{"id":969,"date":"2005-01-25T00:01:28","date_gmt":"2005-01-24T23:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=969"},"modified":"2005-01-25T00:01:28","modified_gmt":"2005-01-24T23:01:28","slug":"charts-2005-01-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/?p=969","title":{"rendered":"charts (2005-01-24)."},"content":{"rendered":"<p>Neue Woche, neue Charts. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vm 24. Januar 2005:<\/p>\n<p>90: Culcha Candela &#8211; &#8220;union verdadera&#8221;<br \/>\nWas ist das nun wieder? Ein bisschen Salsa, ein bisschen Reggae und ein bisschen Hip Hop? Und das alles aus Berlin? Laut Culcha-Candela-Label Urban ist das das neue gro\u00c3\u0178e Ding in Berlin. Nun ja. Vielleicht in einer kleinen Ecke von Berlin. Aber da wird es sicher auch bleiben. Mir jedenfalls ist das definitiv zu angstrengend. 2 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>89: R\u00c3\u00a4uber &#8211; &#8220;allah, sei mir gn\u00c3\u00a4dig&#8221;<br \/>\nSchei\u00c3\u0178 Karneval. Neulich ist schon diese neue, schlimme H\u00c3\u00b6hner-Single in die Charts eingestiegen und in dieser Woche kommen Re-Entries von De Boore und nochmal H\u00c3\u00b6hner dazu. Und dieses grausame Machwerk der K\u00c3\u00b6lner Kapelle R\u00c3\u00a4uber. &#8220;allah, sei mir gn\u00c3\u00a4dig, isch bin fix und f\u00c3\u00a4\u00c3\u00a4dig&#8221;. Ich auch, Nach dem H\u00c3\u00b6ren dieses Liedes. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>87: Mysterio &#8211; &#8220;everlasting love 2005&#8221;<br \/>\nWieder eine Folge der beliebten Reihe Alte-Hits-mit-ein-paar-B\u00c3\u00a4ssen-in-Kirmes-Techno-umgewandelt. Wer oder was Mysterio nun schon wieder ist, spielt keine Rolle. Jedenfalls haben die Damen und Herren den alten Sandra-Hit &#8220;everlasting love&#8221; so bearbeitet, dass es auch den 12-J\u00c3\u00a4hrigen von heute gef\u00c3\u00a4llt. Schlimm, sowas. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>43: Mylo &#8211; &#8220;drop the pressure&#8221;<br \/>\nDann doch lieber solche Dance-Musik. Mylo ist ein Schotte, dessen Deb\u00c3\u00bct-Album &#8220;destroy rock &#038; roll&#8221; hei\u00c3\u0178en wird. Und auch wenn ich mich dieser Aussage selbstverst\u00c3\u00a4ndlich nicht anschlie\u00c3\u0178en kann, klingt der Track &#8220;drop the pressure&#8221; gar nicht \u00c3\u00bcbel. Ein bisschen wie Daft Punk und R\u00c3\u00b6yksopp. Kein Oberknaller, aber durchaus h\u00c3\u00b6renswert. Mal sehen, was da noch hinterher kommt, vom Herrn Mylo. Hierf\u00c3\u00bcr erstmal 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>29: T-Rio &#8211; &#8220;(choopeta) mamae eu quero&#8221;<br \/>\nNein. Keine Angst! Trio haben sich nicht wieder vereinigt. T-Rio sind (ungelogen!) brasilianische Drillinge, deren Song passend zur Karnevalszeit in die deutschen Charts einsteigen. Und da die drei Thaisa, Thaina und Thayana hei\u00c3\u0178en, macht auch der &#8220;Band&#8221;-Name Sinn. In Frankreich befindet sich das Liedchen seit Monaten in den Top Ten. Die Franzosen hatten auch schonmal einen besseren Musikgeschmack. Der Song ist n\u00c3\u00a4mlich nichts anderes, als ein schlimmes sommerliches Latino-Gesinge, das man auch nach vierzehn Bier noch mitgr\u00c3\u00b6hlen kann. Also tats\u00c3\u00a4chlich passend zum Karneval. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>18: Green Day &#8211; &#8220;boulevard of broken dreams&#8221;<br \/>\nRettung naht. Bei all diesem Schrott unter den Neu-Einsteigern gibt es doch noch eine Perle. Die neue Single von Green Day. &#8220;boulevard of broken dreams&#8221; war sofort mein Lieblings-Song vom tollen Album &#8220;american idiot&#8221;. Ein relativ langsames, extrem melodi\u00c3\u00b6ses St\u00c3\u00bcck, das nicht mehr aus den Ohren rausgeht, wenn es erstmal drin ist. So m\u00c3\u00bcssen Chart-New-Entries klingen. 9 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>16: DJ BoBo &#8211; &#8220;pirates of dance&#8221;<br \/>\nUnd dann gleich wieder sowas hinterher. DJ Popo hat was Neues am Start. Aber warum nennt er es &#8220;pirates of dance&#8221;? Hat er da wieder einen kleinen Trend verpasst? W\u00c3\u00a4re doch passender gewesen, als &#8220;pirates of the caribbean&#8221; ins Kino kam, Herr Popo. Der Song ist eines seiner \u00c3\u00bcblichen Liedchen, die v\u00c3\u00b6llig nervig sind und in deren Videos er so sch\u00c3\u00b6n zeigen kann, wie toll er tanzen kann. 0 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>13: Blue Lagoon &#8211; &#8220;do you really want to hurt me&#8221;<br \/>\nUnd wieder eine dieser Cover-Versionen. Diesmal trifft es den Culture Club. Deren damaliger Erfolg geh\u00c3\u00b6rt wohl zu den Merkw\u00c3\u00bcrdigkeiten der 80er Jahre. Beinahe w\u00c3\u00a4ren sie auch schon vergessen, aber leider gibt es Projekte wie Blue Lagoon. Die haben auch schon Matthew Wilders &#8220;break my stride&#8221; verwurstet. Das Einzige, was man ihnen zu Gute halten muss, ist, dass sie aus &#8220;do you really want to hurt me&#8221; keinen Kirmes-Techno gemacht haben, sondern einen Sommerhit-kompatiblen Pseudo-Reaggae-Rei\u00c3\u0178er. Aber haben wir gerade Sommer? Na also. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>8: Mustafa Sandal feat. Gentleman &#8211; &#8220;isyankar&#8221;<br \/>\nMustafa Sandal ist ein Star in der T\u00c3\u00bcrkei. Sein Popliedchen &#8220;isyankar&#8221; war dort DER Sommerhit und acht Wochen auf Nummer 1. Das Produzententeam Beathovenz, das von einigen Teenie-Postillen schon schlimmerweise als deutsche Neptunes bezeichnet wurde und dass noch schlimmererweise Sidos Verbrechen &#8220;mein block&#8221; produziert hat, dieses Produzententeam jedenfalls hat dann den Hit von Mustafa Sandal genommen, ihn mit ein paar Gentleman-Beigaben angereichert und fertig ist der Deutschland-kompatible Hit. Und was soll ich sagen: Soooo schlimm klingt er gar nicht, der Hit. Nat\u00c3\u00bcrlich schon schlimm, aber eben nicht soooo schlimm. Zumindest ist es irgendwie eine interessante Musik-Mischung, die sich vom \u00c3\u00bcblichen Charts-Rotz abhebt. Und daher: 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>3: Krypteria &#8211; &#8220;liberatio&#8221;<br \/>\nDas musste ja kommen. Schlie\u00c3\u0178lich gibt es zu jeder Katastrophe auch noch eine passende musikalische Katastrophe. Zu Dianas Tod die schlimme Neu-Auflage von &#8220;candle in the wind&#8221;, zu 9\/11 Enyas Nerv-Liedchen und zur Flut nun eben &#8220;liberatio&#8221;, eine ziemlich uninspirierte, 4 Minuten lange Schleimerei, die so \u00c3\u00a4hnlich schon tausendmal da war und die in den vergangenen Wochen so oft bei RTL lief, dass sie in die Charts einsteigen musste. Tut mir einen Gefallen: Spendet ruhig f\u00c3\u00bcr die Flutopfer, aber verzichtet darauf, es mit dem Kauf dieser Single zu tun. 1 von 10 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Woche, neue Charts. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vm 24. Januar 2005: 90: Culcha Candela &#8211; &#8220;union verdadera&#8221; Was ist das nun wieder? Ein bisschen Salsa, ein bisschen Reggae und ein bisschen Hip Hop? Und das alles aus Berlin? Laut Culcha-Candela-Label Urban ist das das neue gro\u00c3\u0178e Ding in Berlin. 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