{"id":931,"date":"2005-01-04T02:25:01","date_gmt":"2005-01-04T01:25:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=931"},"modified":"2005-01-04T02:25:01","modified_gmt":"2005-01-04T01:25:01","slug":"charts-2004-12-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=931","title":{"rendered":"charts (2004-12-20)."},"content":{"rendered":"<p>Was haben Mathias Reim und Bryan Adams gemein? Warum bekommen in dieser Ausgabe der popkulturjunkie-testet-Chart-New-Entries-Kolumne rekordverd\u00c3\u00a4chtige 7 Songs 0 Punkte? Und warum sch\u00c3\u00a4mt der popkulturjunkie sich kein bisschen, dass er Peter Heppner mag? Lesen Sie weiter, dann erfahren Sie es. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 20. Dezember 2004:<\/p>\n<p>96: Blink 182 &#8211; &#8220;always&#8221;<br \/>\nIch hab aufgegeben, Blink 182 nicht gut zu finden. Jeder einzelne Song, den sie als Single auf den Markt werfen, \u00c3\u00bcberzeugt mich. Und das seit Jahren. &#8220;always&#8221; auch schon wieder. Fabelhafter Rock mit der unverwechselbaren Blink-182-Stimme und einer grandiosen Melodie. Kauft Euch Blink-182-Platten! 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>89: Reim &#8211; &#8220;jedes bild von dir (remix)&#8221;<br \/>\nSchon wieder Mathias Reim. War der nicht vor ein paar Wochen schon in den Charts? Hartn\u00c3\u00a4ckige Fans hat er ja. Hier kr\u00c3\u00a4chzt er einen seiner typischen Schlager ins Mikrophon und geht dabei fast 4 Minuten lang nur auf den Sack. Und irgendwie klingt er diesmal, als w\u00c3\u00a4re er bei der Aufnahme besoffen gewesen. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>86: Lutricia McNeal &#8211; &#8220;promise me&#8221;<br \/>\nUnd wenn nach Herrn Reim Frau McNeal singt, f\u00c3\u00a4llt am Beginn des Songs gar nicht auf, dass es nicht mehr das Lied von Herrn Reim ist. F\u00c3\u00bcr &#8220;promise me&#8221; spricht das nicht. Schlimm-schmalziger Schnulzen-Pop, wie er auch von Alexander Klaws stammen k\u00c3\u00b6nnte. 1 von 10 Punkte.<\/p>\n<p>77: Marianne Rosenberg &#8211; &#8220;er geh\u00c3\u00b6rt zu mir&#8221;<br \/>\nUnd w\u00c3\u00a4re dieses St\u00c3\u00bcck nicht grausame Wahrheit, man hielte es f\u00c3\u00bcr einen \u00c3\u00bcblen Scherz. Nicht, dass das schlimme Original ausreichen w\u00c3\u00bcrde, nein, Frau Rosenberg muss auch noch eine neue Version aufnehmen, die noch tuntiger klingt. Die Schwulen des Landes haben es ihr gedankt und sie mal wieder in die Charts gehievt. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>73: Mil\u00c3\u00b9 mit Kim Sanders &#038; Peter Heppner &#8211; &#8220;aus gold&#8221;<br \/>\nMan muss auch mal peinliche Lieblingslieder haben. Und ich hab mich ja vor einigen Wochen schon geoutet, dass &#8220;aus gold&#8221; bei mir dazugeh\u00c3\u00b6rt. Dieser Song f\u00c3\u00bcr einen guten Zweck ist nat\u00c3\u00bcrlich sehr schlageresk, sehr schmalzig, aber dennoch ein Track, der nicht mehr aus dem Kopf geht. Und wenn Peter Heppner anf\u00c3\u00a4ngt zu singen, kriegt er mich immer noch nach wenigen Sekunden. Das war 1991 so (&#8220;the sparrows &#038; the nightingales&#8221;) und das ist auch diesmal wieder so. F\u00c3\u00bcr folgende Wertung sch\u00c3\u00a4me ich mich kein bisschen: 7 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>68: Bryan Adams &#8211; &#8220;flying&#8221;<br \/>\nSch\u00c3\u00a4men sollte sich jedoch Bryan Adams. Und das schon seit vielen Jahren. Daf\u00c3\u00bcr, dass er immer wieder solch scheu\u00c3\u0178liche Platten aufnimmt. Die hier klingt, als sei sie lediglich zu einem Zweck komponiert worden: um auf einen Kuschelrock-Sampler zu kommen. Erschreckend schlimmes Geseiere f\u00c3\u00bcr Menschen ohne Musikgeschmack. Und sp\u00c3\u00a4testens nach dieser Nummer steht fest: Bryan Adams ist mittlerweie kein bisschen cooler mehr als Mathias Reim. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>54: Bushido &#8211; &#8220;nie wieder&#8221;<br \/>\nDa ist es ja beinahe schon eine Wohltat, Neues von den Pseudos zu h\u00c3\u00b6ren. Die Pseudo-kredibilen deutschen Hip-Hop-Spackos, diesmal wieder in Person von Bushido. Aber eben nur beinahe, denn wenn man Worte wie diese &#8211; &#8220;ich war der erste mit nem st\u00c3\u00a4nder im sandkasten&#8221; &#8211; h\u00c3\u00b6rt, ist die Wohltat schnell wieder zu Ende. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>53: E Nomine &#8211; &#8220;vater unser part ii (psalm 23)&#8221;<br \/>\nEigentlich ist es ja ziemlich cool, einen Song &#8220;vater unser part ii&#8221; zu nennen. Schlie\u00c3\u0178lich hat auch immer noch niemand eine Fortsetzung der Bibel geschrieben. Aber wenn der Song losgeht, ist alle Coolness schnell vorbei. Eine weibliche Stimme, die im Opern-Casting durchgefallen ist, dazu die Synchronstimme von Robert de Niro, die das Vater-Unser und den Psalm 23 aufsagt. Das war vor Jahren vielleicht noch originell, jetzt aber \u00c3\u00bcberhaupt nicht mehr. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>47: Aventura &#8211; &#8220;cuando volveras&#8221;<br \/>\nDa gab es doch vor einiger Zeit diesen Hit &#8220;obsesion&#8221;. Und jetzt nehmen die vier Deppen einen weiteren Song auf, dessen Melodie 1:1 wie die von &#8220;obsesion&#8221; klingt. Kreativ ist das nicht. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>24: Robbie Williams &#8211; &#8220;misunderstood&#8221;<br \/>\nAch, Robbie. Was machst du nur? Oder besser gesagt: Was macht Stephen Duffy mit dir? Diese neuen Songs, weit entfernt von dem, was du noch vor Jahren ver\u00c3\u00b6ffentlicht hast. So mittelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig. &#8220;misunderstood&#8221; klingt am Anfang wie der Titelsong zu einem Western, dabei stammt er doch vom &#8220;Bridget Jones&#8221;-Soundtrack. Und in der Folge der 4 Minuten ist er so derma\u00c3\u0178en einschl\u00c3\u00a4fernd und schnulzig, dass man sich allm\u00c3\u00a4hlich ernste Sorgen um deine Karriere machen muss. Schade, das. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>18: Kylie Minogue &#8211; &#8220;I believe in you&#8221;<br \/>\nUnd dann auch noch Kylie Minogue, die den H\u00c3\u00b6hepunkt ihrer Karriere auch schon weit hinter sich gelassen hat. Diese neue Single klingt, als sei sie die Titelmelodie zu &#8220;Heidi&#8221; oder einer anderen japanischen Zeichentrickserie. Besser als der Robbie-Schmalz ist sie dennoch. Aber nur knapp. 3 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>17: K.Maro &#8211; &#8220;femme like u&#8221;<br \/>\nBei diesem Herren musste ich mich erst kundig machen, um wen es sich eigentlich handelt. K.Maro hei\u00c3\u0178t eigentlich Cyril Kamar, stammt aus dem Libanon und ging dann \u00c3\u00bcber Frankreich nach Kanada. Und dort nimmt er nun franz\u00c3\u00b6sischen Rap auf. H\u00c3\u00a4tte er mal besser sein lassen. Dank schlimmen Radiosendern wie NDR 2 und SWR3 kommt der Kram jedenfalls nun auch nach Deutschland. Mainstream-Hip-Hop der \u00c3\u00bcbelsten Sorte. K\u00c3\u00b6nnte auf einen Kuschelrap-Sampler kommen, wenn es sowas g\u00c3\u00a4be. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>12: Schnappi &#8211; &#8220;schnappi, das kleine krokodil&#8221;<br \/>\nWas f\u00c3\u00bcr ein seltsamer Hype. Da steigt ein Kinderlied auf Platz 12 der Charts ein, hat mittlerweile sogar Platz 1 erobert. Ich k\u00c3\u00b6nnte mich jetzt dar\u00c3\u00bcber beklagen, was erwachsene Menschen dazu bringt, Geld f\u00c3\u00bcr solche Kinderlieder auszugeben. Aber das tu ich nicht. Denn es ist ja schon s\u00c3\u00bc\u00c3\u0178, dieses Liedchen, \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst s\u00c3\u00bc\u00c3\u0178 und sympathisch. Hauptsache, DJ \u00c3\u2013tzi nimmt jetzt keine neue Version auf. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>11: Jeanette &#8211; &#8220;the infant light&#8221;<br \/>\nIrgendwie hab ich den Eindruck, Frau Biedermann ver\u00c3\u00b6ffentlicht ihre Singles mittlerweile im Wochen-Rhythmus. &#8220;the infant light&#8221; sollte wohl passend zu Weihnachten sein. Warum sonst gr\u00c3\u00b6hlt ein Kinderchor die unertr\u00c3\u00a4gliche Melodie mit? Und warum s\u00c3\u00a4uselt Jeanette irgendwas von &#8220;it&#8217;s christmas time&#8221;. Dann doch lieber Band Aid. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>7: Scooter &#8211; &#8220;one (always hardcore)&#8221;<br \/>\nEndlich mal wieder &#8216;ne neue Scooter-Platte. Zwischendurch konnten sich Fans ja schon davon \u00c3\u00bcberzeugen, dass Scooter-Schreihals H.P.Baxter neben dem Nicht-Singen-K\u00c3\u00b6nnen auch das Nicht-Thomas-Bernhard-Texte-Vorlesen-K\u00c3\u00b6nnen perfekt beherrscht. Aber jetzt versucht er es zum Gl\u00c3\u00bcck wieder mit seinem Haupt-Nicht-Talent. &#8220;yeaaaaaah. I feel hardcore. always hardcore. all right. one world. one people. one music. one mc&#8230;.&#8221; Ach, ist das sch\u00c3\u00b6n. Und die Melodie erst, die man einfach nicht mehr aus seinem Kopf herausbekommt (aaaaaaahhhhhhhh!!!!!). 0 von 10 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was haben Mathias Reim und Bryan Adams gemein? Warum bekommen in dieser Ausgabe der popkulturjunkie-testet-Chart-New-Entries-Kolumne rekordverd\u00c3\u00a4chtige 7 Songs 0 Punkte? Und warum sch\u00c3\u00a4mt der popkulturjunkie sich kein bisschen, dass er Peter Heppner mag? Lesen Sie weiter, dann erfahren Sie es. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 20. 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