{"id":309,"date":"2004-02-26T12:49:06","date_gmt":"2004-02-26T11:49:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=309"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T23:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=309","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Sophia. Ich komme gerade vom Sophia-Konzert im Karlstorbahnhof. Ein unglaublich intensives Erlebnis. Es f\u00e4llt mir schwer, die passenden Worte f\u00fcr die Gef\u00fchlswoge zu finden, die mich erfasst hat. Kurzfristig musste ich doch allein zum Konzert gehen. Im Nachhinein vielleicht gar nicht schlecht. So war ich allein mit meinen Gedanken, meinen Gef\u00fchlen. Die Musik von Sophia bedeutet mir so extrem viel &#8211; viel mehr als Musik anderer Bands. Das Album &#8220;the infinite circle&#8221; hat mich durch dunkle Tage begleitet, mir trotz aller Melancholie und Traurigkeit, die die Musik ausstrahlt, Mut gegeben, zu k\u00e4mpfen. Gegen die Verzweiflung. Wie h\u00e4tte ich reagieren sollen, wenn ich nicht allein auf dem Konzert gewesen w\u00e4re und Freunde die Musik nur &#8220;sch\u00f6n&#8221; gefunden h\u00e4tten? Nicht diese intensiven Gef\u00fchle versp\u00fcrt h\u00e4tten wie ich. Nicht empfunden h\u00e4tten, dass es keine andere Musik auf der Welt braucht als genau diese.<br \/>Sophia haben fast alle Songs des neuen Albums &#8220;people are like seasons&#8221; gespielt, dazu ein paar \u00e4ltere wie &#8220;if only&#8221;, &#8220;woman&#8221; und &#8220;so slow&#8221;. Robin Proper-Sheppard hat fast komplett mit geschlossenen Augen gesungen, als w\u00fcrde er in seiner eigenen Welt sein, die Songs und Texte noch einmal durchleben. Seine Stimme klingt live mindestens genau so gut wie auf den Platten. Voller Verzweiflung, Traurigkeit. Das was die Band auf der B\u00fchne gezeigt hat, grenzte an Perfektionismus &#8211; im absolut positiven Sinn. Proper-Sheppard scheint ohnehin jemand zu sein, der nur sich selbst vertraut: Er stimmt die Gitarren, er f\u00e4hrt den Tour-Van und verkauft nach dem Konzert sogar seine CDs selbst. Nach dem wundersch\u00f6nen ersten Teil des Konzerts folgte eine Zugabe, die das Publikum wahrscheinlich komplett an die Wand geblasen hat. Extrem harte Versionen von &#8220;the river song&#8221; und &#8220;if a change is gonna come&#8221;, die erahnen lassen wie Konzerte seiner fr\u00fcheren Band The God Machine abgelaufen sein m\u00fcssen. Ein Riesenkontrast zum Programm der vorigen Stunde und doch perfekt passend. Den Schluss des Konzertes bestritt Proper-Sheppard allein. Er kam zur letzten Zugabe auf die B\u00fchne zur\u00fcck und spielte &#8220;another trauma&#8221;, den wohl sch\u00f6nsten Song vom neuen Album. W\u00e4hrend des Konzertes betonte er immer wieder, dass das Heidelberger Publikum &#8220;the most polite audience of the whole german tour&#8221; sei. W\u00e4hrend der Songs herrschte absolute Stille, niemand hat geredet. Die perfekte Stimmung f\u00fcr ein Sophia-Konzert. Ich hab einen sehr intensiven Abend erlebt, Musik werde ich heute vor dem Schlafengehen keine mehr h\u00f6ren. Ich will die Stimmung, die Gef\u00fchle, die Eindr\u00fccke nicht verf\u00e4lschen und mit ihnen einschlafen.<\/p>\n<p>hey boy<br \/>listen, don&#8217;t beat yourself up<br \/>someday you will find someone to trust<br \/>and just remember that all is not always black<br \/>yeah people are like seasons<br \/>yeah everybody changes<br \/>(Sophia &#8211; &#8220;fool&#8221;)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sophia. Ich komme gerade vom Sophia-Konzert im Karlstorbahnhof. Ein unglaublich intensives Erlebnis. 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