{"id":4525,"date":"2009-11-03T21:25:17","date_gmt":"2009-11-03T20:25:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=4525"},"modified":"2009-11-04T20:35:08","modified_gmt":"2009-11-04T19:35:08","slug":"popkulturjunkie-in-sudafrika-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=4525","title":{"rendered":"popkulturjunkie in s\u00c3\u00bcdafrika. tag 1."},"content":{"rendered":"<p>Ich war noch nie auf dem afrikanischen Kontinent, sogar noch nie auf der s\u00c3\u00bcdlichen Erdhalbkugel. Bis heute. Denn heute begann mein Urlaub in S\u00c3\u00bcdafrika, an dem ich Euch mit meinem Blog teilhaben lassen will (wird ja auch mal Zeit, dass hier mal wieder regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig gebloggt wird).<\/p>\n<p>Spannend begann es schon am Frankfurter Flughafen. Die Lufthansa hatte den Flug leicht \u00c3\u00bcberbucht und suchte nun mit interessanten Angeboten Freiwillige, die ihren Flug um einen Tag verschieben konnten. Wir  fielen aus, da Hotel und Mietwagen in Kapstadt gebucht waren und es zu viel Trara gewesen w\u00c3\u00a4re, das alles aus der Ferne umzubuchen. Doch das Angebot war nicht schlecht: Die  Freiwilligen bekamen eine Nacht in einem Frankfurter Top-Hotel und 600 Euro geschenkt. Noch heftiger wurde um einen Freiwilligen geworben, der statt Business nur Economy-Class fliegen wollte. 1500 Euro sollte er bekommen. 1500 Euro daf\u00c3\u00bcr, dass er im selben Flieger ein paar Reihen weiter hinten Platz nimmt. Kein Wunder, dass sich gen\u00c3\u00bcgend Freiwillige fanden, sodass keine Dramen am Flughafen stattfanden.<\/p>\n<p>Im Flieger hatte ich dann zum ersten Mal das Vergn\u00c3\u00bcgen am Platz ein Touchscreen-Monitor mit Entertainmentprogramm zu haben. Leider war das Filmangebot aber so mittelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig, dass ich nur einen Film sah &#8211; &#8220;Die Entf\u00c3\u00bchrung der U-Bahn Pelham 123&#8221; &#8211; ein komplett \u00c3\u00bcberraschungsfreier Entf\u00c3\u00bchrungs-Thriller mit John Travolta und Denzel Washington. Den Rest der Zeit flimmerte die Landkarte auf meinem Bildschirm, auf der sich verfolgen l\u00c3\u00a4sst, \u00c3\u00bcber welcher afrikanischen Region der Flieger nun gerade unterwegs ist. An Schlafen war trotz der n\u00c3\u00a4chtlichen Flugzeit von 22.55 Uhr bis 11 Uhr kaum zu denken. Die L\u00c3\u00a4nge meiner Beine verhindert ein komofortables Sitzenstellenlegen. Was ich im \u00c3\u0153brigen auch nicht kapiere, ist warum um 2 Uhr nachts ein warmes Essen gereicht wird (Geht Schn\u00c3\u00a4ppchen-Deutschland sonst auf die Barrikaden, wenn es kein Essen bei der Lufthansa bekommt?) und warum die Stewardessen diese rauen Mengen an Alkohol ausschenken. Hier ein Whiskey, da ein Campari, noch ein Gl\u00c3\u00a4schen Wein, morgens dann schon ein Bier. Saufen auf Kosten aller anderer Flugg\u00c3\u00a4ste (die den Spa\u00c3\u0178 ja letztlich mitbezahlen).<\/p>\n<p>Aber wollte ich nicht eigentlich von S\u00c3\u00bcdafrika erz\u00c3\u00a4hlen? Na gut. Unsere erste Etappe f\u00c3\u00bchrt uns nun also ein paar Tage lang nach Kapstadt, eine Stadt, die schon deswegen atemberaubend ist, weil sie zwischen grandiose Berge und das Meer eingekeilt liegt. Eine tollere Lage kann man sich kaum vorstellen. Viel \u00c3\u00bcber Kapstadt kann ich noch nicht berichten, au\u00c3\u0178er dass die Long Street eine ziemlich nette, junge Stra\u00c3\u0178e mit vielen Caf\u00c3\u00a9s, Bars, Surfer- und Klamottenl\u00c3\u00a4den ist, die Pizza im Long Street Cafe aber nicht empfehlenswert ist.<\/p>\n<p>Danach gingen wir dann in Richtung Victoria &#038; Albert Waterfront, wo wir den Rest des Nachmittages verbrachten. Das Teil ist eine Art Parallelwelt, in der massenhaft Security-Leute aufpassen, dass wohlhabende S\u00c3\u00bcdafrikaner und vor allem Touristen ihr Geld in 200 bis 300 Shops und Restaurants lassen. Trotzdem hat mir diese Parallelwelt irgendwie gefallen, denn die Lage im Hafen ist wirklich toll. Gegessen haben wir dann im &#8220;Belthazar&#8221;, wo es vor allem Gegrilltes, Seafood und die angeblich &#8220;biggest Wine Bar in the World&#8221; gibt. Und in der Tat hatte ich eine solche Weinkarte bisher noch nicht gesehen. Ich bin schon gespannt auf die Weinregion, die wir im Laufe des Urlaubs auch noch besuchen werden.<\/p>\n<p>Gegessen habe ich \u00c3\u00bcbrigens das erste Strau\u00c3\u0178ensteak meines Lebens. Ein bisschen traurig bin ich zwar, dass einer dieser lustigen V\u00c3\u00b6gel sterben musste, damit ich ihn essen kann,aber letztlich gibt es ohnehin keine wildlebenden Strau\u00c3\u0178en mehr (wenn ich mich nicht irre), sodass sie vollkommen zu Nutztieren geworden sind. Geschmeckt hat es recht lecker. Kein bisschen nach Gefl\u00c3\u00bcgel, eher nach Rindfleisch, aber deutlich faseriger. Dazu gab es einen sehr leckeren Shiraz aus Stellenbosch &#8211; ich mag schwere Rotweine ja sehr gerne.<\/p>\n<p>Essen ist hier \u00c3\u00bcbrigens (wie auch das Taxifahren) extrem g\u00c3\u00bcnstig. F\u00c3\u00bcr einen Viertelliter 100%igen Orangensaft zahlt man im Supermarkt umgerechnet 35 Cent und  meine Pizza im Long Street Cafe hat auch keine 5 Euro gekostet. Die Geldscheine sind aber fast zu schade zum Ausgeben, weil sie so nett aussehen. Auf jedem ist ein Tier abgebildet. Auf dem 20-Rand-Schein ein Elefant, auf dem 50er ein L\u00c3\u00b6we und auf dem 100er einer dieser B\u00c3\u00bcffel.<\/p>\n<p>Tja. Und dann war da noch der unerfreuliche Teil des Tages. Perfekt dem Klischee entsprechend begegnete uns n\u00c3\u00a4mlich ein Typ, der Geld wollte, uns Bedrohte und minutenlang nicht von der Seite wich. &#8220;i&#8217;m not a bad man, please don&#8217;t make me take all your money, i don&#8217;t want to be a criminal&#8230;&#8221; Ich habe mich selten in meinem leben so unwohl gef\u00c3\u00bchlt wie in dieser bedrohlichen Situation (die zum Gl\u00c3\u00bcck gut ausging, weil er am Ende doch ohne Gewalt und Geld von uns abzog). Am meisten \u00c3\u00a4rgert mich diese Situation (die mitten am Tag in der N\u00c3\u00a4he der Victoria &#038; Albert Waterfront stattfand, also keineswegs in einer dunklen Ecke der Stadt und auch nicht am Abend)&#8230; am meisten \u00c3\u00a4rgert mich also, dass ich vorher so begeistert von den sympathischen S\u00c3\u00bcdafrikanern war, und dann kommt so ein Arschloch und macht alles kaputt. Ich hoffe, dass ich die Situation schnell vergessen kann und stattdessen wieder sympathische S\u00c3\u00bcdafrikaner treffe. Letztlich hat es aber vielleicht auch etwas Gutes an sich, dass und das gleich am ersten tag passiert ist, denn so werden wir nicht leichtsinnig und lassen ein paar Euro beim Taxigewerbe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war noch nie auf dem afrikanischen Kontinent, sogar noch nie auf der s\u00c3\u00bcdlichen Erdhalbkugel. Bis heute. Denn heute begann mein Urlaub in S\u00c3\u00bcdafrika, an dem ich Euch mit meinem Blog teilhaben lassen will (wird ja auch mal Zeit, dass hier mal wieder regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig gebloggt wird). Spannend begann es schon am Frankfurter Flughafen. 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