{"id":801,"date":"2004-09-13T01:46:08","date_gmt":"2004-09-13T00:46:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=801"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=801","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>So viel gute Musik geh\u00f6rt in den letzten Tagen und heute. Es wird also wieder h\u00f6chste Zeit f\u00fcr eine Prise ganz schlechter Musik. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 6. September 2004:<\/p>\n<p>91: Narcotic Thrust &#8211; &#8220;i like it&#8221;<br \/>Der Band- oder besser Projektname klingt zwar eher nach Heavy Metal, aber in Wirklichkeit ist es Zappelmusik, die jeder Dorfdisco alle Ehre macht. &#8220;the boredom sets in nine to five, at night that&#8217;s when i come alive&#8221; &#8211; bei solchen plumpen Texten macht das Wochenend-Zappeln doch richtig Spa\u00df. Aber letztlich gibt&#8217;s schlimmere Musik als dieses belanglose St\u00fcckchen. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>88: Dean Dawson &#8211; &#8220;hip hop music&#8221;<br \/>Das ist doch mal ein kreativer Titel f\u00fcr einen Song. Man schreibt einen Hip-Hop-Song und nennt ihn &#8220;hip hop music&#8221;. Respekt! Hinter Herrn &#8220;Wow, ich denk mir mal nen tollen Namen aus&#8221; Dawson steckt wieder einer dieser schlimmen deutschen Pseudo-Gangster, die neuerdings die Charts bev\u00f6lkern. Aber im Vergleich zu Kollegen wie Sido oder Azad klingt dieser Genre-Vertreter sogar beinahe h\u00f6rbar. Aber wirklich nur beinahe. Denn letztlich nervt auch Herr Dawson sehr schnell. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>71: Ayman &#8211; &#8220;du geh\u00f6rst zu mir&#8221;<br \/>Ist es gemein, wenn ich sage, dass Schwule dieses St\u00fcck lieben werden? Denn genauso klingt es. Schwules Soul-Rumgen\u00f6hle der \u00fcbelsten Sorte. Muss man sehr schnell wieder ausmachen. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>63: Grupo Mamey &#8211; &#8220;obsesion&#8221;<br \/>Vom Nervhit Nummer 1, &#8220;dragostea din tei&#8221;, gab&#8217;s ja bekannterweise zwei Versionen. Nun der n\u00e4chste Fall: &#8220;obsesion&#8221;. Einmal eingestiegen auf Platz 63, einmal auf Platz 3 und eine dritte Version schon seit ein paar Wochen in den Charts. Diese hier stammt von Grupo Mamey, ist schneller, bassiger und flacher als die anderen beiden, hat ein bisschen Rumgest\u00f6hne am Anfang und nervt, nervt, nervt. Keine Ahnung aus welchem Urlaubsgebiet dieser ganze &#8220;obsesion&#8221;-M\u00fcll auf einmal nach Deutschland schwappt, aber man sollte es k\u00fcnftig f\u00fcr deutsche Urlauber sperren. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>50: Papa Roach &#8211; &#8220;getting away with murder&#8221;<br \/>Von allen Nu-Metal-Bands war mir Papa Roach immer eine der ertr\u00e4glichsten. Songs wie &#8220;broken home&#8221; und vor allem &#8220;time &#038; time again&#8221; waren durchaus mehrmals h\u00f6rbar. Diese neue Single &#8220;getting away with murder&#8221; ist zwar kein gro\u00dfer Wurf und im Vergleich zu \u00e4lteren St\u00fccken eher schwach. Aber immer noch besser als all der Mist, der ihn in den Charts umzingelt. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>30: Volker Rosin feat. Chris Rabatz &#8211; &#8220;k\u00e4nguru-dance&#8221;<br \/>Mein erster Gedanke: &#8220;Um Gottes Willen, was f\u00fcr eine Riesenschei\u00dfe!&#8221;. Mein zweiter Gedanke: &#8220;Wirklich Riesen-Schei\u00dfe?&#8221;. &#8220;h\u00f6rt gut zu, h\u00f6rt gut zu &#8211; dem singenden und springenden K\u00e4nguruh. h\u00f6rt gut zu, h\u00f6rt gut zu &#8211; jetzt kommt das singende k\u00e4nguruh&#8221;. Mit einem solchen Text kann ja es eigentlich nur ein Kinderlied sein. Und da es das tats\u00e4chlich ist, r\u00fccke ich von meinem ersten Gedanken wieder ab. Denn wie sagt die tolle Frau da hinter mir gerade: &#8220;Ist doch irgendwie s\u00fc\u00df. Und besser sowas steigt in die Charts ein, also solche Sido-Schei\u00dfe&#8230;&#8221; Recht hat sie. Und deswegen immerhin 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>10: Sandy &#8211; &#8220;tell me&#8221;<br \/>Die h\u00fcbsche Sandy von den No Angels. Mit ihrer zweiten Solo-Single. Die einem irgendwie bekannt vorkommt. Eine dieser typisch schmalzigen Popn\u00fcmmerchen, die man schnell wieder vergisst. Mit einer Prise Emotion, einer pseudo-spanischen Gitarre und auswechselbarer Melodie. K\u00f6nnte auch von Frau Catterfeld stammen. Gerade noch ertr\u00e4glich ist es dennoch und daher gibt&#8217;s 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>9: Vanilla Ninja &#8211; &#8220;when the indians cry&#8221;<br \/>Warum singt eine Band aus Estland eigentlich \u00fcber Indianer? Na egal. Warum sind die \u00fcberhaupt bekannt geworden? ist die wohl wichtigere Frage. Eine Teenieband, die mal Rock mal und ein anderes Mal &#8211; wie in diesem Fall &#8211; unertr\u00e4glichen Schmalzpop macht. Ganz \u00fcbler Dreck mit Ostblock-Akzent in der englischen Stimme und Gitarren, die aus Scorpions-St\u00fccken der 70er stammen k\u00f6nnten. Und wieder hat die tolle Frau da hinter mir recht: &#8220;Klingt genau wie die Kelly Family&#8221;. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>8: Nelly &#8211; &#8220;my place&#8221;<br \/>Ich bin m\u00fcde. Ich kann zu solchem Hip-Hop-Black-Music-Soul-Kram einfach nichts mehr schreiben. Au\u00dfer dass ich wirklich nicht wei\u00df, warum diese ganzen dummen Songs in die Charts einsteigen. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>3: Aventura &#8211; &#8220;obsesion&#8221;<br \/>Dasselbe Lied wie Platz 63, nur ohne nervige Dorfdisco-B\u00e4sse und langsamer. Wesentlich besser macht es das St\u00fcck trotzdem nicht. Der n\u00f6hlende Spanier nervt. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So viel gute Musik geh\u00f6rt in den letzten Tagen und heute. Es wird also wieder h\u00f6chste Zeit f\u00fcr eine Prise ganz schlechter Musik. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 6. September 2004: 91: Narcotic Thrust &#8211; &#8220;i like it&#8221;Der Band- oder besser Projektname klingt zwar eher nach Heavy Metal, aber in Wirklichkeit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/801"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=801"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/801\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}