{"id":440,"date":"2004-04-25T17:41:51","date_gmt":"2004-04-25T16:41:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=440"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=440","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/pix\/Melissa.jpg\" align=left>Also. Der Donnerstag. Nach einer f\u00fcnfst\u00fcndigen Autofahrt zur\u00fcck nach Heidelberg und einer halben Stunde Schlaf bin ich nach Mannheim gefahren. <a href=\"http:\/\/www.aufdermaur.com\/\">Melissa Auf der Maur<\/a> in der <a href=\"http:\/\/www.altefeuerwache.com\/\">Alten Feuerwache<\/a>. Darf man sich schlie\u00dflich nicht entgehen lassen, wenn solch fabelhafte Musiker in der Gegend sind. Auch wenn ich wieder allein fahren musste, weil Freunde nicht zu \u00fcberzeugen waren.<br \/>Die Alte Feuerwache war leider nur mittelm\u00e4\u00dfig besucht, keinesfalls voll. Von wegen Mannheim sei &#8220;die heimliche Hauptstadt des Pop&#8221;, wie es in der bl\u00f6den aktuellen Mannheim-Anzeige hei\u00dft. Selten genug, dass es ein lohnenswertes Konzert in der Stadt gibt &#8211; und dann kommt kaum jemand. Los ging der Abend mit einer Band, de mir zuvor v\u00f6llig unbekannt war: den <a href=\"http:\/\/www.livingthingsmusic.com\/\">Living Things<\/a> aus St. Louis.  Das Deb\u00fct-Album der Band wird, wie ich inzwischen wei\u00df, von Steve Albini (Nirvana, Breeders, PJ Harvey) produziert. Eine Band auf dem Weg nach oben also. Musikalisch sind die Living Things in der Schublade Punk-Rock angesiedelt. Vier d\u00fcrre Typen mit schwazen Lederjacken &#8211; der S\u00e4nger erinnert etwas an die Ramones. Und auch die Musik geht in die Richtung. Das Konzert war laut und richtig gut. Am Ende wurde \u00fcbrigens noch ein Foto von George W. Bush verbrannt. Die Living Things waren eine absolut positive \u00dcberraschung, nach der mir die Gedanken in den Kopf sprangen: &#8220;Wow. Frau Auf der Maur wird es schwer haben, sich nicht von der Vorband an die Wand spielen zu lassen&#8221;. Aber es gab keinen Grund f\u00fcr diese Angst.<br \/>Nach einer viel zu langen Umbaupause erklangen dann endlich vertraute Kl\u00e4nge aus den Boxen: &#8220;Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt &#8216;ne kleine Wanze&#8230;&#8221;. Seit Melissa Auf der Maur erfahren hat, dass es im deutschsprachigen Raum ein Kinderlied gibt, das mit ihrem Namen zu tun hat, setzt sie es als Intro ihrer Konzerte hierzulande ein. Durchaus lustig. Anschlie\u00dfend betrat die Band die B\u00fchne und von Sekunde 1 an war klar, warum die Band Auf der Maur hei\u00dft. Melissa hat eine unheimlich gro\u00dfe B\u00fchnenpr\u00e4senz. Sie ist selbstbewusst, unheimlich sympathisch, vollkommen enrgiegeladen und sooo charmant &#8211; Sex pur. Los ging&#8217;s mit &#8220;lightning is my girl&#8221;, einem meiner drei Lieblingssongs des Albums &#8220;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/B000174LWK\/popkulturjunk-21\">auf der maur<\/a>&#8220;. Das Set bestand aus dem kompletten Album und vier oder f\u00fcnf weiteren Songs. Heimlicher H\u00f6hepunkt der Konzerts war das perfekt vorgetragene langsame &#8220;overpower thee&#8221;, aber auch die beiden Singles &#8220;real a lie&#8221; und &#8220;followed the waves&#8221; (incl. des Wolf-artigen Heulens zu Beginn des Songs) waren gro\u00dfartig. Die Zugabe bestand aus zwei Non-Album-Songs, beim letzten stand Melissa allein mit ihrem Bass auf der B\u00fchne. Als ich das Album damals bekam, fand ich es nicht durchgehend brillant. Die etwas uncoole Mischung aus Post-Grunge, Rock und Metal-Elementen pl\u00e4tscherte ab der Mitte des Albums etwas dahin. Aber live \u00fcberzeugte Melissa Auf der Maur mich komplett. Ein absolut lohnenswertes Konzert-Ereignis &#8211; nicht nur f\u00fcr M\u00e4nner ;-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also. Der Donnerstag. Nach einer f\u00fcnfst\u00fcndigen Autofahrt zur\u00fcck nach Heidelberg und einer halben Stunde Schlaf bin ich nach Mannheim gefahren. Melissa Auf der Maur in der Alten Feuerwache. Darf man sich schlie\u00dflich nicht entgehen lassen, wenn solch fabelhafte Musiker in der Gegend sind. 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