{"id":927,"date":"2005-01-03T21:16:38","date_gmt":"2005-01-03T20:16:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=927"},"modified":"2005-01-03T21:18:00","modified_gmt":"2005-01-03T20:18:00","slug":"charts-2004-12-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=927","title":{"rendered":"charts (2004-12-13)."},"content":{"rendered":"<p>Stammen zwar noch aus dem alten Jahr, aber hier sollen ja keine L\u00c3\u00bccken entstehen. Hier sind die Neu-Einsteiger in die deutschen Single-Charts vom 13. Dezember 2004:<\/p>\n<p>100: Sportfreunde Stiller &#8211; &#8220;ein kleiner schritt&#8221;<br \/>\nIrgendwie kommt es mir so vor, als w\u00c3\u00bcrden die Sportfreunde mittlerweile alles vom letzten Album auch als Single ausgekoppelt haben. Aber vielleicht kommt es mir nur so vor. Dank der Live-Platte lassen sich ja noch viel mehr Songs auskoppeln als mit einem Album allein. Nun ist &#8220;ein kleiner schritt&#8221; auf Platz 100 eingestiegen. Ein ganz okayer Sportfreunde-Song, aber keinesfalls mehr als okay. Typischer Sportfreunde-Power-Pop mit politisch korrektem Text. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>99: Stephanie D. &#038; Patrick King &#8211; &#8220;everytime it&#8217;s christmas&#8221;<br \/>\nIrgendeine Stephanie D. aus Florida und ein Typ der Boyband Natural haben einen Weihnachtssong aufgenommen. Toll, oder? 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>93: Lil Jon &#038; The East Side Boyz feat. Lil Scrappy &#8211; &#8220;what u gon&#8217; do&#8221;<br \/>\nBei manchen dieser Hip-Hop-St\u00c3\u00bccke ist es schon eine Leistung all die Leute, die mitmachen auf das CD-Cover zu drucken. Aber die Anzahl der mitmachen Leute steigert nicht unbedingt die Qualit\u00c3\u00a4t des Erzeugnisses. Klarer Beweis ist dieses aggressive Rap-St\u00c3\u00bcck mit Minimal-Beat und nicht enthaltender Melodie, das nicht mal Klingelton-tauglich ist. Ein paar Kids haben&#8217;s trotzdem gekauft. Aber immer noch besser, sie kaufen sowas als deutsche Pseudo-Gegnst\u00c3\u00bccke der \u00c3\u00bcblichen Verd\u00c3\u00a4chtigen. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>90: Future Trance United feat. Second Spring &#8211; &#8220;irresistible&#8221;<br \/>\nEine seltsame Tradition, bl\u00c3\u00b6de neue Sampler mit Singles zu promoten, in diesem Fall eine neue Platte aus der &#8220;Future Trance&#8221;-Reihe. Die Herren von &#8220;Future Trance United&#8221; haben sich einen 80er-Hit vorgenommen, mit dem damals Prinzessin Stephanie von Monaco zum One-Hit-Wonder mutiert ist. Es f\u00c3\u00a4llt zwar schwer, das zu schreiben, aber im Vergleich zu dieser plumpen, langweiligen Dorfdisco-Version war sogar Stephanies &#8220;gesungenes&#8221; Original um L\u00c3\u00a4ngen besser. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>85: Exilia &#8211; &#8220;coincidence&#8221;<br \/>\nExilia ist eine der wenigen Bands aus Italien, die im Ausland Erfolg hat. Mit &#8220;stop playing god&#8221; hatten sie hierzulande vor einigen Monaten schon einen kleinen Hit, das dazu geh\u00c3\u00b6rende Album verkaufte sich recht gut. Nun, als Support von Rammstein unterwegs, steigt auch &#8220;coincidence&#8221; in die Charts ein. Exilia machen harten Crossover der alten Schule, bieten nicht viel Neues. &#8220;coincidence&#8221; ist noch dazu ziemlich langweilig. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>72: De Randgruppe &#8211; &#8220;holzmichel (die antwort)&#8221;<br \/>\nWas ist noch schlimmer als bl\u00c3\u00b6de Sachsen, die mit einem nervenden Volksmusik-Lied monatelang die Geh\u00c3\u00b6rg\u00c3\u00a4nge verstopfen? Eine &#8220;lustige&#8221; Band, die eine Antwort im Rammstein-Stil aufnimmt. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>70: Deep Dish &#8211; &#8220;flashdance&#8221;<br \/>\nEtwas versp\u00c3\u00a4tet kommt &#8220;flashdance&#8221; von Deep Dish nun auch nach Deutschland. Der Song war im Sommer ein gro\u00c3\u0178er Hit in Urlaubsgebieten und ist in England von 0 auf 3 eingestiegen. Mit dem Film &#8220;flashdance&#8221; hat der Song (gl\u00c3\u00bccklicherweise) nichts zu tun, er ist ein gelungener Dance-Club-Track, der sich vom Kirmestechno abhebt. Ein so gro\u00c3\u0178er Hit wie &#8220;Call on me&#8221; von Eric Prydz wird er aber garantiert nicht. Dazu fehlt die Killer-Melodie. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>65: Faboulous &#8211; &#8220;breathe&#8221;<br \/>\nDer Typ hat schon mit Jay-Z zusammengarbeitet, mit Mary J. Blige, Lil Mo und anderen. Besser macht das sein Gerappe auch nicht. In den USA ist er eine gro\u00c3\u0178e Nummer &#8211; da mag man schlie\u00c3\u0178lich Hip Hop. Hier auch immer mehr. Leider. Ich n\u00c3\u00a4mlich nicht. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>64: Jamelia &#8211; &#8220;dj \/ stop&#8221;<br \/>\nDie n\u00c3\u00a4chste Single der &#8220;superstar&#8221;-S\u00c3\u00a4ngerin aus England. Mit &#8220;stop&#8221; hat sie den 1998er-Hit von Sam Brown nachgesungen. Und das so werksgetreu, dass man wirklich nicht wei\u00c3\u0178, warum. Was bringen Cover-Versionen, die nichts Neues bringen? 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>48: Lexy &#038; K-Paul &#8211; &#8220;vicious love&#8221;<br \/>\nUninspirierter Techno-House-Rotz ohne Daseins-Berechtigung. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>46: Loona &#8211; &#8220;tears in heaven&#8221;<br \/>\nGrauenhaft. DJ-Samy-Muse Loona ruiniert &#8220;tears in heaven&#8221;. Ich bin wei\u00c3\u0178gott kein Eric-Clapton-Fan. Aber &#8220;tears in heaven&#8221; hatte in der Unplugged-Version durchaus seinen Reiz. Frau Loona macht daraus nun eine ganz ganz schlimme Schmalz-Sauce f\u00c3\u00bcr Weihnachts-Fetischisten. Hat man in anderen Songs manchmal gedacht, sie h\u00c3\u00a4tte ein gewisses Talent, muss man nun wieder umdenken. Wirklich grauenhaft. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>29: Avril Lavigne &#8211; &#8220;nobody&#8217;s home&#8221;<br \/>\nAvril Lavigne klingt auch immer mehr nach Alanis Morissette. Immer weniger \u00c3\u00bcbrig von ihrem Skater-G\u00c3\u00b6ren-Image. Immer mehr Songwriter-Pop f\u00c3\u00bcr die Zielgruppe 40Plus. Aber besser alt klingende Musik als schlechte Musik. &#8220;nobody&#8217;s home&#8221; ist ein nettes Popliedchen. 5 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>18: Max Mutzke &#8211; &#8220;schwarz auf wei\u00c3\u0178&#8221;<br \/>\nJa. Okay. Die Musik von Max Mutzke ist weitaus besser als all dieser Retorten-Pop-Kram, der sonst so aus Deutschland in die Charts schwappt (oops. Darf man &#8220;schwappen&#8221; in diesen Tagen eigentlich noch schreiben?). Aber: &#8220;schwarz auf wei\u00c3\u0178&#8221; ist so derma\u00c3\u0178en einschl\u00c3\u00a4fernd, dass doch niemand allenernstes auf die Idee kommen kann, das Lied sei toll. Vielleicht als Einschlafhilfe fr Rentner. Aber sonst? Und der Text. Oh man, ist der politisch korrekt. Na, egal, Herr Mutzkes Karriere wird ohnehin \u00c3\u00a4hnlich schnell beendet sein, wie die von Herrn Klaws oder Frau Elli. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>17: Snoop Dogg feat. Pharrell Williams &#8211; &#8220;drop it like it&#8217;s hot&#8221;<br \/>\nEndlich mal wieder etwas neues von Mister Snizzle Dizzle. Snoop Dogg mochte ich ja im Gegensatz zu 95 % allen anderen Hip Hops schon damals als er noch das Doggy zwischen den beiden anderen Namen hatte. Und diese neue Single, in der er von Pharrell Williams unterst\u00c3\u00bctzt wird, hat auch wieder dieses gewisse Etwas. Kleine, aber feine Ohrwurm-Bruchst\u00c3\u00bccke, die typische Snoop-Dogg-Ausgeruhtheit. Einfach nette Musik. 6 von 10 Punkte.<\/p>\n<p>16: Global Deejays &#8211; &#8220;the sound of san francisco&#8221;<br \/>\nUnd noch jemand, der sich an einem Klassiker vergreift. Im Dienste der Klingelton-Anbeiter haben sich die \u00c3\u00bcberfl\u00c3\u00bcssigen Global Deejays erbl\u00c3\u00b6det, einen Kirmestechno-Track um den 1967er Scott-McKenzie-Klassiker &#8220;san francisco&#8221; herumzustricken. Und dabei zerst\u00c3\u00b6ren sie das wundersch\u00c3\u00b6ne Original so derma\u00c3\u0178en, dass einem die Tr\u00c3\u00a4nen kommen beim Zuh\u00c3\u00b6ren. Jamba, bitte \u00c3\u0153bernehmen Sie! 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>12: Jay-Z \/ Linkin Park &#8211; &#8220;numb \/ encore&#8221;<br \/>\nBastard-Pop ist ja wirklich Nix Neues. Aber durch das &#8220;grey album&#8221; von DJ Danger Mouse, das 2004 Erfolge bis in den Mainstream feierte, wurde das Thema wieder aktuell. Und so haben sich Jay-Z und die Herren von Linkin Park zusammengetan, um ein paar ihrer St\u00c3\u00bccke zusammenzuschmei\u00c3\u0178en. Passt auch, wenig \u00c3\u00bcberraschend, ganz gut zusammen. Aber wie gesagt: Neu ist eine solche Idee wirklich nicht. Auch wenn es einigen Kiddies so erscheinen mag. 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>7: Band Aid 20 &#8211; &#8220;do they know it&#8217;s christmas?&#8221;<br \/>\nZuerst war ich begeistert von der Idee, eine neue Version von &#8220;do they know&#8230;&#8221; aufzunehmen. K\u00c3\u00bcnstler wie Keane, Coldplay, Robbie Williams und andere zusammen singen zu h\u00c3\u00b6ren. Aber beim Ersten H\u00c3\u00b6ren des Songs \u00c3\u00bcberkam mich sehr schnell der Gedanke, dass die Idee doch nicht so gut gewesen sein k\u00c3\u00b6nnte. Inzwischen bin ich mir dessen sicher. Und so lobenswert es ist, Geld f\u00c3\u00bcr Afrika einzusammeln &#8211; vom rein musikalischen Standpunkt gesehen, ist die neue Version leider v\u00c3\u00b6llig misslungen. Der Song ist noch schleimiger als das Original, wurde au\u00c3\u0178erdem durch Fremdk\u00c3\u00b6rper wie den grenzwertigen Rap von Dizee Rascal ziemlich verhunzt. Insgesamt sollten zu viele total verschiedene Musiker unter einen Hut gebracht werden. Und das ist leider ziemlich misslungen. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>6: Apocalyptica &#8211; &#8220;bittersweet&#8221;<br \/>\nDas konnte ja gar nicht schief gehen, wenn die Nerv-Finnen von Apocalyptica einen Song mit HIM-Ville und The-Rasmus-Lauri aufnehmen. Scharen von schwarz gekleideten kleinen M\u00c3\u00a4dchen sind in die Media-M\u00c3\u00a4rkte eingefallen, um ihr Taschengeld auf dem schwarzen Altar zu opfern. Aber bei allem Hohn und Spott ist das Lied gar nicht sooo schlecht. Ein balladeskes ruhiges Gothic-St\u00c3\u00bcck mit Ohrwurm-Melodie und ohne allzu hohen Nerv-Faktor. Kann man durchaus h\u00c3\u00b6ren. Auch, wenn ihr mich steinigt: 6 von 10 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stammen zwar noch aus dem alten Jahr, aber hier sollen ja keine L\u00c3\u00bccken entstehen. Hier sind die Neu-Einsteiger in die deutschen Single-Charts vom 13. 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