{"id":3137,"date":"2007-06-27T03:54:43","date_gmt":"2007-06-27T01:54:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=3137"},"modified":"2007-06-27T03:57:13","modified_gmt":"2007-06-27T01:57:13","slug":"popkulturjunkie-on-tour-placebo-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=3137","title":{"rendered":"popkulturjunkie on tour: placebo (2007)."},"content":{"rendered":"<p>Nachdem das Konzert in Oberhausen im vergangenen Jahr viel zu schnell ausverkauft war, ging ich diesmal auf Nummer sicher und besorgte sehr fr\u00c3\u00bch die Karten f\u00c3\u00bcr den Gig in D\u00c3\u00bcsseldorf. F\u00c3\u00bcr mich: Placebo, die f\u00c3\u00bcnfte. Nach zwei Konzerten 2001, einem 2003 und einem 2004 h\u00c3\u00a4lt die Band weiterhin den einsamen Rekord in den popkulturjunkie-Live-Charts. Ich habe mich im Vorfeld sehr gewundert, dass es wirklich schon ziemlich genau drei Jahre her ist, seit ich Placebo zum letzten Mal gesehen habe, zu frisch waren die Eindr\u00c3\u00bccke eigentlich noch. Nach dem Southside-Auftritt 2004 nun also die D\u00c3\u00bcsseldorfer Philipshalle. Ein v\u00c3\u00b6llig anderes Ambiente und eine Band, die sich weiterentwickelt hat. Leider nicht nur zum Guten, wie sich herausstellen sollte.<\/p>\n<p>Nachdem ich die erste Supportband, <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/howlingbells\">Howling Bells<\/a> (bewusst) verpasst habe, kam ich relativ rechtzeitig zum Auftritt von <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Satellite_Party\">Satellite Party<\/a> in die Halle, dem neuen Projekt der Halb-Legende Perry Farrell (Porno foy Pyros \/ Jane&#8217;s Addiction). Ich hatte mir im Vorfeld schon ein paar seiner neuen Songs angeh\u00c3\u00b6rt und fand sie nicht so schlecht. Leider konnte man die Band live nicht komplett ernst nehmen, denn Farrell hielt es f\u00c3\u00bcr n\u00c3\u00b6tig, seine Background-S\u00c3\u00a4ngerin in einen silbernen Bikini zu stecken und sie Las-Vegas-m\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig herumtanzen zu lassen. Passte nicht wirklich. Erb\u00c3\u00a4rmlich waren aber Teile des Publikums, die der Band keinerlei Respekt zollten, sondern st\u00c3\u00a4ndig &#8220;Aufh\u00c3\u00b6ren&#8221; gr\u00c3\u00b6hlten und pfiffen. Peinlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/pix\/Placebo_2007.jpg\" \/><\/p>\n<p>Nach einer Umbaupause, in der gef\u00c3\u00bchlte 15-20 Roadies auf der B\u00c3\u00bchne herumwuselten, kamen dann die Herren von Placebo auf die B\u00c3\u00bchne &#8211; inzwischen f\u00c3\u00bcnf. Meiner Meinung nach war der Sound der Show ziemlich mies aufeinander abgestimmt. Stimme und Drums zu laut, Gitarre zu leise &#8211; vielleicht lag es aber auch an der Philipshalle. Abgesehen von Morrissey habe ich noch keine gro\u00c3\u0178en Erfahrungen mit dem Sound dort. Aber auch sonst konnten Placebo mich nicht komplett umhauen. Wahrscheinlich lag es zum Einen daran, dass ich sie auch schon viermal gesehen habe, zu einem gro\u00c3\u0178en Teil aber auch an der Band selbst. Mir war das Programm viel zu routiniert. Die Show war nicht \u00c3\u00bcberraschungsarm, sondern \u00c3\u00bcberrasachungslos. Die Setlist unterschied sich z.B. bis zur Zugabe zu 0% von der des Dresden-Auftritts vor einigen Tagen &#8211; und in der Zugabe nur dadurch, dass ein Song weggelassen wurde. Ein bisschen mehr Kreativit\u00c3\u00a4t und Abwechslung h\u00c3\u00a4tte ich mir schon gew\u00c3\u00bcnscht. Zumal auch Brian Molko zwischen den Songs kaum mal das Wort ergriff &#8211; fr\u00c3\u00bcher tat er das \u00c3\u00b6fter. Positiv anzumerken ist eindeutig, dass Placebo sich live weiterentwickelt haben. Mir kam das Konzert druckvoller, lauter und schneller vor als die vier anderen Konzerte. Besonders bei den beiden Zugaben &#8220;running up that hill&#8221; und &#8220;twenty years&#8221;, die gleichzeitig der absolute H\u00c3\u00b6hepunkt des Konzerts waren, verausgabten sich die Herren komplett. Ein bisschen mehr davon h\u00c3\u00a4tte ich mir auch vorher schon gew\u00c3\u00bcnscht. Etwas nervig war au\u00c3\u0178erdem, dass Molko bei sehr vielen Songs zu sehr variiert hat, sprich: die Melodie, die er singt, hat er so ge\u00c3\u00a4ndert, dass sie v\u00c3\u00b6llig anders klingt als auf den Studio-Aufnahmen. In den meisten F\u00c3\u00a4llen nervte das allerdings, vor allem &#8220;i know&#8221; klang viel zu schr\u00c3\u00a4g.<\/p>\n<p>Wie lautet also mein Fazit? Wom\u00c3\u00b6glich war dieses Konzert mein letztes Placebo-Konzert. Ich m\u00c3\u00b6chte nicht irgendwann das erleben, was ich damals in Frankfurt <a href=\"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=1992\">bei Depeche Mode<\/a> erlebt habe. Leuten, die Placebo noch nie live gesehen haben, w\u00c3\u00bcrde ich den Konzertgang aber trotzdem empfehlen &#8211; vielleicht erkennt man die Routine und Un-Inspiration dann nicht so sehr und kann den Gig mehr genie\u00c3\u0178en. Und so schlecht waren die 90 Minuten ja nun auch wieder nicht.<\/p>\n<p>Zum Abschluss noch die Setlist:<\/p>\n<p>01: &#8220;infra-red&#8221;<br \/>\n02: &#8220;because i want you&#8221;<br \/>\n03: &#8220;meds&#8221;<br \/>\n04: &#8220;drag&#8221;<br \/>\n05: &#8220;soulmates never die&#8221;<br \/>\n06: &#8220;i know&#8221;<br \/>\n07: &#8220;song to say goodbye<br \/>\n08: &#8220;follow the cops back home&#8221;<br \/>\n09: &#8220;every you every me&#8221;<br \/>\n10: &#8220;special needs&#8221;<br \/>\n11: &#8220;one of a kind&#8221;<br \/>\n12: &#8220;without you i&#8217;m nothing&#8221;<br \/>\n13: &#8220;bionic&#8221;<br \/>\n14: &#8220;blind&#8221;<br \/>\n15: &#8220;special k&#8221;<br \/>\n16.: &#8220;the bitter end&#8221;<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n17: &#8220;running up that hill&#8221;<br \/>\n18: &#8220;twenty years&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem das Konzert in Oberhausen im vergangenen Jahr viel zu schnell ausverkauft war, ging ich diesmal auf Nummer sicher und besorgte sehr fr\u00c3\u00bch die Karten f\u00c3\u00bcr den Gig in D\u00c3\u00bcsseldorf. 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