Archive for the 'altes blog' Category


0

Charlotte ist zurück. Vorbei, die Weihnachts-Wiederholugnen alter Sendungen, endlich wieder neue “Fast Forward”-Shows. Und dann gleich so eine perfekte zum Start. So viele Hammer-Clips. Fast nur aktuelle Lieblings-Songs von mir. “so alive” von Ryan Adams, Death Cab for Cutie, Sophia, der tolle “denkmal”-Clip von Wir sind Helden und zum Schluss auch noch die neue Air-Single. Die komplette Playlist gibt’s wie immer hier. Was wäre das deutsche Musikfernsehen bloß ohne “Fast Forward”? Ganz Genau. Ein Nichts. Um so skandalöser, dass man pünktlich zum zweiten Todestag von Viva Zwei “Fast Forward” um 10 Minuten gekürzt hat um mehr Platz für die erbärmlichen Viva-News zu schaffen.

0

Und hier die Kritiken zu den Dienstags-TV-Neustarts:

“Schreinemakers” (Das Erste, Bavaria Entertainment, werktäglich, 14.10 Uhr – Start: 5. Januar 2004):
Die Kritik bezieht sich also auf die zweite Sendung, die erste hab ich (wie erwähnt) verpasst. Erste Auffälligkeit: Frau Schreinemakers denkt immer noch, sie müsse Klamotten anziehen, als wäre sie 15 und nicht 45. Zweite Auffälligkeit: Das Konzept der Sendung sieht nach Verschiebung im Zeit-Raum-Kontinuum aus. Als hätte die Sendung eine Zeitreise gemacht und würde 10 Jahre alt sein. Frau Schreinemakers präsentiert wie damals bei SAT.1 und später bei RTL kleine Berichtchen und talkt mit den Leuten aus den Berichtchen. Eine zusammengewürfelte Themenmischung: Anonyme Geburt / Drillinge wollen Popstars werden / neue Krebs-Heilmethode / Rentner Gerhard beobachtet mit Fernglas den Kanzler im Kanzleramt. Nicht das das Ganze megaschlecht gemacht wäre. Frau Schreinemakers moderiert solide und es gibt sicherlich auch eine Zielgruppe für diese Art Sendung. Ich würde diese Zielgruppe als weiblich und älter als 50 einstufen. Für mich ist das jedenfalls nix. 4 von 10 Punkten.

– “Sabine!” (ZDF, Phoenix Film, montags, 19.25 Uhr – Start: 6. Januar)
Diese neue Serie stammt von der “Edel & Starck”-Produktionsfirma Phoenix Film. Das ZDF nennt das Genre “Dramedy”. Dazu gibt’s von mir keinen weiteren Kommentar. Da “Edel & Starck” viele Preise gewonnen hat und auch ich sie recht amüsant finde, waren meine Erwartungen an “Sabine!” recht hoch. Diese Erwartungen konnte nur teilweise erfüllt werden. Grundplot: Eine Lehrerin aus der pfälzischen Provinz sucht sich einen Job in Berlin, um endlich mit ihrem Freund zusammenwohnen zu können. Sie erzählt ihm nichts, fährt nach Berlin und erwischt ihn mit einer anderen Frau im Bett. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Das Buch der ersten Folge war ganz okay, die Darsteller sind recht gut gecastet. So richtig vom Hocker reißt die Serie zumindest in Folge 1 dennoch nicht. Zu wenig überraschend, die Sache. Für Folge 1 gibt’s 6 von 10 Punkten.

– “Q 21 – Wissen für morgen” (WDR Fernsehen, dienstags, 21 Uhr – Start: 6. Januar)
Ein neues Wissensmagazin. Aus der Schmiede von Ranga Yogeshwar, moderiert von Helge Haas (“Kopfball”). Er präsentiert in einem nett gestylten, etwas futuristisch aussehenden Studio Erkenntnisse zu Themen wie “Totale Überwachung mit Chip-Implantaten”, “Wie Instinkt-gesteuert ist der Mensch?” und “Ist Sport wirklich gesund?”. Alles nett und halbwegs interessant aufbereitet, mitunter aber etwas zu krampfhaft auf lustig getrimmt. Insgesamt keine innovativ neue Sendung, sondern nur ein weiteres Wissensmagazin. 5 von 10 Punkten.

– “Hätten Sie’s gewusst?” (NDR Fernsehen, dienstags, 21 Uhr – Start: 6. Januar)
Jetzt hat auch die zweite Hälfte des nervigen Talk-Duos “Herman & Tietjen” ihre eigene Quizshow. Die neue von Bettina Tietjen heißt “Hätten Sie’s gewusst?” und nennt sich mit Untertitel “das norddeutsche Familienquiz”. Die Show hat anscheinend nichts mit dem von Heinz Maegerlein moderierten “Hätten Sie’s gewusst?” aus den 50er und 60er Jahren zu tun. Konzept: Man nehme eine Prise “Familienduell”, würze sie mit üblichen Quizsendungen wie “Wer wird Millionär?” und “Das Quiz mit Jörg Pilawa” und füge eine prise Retrotainment dazu, indem man Fragen aus den vergangenen Jahrzehnten stellt und historische Fernsehausschnitte dazu zeigt. Fertig ist das Retorten-Quiz “Hätten Sie’s gewusst?”. Zwei Familien (ein Männerteam und ein Frauenteam) treten gegeneinander an. Die Fragen müssen gemeinsam beantwortet werden. Ist die Antwort falsch, muss eins der drei Team-Mitglieder die Mannschaft verlassen. Und einen Publikums-Joker gibt’s zu allem Überfluss auch noch. Insgesamt also alles Nix Neues. Und Frau Tietjen nervt auch. 2 von 10 Punkten.

Die nächsten 3 neuen Fernsehsendungen starten schon am Mittwoch:
– “Grenzspiele Gewalt” (3sat, Start: 7. Januar, 21 Uhr)
– “arte Reportage” (arte, Start: 7. Januar, 21.35 Uhr)
– “Witchblade” (RTL 2, Start: 7. Januar, 22.05 Uhr)
Ob es allerdings noch am Mittwoch Kritiken zu diesen 3 Sendungen gibt, weiß ich noch nicht. Am Mittwoch muss ich mich nämlich bis tief in die Nacht professionell dem Thema Fernsehen widmen. Mit anderen Worten: Redaktionsschluss.

0

Und was der “NME” noch schreibt – und was mir genauso gut gefällt wie die Aussicht auf neues Radiohead-Material: Im Sommer soll schon das nächste (und damit dritte) Album von The Cooper Temple Clause erscheinen. Wow! 2004 wird groß! Nicht zu vergessen schließlich das Vines-Album, das schon im März kommt. Und ein neues Oasis-Album. Und überhaupt…

0

Neue Spekulationen zur nächsten Radiohead-Veröffentlichung. Der aktuelle “NME” schreibt: “With some members having just become fathers for the first time, Radiohead are likely to spend much of the year around their families, while popping in and out of the studio to work on new songs. What they do with them remains a mystery. As well as talk of a B-sides album, Radiohead are looking at innovative ways of putting out tracks. Rumours suggest EPs mixing new songs and remixes rather than a straight follow-up to “hail to the thief”. Guitarist Jonny Greenwood said: “We really don’t know whether to make it a whole record or a series of smaller releases. We’ve been talking about that in idle moments. But we’ve also been talking about doing a B-sides record as well. We talk and talk.”
Wenn mich jemand fragt, ich bin ja komplett gegen ein B-Seiten-Album. Die B-Seiten hab ich ohnehin schon fast alle. Lieber neue Tracks und Remixes. Und möglichst schnell. Die Sucht muss befriedigt werden!

0

Hier also die nächsten Kritiken zu neuen TV-Sendungen:

“Samba für Singles” (arte, Lichtblick Filmproduktion, werktäglich, 20.15 Uhr – Start: 5. Januar 2004):
arte will in diesem Jahr noch mehr Doku-Soaps senden. Erster neuer Vertreter des Genres: “Samba für Singles”. Wie der Name schon ahnen lässt, geht es um Singles (alle über 30 tippe ich), die einen Sambakurs machen, um den Partner fürs Leben kennenzulernen. Die ganze Machart hat mich sofort an “Abnehmen in Essen” erinnert. Und tatsächlich: Die Doku-Soap stammt von derselben Produktionsfirma. Die erste Folge war einigermaßen unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Eine solche Sendung lebt allerdings davon, dass man die Charaktere erst kennenlernen muss. Daher kann man “Samba für Singles” eigentlich nicht nach einer Folge bewerten. Von mir gibt’s erstmal 6 von 10 Punkten für Folge 1.

“Travel Sick” (Viva, montags, 21 Uhr – Start: 5. Januar 2004):
Diese Show stammt ursprünglich aus England, war dort beim Sender Bravo TV zu sehen, später auch in den USA auf Comedy Central (dem “South Park”-Sender). Inhalt: Der “FHM”-Autor Grub Smith fährt irgendwohin und muss dort Aufgaben erfüllen. In Folge 1 war das Reiseziel Island und Smith musste solch kreative Dinge tun wie Miss Island einen Zungenkuss geben und auf einen Wal schießen. Super. Echt innovativ. Viva nennt das ganze das “härteste Reisemagazin im deutschen TV”. Ich nenne es das langweiligste Reisemagazin im deutschen TV. Denn mit Reisen hat “Travel Sick” nicht viel zu tun. Und in Sachen Härte haben Sendungen wie “Jackass” das Level so hoch gelegt, dass man lieber nicht mehr versuchen sollte, harte Sendungen zu produzieren. Hat nämlich keinen Sinn. 3 von 10 Punkten.

Die “Schreinemakers”-Kritik folgt morgen. Ich hab die erste Ausgabe verpasst und werde die zweite Sendung kritisieren.

Außerdem dann an dieser Stelle:
– “Sabine!” (ZDF, Start: 6. Januar, 19.25 Uhr)
– “Q 21 – Wissen für morgen” (WDR Fernsehen, Start: 6. Januar, 21 Uhr)
– “Hätten Sie’s gewusst?” (NDR Fernsehen, Start: 6. Januar, 21 Uhr)

0

Ein Teil meines Jobs ist fernzusehen. Viel fernzusehen. Um all das gut zu kennen, über das ich den ganzen Tag lang schreibe. Ich schaue mir zum Beispiel jede neu startende Sendung an. Als “Abfallprodukt” dieses Jobs werde ich hier künftig kleine sehr subjektive Kritiken über all diese neuen Sendungen veröffentlichen. Als Hinweis, was man kucken sollte. Und was nicht. Starten wir also mit diesen vier Neustarts des Wochenendes:

“Clever – Die Show, die Wissen schafft” (SAT.1, Constantin Entertainment, samstags, 19.15 Uhr – Start: 3. Januar):
Wieder eine Wissensshow. Aber eindeutig ein besserer Vertreter des Genres. Konzept: Moderatorin Barbara Eligmann und Genius Wigald Boning führen Experimente zu alltäglichen Fragen durch. Eingeladen sind zwei Pseudo-Promis, die als Kandidaten mit ihrem Wissen glänzen dürfen. Oder auch nicht. Die erste Show war durchaus unterhaltsam. Das lag aber weniger an der blassen Frau Eligmann als an Wigald Boning, den ich spätestens seit seiner ZDF-Sendung “WIB-Schaukel” sehr schätze. Boning vermittelt in “Clever” auf äußerst unterhaltsame Weise unnützes Wissen (Beispiel: Warum fällt ein Toast immer auf die bestrichene Seite). Letztlich ist “Clever” nur ein Variation der “Knoff-hoff-Show” mit Spielshow-Charakter. Dennoch: Sehenswert. Von mir gibt’s 7 von 10 Punkten.

“Deutschlands beste Partien” (RTL 2, Bavaria Entertainment, sonntags, 20.15 Uhr – Start: 4. Januar):
Eine typische RTL-2-Doku-Soap. Allerdings eine eher langweilige. Vorgestellt werden drei reiche, kluge, wichtige oder adelige Menschen, die Single sind. Ind er ersten Sendung eine Innendekorateurin, ein Visagist und ein adeliges Jüngelchen, dass angeblich toll Klavier spielen kann. Der Funke springt bei der etwas schwerfälligen Sendung aber nicht über. Man fragt sich ständig, was diese seltsame Proträt-Sendung über unwichtige Menschen bloß soll. Ich tippe, dass auch die Quoten angesichts der Sonntagabend-Spielfilm-Konkurrenz nicht gerade großartig sein werden. Und so werden “Deutschlands beste Partien” sicher bald einen Platz auf dem TV-Friedhof finden. 4 von 10 Punkten, weil es immerhin solide produziert ist.

“Kaminers Klub” (WDR Fernsehen, Nacht von Sonntag auf Montag, 0.30 Uhr – Start: 5. Januar):
Wladimir Kaminer hat eine eigene Fernsehsendung. Und kaum jemand hat es mitbekommen. Selbst auf der WDR-Website gibt’s keine Infos. Ich nehme daher an, dass “Kaminers Klub” erstmal eine einmalige Aktion war. Inhalt: Kaminer und andere passende skurrile Autoren lesen aus ihren Geschichten. Es gibt Musik (in der ersten Sendung von einer seltsamen 2-Frauen-Band) und die Autoren reden über komisches Zeug. Soweit so gut. Problem: Das ganze wirkt total zusammengestückelt und konzeptlos. Ich denke, für die Sendung waren ursprünglich mehr als die nun gesendeten 30 Minuten veranschlagt, dann wurde sie aber auf eben diese 30 Minuten zusammengeschnitten. Kaminer hätte zwar mehr Punkte verdient, aber für diese unausgegorene Sendung gibt’s nur 5 von 10 Punkten.

“RTL Nachtquiz” (RTL, täglich, nach 1 Uhr – Start: 5. Januar):
Nun hat also auch RTL seine eigene tolle Telefon-Quizshow. Und die Welt fragt sich: Wäre das wirklich nötig gewesen. Um es vorwegzunehmen: NEIN. Was gibt es im “RTL Nachtquiz”? Zunächst Moderatorin Mandana Naderian, die schon ähnliche Sendungen bei tm3/9 Live und Tele 5 präsentiert hat. Und außerdem: Zweit- und Drittverwurstungen von Berichten, die schon in RTL-Magazinen liefen. Und blöde Quizfragen dazu (Beispiel: Welchen Geburtstag feiert RTL in diesem Jahr?). Warum macht RTL sowas? Klarer Fall: Man kann nichts Billigeres produzieren – außer der Moderatorin und der Technik muss nichts bezahlt werden. Die Berichte existieren schließlich schon. Und dann hofft man natürlich, dass möglichst viele Leute anrufen. Ob das aber genug sind, wird sich in ein paar Wochen oder Monaten klären. Wenn die Sendung dann noch existiert, konnte Geld mit den Anrufern verdient werden. Wenn nicht, haben die RTL-Zuschauer wohl schon geschlafen. Von mir gibt’s 1 von 10 Punkten (dafür, dass die Zuschauer nicht beschummelt und reingelegt werden wie bei gewissen anderen “Quiz-Sendern”).

Ergebnis: Drei Sendungen kann man erstmal wieder vergessen, “Clever” kann man durchaus die ein oder andere weitere Chance geben.

Die nächsten TV-Neustarts, die hier kritisiert werden:
– “Schreinemakers” (Das Erste, Start: 5. Januar, 14 Uhr)
– “Samba für Singles” (arte, Start: 5. Januar, 20.15 Uhr)
– “Travel Sick” (Viva, Start: 5. Januar, 21 Uhr)

0

Für alle, die sich wie ich schon dutzende Male gefragt haben, von wem eigentlich dieser schöne Song aus dem sehr netten ebay-Spot stammt, der ein bisschen nach Suede klingt, ohne von Suede zu sein: Ich hab jetzt endlich mal recherchiert. Der Song heißt “star” und kommt von der Band The Crash. Sie stammt aus der finnischen Stadt Turku und existiert anscheinend schon seit 1991. Ihr Debüt-Album “comfort deluxe” konnten die Vier allerdings erst 1998 oder 1999 aufnehmen. In Deutschland erschien es 2000. Der Song “star” findet sich auf dem zweiten “The Crash”-Album “wildlife”, das 2002 erschien. Ich werde mir wohl die beiden Alben mal besorgen müssen, denn was über sie zu lesen ist (laut.de: “herzzerreißende Melodien in harmonischer Symbiose aus Pathos und Elegie.”) klingt nach genau meiner Musik.

0

Ich find es sehr erstaunlich, dass “mad world” von Gary Jules in der dritten Woche an der Spitze der englischen Single-Charts steht. Erstaunlich nicht wegen der Qualität des Songs. Im Original von Tears for Fears ist die Gary-Jules-Version wohl eines der schönsten Musikstücke aller Zeiten. Erstaunlich aber, weil der Song in dieser Version schon Ende 2002 erschienen ist. Damals auf dem Sountrack des ungewöhnlichen, aber sehr guten Films “Donnie Darko”. Dennoch ist es schön, auch mal gelungene und bleibende Musik an der Spitze von Charts zu sehen.

0

Schnee. Endlich Schnee. Zum ersten Mal in diesem Winter fällt richtiger Schnee vom Heidelberger Himmel.

0

Ich hab die “Bella Block”-Filme mal sehr gemocht. Sie waren anders als die meisten Krimis. Der aktuelle Film “Das Gegenteil von Liebe” hat mir aber aus verschiedenen Gründen nicht wirklich zugesagt. Außer Hannelore Hoger fast ausnahmslos schwache Darsteller, zum Teil plumpe Dialoge und eine wieder einmal völlig einseitige Darstellung von Journalisten als sensationslüsterne Geier. Zwar versöhnt die traurige Auflösung des Falls, weil sie nachdenklich stimmt. Dennoch: Wenn man die Vermissten-Story mit dem Weltmarktführer im Vermissten-Genre, der brillanten Serie “Without a Trace”, vergleicht, liegen Welten dazwischen. Und das ist schade.

« Previous PageNext Page »