{"id":917,"date":"2004-12-21T23:35:47","date_gmt":"2004-12-21T22:35:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=917"},"modified":"2004-12-21T23:35:47","modified_gmt":"2004-12-21T22:35:47","slug":"charts-2004-11-29","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=917","title":{"rendered":"charts (2004-11-29)."},"content":{"rendered":"<p>Ohne lange Vorrede (schlie\u00c3\u0178lich muss ich schnell ein bisschen aufholen) &#8211; hier sind die New Entries in dei deutschen Single-Charts vom 29. November 2004:<\/p>\n<p>92: OutKast &#8211; &#8220;prototype\/ghetto musick&#8221;<br \/>\nDie besten OutKast-St\u00c3\u00bccke kamen immer von Andre 3000. Die neue Single stammt auch von ihm. Eine Ballade, die ein bisschen nach 70er-Jahre-Drogen-Musik klingt. &#8220;prototype&#8221; klingt bestimmt noch viel besser, wenn man bekifft ist. Ohne Drogeneinfluss klingt das Liedchen zwar nett, wird aber auch dank der L\u00c3\u00a4nge von \u00c3\u00bcber 5 Minuten schnell z\u00c3\u00a4h und langweilig. Es gab schon wesentlich bessere OutKast-Songs. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>84: Keane -&#8220;this is the last time&#8221;<br \/>\nLangsam wird&#8217;s Zeit f\u00c3\u00bcr neues Keane-Material. Immerhin ist das Album nun schon viele Monate auf dem Markt. Dennoch wurde nun auch noch &#8220;this is the last time&#8221; ausgekoppelt. Es f\u00c3\u00a4llt mir schwer, noch etwas \u00c3\u00bcber einen Song zu schreiben, den ich bestimmt schon 50-100 mal geh\u00c3\u00b6rt habe. &#8220;this is the last time&#8221; ist wie fast alle anderen Keane-Songs ein wundersch\u00c3\u00b6nes St\u00c3\u00bcck Pop. 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>77: Die Prinzen &#8211; &#8220;unsicherheit macht sich breit&#8221;<br \/>\nHilfeeeeeee! Es gibt eine Band, die hasse ich noch mehr als Pur: Die Prinzen! Diese klebrige, d\u00c3\u00bcmmliche, politisch immer korrekte Mischung aus Ossi-Schlager, A-cappela-Generve und Texten, die unfassbar auf den Sack gehen. Sozialdemokratie als Musik. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>72: Lenny Kravitz &#8211; &#8220;calling all angels&#8221;<br \/>\nIhr sucht das perfekte Schlaflied f\u00c3\u00bcr einsame Wintern\u00c3\u00a4chte? Hier ist es. Lenny Kravitz s\u00c3\u00a4uselt 5 Minuten lang ein z\u00c3\u00a4hes, einschl\u00c3\u00a4ferndes Etwas ins Mikrofon. Es zieht sich und zieht sich und zieht sich. Dabei hatte man doch schon nach wenigen Sekunden gemerkt, wie langweilig es ist. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>63: Shana Vanguarde &#8211; &#8220;gimme gimme gimme&#8221;<br \/>\nABBA wird ja gerne mal gecovert. Immer wieder. Auch die Kirmestechno-Fraktion hat ABBA schon vor l\u00c3\u00a4ngerem entdeckt. Hier wird einer der nicht so tollen ABBA-Songs f\u00c3\u00bcr die Dorfdisco flottgemacht. Mit dumpfen B\u00c3\u00a4ssen, pseudo-mystischem Gefasel einer M\u00c3\u00a4nnerstimme und dem \u00c3\u00bcblichen Singsang einer Frauenstimme. Nix Besonderes. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>62: Paula Lucas feat. Julian &#8211; &#8220;can I kiss you&#8221;<br \/>\nAch du schei\u00c3\u0178e. Da recherchiert man nur kurz, um zu wissen, was das f\u00c3\u00bcr Leute sind, die meine Ohren mit diesem Larifari-Pop bel\u00c3\u00a4stigen. Und was ist das Ergebnis? Ein gewisser Julian ist &#8220;Star&#8221; der peinlichen ProSieben-Nachmittags-Soap &#8220;Abschlussklasse&#8221;. D\u00c3\u00bcrfen jetzt also auch schon Leute aus dem Daytime-Fernsehen Platten aufnehmen? Und wo f\u00c3\u00bchrt das hin? Gibt&#8217;s demn\u00c3\u00a4chst den Smash-Hit von Richterin Barbara Salesch? Oder voll credibilen Rap von Rechtsanwalt Ingo Len\u00c3\u0178en? F\u00c3\u00bcr &#8220;can I kiss you&#8221; gibt&#8217;s als Warnung schonmal 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>52: Kate Ryan &#8211; &#8220;goodbye&#8221;<br \/>\nBelgiens &#8220;d\u00c3\u00a9sentchant\u00c3\u00a9e&#8221;-Kirmes-Techno-Lady Kate Ryan macht jetzt in Pop-Balladen. &#8220;goodbye&#8221; ist nichts besonderes: ein bisschen Klavier-Geklimper, schw\u00c3\u00bclstige Melodien, die auch zu Frau Catterfeld pasen w\u00c3\u00bcrden. Dank der Stimme von Frau Ryan ist es aber gerade noch so h\u00c3\u00b6rbar. Aber dennoch schnell wieder vergessen. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>49: Seal &#8211; &#8220;walk on by&#8221;<br \/>\nWarum f\u00c3\u00a4llt eigentlich immer wieder eine stattliche Anzahl von Leuten auf Seal herein? Allm\u00c3\u00a4hlich m\u00c3\u00bcsste sich doch in jede noch so kleine Ecke der Welt herumgesprochen haben, dass seine Songs immer wieder absolut identisch klingen. Dieser neue Quatsch hei\u00c3\u0178t &#8220;walk on by&#8221;, pl\u00c3\u00a4tschert aber genau so seicht dahin wie alle vorigen Seal-Songs auch. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>45: Guano Apes &#8211; &#8220;break the line&#8221;<br \/>\nEine der guten Nachrichten 2004 war ja, dass sich die Guano Apes aufl\u00c3\u00b6sen wollen. Die dufte Rock-Kapelle aus dem sch\u00c3\u00b6nen G\u00c3\u00b6ttingen, die seit Jahren nur noch nervt. Zum Abschluss gibt&#8217;s nat\u00c3\u00bcrlich noch ein Best-of-Album &#8211; und darauf enthalten sind die \u00c3\u00bcblichen neuen Songs. Einer davon hei\u00c3\u0178t &#8220;break the line&#8221;, ist etwas unausgegorener, belangloser Metal-Rock. L\u00c3\u00b6st Euch ruhig auf, ist nicht schade&#8230; 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>38: Patrick Nuo &#8211; &#8220;girl in the moon&#8221;<br \/>\nNanu. Seit wann versucht denn Patrick Nuo, Ex-Vivid-S\u00c3\u00a4nger Thom. zu imitieren? &#8220;girl in the moon&#8221; klingt zumindest anf\u00c3\u00a4nglich sehr danach. Und gar nicht so schlimm, wie man denken m\u00c3\u00b6chte, wenn man den Namen Patrick Nuo liest. Gegen Ende schw\u00c3\u00a4chelt der Song dann zwar noch ein bisschen und gleitet endg\u00c3\u00bcltig ins Schlagereske ab, aber dennoch ist er eine kleine angenehme \u00c3\u0153berraschung. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>20: Juli &#8211; &#8220;geile zeit&#8221;<br \/>\nNach 21 Wochen Charts-Zugeh\u00c3\u00b6rigkeit f\u00c3\u00bcr die &#8220;perfekte welle&#8221; wird es h\u00c3\u00b6chste Zeit f\u00c3\u00bcr den Nachfolge-Hit. Und der zeigt, dass Juli keineswegs ein One-Hit-Wonder sind. Allenfalls ein One-and-a-half-Hit-Wonder. &#8220;geile zeit&#8221; ist etwas melancholischer Pop, wie man ihn schon von der &#8220;perfekten welle&#8221; kennt. Sehr sch\u00c3\u00b6n. Und w\u00c3\u00bcrde das St\u00c3\u00bcck nicht den plumpen Titel &#8220;geile zeit&#8221; haben, w\u00c3\u00bcrde es vielleicht auch noch mehr Punkte geben, als: 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>9: Vanilla Ninja &#8211; &#8220;blue tattoo&#8221;<br \/>\nVanilla Ninja ist einer der gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Irrt\u00c3\u00bcmer der Teenie-Presse-Historie. Wie konnte es dazu kommen, eine untalentierte M\u00c3\u00a4dchenband aus dem Ostblock zu hypen, deren substanzloser Mix aus Pseudo-Metal und Kreisch-Pop auch noch genau danach klingt: nach Ostblock? Bestimmt werden sich all die kleinen M\u00c3\u00a4dchen und Jungs, die Vanilla Ninja momentan super finden, in ein paar Jahren ordentlich daf\u00c3\u00bcr sch\u00c3\u00a4men. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne lange Vorrede (schlie\u00c3\u0178lich muss ich schnell ein bisschen aufholen) &#8211; hier sind die New Entries in dei deutschen Single-Charts vom 29. 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