Archive for the 'filme' Category


Robert DeNiro. 1

Ich habe mich das schon oft gefragt – zuletzt beim schon nach Ansicht des Trailers Ekel auslösenden “Dirty Grandpa”: Warum zur Hölle spielt Robert DeNiro nur noch in solchen Kack-FIlmen mit? Robert DeNiro. Der Robert DeNiro. Warum er das tut, beantwortet folgende Statistik auch nicht. Aber seit wann genau – das beantwortet sie eindrucksvoll:

(via Mashable)

oscars 2011 – meine favoriten. 1

Immerhin sechs der zehn nominierten Filme habe ich diesmal im Vorfeld gesehen – keine schlechte Rate. Und weil das so ist und ich mir die Verleihung heute nacht anschauen will, schreibe ich mal ein paar Worte dazu auf, welche der Filme ich besonders oscar-würdig fand – und wer meiner Meinung nach die wichtigsten Oscars gewinnen sollte.

Gesehen habe ich: “Black Swan”, “Inception”, “The King’s Speech”, “127 Hours”, “The Social Network” und “Toy Story 3”. Nicht gesehen habe ich dementsprechend “The Fighter”, “The Kids are all right”, “True Grit” und “Winter’s Bone”.

“Black Swan”: Beklemmender Film mit tollen Kamerafahrten und einer Natalie Portman, die in ihrer Rolle oft nervt, aber gerade deswegen den Hauptrollen-Oscar verdient hat, weil sie das verklemmte weiße Schwänlein am Anfang des Films ebenso gut darstellt wie die Metamorphose zum bösen, irren schwarzen Schwan.

“Inception”: Klar, ein toller, intelligenter Science-Fiction-Thriller mit grandiosen Special Effects. Für einen Oscar war ich dann aber doch eine Prise zu wenig begeistert.

“The King’s Speech”: Ich musste mich ein bisschen überwinden, den Film überhaupt zu sehen. Ein stotternder englischer König vor 70-80 Jahren, der sein Stottern los werden will? Wow, wie spannend. Doch der Film ist großartig. Nicht nur wegen Colin Firth, der hundertprozentig den Hauptrollen-Oscar gewinnen wird und wegen Geoffrey Rush, der hoffentlich den Nebenrollen-Oscar bekommt, sondern auch wegen der Bilder, die sicher auch belohnt werden. Es gibt massenweise Einstellungen, die man sich als Poster an die Wand hängen könnte – und in keiner Sekunde fühlt sich der Film un-authentisch an.

“127 Hours”: Ein mitreißender Film, der beweist, dass man auch eine Stunde Spannung auf wenigen Quadratmetern vermitteln kann. Noch heftiger sind die Gefühle beim Schauen, wenn man weiß, dass er auf einer wahren Geschichte beruht.

“The Social Network”: Mal ehrlich, wäre dieser Film ohne den weltweiten Facebook-Hype ein Erfolg geworden – und hätte er eine Oscar-Nominierung bekommen? Ich liebe fast alle von David Finchers Filmen, aber “The Social Network” ist doch nun einfach mal, das was er ist: eine solide Biographie über einen seltenen Aufstieg vom Nerd zum Milliardär. Aber Oscar-würdig? Meiner Meinung nach definitiv nicht.

“Toy Story 3”: Es gibt keine tolleren Animationsfilme als die “Toy Story 3”-Trilogie. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich sonst mal wegen computer-animierten Figuren einen Kloß im Hals hatte und jemals so mit Spielzeugen mitgelitten habe. Wenn mein bald auf die Welt kommender Sohn mal in dem entsprechenden Alter angekommen ist, werde ich mit ihm definitiv die “Toy Story”-Filme schauen – und in jeder Sekunde hoffen, dass er sie auch so toll findet wie ich. Den Animations-Oscar bekommt “Toy Story 3” garantiert – aber für den “großen” Oscar reicht es wohl dennoch nicht.

Zusammenfassend: Ich persönlich würde mich am meisten freuen, wenn “The King’s Speech” gewinnen würde. Charme, tolle Bilder, grandiose Darsteller – der Film bietet einfach das beste Komplettpaket, das ein Oscar-reifer Film haben muss. “Black Swan” wäre auch okay, “127 Hours” wird nicht gewinnen, “Toy Story 3” wohl auch nicht (auch wenn ich sehr gerührt wäre) – und bei “Inception” und “The Social Network” würde ich mich sehr wundern – und wäre etwas entsetzt.

Die Hauptdarsteller-Oscars sollten meiner Meinung nach an Natalie Portman und Colin Firth gehen, der Nebendarstellerpreis an Geoffrey Rush (bei den Nebendarstellerinnen habe ich nur Helena Bonham-Carter in “The King’s Speech” gesehen und fand sie darin etwas zu solide für einen Oscar). Bester Animationsfilm wird “Toy Story 3”, für die Regie könnte Darren Aronofosky (“Black Swan”) einen Preis bekommen und für die Drehbücher vielleicht “Toy Story 3” und “Inception”.

frank giering. 2

Wieder einer der besten, der zu früh gegangen ist.

Frank Giering lernte ich durch seine Hauptrolle in “Absoluter Giganten” kennen. Ein Film, den ich noch heute für einen der besten deutschen Filme aller Zeiten halte. Neben der unfassbar guten Musik von Sophia werde ich auch ein paar Zitate aus dem Film nie vergessen – und den heimlichen Wunsch, irgendwann mal bei McDonalds “dreimal alles” zu bestellen. Ohne Frank Giering hätte ich all das vielleicht nicht bis heute behalten. Die Melancholie in seinen Augen, die perfekte Verkörperung der Rolle, Giering war von diesem Augenblick an ein Schauspieler, wegen dem ich mir Filme ansah, die mich sonst vielleicht gar nicht interessiert hätten.

Mich hat der Tod eines “Prominenten” selten so berührt wie dieser.

Lukas Heinser geht es ähnlich wie mir, er konnte es aber besser in Worte fassen als ich. [Nachtrag: Tobias Kniebe.]

trailer: “paranormal activity”. 3

Ich hab schon lange keinen so gruseligen Filmtrailer mehr gesehen. Obwohl es nichts Gruseliges darin zu sehen gibt…

musik kaufen ist toll. 6

Klar, im Vergleich zu früher ist das schon etwas völlig Anderes. Früher ist man in Plattenläden genangen, hat die tollen Vinyl-LPs in die Hand genommen, sich die Plattenhüllen angeschaut und ist mit den angeberischen quadratischen Plastiktüten nach Hause gegangen, die allen zeigten: Hey, ich hab coole neue Musik gekauft. Heute ist das anders. Dateien wechseln von einer Festplatte auf die andere. Nix mehr Vinyl, Papphülle und Plastiktüte. Toll ist das Musikkaufen trotzdem. Zum Beispiel, weil man am Erscheinungstermin schon um 0 Uhr in den “Laden” gehen kann und sich die Musik holt, auf die man schon so lang gewartet hat. Wie eben zum Beispiel die nächsten beiden neuen Distelmeyer-Songs. Die Single “lass uns liebe sein” ist nämlich eben erschienen – und mit dem Titel-Track, der ja schon bekannt war (Video siehe unten) kommen noch zwei B-Seiten, die nicht auf dem Album “heavy” drauf sein werden: “ich will mehr” und “pferde auf der wiese”. Und so höre ich dank amazonmp3 gerade um kurz nach Mitternacht nagelneue Musik. Toll.

film: “star trek”. 1

Ich habe große Teile meines bisherigen Lebens mit “Star Trek”-Serien verbracht. Ich habe alle Folgen der “Next Generation”-Serie mindestens einmal gesehen, habe “Deep Space Nine” geliebt und auch “Voyager” und “Enterprise” noch geschaut. Die Serie, die ich am wenigsten mochte, weil sie mir zu lächerlich und antiquiert war, ist die Original-Serie. Dennoch habe ich mch gefreut, als immer klarer wurde, dass ausgerechnet Kirk, Spock, Pille und Uhura Protagonisten des “Star Trek”-Neubeginns sein sollten. Vor allem habe ich mich darüber gefreut, dass J.J Abrams Regie führen sollte – der Mann, der mich mit Serien wie “Alias”, “Lost” und “Fringe” begeisterte.

Der Film, den ich nun im Kino gesehen habe, hat meine Hoffnungen eindeutig übererfüllt. Er ist ein würdiger Neustart des Themas “Star Trek”, ohne die Vergangenheit mit Füßen zu treten. Junge Schauspieler, viel Spannung und Tempo, dazu alte Bekannte aus dem “Star Trek”-Universum wie die Vulkanier und Romulaner. “Star Trek”-Fan, was willst du mehr? Der Kritik, einige Details des neuen Films würden nicht mit den Fakten aus den bisherigen Serien übereinstimmen, entledigt sich Abrams geschickt, indem er das Thema Zeitreise in den Film packt und eine Art Paralleluniversum schafft. Alles, was in diesem und den sehr wahrscheinlich kommenden “Star Trek”-Filmen passiert, kann, muss aber nichts mit den bisherigen Serien zu tun haben.

Ein Highlight des Films war auch das Mitspielen des sichtlich gealterten Leonard Nimoy als Botschafter Spock, dessen Auftritte auch in den “TNG”-Episoden schon immer für Gänsehaut gesorgt haben und der hier einen tollen Bogen zur Vergangenheit der Reihe spannt. Insgesamt ein wirklich toller Film, vor dem auch “Star Trek”-Neulinge keine Angst haben sollten. Vorwissen ist kaum nötig. Ich freue mich schon auf die nächsten Filme und kann mir nun auch durchaus vorstellen, dass eine neue TV-Serie ebenfalls noch einmal richtig gut werden könnte. Für “Star Trek” gibt’s von mir erstmal 8 von 10 Punkten.

film: “deutschland 09”. 6

13 Kurzfilme von zum Teil sehr namhaften und tollen Regisseuren, zahlreiche großartige Schauspieler, was soll da schon schief gehen? Der Gang ins Kino, um “Deutschland 09” zu sehen, war daher keine schwierige Entscheidung. Leider.

“13 kurze Filme zur Lage der Nation” heißt das Projekt, in dem Tom Tykwer, Fatih Akin, Dominik Graf, Dani Levy, Nicolette Krebitz, Hans Weingartner und andere in wenigen Minuten etwas über Deutschland erzählen. Mal als Dokumentar- mal als Spielfilm, aber immer kurz und sehr individuell. Romuald Karmakar porträtiert beispielsweise einen älteren Perser, der eine Rotlichtbar in Berlin besitzt, Nicolette Krebitz zeigt ein fiktives Aufeinandertreffen von Susan Sontag und Ulrike Meinhof, Tom Tykwer begleitet einen von Benno Fürmann gespielten Mode-Vertriebschef auf einer Dauer-Jetlag-Reise um die Welt, usw.

Das, was am Ende dabei heraus gekommen ist, ist leider von sehr sehr unterschiedlicher Qualität. Zwischen den wenigen netten Filmen – richtig grandios ist keiner der 13 – gibt es extrem viel Schrott, der im besten Fall langweilig oder verkopft, im schlechtesten Fall aber völlig indiskutabel ist. So dürfte der Kurzfilm “Krankes Haus”, der eine nicht zu überbietende Zahl an Peinlichkeiten und Flachheiten bietet, der Tiefpunkt in der Karriere des Regisseurs Wolfgang Becker sein, der in der Vergangenheit immerhin “Das Leben ist eine Baustelle” und “Good Bye, Lenin!” drehte. Der Murat-Kurnaz-Film von Fatih Akin ist langweilig und eindimensional, weil das Thema hundertfach durch alle Talkshows geprügelt wurde, Nicolette Krebitz muss für ihren Film mit Susan Sontag und Ulrike Meinhof irgendwas genommen haben und Dani Levy bietet immerhin Gaga-Humor.

Die wenigen kleinen Highlights sind der Film von Tom Tykwer, der nicht nur wegen seiner tollen Optik aus dem Rahmen fällt und nicht so richtig zum Rest passt, der Film “Gefährder” von Hans Weingärtner über die Geschichte von Andrej Holm, und Hans Steinbichlers “Fraktur”, der einen Industriellen vom Obersalzberg zeigt, der sich unglaublich darüber aufregt, dass seine “F.A.Z.” die Frakturschrift abschafft, kurzerhand nach Frankfurt fährt und dort in der Redaktionskonferenz Amok läuft. Leider kommt auch dieser Film nicht ohne Fremdschäm-Moment aus, denn eine Vorzimmerdame meldet sich am Telefon mit dem Namen “Schäfer-Gümbel”. Was haben wir gelacht.

Für diese drei kleinen Filme lohnt es definitiv nicht, ins Kino zu gehen. Ich kann nur jedem davon abraten, sich für “Deutschland 09” ins Kino zu setzen, es sei denn er will unbedingt zweieinhalb Stunden (so lang ist das Werk) wertvolle Lebenszeit vergeuden. 3 von 10 Punkten.

film: “watchmen”. 14

Ich bin kein wirklicher Comic-Junkie. Ich habe in den vergangenen Jahren zwar immer wieder mal eine Comicserie gelesen und versuche mich gerade an “Fables” – doch das sind Einzelfälle. Der aufkommende Hype um die “Watchmen”-Verfilmung hat mich dann vor Kurzem aber endgültig auch dazu gebracht, mir den Comic zu kaufen, um perfekt auf den Film vorbereitet zu sein. Denn das, was Freunde mit erzählten, reichte aus, um meine Neugier zu steigern. Und schließlich hat das “Time”-Magazin “Watchmen” auch mal in einer Liste der 100 besten Romane des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Als einzigen Comic.

Die Gelegenheit, den Film in einer Pressevorführung eine Woche vor Kinostart zu sehen, hat diese Pläne etwas durcheinander gewürfelt, sodass ich nur rund ein Drittel der Story kannte, bevor ich im Kino saß. Vielleicht war aber genau das auch ein gutes Mittel, den Film aus wissender und unwissender Perspektive zu sehen. Zu prüfen, ob man den Comic unbedingt kennen muss, bevor man den Film sieht. Mein Fazit: Man muss es nicht. Zack Snyders Film gibt die Vorlage perfekt wieder, ohne auf wichtige Details zu verzichten. Ein bisschen Konzentration vorausgesetzt – “Watchmen” ist schließlich komplexer, intelligenter Stoff – ist der Film auch für sich genommen ein großes Vergnügen. Und umso interessanter ist es, hinterher in der Comic-Vorlage nachzuschauen, wie einzelne Szenen umgesetzt wurden.

Kurz zur “Watchmen”-Story: Während die Welt Mitte der 80er Jahre am Abgrund eines Atomkrieges steht, sorgt ein Mord am Ex-Superhelden The Comedian für Verstimmungen bei seinen verbliebenen Kollegen. Vor allem der düstere Rorschach will herausfinden, wer hinter dem Verbrechen steht – und ob auch er und die anderen Superhelden in Gefahr sind. Gibt es eine Verschwörung, um die letzten Superhelden von der Erde zu entfernen?

Rund um diese Grundstory entwickelt sich ein ganzes Universum, das in Comic und Film erzählt wird. Zwei Generationen von Superhelden, die alle entweder tot sind, sich zur Ruhe gesetzt haben oder sich an alte Zeiten erinnern – dazu der Konflikt zwischen der USA und der UdSSR, dessen Eskalation durch Atomkrieg womöglich nur von Doctor Manhattan verhindert werden kann, dem einzigen der Superhelden, der noch aktiv für die US-Regierung arbeitet.

“Watchmen” sorgt von der ersten Minute an so sehr für Spannung, wie man es sich nur wünschen kann. Mit fabelhaft umgesetzten Bildern, perfekter Atmosphäre, die mit geschickten Sequenzen immer wieder daran erinnert, in welcher Zeit man sich befindet, und einer dank des ursprünglich 12-teiligen Comics extrem dichten und fesselnden Story langweilt der Film in keinem einzigen Moment – und das, obwohl er 2:40 Stunden lang ist. Selbst das, was ein Regisseur nicht aus der Comicvorlage ziehen kann, sondern hinzufügen muss – Töne und Musik zum Beispiel – fügt sich perfekt in das Gesamtwerk ein. So erklingen in “Watchmen” u.a. “All along the Watchtower” von Jimi Hendrix, “Hallelujah” von Leonard Cohen, “The Sound of Silence” von Simon & Garfunkel und lustigerweise auch “99 Luftballons” von Nena.

Die Haupt- und Nebenrollen sind in “Watchmen” allesamt mit Leuten besetzt, die man zum Teil schon im Kino oder in US-Serien gesehen hat, die aber keine großen Stars sind – ein gutes Mittel, um den Film in den Vordergrund zu stellen – und nicht irgendwelche Hollywood-Giganten. Zack Snyder ist es definitiv gelungen, aus einem extrem guten Comic einen mindestens genauso extrem guten Film zu machen. Und so bleibt am Ende eigentlich nur noch eine Frage: Wer traut sich nach “Watchmen” eigentlich noch, einen weiteren Superhelden-Film zu produzieren? Einen besseren wird es sicher nicht mehr geben. 9 von 10 Punkten.

film: “the international”. 1

Ich bin seit “Lola rennt” großer Fan von Tym Tykwers Filmen. Ich habe “Der Krieger und die Kaiserin” geliebt, fand “Heaven” toll, einzig “Das Parfum” habe ich bis heute nicht gesehen, weil ich irgendwie keine Lust hatte. “The International” hingegen musste ich sofort im Kino sehen, weil der Trailer interessant aussah und ich wissen wollte, ob Tykwer auch einen Thriller auf Hollywood-Niveau drehen kann, ohne dass er so aussieht wie ein mittelmäßig hingeschusterter Film. Um es vorweg zu nehmen: Er kann.

Clive Owen spielt in “The International” einen Interpol-Agenten, der seit Jahren in einem Sumpf aus Korruption, Waffenhandel und jeder Menge anderer Verbrechen recherchiert, in dessen Zentrum er eine Luxemburger Bank vermutet. Zusammen mit einer New Yorker Staatsanwältin (Naomi Watts) treiben ihn seine Recherchen während des Films fast rund um die Welt – eine Hetzjagd voller intelligenter Spannung.

Genau diese Intelligenz ist das, was “The International” meiner Meinung nach von anderen Thrillern abhebt. Es ist keine Aneinanderreihung von Actionsequenzen, weil Drehbuch-Autor und Regisseur nichts anderes eingefallen ist, sondern ein Puzzlespiel, das durch Worte und Bilder lebt und nicht durch Krach. So ist es ausgerechnet die von den Medien hochgehypte Szene im nachgebauten New Yorker Guggenheim-Museum, die mich am meisten an “The International” stört. Denn die Ballereien während dieser Minuten sind dann doch nur eine dieser Actionsequenzen, wenn auch zugegebenermaßen eine der besten, die ich in der jüngeren Vergangenheit gesehen habe.

Ebenfalls ein wenig gestört hat mich die von Naomi Watts gespielte Staatsanwältin. Nicht, weil ich Naomi Watts nicht mögen würde – ich stehe ihr ziemlich neutral gegenüber – sondern weil ich nicht so ganz kapiert habe, was ihre Rolle überhaupt sollte. Sie war für mich schlicht überflüssig, weil sie der Story nicht weitergeholfen hat. Doch die Pluspunkte überwiegen bei “The International” ganz klar. Neben der fesselnden, intelligent erzählten Story sind es vor allem Clive Owen, den ich spätestens seit Spike Lees “Inside Man” und Alfonso Cuaróns “Children of Men” ins Herz geschlossen habe und die fabelhaft ausgesuchten Drehorte in aller Welt, die “The International” aus der Masse herausheben. Auch die Musik, komponiert von Reinhold Heil, Johnny Klimek und Tom Tykwer, ist sehr atmosphärisch und hört sich auch hinterher ohne den Film noch sehr gut an.

Für mich ein klarer Fall: “The International” bekommt 8 von 10 Punkten.

meine oscarnacht. 2

Aufs Liveblogen habe ich verzichtet, weil ich vorher nicht wusste, ob ich die komplette Nacht durchhalten würde. Aber aufs Senf-Dazugeben kann ich natürlich nicht verzichten. Daher hab ich getwittert:

00:03:41 Los geht’s mit meinem Oscars-Wachbleibe-Versuch. Zunächst mit ner Stunde Ryan Seacrest am roten Teppich auf E!
00:14:26 Miley Cyrus ist schon zwei Stunden vor Start der Verleihung angekommen? Muss wohl auch früher ins Bett.
00:30:10 Bin geneigt, meine @SPIEGEL_live -Followerschaft schon wieder aufzukündigen. Bisher nur Kalauer und 38 Hugh-Jackman-Tweets statt “live”.
00:59:22 Und jetzt zu ProSieben. Gätjen hat das ja meiner Meinung nach letztes Jahr überraschend gut gemacht, da am roten Teppich.
01:05:27 Heidi “Kluuuum” auf E! Hässliche Frisur macht sie 10 Jahre älter. Bestimmt gleich auch auf ProSieben zu sehen.
01:16:42 Oh. Dieser “Twilight”-Hansel sieht also auch im echten leben aus wie ein Vampir.
01:20:27 Hässlichstes Kleid des Abends bisher: Natalie Portman.
01:27:15 “Baader-Meinhof-Konzept”? Na dit fängt ja jut an, ProSieben.
01:37:08 Bully Herbig ganz aufgeregt. Sympathisch!
01:43:08 Philip Seymour Hoffman mit Mütze. Coole Sau.
01:45:15 Rourke. Noch coolere Sau.
01:47:22 Kate Winslet sieht definitiv schon aus wie eine Gewinnerin.
01:52:49 Ich glaube, Brad und Angelina mochten den Gätjen nicht.
01:54:11 “You are no longer following SPIEGEL_live.”
02:00:07 Ich glaube, Gätjen ist ein kleines bisschen verliebt in Penelope Cruz. Ganz nervös isser.
02:08:50 Oh Gott. Wenn ProSieben jetzt in jedem Werbebreak den erbärmlichen Uri-Geller-Trailer zeigt, halte ich die Nacht nichr durch.
02:10:41 Danny Boyle und ca. 58 Inder. Wie großartig!
02:23:42 Jack Blaaaack!
02:31:49 Ist Ursula von der Leyen eigentlich auch da?
02:35:57 Jackman ist groß! Und die Idee mit der Sparkurs-Rezessions-Eröffnungsnummer ist auch super.
02:42:49 Ich sag’s ja ungern, aber nach dieser Eröffnung dann doch mit voller Inbrunst: Who the Fuck is Jon Stewart?
02:46:59 Toll, diese Variante der Nominierten-Vorstellung. Da sag nochmal jemand, es gäbe keine neuen Ideen bei Awards-Shows.
02:48:14 Hey, Online-Redaktionen! Ihr könnt die Die Penelope-Cruz-Klickstrecken jetzt freischalten!
03:05:23 Warum twittert eigentlich Jack Black nicht?
03:10:48 Domo arigato, Mr. Roboto. Hihi.
03:12:17 OH NEEEEIIIIIINNNNN! URI GELLER!
03:30:25 Und jetzt auch noch Werbung für Jamba und ICQ. Och mensch, ProSieben.
03:33:08 Großartiger Joaquin-Phoenix-Gag!
03:40:56 Plätschert gerade ein bisschen uninspiriert vor sich hin. Kann Hugh Jackman nicht noch ein paar Lieder singen?
03:48:59 Stop the Press. Ossi gewinnt Oscar.
03:53:04 Yipppieh! Er singt wieder!
03:58:17 Meine Freude war definitiv etwas verfrüht. Ich hasse diesen Musical-Schmonz.
04:05:04 Was macht denn der Verrückte aus “Alias” da auf der Bühne?
04:08:00 Heath Ledger.
04:25:14 The Hives. Live übrigens noch besser als in Oscar-Einspielern.
04:36:13 Slumdog vs. Button 4:3. Noch sieben Kategorien fehlen.
04:44:25 Hach toll. Was hab ich die Jerry-Lewis-Filme als kleiner Kerl geliebt.
04:54:39 Die ganze tolle Musik verpasst, weil die Liebste aufgewacht ist und auf den aktuellen Stand gebracht werden musste.
05:04:09 Wo ist eigentlich Jack Nicholson? Muss man sich Sorgen machen?
05:24:25 Fehlen also noch Mickey Rourke, Kate Winslet und Nummer 8 für Slumdog Millionaire.
05:29:09 Die Idee, wie heute die Schauspieler-Kategorien präsentiert werden, ist wirklich grandios.
05:43:52 Auch wenn ich Sean Penn sehr mag – schadeschadeschade, dass nicht Rourke gewonnen hat.
05:52:56 Und zum Schluss Nummer 8 für Slumdog Millionaire. Ich geh jetzt ins Bett. Für zwei Stunden. Ich Bekloppter.

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