{"id":795,"date":"2004-09-22T02:31:13","date_gmt":"2004-09-22T01:31:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=795"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=795","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfartiger Abend liegt hinter mir. Ich war beim ersten Heidelberger Monsters of Spex mit f\u00fcnf Bands f\u00fcr 14 Euro. Was f\u00fcr ein Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis. Zumal nicht irgendwelche Bands angek\u00fcndigt waren, sondern Knaller wie Marr, Maritime, Girls in Hawaii und Jens Friebe. Statt dieser 4 Bands waren&#8217;s dann aber 5, weil die Maritime-Tour-Support-Band Snailhouse auch noch gespielt hat. Mit denen fing&#8217;s dann auch an. Geh\u00f6rt hatte ich zuvor nie etwas von ihnen, aber sie waren ganz okay. Aus Kanada kommen sie und spielen so blues-rockiges Zeug. Wie gesagt: Ganz okay, aber nicht sonderlich aufregend.<\/p>\n<p>Im Anschluss trat dann Jens Friebe auf, dessen &#8220;gespenster&#8221; wochenlang in meiner Heavy Rotation lief. Ich war dennoch positiv \u00fcberrascht, da ich etwas skeptisch war, ob seine anderen Songs \u00e4hnlich gut sein w\u00fcrden. Waren sie aber. Die Texte zwar immer auf der Kippe zwischen intelligent und pubert\u00e4r, aber insgesamt ein guter Auftritt mit guter Musik.<\/p>\n<p>Das Highlight des Abends sollte dann folgen: Die belgische Band Girls in Hawaii. 6 Leute auf der B\u00fchne, die schwer zu beschreibende Musik machen. Extrem intelligent komponierte Songs, deren Verlauf nicht vorhersehbar ist, die massenweise \u00dcberraschungen bieten und die von Stimmungen, Atmosph\u00e4re und fabelhaften Melodien leben. Mal wundersch\u00f6n ruhig und langsam, mal krachig laut. Aber immer gut. F\u00fcr den H\u00f6hepunkt sorgte S\u00e4nger Antoine, als er zur Zugabe allein auf die B\u00fchne zur\u00fcckkam, das Mikrofon zur Seite stellte, sich ganz nach vorn auf die B\u00fchne stellte und ohne Mikro, daf\u00fcr aber mit einer Akustikgitarre ein wundersch\u00f6nes Lied zum besten gab. G\u00e4nsehaut pur und Begeisterungsst\u00fcrme f\u00fcr Girls in Hawaii im Karlstorbahnhof.<\/p>\n<p>Auch das was nun folgte, kann unter &#8220;gro\u00dfartig&#8221; abgebucht werden: der Auftritt von Maritime, der Band, deren brillantes Indiepop-Album &#8220;glass floor&#8221; (unbedingt kaufen!) bei Grand Hotel Van Cleef erschienen ist. Und dieser Auftritt war sehr speziell. Denn: S\u00e4nger Davey von Bohlen ist heute Vater geworden. Und daher in die USA zur\u00fcckgeflogen. Also half der S\u00e4nger der Band Snailhouse aus, studierte am Nachmittag sechs Maritime-Songs ein und verhalf dem Publikum dadurch doch noch zu einem kleinen Maritime-Auftritt mit Hits wie &#8220;james&#8221; und &#8220;sleep around&#8221;. \u00dcbrigens spielte der eigentliche Keyboarder der Band f\u00fcr von Bohlen auch noch Gitarre statt Keyboard. Ein sehr spezieller, aber toller Auftritt also.<\/p>\n<p>Beschlossen wurde der Abend dann von Marr. Der Band, die zur H\u00e4lfte aus Tomte-Mitgliedern besteht und die krachigen, progressiven Rock spielt. Schon oft hatte ich Artikel gelesen, in denen sich \u00fcber die Stimme des S\u00e4ngers beschwert wurde. So richtig nachvollziehen konnte ich das immer nicht, auf der Platte st\u00f6rte mich die Stimme nicht. Aber live ist nunmal live. Und leider hat mich der S\u00e4nger heute tats\u00e4chlich extrem angenervt. Zu seinem nicht sonderlichen Live-Talent kam auch noch eine hyperaktive Hippeligkeit, sodass ich nach etwa der H\u00e4lfte des Marr-Konzertes lieber nach Hause fuhr. War ja auch genug tolle Musik f\u00fcr einen Abend. Schade blo\u00df, dass ich diesen Abend allein verbringen musste. Warum werden solche Veranstaltungen auch auf einen Dienstag gelegt und nicht auf einen Wochenend-Tag? Aber ein Trost bleibt: All diese tollen Konzerte in der n\u00e4chsten Zeit &#8211; Blumfeld, Keane, Kante, Sophia, Nick Cave &#8211; all diese Konzerte werde ich nicht allein erleben &#8211; und schon deswegen werden sie allesamt bestimmt wundersch\u00f6n und aufregend und unvergesslich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfartiger Abend liegt hinter mir. Ich war beim ersten Heidelberger Monsters of Spex mit f\u00fcnf Bands f\u00fcr 14 Euro. Was f\u00fcr ein Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis. 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