Das, was da gerade in England passiert, könnte das endgültige Ende der Tonträgerindustrie einläuten. Dass Künstler inzwischen keine CDs mehr verkaufen müssen, um in die britischen Charts zu kommen, ist ja nichts Neues. Dadurch, dass nun aber nicht einmal ein Tonträger existieren muss und man mit puren Downloads in die Charts kommen kann, wird allem Anschein nach am Wochenende erstmals in der Charts-Historie eine Band in die Charts kommen, die keinen Plattenvertrag hat. Koopa heißt sie, der Song “blag, steal & borrow“. Besonders gut ist er nicht, aber das spielt ja keine Rolle. Entscheidend ist, dass damit bewiesen ist, dass Bands keine Plattenfirma mehr brauchen. Ein Management, dass sich um Rechte, PR und Auftritte kümmert, fertig. Meiner Meinung nach sollten sich spätestens jetzt die großen Majors mal Ideen über neue Geschäftsmodelle machen, die über den Verkauf von Musik hinausgehen.