Lieblingslieder: Combine – “driver”. 0

Ungeordnete Gedanken zu Brexit, Rechtspopulismus und irgendwie auch zur Zukunft der Menschheit 1

Ich ringe schon seit vielen Monaten mit mir, irgendwie mal meine Gedanken zur aktuellen Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt aufzuschreiben. Ich kann die Gedanken nicht richtig ordnen, aber ich schreibe jetzt einfach. Jetzt, wo ein Teil Großbritanniens beschlossen hat, nicht mehr zur EU gehören zu wollen.

Ich als Vater zweier toller kleiner Söhne mache mir oft – vielleicht zu oft – viele Gedanken darüber, wie das alles weiter gehen soll. Überall in Europa wächst die Zustimmung für Rechtspopulisten und Rassisten, Kleinstaaterei scheint wieder im Aufwind zu sein, der Ton in den politischen Debatten ist zum Teil nicht mehr zu ertragen. Mir macht das in düsteren Stunden Angst. Doch in meinen hellen Stunden sage ich mir: Nein, Jens, hab keine Angst. Denn meiner Meinung nach ist das, was da in vielen Ländern Europas – und der Welt – gerade passiert, der letzte Kampf der Abgehängten, Alten und Angsthasen gegen die globale Zukunft, die für viele Menschen zu schnell gekommen ist.

Die Probleme der Menschheit sind doch ganz andere als irgendwelche Grabenkämpfe um die Verteilung des Wohlstands. Die Digitalisierung, aber auch die Fortschritte in der Wissenschaft stellen die Menschheit noch vor solch gigantische Herausforderungen, von denen die meisten noch gar nichts ahnen. Wie viel Macht geben wir Maschinen? Wo ziehen wir Grenzen bei der Erschaffung von Leben? Um nur zwei solcher Fragen zu nennen. Klar ist für mich aber: Diese Herausforderungen lassen sich von einzelnen kleinen Staaten nicht mehr bewältigen. Sie müssen auf weitaus höheren Ebenen diskutiert werden.

Doch viele Menschen interessiert es derzeit offenbar mehr, dass ein paar andere Menschen aus fernen Ländern nach Deutschland kommen. Sie haben Angst. Angst davor, etwas von ihrem Wohlstand abzugeben, Angst davor, dass ihre Kinder geklaut werden und ihnen die Köpfe durchgeschnitten werden. Das sind natürlich alles völlig irrationale Ängste. Doch Angst kann man schlecht mit Argumenten begegnen. Sie kann eigentlich nur mit positiven Erfahrungen bekämpft werden. In vielen sächsischen Dörfern gibt es längst keine Proteste mehr gegen Flüchtlinge, jetzt wo sie da sind und klar wird, dass es einfach nur Menschen sind, die Hilfe suchen.

Die Ängste der Menschen – das ist aber das, was mich fertig macht. Weil sie so schwer einzuschätzen sind und niemand sagen kann, wie sich diese Ängste multiplizieren. In Großbritannien haben die Ängste das eigentliche Thema – den Austritt aus der EU – völlig überlagert. Den Rechten um Nigel Farage ist es gelungen, das Migrations-Thema so aufzubauschen, dass es für viele völlig klar war, dass Großbritannien von Fremden überrannt wird, wenn es in der EU bleibt. Und die EU-Befürworter haben viel zu wenig auf Emotionen gesetzt – haben all das, was Europa seit dem zweiten Weltkrieg erreicht hat, ausgeblendet und nur mit irgendwelchen abstarken ökonomischen Daten argumentiert. Wenn man den ersten Zahlen glaubt, so haben vor allem die Alten für den Brexit gestimmt. Bei den Unter-25-Jährigen haben hingegen über 70% für die EU gestimmt. Hier zeigt sich: Die Alten verbauen den Jungen eine Zukunft, mit der sie (die Alten) nichts mehr zu tun haben werden.

Ohnehin ist das Referendum für mich ein klares Beispiel für die Grenzen der Demokratie. So sehr ich Demokrat bin, so sehr bin ich aber auch Anhänger der parlamentarischen Demokratie. Ein so unfassbar hoch-komplexes Thema wie die Mitgliedschaft in der EU von der “Oma vom Dorf” entscheiden zu lassen, ist ein Fehler. Schon gestern abend war in der BBC vielerorts zu hören, dass viele Briten das Referendum genutzt haben, um “dem Establishment” und der Regierung eine reinzuwürgen. Platter Protest statt Abstimmung über ein konkretes Thema – mit einer so dramatischen Folge.

Dramatisch wird der Brexit meiner Meinung nach gar nicht so sehr für die EU. Hoffentlich wird hier nun die Erkenntnis da sein, dass sich Europa weiter entwickeln muss, damit es wieder mehr Menschen mitnehmen und begeistern kann. Großbritannien hingegen ist über Nacht von einem United Kingdom zu einem Divided Kingdom geworden. Nicht nur zwischen Alt und Jung gibt es einen riesigen Graben, sondern auch zwischen den Regionen. Schottland will in der EU bleiben und Nordirland auch. Das ist ohnehin ein Aspekt, an den viele nicht gedacht haben: Sollen zwischen Irland und Nordirland nach all den Jahrzehnten Bürgerkrieg nun wieder Mauern hochgezogen werden? Großbritannien steht vor gigantischen Herausforderungen – überspitzt gesagt, weil einige Rentner aus der Provinz Angst vor Fremden und dem Verlust ihres Wohlstandes haben. Und es den EU-Befürwortern nicht gelungen ist, diese Ängste abzubauen.

So ein Riss geht aber natürlich nicht nur durch die britische Gesellschaft. Auch hier in Deutschland ist eine Partei wie die AfD inzwischen bei 15% angekommen – im Vergleich zu anderen Ländern noch ein sehr harmloser Wert. Und immer wieder basieren diese Entwicklungen auf Ängsten. Ich glaube aber, dass es – wie eingangs erwähnt – das letzte Aufbäumen vieler vor dem Fortschritt ist. Das Internet hat das Leben vieler Menschen extrem beschleunigt, die meisten Arbeitsplätze sind von der Digitalisierung betroffen. Und dann kommen auch noch viele Fremde ins eigene Land. Zu einem großen Teil ist es daher völlig verständlich, dass diese irrationalen Ängste vor der Zukunft in den Menschen hoch kommen. Sie haben sich in Jahrzehnten voller Frieden einen gewissen Wohlstand erarbeitet, ein ruhiges Leben – und wollen das alles nun nicht verlieren.

Das Ergebnis in Großbritannien zeigt aber, dass die nächste Generation anders tickt: Wir – ich zähle mich mit meinen 42 Jahren jetzt einfach noch dreist zu dieser jungen Generation – sind aufgewachsen mit Computern, mit schnellem Fortschritt, mit Arbeitsplätzen, auf denen man nicht mehr 30 Jahre hocken bleibt – und mit Migranten überall in der Nachbarschaft. Es ist ja kein Wunder, dass Untersuchungen zeigen, dass die Angst vor Fremden überall dort am größten ist, wo es keine Fremden gibt. Wir leben in dieser Gegenwart mit diesem Tempo, in der alte Denkmuster nicht mehr funktionieren und man von Tag zu Tag schauen muss, wie sich die Welt schnell weiter entwickelt. Und wir leben alles in Allem gut in dieser Welt.

Damit diejenigen, die sich abgehängt fühlen, von ihren Ängsten befreit werden, helfen keine Beschimpfungen und Belehrungen. Wie gesagt: Gegen fest gefahrene Ängste helfen keine Argumente, sondern eher eine langfristige Therapie. Für diese Therapie muss zum einen die Politik sorgen, in dem viel mehr noch als bisher auf soziale Gerechtigkeit und eine Verteilung des Wohlstands und Fortschritts gesetzt wird. Zum anderen aber auch wir jungen urbanen Typen, die oftmals auch nur noch schimpfen auf diejenigen, die nicht in ihren Denkweisen denken. Wir müssen mithelfen, damit die gespaltenen Gesellschaften wieder zusammen wachsen. Wie genau kann ich auch gerade noch nicht sagen, aber es wird viel auf Kommunikation ankommen. Und wahrscheinlich hilft vielen, die sich abgehängt fühlen, sogar schon schnelles Internet auf dem Dorf, was ich nicht als Scherz meine.

Wir, die aktuell junge Generation, müssen dafür sorgen, dass der Fortschritt möglichst viele mitnimmt, müssen dafür sorgen, dass Ängste abgebaut werden – vor Fremdem, Neuem und Schnellem. Das können wir nicht allen “der Politik” überlassen. Zum anderen müssen wir aber auch aufpassen – und da rede ich jetzt auch als Journalist – dass “das Internet” und “die Medien” nicht die nächste Generation versauen und neben den Alten eine weitere Generation zu Angsthasen machen. Denn wie manch eigentlich seriöse Medienmarke inzwischen wegen der Jagd nach jedem blöden Klick viel zu oft aus Alarmismus, Populismus und Verkürzung setzen statt auf seriöse, aber auch verständliche Informationen – das ist zum Teil sehr bedenklich. Insbesondere ein Zeiten, in denen sich viele nur noch mit geteilten Headlines bei Facebook informieren.

Das ist jetzt alles sehr lang geworden und wahrscheinlich liest es eh kaum jemand, aber ich musste es mir einfach von der Seele schreiben. Denn ich will weiter in einem freien Europa ohne Grenzen leben, in dem ich keinen Pass brauche, kein Geld umtauschen muss – und vor allem: in dem ich keine Angst vor Kriegen haben muss. Und davor, dass meine beiden Söhne solche erleben müssen.

Lieblingslieder: Leoniden – “1990″. 0

Lieblingslieder: The Day – “golden arms”. 0

Abay – “the queen is dead”. 2

Es gibt kaum eine Stimme, die mich so sehr schon in den ersten Sekunden eines neuen Songs kriegt wie die von Aydo Abay. Immer erinnere ich mich an eins der intensivsten Konzerte meines Konzert-Besucher-Lebens – damals mit Blackmail im Schwimmbad in Heidelberg. 2003 muss es gewesen sein. Am 12. August kommt ne neue Platte. Ich bin gespannt. Sehr.

die bundesliga-prognosen für den 34. spieltag. 4

Der HSV steigt ab. Paderborn steigt ab. Freiburg muss in die Relegation. Und Dortmund schafft den Europa-League-Platz. Das sind die wichtigsten Folgen, sollte der letzte Bundesliga-Spieltag der Saison 2014/15 so ausgehen, wie mein Rechenmodell ihn prognostiziert.

Demnach verliert der HSV gegen Schalke, Paderborn gegen Stuttgart und Hannover gewinnt knapp gegen Freiburg. Stuttgart und Hannover wären also gerettet, auch Hertha hätte den Klassenerhalt geschafft – trotz Niederlage in Hoffenheim. Da Augsburg chancenlos in Mönchengladbach ist, verlieren sie den sechsten Rang an Dortmund, das sich gegen Bremen durchsetzt.

Das alles ist natürlich nur Theorie, ich könnte mir vorstellen, dass insbesondere der letzte Spieltag der Saison viele Überraschungen auf Lager hat – in der Vergangenheit gab es zumindest viele kuriose Ergebnisse. Insbesondere der Abstiegskampf setzt bei einigen Teams Kräfte frei.

Die Prognosen im Überblick:

Bayern München – 1. FSV Mainz 05 / 89%-Favorit: Bayern München
Borussia Dortmund – Werder Bremen / 84%-Favorit: Borussia Dortmund
Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg / 91%-Favorit: Borussia Mönchengladbach
TSG Hoffenheim – Hertha BSC / 71%-Favorit: TSG Hoffenheim
Hannover 96 – SC Freiburg / 58%-Favorit: Hannover 96
Eintracht Frankfurt – Bayer 04 Leverkusen / 84%-Favorit: Bayer 04 Leverkusen
Hamburger SV – FC Schalke 04 / 76%-Favorit: FC Schalke 04
1. FC Köln – VfL Wolfsburg / 90%-Favorit: VfL Wolfsburg
SC Paderborn 07 – VfB Stuttgart / 87%-Favorit: VfB Stuttgart

Insbesondere die 87%-Chance der Stuttgarter in Paderborn sind ein eindrucksvolles Ergebnis. Das Match zwischen Hannover und Freiburg – derzeit 15. und 14. – hingegen ist das engste des Spieltags, es schrammte knapp am Unentschieden-Korridor meines Systems vorbei. Sollte es aber Unentschieden ausgehen, würde nicht Freiburg in die Relegation müssen, sondern Hannover oder Hertha.

In den kommenden Wochen werde ich meine Prognosen der kompletten Rückrunde analysieren und die Ergebnisse der Analyse auch hier veröffentlichen. In welcher Form die Prognosen in der kommenden Saison weiter gehen, werdet Ihr im Sommer auch hier lesen können.

die bundesliga-prognosen für den 33. spieltag. 1

Die Saison nähert sich dem Ende. Die letzten Entscheidungen im Abstiegskampf und der Teilnahme an der Europa League stehen an. Die beiden Europa-League-Plätze könnten schon am 33. Spieltag fest vergeben werden – und das wird wenn es nach meinen Prognosen geht auch geschehen. So sind Schalke und Augsburg Favorit in ihren Spielen – Dortmund und Bremen hingegen nicht. Ergebnis: Schalke und Augsburg wären vor dem letzten Spieltag nicht mehr einholbar.

FC Schalke 04 – SC Paderborn 07 / 89%-Favorit: FC Schalke 04
Bayer 04 Leverkusen – TSG Hoffenheim / 91%-Favorit: Bayer 04 Leverkusen
VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund / 65%-Favorit: VfL Wolfsburg
1. FSV Mainz 05 – 1. FC Köln / 54%-46%, Prognose: Unentschieden
FC Augsburg – Hannover 96 / 76%-Favorit: FC Augsburg
Hertha BSC – Eintracht Frankfurt / 45%-55% / Prognose: Unentschieden
Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach / 81%-Favorit: Borussia Mönchengladbach
SC Freiburg – Bayern München / 84%-Favorit: Bayern München
VfB Stuttgart – Hamburger SV / 75%-Favorit: VfB Stuttgart

Anders die Situation im Abstiegskampf: Hier wird die Entscheidung auf den Plätzen 16 bis 18 erst am allerletzten Spieltag fallen, sollten meine Prognosen eintreffen. Der Tabellenstand vor dem 34. Spieltag sähe so aus:

13. Hertha BSC / 35 Punkte
14. VfB Stuttgart / 33 Punkte
15. Hamburger SV / 32 Punkte
16. SC Freiburg / 31 Punkte
17. Hannover 96 / 31 Punkte
18. SC Paderborn 07 / 31 Punkte

Hertha BSC hätte den Klassenerhalt also geschafft, Gewinner des Spieltags wäre aber der VfB Stuttgart, der sich von Platz 18 auf 14 verbessern würde. Gerettet wäre der VfB damit trotzdem noch nicht. Denn: Der 34. Spieltag bietet zwei direkte Abstiegs-Endspiele. Stuttgart muss nach Paderborn, Hannover spielt gegen Freiburg. Verlöre der HSV gleichzeitig gegen Schalke 04, wäre er maximal 16., womöglich sogar 17. Doch bevor es so weit ist, warten wir nun erstmal den 33. Spieltag ab und schauen, ob die Prognosen zutreffen. Die Erfolgsrate des 32. Spieltags betrug immerhin 67%.

die bundesliga-prognosen für den 32. spieltag. 0

Der Erfolg meiner Prognosen für den 31. Spieltag waren durchwachsen – eine Erfolgsquote von 50%. Man hätte also auch einfach würfeln können. Es zeigt sich derzeit, dass die Endphase einer Saison ihre eigenen Gesetze hat und Prognosen noch schwieriger macht. Meister FC Bayern konzentriert sich auf die Champions League, für andere geht es um gar nichts mehr und Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen, wachsen über sich hinaus. Ich werde nach der Saison in meiner Gesamtbilanz mal genau analysieren, ob es Faktoren gibt, die in der Schlussphase einer Saison mehr taugen als sonst. Bis dahin gibt es aber natürlich weiterhin neue Prognosen. Die für den 32. Spieltag z.B.:

Hamburger SV – SC Freiburg / 65%-Favorit: Hamburger SV
Bayern München – FC Augsburg / 87%-Favorit: Bayern München
Borussia Dortmund – Hertha BSC / 95%-Favorit: Borussia Dortmund
Borussia Mönchengladbach – Bayer 04 Leverkusen / 57%-Favorit: Borussia Mönchengladbach
Hannover 96 – Werder Bremen / Chancen: 49%-51% – Prognose: Unentschieden
Eintracht Frankfurt – TSG Hoffenheim / 77%-Favorit: TSG Hoffenheim
VfB Stuttgart – 1. FSV Mainz 05 / Chancen: 52%-48% – Prognose: Unentschieden
SC Paderborn 07 – VfL Wolfsburg / 83%-Favorit: VfL Wolfsburg
1. FC Köln – FC Schalke 04 / 77%-Favorit: FC Schalke 04

Besonders spannend ist natürlich weiterhin der Blick auf die Abstiegsränge. Stuttgart ist leichter Favorit gegen Mainz, bleibt aber mit der 52%-Chance in meinem Unentschieden-Korridor. Auch Hannover holt in meinem Modell einen Punkt, der HSV gewinnt zum ersten Mal seit Jahren dreimal hintereinander in der Bundesliga. Die Verlierer des Spieltags wären damit Paderborn und Freiburg, aber auch Hertha BSC, dass nach einem Zwischenhoch in den jüngsten vier Spielen nur noch zwei Punkte geholt hat. Der Tabellenstand vor den beiden entscheiden Partien sähe so aus:

13.Hertha BSC / 34 Punkte
14. Hamburger SV / 34 Punkte
15. Hannover 96 / 31 Punkte
16. SC Paderborn 07 / 31 Punkte
17. SC Freiburg / 30 Punkte
18. VfB Stuttgart / 28 Punkte

Spannung pur.

Spannend wird es auch um Platz 6, der für die Teilnahme in der Europa League reicht. Treffen meine Prognosen ein, sieht es nach dem 32. Spieltag ab Platz 5 so aus:

5. FC Schalke 04 / 48 Punkte
6. TSG Hoffenheim / 44 Punkte
7. Borussia Dortmund / 43 Punkte
8. FC Augsburg / 43 Punkte
9. Werder Bremen / 43 Punkte

die bundesliga-prognosen für den 31. spieltag. 0

Erstmal ohne begleitende Worte – die kommen eventuell noch im Laufe des Samstags dazu. Hier die Prognosen für den 31. Bundesliga-Spieltag:

FC Schalke 04 – VfB Stuttgart / 82%-Favorit: FC Schalke 04
VfL Wolfsburg – Hannover 96 / 94%-Favorit: VfL Wolfsburg
FC Augsburg – 1. FC Köln / 76%-Favorit: FC Augsburg
TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund / 78%-Favorit: Borussia Dortmund
Werder Bremen – Eintracht Frankfurt / 73%-Favorit: Werder Bremen
SC Freiburg – SC Paderborn 07 / 93%-Favorit: SC Freiburg
Bayer 04 Leverkusen – Bayern München / 69%-Favorit: Bayern München
1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV / 79%-Favorit: 1. FSV Mainz 05
Hertha BSC – Borussia Mönchengladbach / 80%-Favorit: Borussia Mönchengladbach

die bundesliga-prognosen für den 30. spieltag. 1

Die Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Und auch wenn der FC Bayern am Wochenende schon so gut wie Meister werden kann, gibt es dahinter viel Spannung: Wird Leverkusen Dritter – oder Mönchengladbach? Wer zieht in die Europa League ein? Und welche zwei bzw. drei Clubs der verbliebenen fünf Kandidaten finden sich am Ende auf den Abstiegsrängen?

Der 30. Spieltag liefert insbesondere im Abstiegskampf spannende Duelle. Mit Stuttgart und Freiburg treten direkte Konkurrenten gegeneinander an, der HSV muss gegen Europa-League-Aspirant Augsburg ran, Hannover mit neuem Trainer gegen Hoffenheim und Paderborn gegen Werder Bremen, die sich ebenfalls noch für Europa qualifizieren können.

Nach meinen Berechnungen wird sich nur einer der fünf Clubs Hoffnung auf Punkte machen können: der VfB Stuttgart. Die Schwaben gehen als 61%-Favorit ins Duell mit Freiburg. Anders sieht es für den HSV aus: Gegen Augsburg haben die Hamburger in meinem Modell nur eine 38%-Chance. Zwar sehen die Wettbüros den HSV als Favoriten – und auch einige andere Faktoren wie der Langzeit-Erfolg, der Marktwert und der Trainer sprechen für den HSV, doch insgesamt ist Augsburg Favorit.

Ähnlich sieht es für Hannover gegen Hoffenheim aus: Auch hier sehen die Wettbüros Hannover vorn, doch in meinem Modell sprechen insgesamt nur sechs der 21 Faktoren für die Niedersachsen. Auch der Trainer-Faktor sieht nicht gut aus: Mit Michael Frontzeck könnte zwar ein neuer Coach frische Motivation ins Team bringen, doch seine Bundesliga-Erfolgsbilanz ist mit nur 0,94 Punkten pro Spiel die momentan schlechteste aller 18 Trainer. Nur eine 26%-Chance hat Paderborn gegen Werder Bremen.

Die vier Spiele mit Abstiegskandidaten sehen also so aus:

Hannover 96 – TSG Hoffenheim / 70%-Favorit: TSG Hoffenheim
VfB Stuttgart – SC Freiburg / 61%-Favorit: VfB Stuttgart
Hamburger SV – FC Augsburg / 62%-Favorit: FC Augsburg
SC Paderborn 07 – Werder Bremen / 74%-Favorit: Werder Bremen

Sollten die Ergebnisse so eintreten, würde die Tabelle auf den letzten Plätzen vor den finalen vier Matches so aussehen:

- Freiburg, Hannover und Stuttgart: 29 Punkte
- Paderborn: 27 Punkte
- Hamburg: 25 Punkte

Es würde also noch spannender – nur für den HSV wäre die Situation immer dramatischer.

Die anderen fünf Prognosen des Spieltags sehen so aus:

1. FSV Mainz 05 – Schalke 04 / 66%-Favorit Schalke 04
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt / 92%-Favorit: Borussia Dortmund
1. FC Köln – Bayer Leverkusen / 86%-Favorit: Bayer Leverkusen
Bayern München – Hertha BSC / 96%-Favorit Bayern München
Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg / 56%-Favorit: Borussia Mönchengladbach

Das Trio aus Dortmund, Leverkusen und dem FC Bayern geht also als jeweils extremer Favorit in den 29. Spieltag, das Spitzenspiel zwischen Gladbach und Wolfsburg sieht die Gladbacher als knappen Favorit – mit Tendenz zum Unentschieden.

Der 28. Spieltag war im Übrigen erneut ein toller erfolg für mein Modell: Sieben Spielausgänge wurden absolut korrekt prognostiziert, die beiden anderen Partien endeten Unentschieden. Erneut gab es also keinen “falschen Sieger”.

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