{"id":374,"date":"2004-03-23T12:00:50","date_gmt":"2004-03-23T11:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=374"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=374","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/pix\/ADC.jpg\" align=right>So. Und jetzt ein paar Worte zu meinem Wochenende in Berlin. Zun\u00e4chst zum <a HREF=\"http:\/\/www.adc.de\/\">ADC<\/a>. F\u00fcr alle, die mit dieser Branche nichts zu tun haben: Der ADC ist der Art Director&#8217;s Club. Ein Club von Werbern und anderen Kreativen, der einmal im Jahr die beste Werbung, die besten Zeitschriften-Gestaltungen und andere kreative Dinge auszeichnet &#8211; bei den ADC Awards. Und da war ich also. Als Journalist, der eigentlich nur \u00fcber Fernsehen schreibt und nicht \u00fcber Werbung ein kleiner Fremdk\u00f6rper &#8211; aber umso entspannter, objektiver konnte ich an die Sache rangehen.<br \/>Am Freitag gab es zun\u00e4chst die ADC Visions &#8211; eine Veranstaltung, auf der ein paar wichtige Kreative Vortr\u00e4ge hielten. Klingt langweiliger als es war. Es gab viele schlechte und gute Werbung zu sehen, erhellende und weniger erhellende Worte zu h\u00f6ren. Mein pers\u00f6nliches Highlight der Veranstaltung (und da mag ich der Einzige gewesen sein) war der Auftritt von Malcolm McLaren. Der Erfinder der Sex Pistols redete kein bisschen \u00fcber Werbung, sondern \u00fcber die Lage der Gesellschaft, einen Besuch in Peking, den er in h\u00f6chst spannenden und eindrucksvollen Worten schilderte und \u00fcber das seiner Meinung nach n\u00e4chste gro\u00dfe Ding: Chip-Music. Diese Musikrichtung, gemacht wird sie auf alten 8bit-Computern und -Spielkonsolen gibt es zwar schon seit Jahren und McLaren erkl\u00e4rt sie auch schon seit dem letzten Jahr zum n\u00e4chsten gro\u00dfen Ding, aber interessant war&#8217;s trotzdem. Ich h\u00e4tte ihm noch Stunden zuh\u00f6ren k\u00f6nnen.<br \/>Am Samstag stand dann ein Besuch auf der ADC-Ausstellung an, auf der alle ausgezeichneten und eingereichten Anzeigen, Clips, Fotos, Layouts, etc. zu sehen war. Am Abend ging es dann also zum H\u00f6hepunkt: zu den ADC Awards. Eine zum Teil sehr skurrile Show, auf der sich die Werbebranche selbst feiert als g\u00e4be es kein Morgen. Die Preise werden verliehen, die Gewinner kommen unter Jubel und Applaus auf die B\u00fchne &#8211; letzlich eine relativ unspektakul\u00e4re Veranstaltung mit vielen technischen Pannen. Zwischendruch sang Ulrich Tukur mit seiner Band Schlager des fr\u00fchen 20. Jahrhundert. Sehr lustig, das. Den sollte man sich vielleicht mal in einem kompletten Konzert geben.<br \/>Die After-Show-Party war dann sehr sehr seltsam. Man glaubt gar nicht, wie Leute, die sich f\u00fcr extrem cool halten eine solch uncoole Party feiern k\u00f6nnen. Die Musik! Die beiden DJs h\u00e4tten jeder Dorfdisco alle Ehre gemacht. Technozeug, das vor 10 Jahren vielleicht cool war, sp\u00e4ter &#8220;smells like teen spirit&#8221; und gleich danach Fury in the Slaughterhouse, Guns&#8217;n&#8217;Roses. Dann wieder bl\u00f6de Party-Hits. Wirklich: ein Dorfdsico-Mix at its best. Nichts an neuer, ideenreicher, kreativer Musik. Und dann noch Pseudo-Promis wie Jenny Elvers. Naja, vielleicht feiert jeder eben doch die Party die er verdient. Richtig schlecht war&#8217;s trotzdem nicht. Wenn man alles mit etwas Humor genommen hat, konnte man die Nacht ganz gut \u00fcberleben. Und immerhin: So arrogant, mega-stylish und abgehoben sind sie gar nicht, die Werber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So. Und jetzt ein paar Worte zu meinem Wochenende in Berlin. Zun\u00e4chst zum ADC. F\u00fcr alle, die mit dieser Branche nichts zu tun haben: Der ADC ist der Art Director&#8217;s Club. 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