Stone feat. Common &#8211; &#8220;tell me what we&#8217;re gonna do now&#8221;<\/p>\n<p>Zugegeben: Eine tolle Stimme hat Joss Stone. Dennoch konnte ich mit ihrer Musik nie etwas anfangen, sie war mir immer zu belanglos. Auch die neue Single pl\u00c3\u00a4tschert zu sehr vor sich hin ohne auf den Punkt zu kommen. Daran \u00c3\u00a4ndert auch Rapper Common nichts, der erst im Hintergrund vor sich hin redet, bevor er dann doch mal in den Vordergund darf &#8211; und dann ist der Song auch schon vorbei. Mittelma\u00c3\u0178 &#8211; nicht mehr. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>90: Hans Zimmer &#8211; &#8220;trinkt aus piraten, yo ho&#8221;<\/p>\n<p>Schon erstaunlich, dass die Musik der &#8220;Pirates of the Carribean&#8221;-Filme regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig sogar in die Singlecharts einsteigt. Hans Zimmer geh\u00c3\u00b6rt auch eindeutig zu den Besten seiner Zunft, meiner Meinung nach gibt es kaum einen besseren Soundtrack als Zimmers &#8220;Gladiator&#8221;. Auch die Titelmelodie der &#8220;Pirates of the Carribean&#8221;-Filme ist ein moderner Klassiker, dessen Melodie man wohl nie vergisst, wenn man sie einmal geh\u00c3\u00b6rt hat. Die Single hat zwar einen ziemlich d\u00c3\u00a4mlichen deutschen Namen, doch die Musik ist toll. 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>83: Red Hot Chili Peppers &#8211; &#8220;hump de bump&#8221;<\/p>\n<p>Puh. Als ich diesen Song zum ersten Mal geh\u00c3\u00b6rt habe, war ich wenig begeistert. Dass er nun auch noch als Single erscheint, erschlie\u00c3\u0178t sich mir nicht wirklich. &#8220;hump de bump&#8221; hat zwar ein sehr nettes Video, aber die Musik ist so derma\u00c3\u0178en mittelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig, dass man ins Gr\u00c3\u00bcbeln kommt, ob die Chili Peppers allm\u00c3\u00a4hlich alt werden. \u00c3\u201ergerlich, dieser Song. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>77: Jeckyll &#038; Hyde &#8211; &#8220;freefall&#8221;<\/p>\n<p>Auch diese Musik stirbt anscheinend nie aus. Ein Mix aus Trance und typisch niederl\u00c3\u00a4ndischen Hardcore-B\u00c3\u00a4ssen, der kompositorisch leider etwas flach ist und daher wohl nur f\u00c3\u00bcr Abende in der Provinz-Gro\u00c3\u0178raumdisco taugt. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>73: DJ Blackskin\/G-Va &#038; Nate Da Great &#8211; &#8220;let the music play&#8221;<\/p>\n<p>Ich hab es schon vor dem H\u00c3\u00b6ren geahnt. Schon wieder eine Coverversion. Und in der Tat nimmt sich ein Trupp aus v\u00c3\u00b6llig talentfreien S\u00c3\u00a4ngerinnen und Dicke-Hose-Rappern die legend\u00c3\u00a4re 80er-Nummer von Shannon vor, um sie zu ruinieren. Mission erf\u00c3\u00bcllt. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>72: 30 Seconds To Mars &#8211; &#8220;from yesterday&#8221;<\/p>\n<p>Als rockender Hollywood-Schauspieler kann man nat\u00c3\u00bcrlich nicht ohne gro\u00c3\u0178en teuer produzierten Videoclip auftauchen. Und so beginnt der &#8220;from yesterday&#8221;-Clip von Jared Letos Band 30 Seconds to Mars auch wie ein gro\u00c3\u0178er Historienschinken. Ich wei\u00c3\u0178 nicht, ob die Band schon ewig existiert und genau diese Musik macht und genau so aussieht, oder ob sie sich an den Emo-Zug \u00c3\u00a0 la My Chemical Romance &#038; Co. ranh\u00c3\u00a4ngt. Es ist mir auch egal. Der Song ist kein Oberknaller, aber er nervt auch nicht. Gef\u00c3\u00a4lliger Poprock w\u00c3\u00bcrde ich sagen. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>59: Beatsteaks &#8211; &#8220;cut off the top&#8221;<\/p>\n<p>Irgendwie hab ich den Eindruck, dass die neue Beatsteaks-Platte etwas untergegangen ist. Von dem Oberhype von vor ein paar Jahren ist nicht mehr viel \u00c3\u00bcbrig. Vielleicht liegt das ja auch an der Musik. Denn die gro\u00c3\u0178en Nummern, mit denen die Band immer \u00c3\u00bcberzeugt hat, fehlen mir diesmal. Auch &#8220;cut off the top&#8221; w\u00c3\u00a4re in fr\u00c3\u00bcheren Zeiten wohl eher eine B-Seite geworden, wenn \u00c3\u00bcberhaupt. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>51: Debbie rockt! &#8211; &#8220;popp song \/ nie mehr schule&#8221;<\/p>\n<p>Wer zur H\u00c3\u00b6lle ist das? Ein paar Mia-Nena-Tokio-Hotel-Lookalikes mit dem Talent einer Sch\u00c3\u00bclerband. Und dann auch noch dieser Spruch &#8220;einmal gepoppt, nie mehr gestoppt&#8221;, der schon seit gef\u00c3\u00bchltren zehn Jahren gar nicht mehr geht, als Wiedererkennungswert des St\u00c3\u00bccks. Musik f\u00c3\u00bcr Bravo-Kinder und niemanden sonst. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>50: DJ Size\/J. Lourenzo &#038; Big Steve &#8211; &#8220;sunglasses&#8221;<\/p>\n<p>Und auch beim Wort &#8220;sunglasses&#8221; musste ich sofort an einen alten Hit denken. Und auch hier haben sich diese b\u00c3\u00b6sen Vorahnungen bewahrheitet. Wieder ruinieren ein paar Leute einen Klassiker (&#8220;sunglasses at night&#8221; von Corey Hart). Zwar hat der S\u00c3\u00a4nger eindeutig mehr Talent als die Damen auf Platz 73, doch der Proll-Rapper schmei\u00c3\u0178t diese Pluspunkte sofort wieder in den M\u00c3\u00bcll. Dort geh\u00c3\u00b6rt auch dieser Furz der Pophistorie hin. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>44: Take That &#8211; &#8220;reach out&#8221;<\/p>\n<p>Dann doch lieber Take That. Die vier Herren genie\u00c3\u0178en ihr Comeback, geben ausverkaufte Stadionkonzerte, schmei\u00c3\u0178en eine Single nach der anderen auf den Markt und zeigen dabei, dass sie durchaus noch gute Popsongs produzieren k\u00c3\u00b6nnen. &#8220;reach out&#8221; ist nat\u00c3\u00bcrlich nicht das innovativste St\u00c3\u00bcck Musik der Weltgeschichte, aber eben netter Pop, der nicht einmal soooo weit weg von Bands wie Coldplay oder Snow Patrol weg ist. Am meisten erinnern mich die meisten neuen Take-That-Songs aber immer wieder an A-Ha. Wie auch immer: 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>33: 50 Cent &#8211; &#8220;straight to the bank&#8221;<\/p>\n<p>Es tut mir ja manchmal wirklich leid, dass ich mit 99 % aller Hip-Hop-Tracks einfach nichts anfangen kann. Ich erkenne in St\u00c3\u00bccken wie &#8220;straight to the heart&#8221; nunmal nicht mehr als eine stupide, monotone Abfolge von vorgetragenen S\u00c3\u00a4tzen ohne Musik. Und dann auch noch dieses st\u00c3\u00a4ndige &#8220;ahahahaha&#8221;. Das kann man doch einfach nicht ernst nehmen. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>20: Avril Lavigne &#8211; &#8220;when you&#8217;re gone&#8221;<\/p>\n<p>Avril Lavigne entt\u00c3\u00a4uscht mich ja von Song zu Song auch immer mehr. Sie ist vom Erfolg so glatt gesp\u00c3\u00bclt worden, dass sie mittlerweile aussieht und singt wie jede x-beliebige &#8220;American Idol&#8221;-Finalistin. Dr\u00c3\u00b6ges Popliedchen, das. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>11: Sarah Connor feat. Ne-Yo &#8211; &#8220;sexual healing&#8221;<\/p>\n<p>Und weiter geht&#8217;s mit der Woche der Coverversionen. Und einem weiteren Tiefpunkt. Sarah Connor haucht Marvin Gayes Welthit ins Mikro. Ich mochte das Original noch nie, aber diese Version hat so&#8230; gar nichts. Au\u00c3\u0178er einem plump-unsympathischen Video zum Fremdsch\u00c3\u00a4men. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>02: Monrose &#8211; &#8220;hot summer&#8221;<\/p>\n<p>Das erstaunt mich ja wirklich. Ich hatte die aktuelle ProSieben-&#8220;Popstars&#8221;-Gruppe schon auf dem Niedergang gew\u00c3\u00a4hnt. Und dann auf einmal ein New Entry auf 2. Lohnen sich die Auftritte in ungef\u00c3\u00a4hr jeder Fernsehsendung also doch. Meine Meinung zu &#8220;hot summer&#8221; ist etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite gibt es einen gelungenen Popsong, auf der anderen Seite aber viel zu gewollte Fragmente internationaler RnB-Trends, um irgendwie cool zu klingen. Wenn ich dann aber beispielsweise Mandy in dem Clip sehe, dann passt das so gar nicht zusammen: Coolness und Monrose. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>01: Mark Medlock &#038; Dieter Bohlen &#8211; &#8220;you can get it&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Isch lass misch ned verbiege. Niemals. Isch bleib immer so wie isch bin.&#8221; (Mark Medlock). &#8220;Hahahahahahahahahaaha&#8221; (popkulturjunkie). 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>Die Top Ten vom 13. Juli 2007:<\/p>\n<p>01 (&#8212;) Mark Medlock &#038; Dieter Bohlen &#8211; &#8220;you can get it&#8221;<br \/>\n02 (&#8212;) Monrose &#8211; &#8220;hot summer&#8221;<br \/>\n03 (01) Rihanna feat. Jay-Z &#8211; &#8220;umbrella&#8221;<br \/>\n04 (02) Marquess &#8211; &#8220;vayamos companeros&#8221;<br \/>\n05 (03) Pink &#8211; &#8220;dear mr. president&#8221;<br \/>\n06 (04) Mika &#8211; &#8220;relax (take it easy)&#8221;<br \/>\n07 (05) DJ \u00c3\u2013tzi &#038; Nik P. &#8211; &#8220;ein stern (der&#8230;)&#8221;<br \/>\n08 (10) Ich+Ich &#8211; &#8220;vom selben stern&#8221;<br \/>\n09 (06) Enrique Iglesias &#8211; &#8220;do you know? (the ping pong song)&#8221;<br \/>\n10 (20) David Bisbal &#8211; &#8220;silencio&#8221;<\/p>\n<p>Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:<br \/>\n&#8211; Axel Prahl &#8211; &#8220;du bist nicht allein&#8221;<br \/>\n&#8211; J\u00c3\u00bcrgen &#8211; &#8220;ich wei\u00c3\u0178 was Dir fehlt&#8221;<br \/>\n&#8211; La Princesse &#8211; &#8220;bailando 2007&#8221;<br \/>\n&#8211; Madsen &#8211; &#8220;ein sturm&#8221;<\/p>\n<p>Singles, die in dieser Woche eventuell eingestiegen w\u00c3\u00a4ren, wenn das neue Charts-Regularium, laut dem auch reine Download-Singles ohne CD gewertet werden, schon jetzt und nicht erst ab Ende Juli gelten w\u00c3\u00bcrde:<br \/>\n&#8211; Paul McCartney &#8211; &#8220;dance tonight&#8221;<br \/>\n&#8211; Ryan Adams feat. Sheryl Crow &#8211; &#8220;two&#8221;<\/p>\n<p>Vorschau:<br \/>\nIn der n\u00c3\u00a4chsten Ausgabe der Charts-Kritik lesen Sie u.a. Beitr\u00c3\u00a4ge zu den neuen Singles von den Arctic Monkeys, Wir sind Helden, Mickie Krause und Jan Delay.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor ich hier wieder in einen wochenlangen R\u00c3\u00bcckstand gerate, nutze ich den verregneten Sonntag doch mal f\u00c3\u00bcr ein paar Charts-Kritiken. Hier kommen zun\u00c3\u00a4chst die New Entries der deutschen Singlecharts vom 13. Juli 2007: 97: Maximo Park &#8211; &#8220;book from boxes&#8221; Erfreuliche \u00c3\u0153berraschung: Maximo Park in den deutschen Singlecharts. Damit h\u00c3\u00a4tte ich ja nicht unbedingt gerechnet. 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