Archive for the 'fernsehen' Category


Trailer: “Stranger Things”. 1

Sie sieht ein bisschen aus wie “E.T.”, ihre Story klingt mysteriös und super-spannend, die Darsteller sind toll, die Macher haben zum Teil an “Wayward Pines” mitgeschrieben. Zusammenfassend: Die neue Netflix-Serie “Stranger Things” sieht verdammt gut aus! Startet am 15. Juli.

live: bundesvision song contest 2011. 4

Die Tradition fiel 2010 urlaubsbedingt aus, doch in diesem Jahr blogge ich ihn wieder live, den “Bundesvision Song Contest” – und bin damit mal bewusst etwas altmodisch, denn heutzutage läuft sowas ja eigentlich nur noch über Twitter.

[00:29] Zum Schluss noch ein paar historische Fakten. Die Sieger von 2005 bis 2011 heißen Juli, Seeed, Oomph! feast. Marta Jandova, Subway to Sally, Peter Fox, Unheilig und nun Tim Bendzko. Erfolglosesten Kandidaten aller Zeiten waren bisher leider Dirk Darmstaedter und Bernd Begemann, die 2010 nur 4 Punkte geholt haben. Und in der ewigen Bundesländer-Tabelle sieht es nun so aus:
1. Berlin (841 Punkte)
2. Thüringen (576)
3. Niedersachsen (503)
4. Nordrhein-Westfalen (479)
5. Hessen (464)
6. Hamburg (450)
7. Schleswig-Holstein (444)
8. Baden-Württemberg (426)
9. Brandenburg (383)
10. Bremen (363)
11. Sachsen-Anhalt (353)
12. Sachsen (344)
13. Bayern (289)
14. Mecklenburg-Vorpommern (265)
15. Rheinland-Pfalz (181)
16. Saarland (133)
Das Saarland hat also in sieben Jahren weniger Punkte erreicht als die Sieger in jeweils nur einem Jahr.

[00:20] In einer norddeutschen Wertung (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen) hätte übrigens Flo Mega vor Thees Uhlmann gewonnen, im Westen (NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) liegt Tim Bendzko vor den gleichplatzierten Flo Mega und Jupiter Jones vorn, im Süden (Baden-Württemberg und Bayern) Tim Bendzko vor Glasperlenspiel und im Osten (Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) Tim Bendzko vor Bosse feat. Anna Loos und Kraftklub.

[00:13] Dass kein Song aus dem Feld herausgeragt hat, zeigt auch die Tatsache, dass bei keinem der vorigen sechs Bundesvision Song Contests so wenige Punkte (141 – im Durchschnitt 8,8 pro Land) für den Sieg gereicht haben. Zum Vergleich: Unheilig hatten vor einem Jahr 164 Punkte, Peter Fox 2009 sogar 174.

[00:09] Noch ein paar interessante Details aus dem Ergebnis. Sechs Acts haben aus allen 16 Ländern Punkte bekommen: Tim Bendzko, Flo Mega, Bosse feat. Anna Loos, Kraftklub, Frida Gold und Thees Uhlmann. Drei haben aus mehreren Ländern (nämlich aus jeweils zwei) 12 Punkte bekommen: Tim Bendzko, Jupiter Jones und Thees Uhlmann. Und logischerweise ebenfalls drei haben nicht einmal aus ihrem eigenen Land 12 Punkte bekommen: Pierre Ferdinand et les Charmeurs, Doreen und Muttersöhnchen.

[00:01] Hier das Endergebnis:
1. Tim Bendzko / Berlin (141 Punkte)
2. Flo Mega / Bremen (111)
3. Bosse feat. Anna Loos / Niedersachsen (102)
4. Glasperlenspiel / Baden-Württemberg (91)
5. Kraftklub / Sachsen (89)
6. Jupiter Jones / Rheinland-Pfalz (86)
7. Frida Gold / Nordrhein-Westfalen (76)
8. Thees Uhlmann / Hamburg (66)
8. Jennifer Rostock / Mecklenburg-Vorpommern (66)
10. Andreas Bourani / Bayern (26)
11. Pierre Ferdinand et les Charmeurs / Saarland (17)
12. Alin Coen Band / Thüringen (13)
13. Flimmerfrühstück / Sachsen-Anhalt (12)
13. Juli / Hessen (12)
13. Doreen / Brandenburg (12)
16. Muttersöhnchen / Schleswig-Holstein (8)

[23:33] Hälfte der Punkte sind vergeben. Bendzko wird gewinnen. Da hatte Excel also recht, aber Juli hat noch 0 (!) Punkte. Fürs nächste Jahr muss ich also meine Berechnungsmethodik noch verbessern. Momentan haben neun Acts aus allen Ländern Punkte bekommen, die restlichen sieben nur sehr vereinzelt oder gar nicht (Juli).

[23:21] Schlimmer als die Radio-Moderatoren sind die Leute, die auf diesen seltsamen Radio-Partys sind und in die Kameras winken und grinsen.

[23:15] Kein Punkt für Juli aus dem ersten Land. Meine wissenschaftliche Methode kann ich voll jetzt schon vergessen.

[23:02] Lena nervt. Leider.

[22:28] Und hier mein wissenschaftlich errechnetes Endergebnis des heutigen Abends:
1. Tim Bendzko
2. Juli
3. Jupiter Jones
4. Jennifer Rostock
5. Thees Uhlmann
6. Frida Gold
7. Andreas Bourani
8. Glasperlenspiel
9. Bosse feat. Anna Loos
10. Doreen
Wie gesagt: Das ist nicht mein Geschmack, sondern der von Excel.

[22:26] So. Das waren also die 16 Kandidaten. Meine persönliche Top 2: 1. Thees Uhlmann, 2. Kraftklub. Der Rest war mehr oder weniger Mittelmaß.

[16] Frida Gold – “unsere liebe ist aus gold” für Nordrhein-Westfalen
Wollen cool sein, sind es aber nicht. Der Song mag Großraumprovinzdiscos zum tanzen bringen, mich lässt er kalt. 5 von 10 Punkten.

[15] Tim Bendzko – “wenn worte meine sprache wären” für Berlin
Wahrscheinliches One-Hit-Wonder aus Berlin. Andererseits war auch das Album auf 4 in Deutschland. Diese Xavier-Naidoo-Nachwuchs-Gang (siehe auch Bourani) macht mir ein bisschen Angst. Es gibt doch so viel bessere Musik. 4 von 10 Punkten.

[14] Flo Mega – “zurück” für Bremen
Das ist mir zu anstrengend. Würde er noch mit seinen Armen rudern, würde er an Joe Cocker erinnern. Soul: nicht meins. Und einen Text wie “zurück von dort, wo der Pfeffer wächst” kann man doch nicht ernst nehmen. 4 von 10 Punkten.

[13] Jupiter Jones – “immerfürimmer” für Rheinland-Pfalz
Ich weiß nicht warum, aber die erinnern mich immer wieder an Fury in the Slaughterhouse – eine Band, an der man nicht vorbei kam, wenn man in Niedersachsen groß geworden ist. Ob man an Jupiter Jones vorbei kommt. Ich finde schon. Vom Hocker reißt mich der Song nicht, er ist aber eindeutig besser als das meiste andere des bisherigen Abends. 6 von 10 Punkten.

[12] Thees Uhlmann – “zum laichen und sterben ziehen die lachse den fluss hinauf” für Hamburg
Thees! 9 von 10 Punkten.

[11] Juli – “du lügst so schön” für Hessen
Bei Eva Briegel muss ich immer an Hans-Peter Briegel denken. Und heute auch an Rotkäppchen. Juli dürften zu den Top-Favoriten gehören, der Song ist aber alles andere als ein Selbstläufer bei dem Wettbewerb. Dafür ist er zu lahm und austauschbar. 4 von 10 Punkten.

[10] Bosse feat. Anna Loos – “frankfurt oder” für Niedersachsen
Ich finde ja Anna Loss sehr toll. Und ihre Stimme wertet den latent langweiligen Wohlfühl-Stil von Bosse durchaus auf. Kein Knaller, der Song, aber auch kein Mist. 6 von 10 Punkten.

[09] Alin Coen Band – “ich war hier” für Thüringen
Vom Text hab ich wegen Nuschelei kein Wort verstanden und passend dazu war die Musik auch nicht gut. In dem Genre gibt es eine dreizehnstellige Zahl von besseren Bands. 4 von 10 Punkten.

[21:19] Bin ein bisschen neidisch auf manch genial passende Formulierung im Intro.de-Liveticker von Linus Volkmann.

[08] Kraftklub – “ich will nicht nach berlin” für Sachsen
So. Endlich mal Musik. Wer mich kennt, weiß, dass ich Sprechgesang nicht sonderlich mag. Aber hier ist er in Ordnung. Dazu der Rotz, der coole Text, die musikalischen Ideen und Brüche – sehr sehr starker Song. 8 von 10 Punkten.

[07] Andreas Bourani – “eisberg” für Bayern
Passt in die Zeit. So eine Art “Xavier Naidoo – The Next Generation”. Kann ich trotzdem nicht wirklich unsympathisch finden. Ganz nette Radiomusik. 5 von 10 Punkten.

[06] Pierre Ferdinand et les Charmeurs – “ganz paris ist eine disco” für das Saarland
Tja. Irgendwie konsequent von von bis hinten. Passt alles zusammen, Outfits, Musik, Leute. Nicht meine Musik, aber professioneller als manch anderes bisher. 5 von 10 Punkten.

[05] Glasperlenspiel – “echt” für Baden-Württemberg
Ach herrje. Schwiegermamas und Schwiegerpapas Lieblinge singen ein echt voll sympathisches Lied mit viel positiver Energie. Und man kann ihnen nichtmal böse sein. Oder doch? 4 von 10 Punkten.

[20.49 Uhr] Nachher werde ich hier übrigens einen hoch wissenschaftlich errechneten Tipp für die Platzierungen abgeben, der mit hoher Wahrscheinlichkeit genau so als Endergebnis herauskommt. Oder so.

[04] Doreen – “wie konntest du nur” für Brandenburg
Erinnert sich noch jemand an Nu Pagadi? Ist ja auch egal. So egal wie dieses Liedchen, an das man sich schon eine Minute nach Ende nicht mehr erinnern kann. 3 von 10 Punkten.

[03] Muttersöhnchen – “essen geh’n” für Schleswig-Holstein
Was für eine erbärmlich uninspirierte Scheiße. Mangeldnes Talent mit möglichst hohem Provokationsfaktor ausgleichen. Schlimm. 1 von 10 Punkten für Anwesenheit.

[02] Flimmerfrühstück – “tu’s nicht ohne liebe” für Sachsen-Anhalt
Flimmerfrühstück ist auch so ungefähr der dämlichste Bandname, den ich je gehört habe. Aber: Wenn man googlet, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts finden, das nichts mit der Band zu tun hat. Sänger klang am Anfang ein bisschen so, als ob er die richtige Tonlage nicht getroffen hat. Durchaus sympathisch, Musik für den Sonntagmorgen. Aber nicht für meinen Sonntagmorgen. 5 von 10 Punkten.

[20:29] Ganz ganz bitterer Breno-Witz von Stefan Raab. Ich hoffe, er schämt sich später mal dafür.

[01] Jennifer Rostock – “ich kann nicht mehr” für Mecklenburg-Vorpommern
Das Intro klingt fast 1:1, als ob gleich “sunday, bloody sunday” von U2 losgeht. Insgesamt ein okayes Poprock-Nümmerchen, wenn mir nur die Sängerin so unsympathisch wäre. 5 von 10 Punkten.

[20:23] Ich freu mich schon auf den eigentlichen Wettbewerb: Welches Bundesland hat die peinlichsten Radiomoderatoren? Findet nach dem Musik-Vorprogramm statt.

[20:21] Lena bin ich neulich übrigens bei Twitter gefolgt. Und nach ca. zwei Tagen wieder entfolgt. War dann doch irgendwie ein Tick zu anstrengend.

[20:19] Lena als Green-Room-Frau. Wer ist eigentlich auf den Begriff “Green Room” gekommen? Und haben die die paar Pflanzen nur deswegen da rein gestellt, damit irgendwas grün ist?

live: eurovision song contest 2011. 2

Natürlich darf auch in diesem Jahr meine Live-Begleitung des Song Contests nicht fehlen. Zumal er hier in der Stadt stattfindet, ein paar Kilometer Rhein-abwärts. Allerdings wird diese Begleitung wie schon im vergangenen Jahr vornehmlich bei Twitter stattfinden. Ich werde dort kleine Kommentare – u.a. zu allen Songs – twittern. Auch wer kein Twitter-Account hat, kann natürlich mitlesen. Nach dem Ende der Show werde ich natürlich – fürs Archiv – auch hier alle Tweets reinstellen.

lou reed zeigt susan boyle den stinkefinger. 6

Meine Lieblingsmeldung des Tages ist übrigens die, dass Lou Reed der Casting-Tante Susan Boyle untersagt hat, seinen Song “perfect day” in der US-Show “America’s got Talent” zu singen. Sie hatte ihn offenbar extra mit einem 100-Kinder-Chor eingeübt, bevor Reed ihr einen Strich durch die Rechnung machte. Boyle musste die Show absagen und flog heulend zurück nah England. Hihi.

eurovision song contest: die letzten infos vor dem finale. 3

Heute abend werde ich in diesem Blog wie in jedem Jahr den Song Contest live mit kleinen gehässigen Kommentaren begleiten. Für MEEDIA hab ich in den vergangenen Tagen schon zwei Song-Contest-Geschichten geschrieben – eine mit den deutschen Tops und Flops – und eine mit den letzten Infos vor dem Finale: Startreihenfolge, Jury, Regeln, nutzlosem Wissen usw. Und weil diese beiden Artikel natürlich Popkultur pur liefern, passen sie als Vorbereitung für heute abend auch perfekt in dieses Blog. Here we go:

In welcher Reihenfolge starten die 25 Kandidaten im Finale?

Die ausgeloste Startreihenfolge sieht wie folgt aus:
01 Aserbaidschan / Safura – “Drip Drop”
02 Spanien / Daniel Diges – “Algo Pequeñito (Something Tiny)”
03 Norwegen / Didrik Solli-Tangen – “My Heart Is Yours”
04 Moldawien / Sunstroke Project & Olia Tira – “Run Away”
05 Zypern / Jon Lilygreen & The Islanders – “Life Looks Better In Spring”
06 Bosnien & Herzegowina / Vukašin Brajic – “Thunder And Lightning”
07 Belgien / Tom Dice – “Me And My Guitar”
08 Serbien / Milan Stankovic – “Ovo Je Balkan”
09 Weißrussland / 3+2 – “Butterflies”
10 Irland / Niamh Kavanagh – “It’s For You”
11 Griechenland / Giorgos Alkaios & Friends – “OPA”
12 Großbritannien / Josh – “That Sounds Good To Me”
13 Georgien / Sofia Nizharadze – “Shine”
14 Türkei / maNga – “We Could Be The Same”
15 Albanien / Juliana Pasha – “It’s All About You”
16 Island / Hera Björk – “Je Ne Sais Quoi”
17 Ukraine / Alyosha – “Sweet People”
18 Frankreich / Jessy Matador – “Allez Olla Olé”
19 Rumänien / Paula Seling & Ovi – “Playing With Fire”
20 Russland / Peter Nalitch & Friends – “Lost And Forgotten”
21 Armenien / Eva Rivas – “Apricot Stone”
22 Deutschland / Lena – “Satellite”
23 Portugal / Filipa Azevedo – “Há Dias Assim”
24 Israel / Harel Skaat – “Milim”
25 Dänemark / Chanée & N’evergreen – “In A Moment Like This”

Und wie funktioniert die Punktevergabe? Was haben die Jurys zu melden?

Alle 39 Länder, die an Halbfinals und dem Finale teilnehmen bzw. teilgenommen haben, dürften im Finale mitbestimmen. Die jeweiligen Punkte des Landes setzen sich zu je 50% aus dem Telefon/SMS-Voting und der Entscheidung einer Jury zusammen. Jury- und Publikums-Voting wird dabei jeweils in das bewährte Punktesystem 12, 10, 8, etc. umgerechnet und aus diesem Gesamtergebnis entsteht die endgültige Reihenfolge dafür, welche Teilnehmer aus dem betreffenden Land die 12, 10, 8, usw. Punkte bekommen.

Also schaut sich die Jury die Show an und entscheidet dann zeitgleich mit dem Fernsehpublikum?

Nicht ganz. Entscheidend für die Jury-Wertung ist nicht wie man meinen sollte, die Finalshow am Samstagabend, sondern die zweite Generalprobe vom Freitagabend. Die Juroren schauen sich diese Probe, die auch vor Hallenpublikum stattfand, als DVD-Mitschnitt an und treffen dann ihre Entscheidung.

Wer sitzt denn in der deutschen Jury?

Die deutsche Jury besteht aus Sängerin Mary Roos, Radiomoderatorin Hadnet Tesfai, Sänger Johannes Oerding, 1Live-Programmchef Jochen Rausch und als Jury-Präsident Hape Kerkeling. Der wird am späten Abend dann auch das Punkte-Ergebnis aus Deutschland verkünden: “Das war schon immer mein großer Traum. Einmal sagen ‘Twelve points’.”

Welches Land war denn in der Geschichte des “Song Contests” das erfolgreichste?

Betrachtet man die Zahl der Siege, dann ist das ganz klar Irland. Siebenmal haben die Iren den Contest gewonnen: 1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994 und 1996. Zweimal gewann dabei Johnny Logan und auch die diesjährige Teilnehmerin Niamh Kavanagh gehörte schon zu den irischen Siegern, nämlich 1993. Jeweils fünfmal gewonnen haben Großbritannien, Frankreich und Luxemburg. Johnny Logan ist im Übrigen auch der erfolgreichste Teilnehmer: Neben seinen beiden Siegen als Sänger komponierte er auch noch den 1992er-Sieger-Titel “Why me” für Linda Martin.

Wie viele Leute schauen sich den “Song Contest” denn an?

Im vergangenen Jahr waren es laut EBU rund 124 Mio. TV-Zuschauer in aller Welt. Den deutschen Rekord der vergangenen 20 Jahre hält die Show aus dem Jahr 1998, als 12,67 Mio. Leute im Ersten Guildo Horn zusahen. 2009 waren es 7,36 Mio.

Und wie ist das mit den Punkten? Woher bekommt Deutschland traditionell die meisten? Und wem geben die Deutschen die meisten?

In den vergangenen zehn Jahren gab es für Deutschland die meisten Punkte aus Spanien, nämlich 50 – deutschen Spanien-Urlaubern sei Dank. 41 Punkte gab es in diesem Zeitraum aus der Schweiz, 31 aus Österreich, 28 aus Großbritannien und 26 aus Frankreich. Punkte aus Deutschland wurden am meisten an die Türkei vergeben, nämlich satte 93. Seit 2003 gab es immer 10 oder 12 deutsche Punkte für die Türken. Dahinter folgen in der deutschen Beliebtheitsskala Griechenland mit 68 Punkten, Russland mit 36, Dänemark mit 30 und Serbien mit 29.

Wie sehen den nun Lenas Siegchancen aus?

Das lässt sich natürlich nur schwer prophezeien. Indizien, dass sie zu den Favoriten gehört, gibt es aber. So liegt sie bei vielen Online-Wettbüros derzeit auf Platz 2 hinter Aserbaidschan. Googles Prognosetool, das auf Suchanfragen in allen teilnehmenden Ländern basiert, prophezeit sogar einen Sieg für Lena. Und immerhin: Im vergangenen Jahr hat Google den norwegischen Sieger Alexander Rybak korrekt vorher gesagt.

Und was ist mit Deutschland? Welches waren die erfolgreichsten und erfolglosesten deutschen Kandidaten?

Die Flop 5:

1. Leon – “Blauer Planet” (1996 / nicht für das Finale qualifiziert / YouTube)
Heute mehr denn je eine Skurrilität der Grand-Prix-Geschichte. Hanne Haller kam 1996 auf die Idee, eine Art Kopie des 80er-Hits “Major Tom” von Peter Schilling ins Rennen zu schicken. Mit Textzeilen wie “Vieles könnte echt besser sein. Vielleicht fällt mir hier oben was ein” kam der Song nicht ins Finale des Song Contests – zum ersten und einzigen Mal gab es keinen deutschen Teilnehmer in der Finalshow. Leon tritt übrigens – sichtlich verändert – auch heute noch als “sympathischer Sänger” auf.

2. Stone & Stone – “Verliebt in Dich” (1995 / 23. (Letzter) / YouTube)
Ohne nationale Vorentscheidung durfte das niederländisch-iranische Duo Stone & Stone 1995 für Deutschland antreten. Hatten sie bis dahin immer auf englisch gesungen, musste der Song “Verliebt in Dich” extra für den Song Contest umgeschrieben werden. Ob der grauenhafte Auftritt damit zu tun hatte – man weiß es nicht. Es gab zumindest nur einen einzigen Punkt – aus Malta. Deutschland wurde zum ersten Mal Letzter, Stone & Stone lösten sich kurze Zeit danach auf.

3. Gracia – “Run & Hide” (2005 / 24. (Letzter) / YouTube)
Auch heute noch erschreckend, wie schlecht die ehemalige “DSDS”-Kandidatin Gracia im 2005er-Finale gesungen hat. Leicht hatte sie es aber auch nicht, denn der Song “Run & Hide” war ein leierndes Etwas, das selbst in den deutschen Charts nur Platz 20 erreichte – und auch noch in eine Charts-Manipulations-Affäre schlidderte. Beim Song Contest gab es ganze 4 Punkte – zwei aus Monaco und zwei aus Moldawien. Letzter!

4. No Angels – “Disappear” (2008 / 23. (Drittletzter) / YouTube)
Mit diesem Misserfolg hatte wohl kaum jemand gerechnet. Die ehemalige “Popstars”-Band No Angels, die in Deutschland bis dahin vier Nummer-1-Hits hatte und 12 Singles in die Top Ten brachte, versagte ausgerechnet beim Song Contest bitterlich. Der Live-Auftritt war peinlich, die vier Damen sangen schief und ruinierten damit den eigentlich eingängigen Song. Mit nur 14 Punkten wurden die No Angels Drittletzte – 12 der 14 Punkte kamen aus Bulgarien, Heimatland von No Angel Lucy Diakowska.

5. Joy Fleming – “Ein Lied kann eine Brücke sein” (1975 / 17: (Drittletzter) / YouTube)
Die bis in die 90er hinein schlechteste Platzierung, nämlich ein drittletzter Platz, ging 1975 auf das Konto von Joy Fleming. “Ein Lied kann eine Brücke sein” war offenbar nicht eingängig genug, Ohrwurm-Potenzial fehlte weitgehend, schlecht war der Song im Gegensatz zu vielen anderen Kandidaten nicht. Dennoch gab es Punkte nur aus drei Ländern: Luxemburg, Monaco und Spanien.

Die Top 5:

1. Nicole – “Ein bisschen Frieden” (1982 / Platz 1 / YouTube)
Der Song, an den sich wohl jeder Song-Contest-Fan zurückerinnert. Der größte Erfolg des Komponisten Ralph Siegel. Die damals 17-jährige Nicole sang passend zur Zeit des kalten Krieges über den Frieden – und Europa war begeistert. Als “A little Peace” erklomm der Song sogar unglaublicherweise den ersten Platz der britischen Single-Charts.

2. Wind – “Lass’ die Sonne in dein Herz” (1987 / Platz 2 / YouTube)
Nochmal Ralph Siegel. Zwar gelang ihm nach den Nicole-Coup nie wieder ein Sieg, doch der Gruppe Wind bescherte er nach 1985 zum zweiten Mal den zweiten Platz.

2. Wind – “Für alle” (1985 / Platz 2 / YouTube)
Zwei Jahre zuvor war Wind nämlich schonmal Zweiter. Der Titel “Für alle” stammte allerdings nicht von Ralph Siegel, sondern von der inzwischen verstorbenen Hanne Haller. Die Gruppe wurde extra für den Song Contest zusammengecastet, existiert aber mit vollkommen anderen Bandmitgliedern noch heute. Über 20 Alben hat Wind seit 1985 auf den Markt gebracht.

2. Lena Valeitis – “Johnny Blue” (1981 / Platz 2 / YouTube)
Ralph Siegel, ein leicht melancholischer Schlager, eine blonde Sängerin – das war in den Achtzigern die Garantie für großen Erfolg. Auch “Johnny Blue” stammt nämlich aus der Feder von Ralph Siegel, der von 1976 bis 2003 insgesamt 14 deutsche Teilnehmer-Songs komponierte. Auch Lena Valeitis macht immer noch Musik, stieg in diesem Jahr sogar gerade erst wieder mit ihrem neuen Album in die Charts ein.

2. Katja Ebstein – “Theater” (1980 / Platz 2 / YouTube)
Auch dieser Song ist wohl unvergessen – und auch er stammt von Ralph Siegel. “Theater” passte perfekt zum früheren Namen der Show – zum “Grand Prix d’Eurovision de la Chanson”. Der Song kam in Deutschland zwar nicht über Platz 11 in den Charts hinaus, doch beim Grand Prix wurde er mit Platz 2 belohnt. Ebstein tritt auch heute noch ab und zu auf und war 2007 als Kandidatin bei der RTL-Show “Let’s dance” zu sehen.

“from the network that brought you ‘twin peaks’…” 0

Ich bin sehr gespannt, ob “Happy Town” (Start: 28. April) diese Vorschusslorbeeren aus dem ersten Satz des Trailers halten kann. Sehr gespannt!

“die grenze”. 2

Für MEEDIA hab ich mir den Sat.1-Zweiteiler “Die Grenze” vorab angesehen. Hier meine Kritik:

Die Idee klingt nach einem spannenden Stück Fernsehen: Nach Terror-Anschlägen und sozialen Unruhen kämpfen Rechtsradikale und Linksradikale in Mecklenburg-Vorpommern um die Macht, eine Abspaltung von Deutschland droht. Die Umsetzung der Idee, zu sehen ab Montagabend im Sat.1-Zweiteiler “Die Grenze”, gleitet durch Überzeichnung und übertriebene Klischees jedoch leider allzu oft in unfreiwillige Komik ab. Lohnt “Die Grenze” dennoch? MEEDIA hat sich den Dreistünder vorab angesehen.

Zur Vorgeschichte: “Die Grenze” spielt im Sommer 2010 in Rostock. Terroranschläge auf die sieben wichtigsten Öl-Raffinerien erschüttern die Welt, schneiden die Versorgung mit Benzin ab, führen sogar zur Absage der Fußball-WM in Südafrika. Ein gefundenes Fressen für den Milliardär und Rechts-Populisten Maximilian Schnell (Thomas Kretschmann) und seine Partei DNS. Schnell verteilt Benzin an die Bevölkerung und verspricht eine große Zukunft. Seine Umfragewerte schnellen im Vorfeld der Landtagswahl in die Höhe. Sein Gegenspieler, Franz Geri (Jürgen Heinrich) von der Partei Neue Linke will Schnell verhindern und Mecklenburg-Vorpommern von der Bundesrepublik abspalten.

Im zweiten wichtigen Handlungsstrang wird Werbeagentur-Mitarbeiter Rolf Haas (Benno Fürmann) vom Verfassungsschutz angeworben. Haas war früher mit Schnell befreundet und soll sich nun in seine Partei einschleichen um der Staatsmacht wichtige Infos zuzuspielen, mit denen der Rechtspopulist verhindert werden kann. Haas geht also in seine alte Heimat Rostock und trifft dort auch seine alte Liebe Nadine Manz (Marie Bäumer) wieder, die nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen ist.

“Die Grenze” ist für Produzent Nico Hofmann und seine Firma Teamworx ein ausgesprochen wichtiges Projekt. Nach Historien-Events wie “Die Sturmflut”, “Dresden” oder “Die Flucht” entwirft der neue Film stattdessen ein Zukunfts-Szenario. Handwerklich kann man “Die Grenze” nichts vorwerfen. Teuer produzierte Bilder, gute Besetzung, stringent erzählt. Das große Problem des Zweiteilers ist allerdings seine Überzeichnung und das ständige Spielen mit Klischees. So tragen die Linken billige, matte Anzüge und reden vor ausgeblichenen Plakaten, die Rechten haben hingegen ein futuristisches Hauptquartier und tragen helle Anzüge. Später wird eine Neue Nationale Volksarmee gegründet und einer der Anführer der Linken heißt auch noch Erich.

Die sich entwickelnde Handlung mit einer Spaltung Rostocks, Vertreibung von Linken aus den Gebieten der Rechten und einer Bundeskanzlerin (Katja Riemann), die sich das alles nur von außen ansieht, ohne mit Polizei und anderen Behörden einzugreifen, wirkt zutiefst unrealistisch und oftmals peinlich und unfreiwillig komisch. Leider passiert auch das, was man schon in der Vergangenheit den großen Mehrteilern verschiedener Sender vorwerfen musste: Letztlich steht doch wieder nur die typische 08/15-Liebesgeschichte im Vordergrund des Films. Auch das etwas verworrene Ende lässt den Zuschauer unbefriedigt zurück.

Unfreiwillig komisch wirkt im Übrigen auch die extrem prominente Einbindung des Infosenders N24 in den Film. Kurz bevor ProSiebenSat1.-Chef Ebeling den Sender verkaufen oder total umbauen wird, darf er in diesem fiktionalen Werk nochmal so tun, als sei er der große wichtige Nachrichtensender, den sogar die Kanzlerin bei ihren Krisensitzungen sieht.

Um nicht missverstanden zu werden: “Die Grenze” ist keine Vollkatastrophe. Der Film bietet drei – bzw. brutto mit Werbung vier – Stunden relativ kurzweilige, ab und zu auch fesselnde Unterhaltung. Dem Anspruch, eine politisch brisante Zukunftsvision realistisch erzählen zu wollen, wird er aber nicht gerecht.

“unser star für oslo”. 6

Schon wieder ein Cross-Posting. Aber wenn ich für MEEDIA meine Gedanken zum Finale und zur ersten Staffel von “Unser Star für Oslo” aufschreibe, dann passt der Text natürlich auch in dieses Blog…

“Unser Star für Oslo” heißt Lena

… und singt “Satellite”. Soweit die wichtigsten Informationen zum Finale von Stefan Raabs Eurovision-Song-Contest-Casting. Doch hat das vielleicht mutigste ARD-Unterhaltungs-Experiment der vergangenen Jahre die Erwartungen erfüllt? Wohl nur zum Teil. Zwar haben ARD und ProSieben ein gelungenes Gegen-Modell zum Trash-Format “DSDS” präsentiert, doch die Publikumsresonanz war im Laufe der Staffel etwas enttäuschend und ausgerechnet im Finale ist der Funke nicht so richtig übergesprungen.

So war es wahrscheinlich dem Zeitdruck und anderen Umständen zuzurechnen, dass man sich für die Final-Songs vor allem bei B-Pop-Nummern von der internationalen Stange bediente und den Kandidatinnen nur je einen Song auf den Leib schrieb. Schöner wäre es definitiv gewesen, wenn man ein paar Komponisten gebeten hätte, mehr passende Songs für Lena und Jennifer zu schreiben. Wenn sich die Siegerin nämlich merklich enttäuscht über die Publikumswahl ihres Songs zeigt, ist etwas schief gelaufen.

Ohnehin sprang der Funke in der Finalshow nicht so richtig über. Hatte Lena Meyer-Landrut in ungefähr jeder einzelnen Show zuvor für einen gewissen Zauber gesorgt und hatte sich Jennifer Braun im Halbfinale mit einer starken Interpretation des Songs “Heavy Cross” von The Gossip verdient für das Finale qualifiziert, herrschte diesmal weitgehend Mittelmaß vor. War es die Anspannung, die Nervosität oder ganz einfach das zu schwache Songmaterial? Doch vielleicht sind diese Eindrücke auch nur sehr subjektiv und “Satellite” wird am 29. Mai in Oslo der große Abräumer. Schließlich ist der europäische Musikgeschmack nie so richtig vorhersehbar.

Was bleibt noch zur ersten (?) Staffel von “Unser Star für…” zu sagen? Stefan Raab gebührt definitiv ein großes Lob. Nicht nur dafür, dass er es geschafft hat, eine historische Zusammenarbeit zwischen ProSieben und der ARD zu arrangieren, sondern auch dafür, dass er es geschafft hat, zu zeigen, dass Castingshow auch ohne Beleidigungen, schlechte Sänger und Boulevard-Trash geht. Bei “Unser Star für Oslo” stand die Musik im Vordergrund und Mittelpunkt. Und nichts anderes.

Das Moderatoren-Duo Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich fiel im Laufe der Staffel zwar nicht übermäßig auf, doch die zumindest solide Leistung wird sicher für einige Folgejobs sorgen. Sabine Heinrich sollte sich die ARD zumindest durchaus warm halten, um ein bisschen frischen Wind in den routinierten Moderationsstall der Anstalt zu bringen. Und vielleicht präsentieren die beiden ja im kommenden Jahr auch zusammen im Ersten und bei ProSieben “Unser Star für Berlin”. Oder so.

tv-test: “flash forward”. 3

Kleines Cross-Posting. Für MEEDIA hab ich eine Kritik zum Start der US-Serie “Flash Forward” bei ProSieben geschrieben. Und die passt ja irgendwie auch ganz gut hierher…

Die Idee ist eine der besten, die es für eine TV-Serie je gab: Die gesamte Menschheit fällt für 137 Sekunden in eine Art Ohnmacht und erlebt in einem Zukunfts-Flash eine Sequenz aus ihrem Leben in einem halben Jahr. Genau um diese Idee herum haben Brannon Braga und David S. Goyer – inspiriert vom gleichnamigen Sci-Fi-Roman – die Serie “Flash Forward” konzipiert, die dank ProSieben am Montagabend auch nach Deutschland kommt.

137 Sekunden also – 137 Sekunden, die die Menschheit miteinander verbinden, ihr Angst machen, oder Hoffnung. Denn die Zukunfts-Erlebnisse der Menschen sind extrem unterschiedlich, obwohl sie alle zum selben Zeitpunkt in der Zukunft spielen – dem 29. April 2010. So sieht eine Frau in ihrem “Flash Forward” das Ende ihrer Ehe, ein anderer, dass er noch lebt, obwohl er sich umbringen wollte – und ein Dritter sieht gar nichts, vermutet daher, dass er in einem halben Jahr nicht mehr lebt. Die denkbaren Geschichten, die sich aus den Blicken in die Zukunft entwickeln, sind zahlreich, doch gleichzeitig ist aus einer Weltklasse-Idee schon oft nach ein paar Episoden eine Kreisklasse-Serie geworden, weil die Autoren eben nur eine Weltklasse-Idee hatten und nicht ein paar mehr.

Braga und Goyer sind allerdings bekannt für gute Ideen. So schrieb Goyer zuletzt u.a. das Drehbuch zum Batman-Blockbuster “The Dark Knight” und Braga arbeitete an allen modernen “Star Trek”-Serien und dem “Battlestar Galactica”-Remake mit. In “Flash Forward” erzählen sie die Geschichten, die aus dem globalen Blackout und den Zukunftsvisionen der Menschheit entstehen. Wer steckt hinter dem Blackout, Ursache für viele Katastrophen und Unfälle mit Toten? Die Natur? Außerirdische? Terroristen? Zu den Hauptprotagonisten der Serie gehört Mark Benford, gespielt vom bekannten Hollywood-Schauspieler Joseph Fiennes. Sein Bemühen, die Hintergründe des Blackouts zu ermitteln, spinnen den großen Handlungsbogen.

Im Gegensatz zu Serien wie “Fringe” oder “Lost” haben die Macher bei “Flash Forward” Wert darauf gelegt, eine Serie nicht nur für Geeks und Nerds, sondern möglichst für den Mainstream zu konzipieren. So finden sich neben dem großen Handlungsbogen und dem Mysteriösen auch viele emotionale Momente in der Serie: Eheprobleme, Krankenhaus-Szenen und einiges mehr. Mystery-Fans wird das an der einen oder anderen Stelle nerven, doch den Machern gelingt es, mit zahlreichen überraschenden Wendungen, Cliffhangern und Hinweisen immer wieder die nötige Spannung zu erzeugen.

Was “Flash Forward” zudem von einer 08/15-Serie unterscheidet, ist die Liebe zum Detail, die immer wieder aufblitzt. So haben die Macher gleich nach sechs Minuten der ersten Episode einen Gag für “Lost”-Fans untergebracht: ein Werbeplakat für die in der Realität nicht existierende Fluglinie “Oceanic”, mit der die “Lost”-Leute auf ihre Insel abgestürzt sind. Zwei weitere liebevoll produzierte Momente sind die Anfangssequenz der vierten Episode, in der zu Björks “It’s oh so quiet” zig Menschen in Zeitlupe in ihren Blackout fallen und ein Bus in einen Teich fährt. Und in der gleichen Folge wird später ein Saxophon-Spieler gezeigt und dessen Musik anschließend auf großartige Weise in eine Verfolgungsjagd eingewoben.

Ob “Flash Forward” die Spannung über längere Zeit halten kann – in den USA sind bislang zehn Episoden gelaufen – muss sich erst zeigen, das Potenzial für mindestens eine grandiose Staffel hat sie definitiv. Ob und wie es danach weitergeht – der 29. April 2010, an dem die “Flash Forwards” spielen, ist schließlich bald erreicht – ist noch nicht entschieden. Sahen die erste Episode noch weit mehr als 12 Mio. Amerikaner bei ABC, waren es in Folge 10 nur noch rund 7 Mio. Eine mehr als dreimonatige Pause war die Folge, am 18. März geht es mit Episode 11 weiter. Sollten die Quoten weiter bröckeln, ist das Aus nach einer Staffel nicht ausgeschlossen. Selbst wenn es so kommen sollte: Einen Blick auf die Serie sollten nicht nur Mystery-Fans riskieren. ProSieben zeigt “Flash Forward” ab sofort montags um 21.15 Uhr, die beiden ersten Folgen am Montagabend (1. März) schon ab 20.15 Uhr.

muse haben spaß in italien. 6

Was macht man, wenn man in einer TV-Show nicht live auftreten darf, sondern widerwillig mit Playback auf der Bühe stehen muss? Man setzt den Sänger an die Drums, lässt den Drummer den Mund auf und zu machen und den Bassisten Gitarre simulieren. Was für ein großer Spaß, den sich Muse da bei Rai Due in Italien erlaubt haben – und Frau Moderatorin merkt nichtmal anschließend im Interview mit dem “Sänger”, dass hier irgendwas nicht stimmt…

(via twitter/_HenrikW & “20 minuten Online“)

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