{"id":786,"date":"2004-09-29T02:16:30","date_gmt":"2004-09-29T01:16:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=786"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=786","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Und um endg\u00fcltig auf den neuesten Stand in Sachen Charts-Kritiken zu kommen, folgen hier nun die New Entries der deutschen Singlecharts vom 27. September 2004:<\/p>\n<p>92: Donots &#8211; &#8220;good-bye routine&#8221;<br \/>Es gab mal eine kurze Zeit, vor einigen Jahren, da mochte ich den Spa\u00df-Rock von den Donots. Lang vorbei, diese Zeit. Und dann dieser Song. Kein so wirklicher Spa\u00df-Rock, sondern ein eher ruhiges St\u00fcck. Er hat wirklich leider gar nichts Aufregendes an sich. Keine Melodie, die h\u00e4ngen bleibt, keine spritzigen ideen. Nichts. Und daher nur 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>89: Velvet Revolver &#8211; &#8220;fall to pieces&#8221;<br \/>Was bekommt man, wenn man die Guns&#8217;n&#8217;Roses mit dem S\u00e4nger der Stone Temple Pilots zusammenbringt? Musik, die klingt wie eine Kreuzung aus den Guns&#8217;n&#8217;Roses und den Stone Temple Pilots. So einfach ist das. Das diese Musik meist gar nicht so \u00fcbel klingt, ist wohl auf das Talent der Herren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Und wenn in &#8220;fall to pieces&#8221; die Gitarre von Slash ert\u00f6nt, f\u00fchlt man sich zur\u00fcckgebeamt in die Zeit Ende der 80er, Anfang der 90er. Und man hat ein wohliges Gef\u00fchl dabei. Wenn Weiland dazu singt, f\u00fchrt einen die Zeitmaschine ein paar Jahre weiter, in die gro\u00dfe, unvergessliche Grunge-Zeit mit all der fabelhaften Musik. Eine angenehme Platte haben sie aufgenommen, die Herren. Auch &#8220;fall to pieces&#8221; ist kein schlechter Song, aber auch nicht das beste St\u00fcck von Velvet Revolver. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>80: LL Cool J &#8211; &#8220;headsprung&#8221;<br \/>Mister Cool J mit einem diser \u00fcberfl\u00fcssigen, austauschbaren, verwechselbaren Hip-Hop-St\u00fcckchen. War der nicht mal irgendwann kreativer? Heute zumindest nicht mehr. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>77: Joss Stone &#8211; &#8220;you had me&#8221;<br \/>Frau Stone wurde bekannt durch eine ziemlich nette Cover-Version des White-Stripes-Hits &#8220;fell in love with a girl&#8221;, den sie in &#8220;fell in love with a boy&#8221; umwandelte und ihm durch ihren Soul-Gesang ein v\u00f6llig neues Erscheinungsbild verpasste. Soul ist das, was sie hauptberuflich macht. Und Soul ist nicht so meine Sache. Besser als all diese Hip-Hop-Gr\u00fctze ist &#8220;you had me&#8221; allemal. Aber \u00f6fter als dieses eine Mal werde ich das St\u00fcck trotzdem nicht h\u00f6ren. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>71: Juicy Junk &#8211; &#8220;everybody (sucks)&#8221;<br \/>Erstens: Wie kann sich eine Band nur Juicy Junk nennen? Hallo? Saftiger M\u00fcll? Spitzenname! Respekt! Zweitens: Wieso nennt sich der S\u00e4nger Mars, der Gitarrist Sirius und die drei anderen Hanseln doch nur Bernd, Martin und Dirk. Da stimmt doch was nicht im Bandgef\u00fcge. Drittens: die Musik. Langatmiger Crossover ohne das gewisse Etwas. Viertens: Wie kommen die denn \u00fcberhaupt in die Charts? 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>66: Reim &#038; Bonnie Tyler &#8211; &#8220;vergiss es (forget it)&#8221;<br \/>Das Grauen hat zwei neue Gesichter: Matthias Reim und Bonnie Tyler! Frau Tyler h\u00e4tte vor vielen vielen Jahren sicher nicht daran gedacht, dass sie mal so weit unten ist, dass sie schon Schlager-Platten mit Matthias Reim aufnehmen muss. Ganz schlimm ist dieses Lied. Man wei\u00df gar nicht, ob man 3 Minuten lang lachen oder weinen soll. Weinen vor allem \u00fcber das Schicksal der Frau Tyler. Ganz klare 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>57: Vanessa S. &#8211; &#8220;blah, blah, blah&#8221;<br \/>Die kleine niedliche Vanessa aus &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221;. Ihre Musik klingt ein bisschen so, als wolle sie eine deutsche Jennifer Lopez werden oder sowas. Da muss sie sich aber ein bisschen mehr einfallen lassen als Songs, die &#8220;blah, blah, blah&#8221; hei\u00dfen und auch nicht mehr bieten als eben das. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>52: The Kelly Family &#8211; &#8220;streets of love&#8221;<br \/>Ws ist schlimmer? Dass es die Kelly Family immer noch gibt? Oder dass ihre neue Single mit den Worten &#8220;yo. listen up.&#8221; beginnt? Ist wohl beides gleich schlimm. Der Song bietet das, was die Kellys unter Rap verstehen und Musik, die jede achtklassige Band in ihrem Proberaum besser hinbekommen h\u00e4tte. Immerhin: Mittlerweile steigen die Kellys nur noch auf Platz 52 ein und nicht mehr direkt in die Top Ten. 0 von 10 Punkten nat\u00fcrlich f\u00fcr diesen Dreck.<\/p>\n<p>51: Thom. &#8211; &#8220;principle of joy&#8221;<br \/>Thomas Hanreich. Ehemaliger S\u00e4nger von Vivid, der wohl einzigen guten Band, die meine Heimat Niedersachsen je hervorgebracht hat. Und ja: Mir ist sehr bewusst, dass auch die Guano Apes aus Niedersachsen kommen. Herr Hanreich hat leider wenig Erfolg mit seinem sehr guten Soloalbum gehabt. Nur gut, dass jetzt BMW bzw. die Agentur von BMW einen Song f\u00fcr einen neuen Werbespot von ihm haben wollte. Da verkauft er doch noch ein paar Platten. Und der Song ist auch ziemlich gut. Gute Laune machender Pop. Wer \u00fcbrigens noch mehr von Thom. h\u00f6ren m\u00f6chte und sein Album schon besitzt, sollte sich mal die aktuelle Platte von Millenia Nova besorgen. Ganz gro\u00dfe Musik! F\u00fcr &#8220;principle of joy&#8221; gibt&#8217;s solide 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>49: Natural &#8211; &#8220;why it hurts&#8221;<br \/>Sie sterben einfach nicht aus, diese Boybands. Und ihre belanglosen Pop-N\u00fcmmerchen ohne Substanz. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>45: Ashlee Simpson &#8211; &#8220;pieces of me&#8221;<br \/>Musste nach Nervens\u00e4ge Jessica Simpson nun auch noch die kleine Schwester Ashlee beschlie\u00dfen, eine Musikkarriere machen zu wollen? Und schreibt Adam Green jetzt nach &#8220;jessica&#8221; auch noch einen Song \u00fcber Ashlee? Letztlich ist &#8220;pieces of me&#8221; aber zum Gl\u00fcck nicht ganz so schlimm. So&#8217;n bisschen wie Avril Lavigne, blo\u00df schleimiger, noch glatter und noch poppiger. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>23: Bryan Adams &#8211; &#8220;open road&#8221;<br \/>Oh. Bryan Adams hat einen neuen Song aufgenommen. Bzw. Bryan Adams hat seinen Song wieder mit neuem Text aufgenommen. Denn seine Musik, die klingt doch seit Jahren (gef\u00fchlt: Jahrhunderten) immer gleich. Immer gleich schlecht. So auch dieses bl\u00f6de Liedchen, das nur eins beweist: \u00dcber 50-J\u00e4hrige kaufen noch Platten. Denn w\u00e4re der Song sonst auf Platz 23 eingestiegen? Wohl kaum. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>20: The Rasmus &#8211; &#8220;guilty&#8221;<br \/>Man kann ihren Songs den Ohrwurmfaktor nicht absprechen. &#8220;guilty&#8221; ist auch wieder so ein Fall, der einfach im Ohr bleibt, auch wenn man es gar nicht will. Denn so richtig cool sind The Rasmus bei Weitem nicht. Stadion-Poprock mit Pseudo-Gothic-Attit\u00fcde \u00e0 la HIM. Aber wie gesagt: Ohrwurmig ist er schon, der Song. Und deswegen mutige 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>14: Natasha Bedingfield &#8211; &#8220;these words&#8221;<br \/>Sie ist die kleine Schwester von Daniel Bedingfield. Den muss man nicht kennen. Sie auch nicht. Aus England kommt sie, war dort hiermit Nummer 1 und klingt ein bisschen Spice-Girls-ig. Ganz okay, das Lied, aber besser auch nicht. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>8: Rosenstolz &#8211; &#8220;willkommen&#8221;<br \/>Die gehen mir ja mittlerweile geh\u00f6rig auf den Sack, diese beiden mit ihren angerockten Schlagerliedern. Und nat\u00fcrlich wieder mit Konzert-kompatiblem &#8220;Und jetzt bitte alle mitsingen&#8221;-Refrain. Ich glaube, das, was f\u00fcr die jetzige Generation von Bausparern Pur ist, wird demn\u00e4chst durch Rosenstolz abgel\u00f6st. Und die besonders &#8220;coolen&#8221; Bausparer h\u00f6ren bestimmt schon lang Rosenstolz. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>2: Rammstein &#8211; &#8220;amerika&#8221;<br \/>Was ist blo\u00df aus denen geworden? Die konnte man wirklich mal h\u00f6ren, als sie neu waren. Gleubt mir! Aber jetzt kommt erst ein peinlicher Song \u00fcber Kannibalismus und dann dieses noch grottigere St\u00fcck &#8220;we&#8217;re all living in Amerika, Amerika ist wunderbar&#8230; Nach Afrika kommt Santa Klaus und vor Paris steht Micky Maus&#8221;. Kulturkritisch oder sogar politisch soll das wom\u00f6glich sein und ihren Erfolg in den USA vielleicht noch ausbauen. Ich find&#8217;s einfach nur peinlich. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und um endg\u00fcltig auf den neuesten Stand in Sachen Charts-Kritiken zu kommen, folgen hier nun die New Entries der deutschen Singlecharts vom 27. September 2004: 92: Donots &#8211; &#8220;good-bye routine&#8221;Es gab mal eine kurze Zeit, vor einigen Jahren, da mochte ich den Spa\u00df-Rock von den Donots. Lang vorbei, diese Zeit. Und dann dieser Song. 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