Archive for June, 2011

warum google+ etwas richtig großes werden kann. 19

Ich habe heute den halben Tag lang immer wieder mal mit dem neuen Google+ herumgespielt, dem neuesten “Facebook-Killer”. Und dabei reifte in mir immer mehr der Gedanke, dass das nicht nur der erste erfolgreiche Versuch von Google werden kann, ein soziales Netzwerk zu starten, sondern dass es sogar etwas richtig Großes werden kann, das die Art, wie wir das Netz nutzen, verändern kann. Ich will mich jetzt nicht aufspielen und verkünden, dass Facebook das neue MySpace ist und schon bald in Trümmern liegen wird – dazu ist es einfach inzwischen viel zu sehr im Mainstream verankert. Doch für Netz-Junkies könnte Google+ zur besseren Alternative werden.

Vorweg ein paar Erläuterungen dazu, wie Google+ funktioniert. Es handelt sich um ein recht traditionelles soziales Netzwerk, in dem man schreiben, kommentieren, sowie Links, Fotos, etc. mit anderen teilen kann. Kontakte teilt man von vornherein in Gruppen ein (wenn man das will). So hat man von Anfang an ein Prioritäten-System von Leuten und kann z.B. Privates nur denen offenbaren, die es auch wissen sollen. Das geht zwar auch in Facebook, doch bei Google+ ist es extrem einfach und logisch umgesetzt. Zudem solle das “Hangout” genannte Videochat-System sehr spannend sein – ich hab es noch nicht ausprobiert.

Das alles ist noch gar nicht so spannend. Doch das, was daraus entstehen kann – das ist es, warum ich an eine große Zukunft von Google+ glaube. Ich war nie ein großer Freund von Facebook. Das abgeschottete System des Netzes im Netz hat mich immer gestört. Warum sollte ich Leuten in Facebook Messages schreiben, dort Spiele spielen, wenn ich das doch auch alles im richtigen Internet kann. Genau da sehe ich die großen Möglichkeiten, die Google+ bieten kann, wenn die Entwickler es wollen. Denn: Google hat zu fast allen wichtigen Aspekten des Netzlebens Tools und Angebote, die im Internet existieren – und nicht in einem abgeschotteten Facebook-Netz.

Nur ein paar Ideen: Wenn die Google-Programmierer Google+ in den Google Reader integrieren, lassen sich von dort aus perfekt Inhalte empfehlen. Wenn sie den +1-Button und die neue schwarze Google-Navigationsleite in ihren Browser Chrome integrieren, können auch dadurch Inhalte perfekt in Google+ übertragen werden und man wäre jederzeit informiert, was in Google+ passiert. Wenn Google Mail mit Google+ verknüpft wird, entsteht ein System aus Chat, Direct Messages, E-Mail. Auch dieses System kann dann wiederum perfekt in den Chrome-Browser integriert werden. Und dann gibt es auch noch den Google-Kalender, Youtube, die Google-Suche, Google Maps, Google Latitude und und und. Die Ideen, wie man all diese Systeme in Google+ einbauen kann sind fast unerschöpflich. Und das Tolle: Es wäre immer noch das Internet – mit E-Mail, Websites, RSS, etc. Und kein abgeschottetes Facebook-Netz im Netz.

die hyperland-charts. 1

Mit der Bitte um freundliche Beachtung: Am Montag habe ich im “Hyperland”-Blog mein neuestes Baby gestartet: die Hyperland-Charts. Einmal pro Monat werte ich aus, welche journalistischen Beiträge, Blogartikel, etc. im deutschen Teil des Internets besonders oft von Facebook-, Twitter-, Linked-in- und Google-Buzz-Nutzern, sowie von Bloggern empfohlen und verlinkt wurden. Die Zahlen, die dabei herausgekommen sind, finde ich extrem interessant.

dieses video ist in deinem land leider verfügbar. 6

Was macht man, wenn einem als “Musiker” nun wirklich überhaupt gar nichts mehr einfällt, man alle doofen Ideen schon umgesetzt hat? Man bedient sich an Idolen der Popkultur und zeigt ihnen den Stinkefinger. Ich nehme Scooter ihre neue Single persönlich übel. Es handelt sich dabei nämlich um eine Cover-Version vom Charlatans-Klassiker “The only One I know”, eines meiner absoluten Alltime-Lieblingssongs, angereichert mit dem “yeahahyeah” aus Nirvanas “Lithium” und einem Zitat aus The KLFs “Justified & Ancient”. Überzogen ist das ganze natürlich mit den peinlich-stupiden Scooter-Beats und der klebrigen Kirmes-Techno-Soße, die schon vor 15 Jahren Un! Er! Träg! Lich! war. Eine größere musikalische Frechheit habe ich selten erlebt. Und das Schlimmste: Das Ding wird Nummer 1 werden. (Nachtrag: Oh, ich sehe gerade, dass das Ding in Deutschland schonmal nur auf 45 eingestiegen ist. Immerhin, es geht wohl zu Ende mit Scooter.]

Und auf den Schreck noch schnell das Original…