Archive for January, 2004

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Helmut Newton (1920-2004)

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Etwas später als gewohnt ist nun die meta-kritik-Seite mit den Kinostarts vom 22. Januar online. Außerdem gibt’s auf der meta-kritik-Startseite jetzt einen Link zum Archiv, damit die nicht mehr ganz aktuellen Filme nicht verloren gehen und Bestenlisten mit den laut meta-kritik sehenswertesten Filmen 2003 und 2004. Das alles findet ihr wie immer unter dem kino-meta-kritik-link da in der linken Spalte.

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Warum waren eigentlich gestern abend bei “Fast Forward” 8 von 8 Videos Hip-Hop-Zeug und bei “MTV Spin Off” 3 von 7? Seh ich diese Sendungen nicht genau deswegen, um solcher Musik aus dem Weg zu gehen? Glücklicherweise gab es bei “Spin Off” noch Johnny Cash, Oasis, The Cooper Temple Clause und endlich mal wieder Placebo. Die Playlisten der Sendungen gibt’s wie immer unter dem link “music tv”, den ihr da links in der Spalte seht.

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die schönheit der chance,
dass wir unser leben lieben, so spät es auch ist.
das ist nicht die sonne, die untergeht,
sondern die erde die sich dreht.

(aus: Tomte – “die schönheit der chance”)

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I’ve seen broken people smiling, la-aaah
You can’t buy us with your dollar bills
You can’t rule the world with your broken rule
No one hopes for anything
When there’s nothing at all
No one hopes for anything
When there’s nothing at all

What’s become of me, I’m trying
Hold me in the dying light
I feel something coming when we’ve all got nothing

We all hope for anything
When there’s nothing at all
We all hope for anything
When there’s nothing at all
(Hope of the States – “black dollar bills”)

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Auch heute ist eine neue Fernsehsendung gestartet. Hier die Kritik:

- “Sternflüstern”, ZDF, Besta Film, dienstags 20.15 Uhr – Start: 20. Januar)
Reality-TV, ZDF-Style. Keine Promis, die sich in einem überdachten Pseudo-Dschungel 12 Tage lang zum Affen machen, sondern 2 deutsche Familien, die 5 Monate lang in Sibirien leben, sich selbst versorgen und mit dem rauhen Klima zurecht kommen müssen. Was die ARD mit dem “Schwarzwaldhaus” gestartet hat, setzt das ZDF nun mit “Sternflüstern” fort: exzellent gemachtes Reality-Fernsehen. In Folge 1 des Vierteilers sind die beiden Familien in ihrer neuen Heimat angekommen, haben sich mit den Gegebenheiten vertraut gemacht, haben ihre Nachbarn kennengelernt (u.a. den sympathischen, rüstigen Rentner Mischa). Umgesetzt mit vielen, wunderschönen Weitwinkel-Aufnahmen des faszinierenden Sibiriens und interessant erzählt. Natürlich nicht so unterhaltsam wie ein paar blöde Promis, die sich mit Kakerlaken und Wasserspinnen rumprügeln müssen, aber dafür schöner, interessanter und auf ganz anderer Ebene mindestens genauso gut gemacht. 8 von 10 Punkten.

Vorschau auf die nächsten TV-Neustarts:
- “Die schnelle Gerdi und die Hauptstadt”, ZDF – Start: Mittwoch, 21. Januar, 20.15 Uhr)
- “Die größten Weltrekorde – Guinness-World-Records”, RTL, Start: Freitag, 23. Januar, 21.15 Uhr)
- “McChart Show”, ProSieben, Start: Samstag, 24. Januar, 18 Uhr)

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Wieder 3 neue Fernsehsendungen. Wieder 3 popkulturjunkie-Kritiken.

- “El, der Millionär”, RTL 2, UFA Entertainment, montags, 20.15 Uhr – Start: Montag, 19. Januar)
Da ist sie also, die neue, fett beworbene RTL-2-Show, in der 12 Frauen denken, sie bekommen einen Millionär, es in Wirklichkeit aber mit dem Dachdecker Elmar zu tun haben. Ich hatte gewisse Erwartungen an die Sendung. Ich hoffte, eine riesige Portion Schadenfreude zu bekommen. Leider nicht erfüllt, diese Erwartungen. “El, der Millionär” nimmt sich zu ernst, setzt viel zu sehr auf die Kuppelshow-Karte als auf die spaßige Karte. Immerhin werden hier 12 Frauen komplett verarscht. Man hat weder Mitleid mit den Frauen, noch empfindet man Schadenfreude. “El, der Millionär” ist leider zu großen Teilen einfach zu langweilig, hat zu viel “Bachelor” und zu wenig Eigenständigkeit. Schade. Sympathisch macht die Sendung allerdings, dass die Kandidatinnen zu großen Teil durchaus natürlich sind und den Typen auch nicht alle wie beim “Bachelor” wie kleine, dumme Mädchen anhimmeln. Insgesamt 5 von 10 Punkten.

- “Helden des Alltags”, arte, montags, 20.15 Uhr – Start: 19. Januar)
Die nächste arte-Doku-Soap. Eine französische diesmal. Beobachtet wird der Alltag einer französischen Elite-Feuerwehr-Einheit. Ein Thema, das in Variationen schon in Tausenden Reportagen, Dokus und Doku-Soaps behandelt wurde. Und die französische Herangehensweise an das Thema gefiel mir nicht wirklich. Die Geschichte wird zu hektisch erzählt, die deutsche Synchronisation ist nervig und die Bilder machen einen Eindruck, als sei man in einem Spielfilm der 70er Jahre oder Ähnlichem. Interessiert mich nicht, diese Sendung. 3 von 10 Punkten.

- “Liebe an der Macht”, Das Erste, montags, 21.45 Uhr – Start: 19. Januar)
Eine neue Porträt-Reihe der ARD. Vorgestellt werden berühmte Ehepaare, die durch die Weltpolitik bekannt geworden sind. Die Gorbatschows, die Honeckers und die Clintons. Teil 1 also: die Gorbatschows. Die gesamte Geschichte. Vom Aufstieg bis zum Fall. In den Dokus spielt nicht nur die Politik eine Rolle, sondern auch die Liebe. Und das macht die Reihe so sehenswert. Spannend und emotional erzählt, toll geschnitten. Und wenn Michail Gorbatschow am Ende der 45 Minuten von den letzten Minuten seiner Frau erzählt und dabei anfängt zu weinen, möchte man beinahe mitweinen. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil der Reihe und gebe bis dahin 8 von 10 Punkten.

Die nächsten 3 neuen Sendungen:
- “Sternflüstern”, ZDF – Start: Dienstag, 20. Januar, 20.15 Uhr)
- “Die schnelle Gerdi und die Hauptstadt”, ZDF – Start: Mittwoch, 21. Januar, 20.15 Uhr)
- “Die größten Weltrekorde – Guinness-World-Records”, RTL, Start: Freitag, 23. Januar, 21.15 Uhr)

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Vorbildlicher Vogel :-)

London (dpa) – Winston Churchills Papagei “Charlie” flucht auch mit 104
Jahren immer noch auf die Nazis. Der wahrscheinlich älteste Papagei
Großbritanniens krächzt auch 39 Jahre nach dem Tod des Premierministers
“Fuck Hitler” und “Fuck the Nazis” mit dessen Zungenschlag. Das
berichtet der “Daily Mirror”. Churchill kaufte den blau-gelb gefiederten
Charlie, nach den Angaben im Jahr 1937 und begann sofort, ihm das
Fluchen beizubringen.

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Und hier kommen endlich die Kritiken zu den TV-Neustarts vom vergangenen Mittwoch.

- “Der Elefant” (SAT.1, Pro GmbH, mittwochs, 20.15 Uhr – Start: 14. Januar)
Eine der Serien, die damals in der Backdoor-Pilot-Aktion von SAT.1 Serienreife erlangt hat. 5 Piloten wurden ausgestrahlt, drei sind in Serie gegangen. Der Pilot gefiel mir damals wahnsinnig gut. Plot: Hauptkommissar Matthias Steiner (Thomas Sarbacher) klärt Verbrechen auf, die lang zurückliegen und deren Akten geschlossen sind. Die Dramaturgie der Geschichten ist auffällig langsam, bedächtig und dabei trotzdem sehr spannend. So war es zumindest im Piloten. Die erste reguläre Folge hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Thomas Sarbacher war zwar wieder sehr gut. Und der Gast-Star Jeanette Hain mindestens genauso gut. Dennoch plätscherte die Geschichte vor sich hin und war zu schnell durchschaubar. Ich weiß nicht, ob 90 Minuten netto im Piloten der Serie besser bekommen als die regulären 45 Minuten. So gab es zu wenige Szenen, in denen die interessanten Charaktere im Vordergrund standen. Und wie man Top-Serien produziert, in denen alte Verbrechen aufgeklärt werden, sollte sich die Pro GmbH mal in den USA anschauen. Jerry Bruckheimers “Cold Case” ist um Längen besser und atmosphärischer erzählt – auch durch den gelungenen Einsatz von Musik. “Cold Case” gibt es ab Ende 2003 oder Anfang 2004 übrigens dann auch in Deutschland – bei ProSieben. Für “Der Elefant” gibt es erstmal leider nur 7 von 10 Punkten.

- “Tracker” (RTL 2, mittwochs, 21.15 Uhr – Start: 14. Januar)
Man nehme einen fünftklassigen Schauspieler (Adrian Paul, der schon die ursprünglich ganz nette “Highlander”-Saga zu Grunde gerichtet hat), eine Kurzgeschichte, in der ein Mann 218 außerirdische Schwerverbrecher jagt und mixe dies durch die Mühlen von schlechten Drehbuch-Autoren, Billig-Produzenten und unfähigen Regisseuren. Was bekommt man? “Tracker”. Warum schaffen es die schlechtesten US-Serien eigentlich immer nach Deutschland? “Tracker” ist zumindest indiskutabel. Peinliche Darsteller, grottige Effekte, eine blöde Geschichte, unglaublich flache Dialoge und so weiter und so weiter… Für so einen Müll gibt es nur 1 Gnadenpunkt von 10 (dafür, dass man solch schlechtes Fernsehen auch erst mal hinkriegen muss).

- “Joachim Bublath” (ZDF, mittwochs, 22.15 Uhr – Start: 14. Januar)
Und wieder ein neues Wissensmagazin. Nimmt das denn gar kein Ende mehr? In der nach ihm benannten Sendung erzählt Bublath Wissenswertes zu jeweils einem Thema. In Folge 1 war es der Mars. Was machen die ganzen Sonden, die da oben rumfahren- bzw. -fliegen (oder auch nicht)? Was erwartet Astronauten, die eventuell mal zum Mars fliegen? Das ganze ist interessant aufbereitet und profitiert davon, dass es 30 Minuten zu einem Thema gibt und keine Schnipsel zu vielen verschiedenen Themen. Gelungenes Fernsehen. 7 von 10 Punkten.

Die nächsten drei neuen Sendungen, die natürlich auch hier kritisiert werden sind:
- “El, der Millionär”, RTL 2 – Start: Montag, 19. Januar, 20.15 Uhr)
- “Helden des Alltags”, arte – Start: Montag, 19. Januar, 20.15 Uhr)
- “Liebe an der Macht”, Das Erste – Start: Montag, 19. Januar, 21.45 Uhr)

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Leichen in Großaufnahme beim Erdbeben im Iran. Blutüberströmte, sterbende Menschen bei Bombenanschlägen im Irak. Warum regen sich eigentlich alle wegen “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” auf und nicht wegen der neuen Brutalität in öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen?

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