Archive for February, 2009

dave gahan, düsseldorf und kraftwerk. 1

Depeche Mode mag ich ja seit einem Konzert in Frankfurt vor etwas mehr als zwei Jahren kaum noch. Die Erfahrungen von damals haben sich im Laufe der Zeit in ziemliche Antipathie gesteigert. Wenn ich aber dieses charmante kleine Interview von Philipp Holstein mit Dave Gahan lese, wird er mir beinahe schon wieder sympathisch. Vielleicht sollte ich der neuen Platte doch mal eine Chance geben.

usa droht mit spam-sanktionen. 1

Mal wieder ein unfassbar grandioses Video aus dem Hause “The Onion”. Thema: Spam. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein Video mit höherer Gag-Dichte gesehen habe. Man braucht mindestens vier oder fünf Durchläufe, um alles, was gesagt wird, eingeblendet wird und an einem vorbei läuft, mitzubekommen.


Spam Crackdown Threatens Koy4Goff’s Penis Enlarger, Free iPod Industry

film: “watchmen”. 14

Ich bin kein wirklicher Comic-Junkie. Ich habe in den vergangenen Jahren zwar immer wieder mal eine Comicserie gelesen und versuche mich gerade an “Fables” – doch das sind Einzelfälle. Der aufkommende Hype um die “Watchmen”-Verfilmung hat mich dann vor Kurzem aber endgültig auch dazu gebracht, mir den Comic zu kaufen, um perfekt auf den Film vorbereitet zu sein. Denn das, was Freunde mit erzählten, reichte aus, um meine Neugier zu steigern. Und schließlich hat das “Time”-Magazin “Watchmen” auch mal in einer Liste der 100 besten Romane des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Als einzigen Comic.

Die Gelegenheit, den Film in einer Pressevorführung eine Woche vor Kinostart zu sehen, hat diese Pläne etwas durcheinander gewürfelt, sodass ich nur rund ein Drittel der Story kannte, bevor ich im Kino saß. Vielleicht war aber genau das auch ein gutes Mittel, den Film aus wissender und unwissender Perspektive zu sehen. Zu prüfen, ob man den Comic unbedingt kennen muss, bevor man den Film sieht. Mein Fazit: Man muss es nicht. Zack Snyders Film gibt die Vorlage perfekt wieder, ohne auf wichtige Details zu verzichten. Ein bisschen Konzentration vorausgesetzt – “Watchmen” ist schließlich komplexer, intelligenter Stoff – ist der Film auch für sich genommen ein großes Vergnügen. Und umso interessanter ist es, hinterher in der Comic-Vorlage nachzuschauen, wie einzelne Szenen umgesetzt wurden.

Kurz zur “Watchmen”-Story: Während die Welt Mitte der 80er Jahre am Abgrund eines Atomkrieges steht, sorgt ein Mord am Ex-Superhelden The Comedian für Verstimmungen bei seinen verbliebenen Kollegen. Vor allem der düstere Rorschach will herausfinden, wer hinter dem Verbrechen steht – und ob auch er und die anderen Superhelden in Gefahr sind. Gibt es eine Verschwörung, um die letzten Superhelden von der Erde zu entfernen?

Rund um diese Grundstory entwickelt sich ein ganzes Universum, das in Comic und Film erzählt wird. Zwei Generationen von Superhelden, die alle entweder tot sind, sich zur Ruhe gesetzt haben oder sich an alte Zeiten erinnern – dazu der Konflikt zwischen der USA und der UdSSR, dessen Eskalation durch Atomkrieg womöglich nur von Doctor Manhattan verhindert werden kann, dem einzigen der Superhelden, der noch aktiv für die US-Regierung arbeitet.

“Watchmen” sorgt von der ersten Minute an so sehr für Spannung, wie man es sich nur wünschen kann. Mit fabelhaft umgesetzten Bildern, perfekter Atmosphäre, die mit geschickten Sequenzen immer wieder daran erinnert, in welcher Zeit man sich befindet, und einer dank des ursprünglich 12-teiligen Comics extrem dichten und fesselnden Story langweilt der Film in keinem einzigen Moment – und das, obwohl er 2:40 Stunden lang ist. Selbst das, was ein Regisseur nicht aus der Comicvorlage ziehen kann, sondern hinzufügen muss – Töne und Musik zum Beispiel – fügt sich perfekt in das Gesamtwerk ein. So erklingen in “Watchmen” u.a. “All along the Watchtower” von Jimi Hendrix, “Hallelujah” von Leonard Cohen, “The Sound of Silence” von Simon & Garfunkel und lustigerweise auch “99 Luftballons” von Nena.

Die Haupt- und Nebenrollen sind in “Watchmen” allesamt mit Leuten besetzt, die man zum Teil schon im Kino oder in US-Serien gesehen hat, die aber keine großen Stars sind – ein gutes Mittel, um den Film in den Vordergrund zu stellen – und nicht irgendwelche Hollywood-Giganten. Zack Snyder ist es definitiv gelungen, aus einem extrem guten Comic einen mindestens genauso extrem guten Film zu machen. Und so bleibt am Ende eigentlich nur noch eine Frage: Wer traut sich nach “Watchmen” eigentlich noch, einen weiteren Superhelden-Film zu produzieren? Einen besseren wird es sicher nicht mehr geben. 9 von 10 Punkten.

film: “the international”. 1

Ich bin seit “Lola rennt” großer Fan von Tym Tykwers Filmen. Ich habe “Der Krieger und die Kaiserin” geliebt, fand “Heaven” toll, einzig “Das Parfum” habe ich bis heute nicht gesehen, weil ich irgendwie keine Lust hatte. “The International” hingegen musste ich sofort im Kino sehen, weil der Trailer interessant aussah und ich wissen wollte, ob Tykwer auch einen Thriller auf Hollywood-Niveau drehen kann, ohne dass er so aussieht wie ein mittelmäßig hingeschusterter Film. Um es vorweg zu nehmen: Er kann.

Clive Owen spielt in “The International” einen Interpol-Agenten, der seit Jahren in einem Sumpf aus Korruption, Waffenhandel und jeder Menge anderer Verbrechen recherchiert, in dessen Zentrum er eine Luxemburger Bank vermutet. Zusammen mit einer New Yorker Staatsanwältin (Naomi Watts) treiben ihn seine Recherchen während des Films fast rund um die Welt – eine Hetzjagd voller intelligenter Spannung.

Genau diese Intelligenz ist das, was “The International” meiner Meinung nach von anderen Thrillern abhebt. Es ist keine Aneinanderreihung von Actionsequenzen, weil Drehbuch-Autor und Regisseur nichts anderes eingefallen ist, sondern ein Puzzlespiel, das durch Worte und Bilder lebt und nicht durch Krach. So ist es ausgerechnet die von den Medien hochgehypte Szene im nachgebauten New Yorker Guggenheim-Museum, die mich am meisten an “The International” stört. Denn die Ballereien während dieser Minuten sind dann doch nur eine dieser Actionsequenzen, wenn auch zugegebenermaßen eine der besten, die ich in der jüngeren Vergangenheit gesehen habe.

Ebenfalls ein wenig gestört hat mich die von Naomi Watts gespielte Staatsanwältin. Nicht, weil ich Naomi Watts nicht mögen würde – ich stehe ihr ziemlich neutral gegenüber – sondern weil ich nicht so ganz kapiert habe, was ihre Rolle überhaupt sollte. Sie war für mich schlicht überflüssig, weil sie der Story nicht weitergeholfen hat. Doch die Pluspunkte überwiegen bei “The International” ganz klar. Neben der fesselnden, intelligent erzählten Story sind es vor allem Clive Owen, den ich spätestens seit Spike Lees “Inside Man” und Alfonso Cuaróns “Children of Men” ins Herz geschlossen habe und die fabelhaft ausgesuchten Drehorte in aller Welt, die “The International” aus der Masse herausheben. Auch die Musik, komponiert von Reinhold Heil, Johnny Klimek und Tom Tykwer, ist sehr atmosphärisch und hört sich auch hinterher ohne den Film noch sehr gut an.

Für mich ein klarer Fall: “The International” bekommt 8 von 10 Punkten.

meine oscarnacht. 2

Aufs Liveblogen habe ich verzichtet, weil ich vorher nicht wusste, ob ich die komplette Nacht durchhalten würde. Aber aufs Senf-Dazugeben kann ich natürlich nicht verzichten. Daher hab ich getwittert:

00:03:41 Los geht’s mit meinem Oscars-Wachbleibe-Versuch. Zunächst mit ner Stunde Ryan Seacrest am roten Teppich auf E!
00:14:26 Miley Cyrus ist schon zwei Stunden vor Start der Verleihung angekommen? Muss wohl auch früher ins Bett.
00:30:10 Bin geneigt, meine @SPIEGEL_live -Followerschaft schon wieder aufzukündigen. Bisher nur Kalauer und 38 Hugh-Jackman-Tweets statt “live”.
00:59:22 Und jetzt zu ProSieben. Gätjen hat das ja meiner Meinung nach letztes Jahr überraschend gut gemacht, da am roten Teppich.
01:05:27 Heidi “Kluuuum” auf E! Hässliche Frisur macht sie 10 Jahre älter. Bestimmt gleich auch auf ProSieben zu sehen.
01:16:42 Oh. Dieser “Twilight”-Hansel sieht also auch im echten leben aus wie ein Vampir.
01:20:27 Hässlichstes Kleid des Abends bisher: Natalie Portman.
01:27:15 “Baader-Meinhof-Konzept”? Na dit fängt ja jut an, ProSieben.
01:37:08 Bully Herbig ganz aufgeregt. Sympathisch!
01:43:08 Philip Seymour Hoffman mit Mütze. Coole Sau.
01:45:15 Rourke. Noch coolere Sau.
01:47:22 Kate Winslet sieht definitiv schon aus wie eine Gewinnerin.
01:52:49 Ich glaube, Brad und Angelina mochten den Gätjen nicht.
01:54:11 “You are no longer following SPIEGEL_live.”
02:00:07 Ich glaube, Gätjen ist ein kleines bisschen verliebt in Penelope Cruz. Ganz nervös isser.
02:08:50 Oh Gott. Wenn ProSieben jetzt in jedem Werbebreak den erbärmlichen Uri-Geller-Trailer zeigt, halte ich die Nacht nichr durch.
02:10:41 Danny Boyle und ca. 58 Inder. Wie großartig!
02:23:42 Jack Blaaaack!
02:31:49 Ist Ursula von der Leyen eigentlich auch da?
02:35:57 Jackman ist groß! Und die Idee mit der Sparkurs-Rezessions-Eröffnungsnummer ist auch super.
02:42:49 Ich sag’s ja ungern, aber nach dieser Eröffnung dann doch mit voller Inbrunst: Who the Fuck is Jon Stewart?
02:46:59 Toll, diese Variante der Nominierten-Vorstellung. Da sag nochmal jemand, es gäbe keine neuen Ideen bei Awards-Shows.
02:48:14 Hey, Online-Redaktionen! Ihr könnt die Die Penelope-Cruz-Klickstrecken jetzt freischalten!
03:05:23 Warum twittert eigentlich Jack Black nicht?
03:10:48 Domo arigato, Mr. Roboto. Hihi.
03:12:17 OH NEEEEIIIIIINNNNN! URI GELLER!
03:30:25 Und jetzt auch noch Werbung für Jamba und ICQ. Och mensch, ProSieben.
03:33:08 Großartiger Joaquin-Phoenix-Gag!
03:40:56 Plätschert gerade ein bisschen uninspiriert vor sich hin. Kann Hugh Jackman nicht noch ein paar Lieder singen?
03:48:59 Stop the Press. Ossi gewinnt Oscar.
03:53:04 Yipppieh! Er singt wieder!
03:58:17 Meine Freude war definitiv etwas verfrüht. Ich hasse diesen Musical-Schmonz.
04:05:04 Was macht denn der Verrückte aus “Alias” da auf der Bühne?
04:08:00 Heath Ledger.
04:25:14 The Hives. Live übrigens noch besser als in Oscar-Einspielern.
04:36:13 Slumdog vs. Button 4:3. Noch sieben Kategorien fehlen.
04:44:25 Hach toll. Was hab ich die Jerry-Lewis-Filme als kleiner Kerl geliebt.
04:54:39 Die ganze tolle Musik verpasst, weil die Liebste aufgewacht ist und auf den aktuellen Stand gebracht werden musste.
05:04:09 Wo ist eigentlich Jack Nicholson? Muss man sich Sorgen machen?
05:24:25 Fehlen also noch Mickey Rourke, Kate Winslet und Nummer 8 für Slumdog Millionaire.
05:29:09 Die Idee, wie heute die Schauspieler-Kategorien präsentiert werden, ist wirklich grandios.
05:43:52 Auch wenn ich Sean Penn sehr mag – schadeschadeschade, dass nicht Rourke gewonnen hat.
05:52:56 Und zum Schluss Nummer 8 für Slumdog Millionaire. Ich geh jetzt ins Bett. Für zwei Stunden. Ich Bekloppter.

mehmets schollplatten. 6

Wie großartig ist bitteschön das? Mehmet Scholl, u.a. bekannt als Mann mit gutem bis sehr gutem Musikgeschmack, bekommt bei Bayern 2 seine eigene Radiosendung. Einmal pro Monat spielt er freitags ab 23.05 Uhr in “Mehmets Schollplatten” seine Lieblingsmusik. Los geht’s am 6. März. Auch im Internet übrigens.

(via “abspannsitzenbleiber“)

der echo und so. 13

Ich hab mich gestern abend ja ziemlich aufgeregt. Über die Heerscharen von Üblichen Verdächtigen, die von Minute 1 an per Twitter rumblökten, wie peinlich das alles sei, was für “Nutten” da Musik machen würden und dass Fernsehen nie schlechter war. Auch heute sind die Websites und Blogs voll mit Schmähkritiken über die Verleihung der Echos, die nach jahrelangem RTL-Aufenthalt wieder im Ersten gelandet ist. Der vor Vorurteilen und Einseitigkeit strotzende Text bei “sueddeutsche.de” ist nur ein Beispiel.

Ich habe mich nicht deswegen über all diesen Hass aufgeregt, weil ich die ARD-Show großartig, grandios und einzigartig fand. Sondern weil für mich all dieses Rumgeschreie und Rumkritisiere längst nur noch samstagabendliche Routine geworden ist. Man hockt sich um viertel nach 8 vor den Fernseher und findet scheiße, was immer auch gerade läuft. Egal, ob “Wetten, dass..?”, irgendeine RTL-Show oder eben die Verleihung der Echos. Alles muss scheiße gefunden werden, damit man nicht sein Gesicht verliert und sich selbst noch als cool empfinden kann. Auch wenn man es nie war. Denn wo kämen wir denn dahin, eine Sendung auch nur halbwegs mittelmäßig finden zu dürfen, in der Bruce Darnell und Florian Silbereisen auftreten?

Natürlich gab es ein paar Tiefpunkte in der Show: Bruce Darnell war unterirdisch, Jeanette Biedermann schlimm und Michael Mittermeier nur noch der Schatten eines Comedians. Aber hey: Es gab den wohl modernsten U2-Song seit vielen Jahren in einer tollen Live-Version, die vielleicht beste – und ich kann diese Band eigentlich leider nicht mehr ernst nehmen – Depeche-Mode-Single als Welt-Premiere (!). Es gab fünf grandiose und herzerweichende Minuten mit Udo Lindenberg, auch gegen die sympathische Amy McDonald oder gegen Katy Perry ist doch eigentlich nichts zu sagen. Und wann gibt es schonmal Razorlight in einer Prime-Time-Show von ARD, ZDF oder RTL?

Dass dazwischen auch Leute wie Paul Potts, Thomas Godoj oder Florian Silbereisen rumlaufen, ist halt so. Es handelt sich hier nämlich nicht um die Krönung der Gewinner des “spex”-Leserpolls, sondern um einen Preis für die erfolgreichsten Mainstream-Musiker Deutschlands. Und außerdem: Eine Samstagabendshow kann und darf es nicht jedem recht machen. Sie muss möglichst große Familien- und Massentauglichkeit bieten. Aber dass ist den Doof-Findern ja ohnehin egal. Für sie gehört es zur Routine, samstags pünktlich um 20.15 Uhr das Gehirn mit dem Bier herunterzuspülen und anschließend aus Textschablonen Schmähkritiken zu schnitzen oder halbgaren Hass über Twitter abzusondern. Mir geht diese Routine allmählich gehörig auf den Sack.

lost in translation. 0

Sehr schönes Interview mit Maximilian Hecker bei “jetzt.de”. Über seinen großen Erfolg in Asien, wo seine aktuelle Platte sogar Monate vor dem Deutschland-Release erschienen ist.

“Eine Zeitlang habe ich daheim versucht, mir Mandarin mit einem Langenscheidt-Sprachkurs beizubringen. Bisher kann ich aber nur ein paar einfache Sätze wie: ‘Ich habe keine Freundin’. Das kommt auf Konzerten in China immer gut an.”

popkulturjunkie on tour: bernd begemann in krefeld. 2

Ich weiß gar nicht, das wievielte Bernd-Begemann-Konzert das war, zu dem ich mit und wegen der Liebsten gegangen bin. Weil sie so ein großer Fan ist. Und ich Begemann inzwischen auch sehr mag. Auch dieser Abend im tristen, winterlichen Krefelder Industriegebiet war äußerst unterhaltsam. Da war es egal, dass das Konzert mit fast zwei Stunden Verspätung begann, weil Begemann bei der Anreise den Weg nicht mehr gefunden hatte. Und da war es egal, dass nur ca. 50 Leute im Publikum waren. Denn: Begemann ist ein fabelhafter Entertainer, großartiger Musiker und einfach ein sympathischer Kerl. Und: Kein Begemann-Konzert ist gleich. Immer lässt er sich andere Scherze einfallen, macht aus einem Evergreen wie “Fernsehen mit meiner Schwester” mal kurzerhand einen 10-Minüter, weil er die Strophen ins Unendliche mit neuen Textpassagen erweitert. Ja, mittlerweile gehe ich nicht mehr zu Begemann-Konzerten, weil die Liebste mich überredet. Mittlerweile gehe ich hin, weil es tolle Abende sind.

filmshorts. 3

Ein paar Worte zu Filmen, die ich zuletzt auf DVD oder im Fernsehen gesehen habe:

- “Fleisch ist mein Gemüse”:
Ich hab’ das Buch nicht gelesen, auch wenn mir von allen Seiten immer wieder erzählt wurde, wie toll es doch ist. Aber man kommt ja zu nichts. Der Film hat diese Lust aufs Lesen des Buchs nun leider nicht gerade erhöht. Denn: Er ist leider sehr sehr mittelmäßig. Den oft beschworenen Charme des Buches – den fand ich im Film kaum irgendwo. Natürlich ist Andreas Schmidt als Gurki super. Und natürlich ist der ein oder andere Moment skurril und amüsant. Und natürlich gibt der Film die damalige Zeit recht gut wieder. Aber die Story war einfach zu blass. Und was bitteschön sollten diese seltsamen Zwischensequenzen, in denen Heinz Strunk an der Wand hing? Und über das Ende müssen mir gar nicht erst reden, oder? Knappe 6 von 10 Punkten.

- “Juno”
Hmm. Auch davon hätte ich mir noch mehr erwartet als das, was ich dann sah. Schließlich gab es für das Drehbuch damals einen Oscar. Ellen Page spielt ein Teeniemädchen, das schwanger wird, dafür aber nicht bereit ist und daher beschließt, das Baby für ein Paar auszutragen, das selbst keine Kinder bekommen kann. Ellen Page spielt auch toll, der Film wird schön erzählt, die Musik stimmt, aber irgendwie hat mir der letzte Kick gefehlt. Übrigens hat mich Jennifer Garner – wahrscheinlich zum ersten Mal in meinem Leben – etwas genervt. Ihr Film-Ehemann hingegen war mein persönlicher Held des Films. Insgesamt: 7 von 10 Punkten.

- “The Dark”
Gruselfilm mit Sean Bean, der in der walisischen Provinz spielt. Kleine Tochter eines geschiedenen Paares verschwindet – dafür kommt ein Mädchen zurück, das vor 50 Jahren gestorben ist. Die Mutter beschließt alles zu tun, um den Tausch rückgängig zu machen und ihre Tochter zurück ins Leben zu holen. Dabei verzettelt sich der anfangs ganz ordentliche Film aber zunehmend und wird gegen Ende imemr schwächer. 5 von 10 Punkten.

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