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Soll man sich eigentlich freuen oder ärgern, wenn man in der Tchibo-Filliale, in der man sich seinen täglichen Latte Macchiato Haselnuss kauft, “run” von Snow Patrol hört…? Und wenn “somewhere only we know” von Keane auf einmal der RTL-II-Chart-Tipp ist…?

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Ein surreales Erlebnis. Montag. Ich bin in München. Ein Interview mit zwei Geschäftsführern einer großen TV-Produktionsfirma. Danach: ein gemeinsames Abendessen in einem teuren, ur-bayerischen Restaurant. Am Nebentisch: Bro’Sis, die irgendeinen Geburtstag feiern. Später stößt auch noch DJ Ötzi dazu. Glücklicherweise singen sie alle nicht. Aber dann: Beim Rausgehen begrüßt mich Ötzi unbekannterweise, schüttelt mir die Hand und sagt: “Schau do’ net so grantig!”. Und die Moral von der Geschicht’: Das Schicksal meines Lebens – jetzt auch von DJ Ötzi bestätigt: Ich seh einfach immer zu ernst aus. Aber immerhin kann ich jetzt beruhigt sterben – jetzt wo DJ Ötzi meine Hand geschüttelt hat ;-)

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Rudi Carrell. Ich fass es nicht. Ein reiner Fernseh-Titan.

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Zwischendurch mal fünf TV-Neustart-Kritiken:

“Die Krankenschwestern” / arte / AGAT Films & Cie / täglich, 20.15 Uhr – Start: 19. April 2004
Eine weitere französische Doku-Soap auf arte. Beobachtet wird der Arbeits-Alltag einiger Krankenschwestern. Zu sehen gibt es absolut ungeschönte, authentische, zum Teil eklige Bilder, die zeigen, wie hart die Arbeit in einem Krankenhaus ist. Dennoch überzeugt “Die Krankenschwestern” nicht wirklich. Die Kamera und Schnitte sind zu hektisch, die eingesetzte Musik sehr seltsam und die deutsche Synchronisation nervt gewaltig. 4 von 10 Punkten.

“Fear Factor” / RTL / Endemol Deutschland / donnerstags, 21.15 Uhr – Start: 22. April 2004
Nun hat also auch Deutschland sein “Fear Factor”. Die Show, die schon in vielen anderen Ländern Schlagzeilen gemacht hat. Leute, die Schafsaugen lutschen mussten, Maden-Cocktails trinken mussten und vieles andere Eklige mehr. Für Deutschland wurde die Show entschärft: Nichts Ekliges wird getrunken oder gegessen. Glücklicherweise, denn wenn ich Eins nicht abkann, dann ist es zuzusehen, wenn Leute kotzen. Und in den Folgen des amerikanischen “Fear Factor”, die ich gesehen habe, war das an der Tagesordnung. So gibt es also drei blöde Typen, drei blöde Typinnen und drei schwache “Stunts”. In der ersten Show mussten die Kandidaten von einem Dach mit einem Fahrrad in ein Netz springen, das diverse Meter über dem Boden hing, mussten Dschungel-Show-artig einen Helm mit ekligem Getier tragen und im Finale mit einem Gewicht möglichst lang unter Wasser bleiben. Alles nicht sonderlich spektakulär oder gar eklig, aber dafür äußerst langweilig. Moderatorin Sonja Zietlow zeigt außerdem, dass sie tatsächlich nur gut ist, wenn Dirk Bach in der Nähe ist. Und so wird “Fear Factor” abgebucht im Ordner “Shows, die die Welt nicht braucht”. 3 von 10 Punkten.

“Der große deutsche Prominenten-Buchstabier-Test” / SAT.1 / Constantin Entertainment / samstags, 20.15 Uhr – Start: 1. Mai 2004
SAT.1 mit einer Samstagabend-Show-Offensive. Zwei 60-minütige Shows. Teil 1: “Der große deutsche Prominenten-Buchstabier-Test”. Die Show mit dem vielleicht längsten Namen des deutschen Fernsehens. Als ich das Konzept zum ersten Mal hörte, war ich nicht auf Anhieb überzeugt, dass so etwas unterhaltsam sein kann. Je 12 Promis in insgesamt 4 Teams müssen Worte buchstabieren und ein Diktat schreiben. In den USA gibt es traditionell an den Schulen Buchstabier-Wettbewerbe. Aber in Deutschland? Als Samstagabend-Show? Die erste Ausgabe hat mich dann aber doch positiv überrascht. Sichtbar gut gelaunte Prominente (darunter auch echte Promis und nicht die üblichen C- und D-Klasse-Promis), die viel Spaß hatten. Barbara Eligmann, die nach “Clever” ein weiteres Stück von ihrem “Explosiv”-Image wegkommt und ein tatsächlich recht unterhaltsames Konzept. Keine Offenbarung, aber nett. 7 von 10 Punkten.

“Der MillionenDeal” / SAT.1 / Endemol Deutschland / samstags, 21.15 Uhr – Start: 1. Mai 2004
Teil 2 der SAT.1-Show-Offensive. Eine Endemol-Show mit Linda de Mol bei SAT.1? Vor Jahren undekbar, schließlich war Endemol damals eine Art RTL-Haus-Produzent. Diesmal hat SAT.1 zugeschlagen und sich ein Konzept gesichert, das in vielen Ländern zum Straßenfeger geworden ist. Das Showkonzept in wenigen Worten zu beschreiben ist schlecht möglich. Es geht um 26 Koffer mit Summen zwischen einem Cent und 2 Mio. Euro. Der Kandidat muss sich zu Beginn einen aussuchen, darf aber nicht reinsehen. Nach und nach werden die anderen Koffer geöffnet, der Kandidat kann immer besser einschätzen, welche Summe in seinem Koffer sein könnte. Zwischendruch versucht die Bank, den Spieler aus dem Spiel herauszukaufen. Zum richtigen Zeitpunkt mit einem Batzen Geld aussteigen oder Zocken bis zum Schluss. Eine tatsächlich durchaus spannende Angelegenheit. Gut produziert, solide moderiert. Mal sehen, ob sich “Der MillionenDeal” auch in Deutschland zu einem Hit entwickelt. 7 von 10 Punkten.

“Imperium – Kampf um Rom” / ZDF / IFAGE Filmproduktion / sonntags, 19.30 Uhr – Start: 2. Mai 2004
Der “ZDF Expedition”-Sendeplatz am Sonntagvorabend ist ein großer Erfolgsfaktor für das ZDF. Fast egal, welche Dokumentationen dort laufen, sie sind fast immer sehr erfolgreich. Neuester Starter: eine Doku-Reihe über den Fall verschiedener großer Reiche: dem der Römer, der Perser, der Ägypter und Karthago. Der Zuschauer bekommt eine bewährte Mixtur aus gespielten Doku-Drama-Szenen und Experten-Einblendungen. Als besonderes gimmick wurde Maximilian Schell verpflichtet. Der Schauspieler wird immer wieder eingeblendet, erzählt und leitet über. Insgesamt eine absolut sehenswerte Reihe. 7 von 10 Punkten.

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Für alle, die gerade die fabelhafte Band Nada Surf für sich entdecken. Also z.B. Marie und Jochenausberlin. Das Album, auf dem der wirklich wunderschöne Song “blonde on blonde” drauf ist, heißt “let go” und stammt aus dem Jahr 2002. Und “blonde on blonde” ist weiß Gott nicht der einzige wunderschöne Song darauf. Ein perfektes Album für leicht melancholische Sommertage – irgendwie. Auf Anhieb würde ich noch “treading water”, “blizzard of 77”, “happy Kid” und “the way you wear your head” zum Reinhören empfehlen (das könnt ihr hier tun) – oder Ihr besorgt Euch gleich das ganze Album – das lohnt sich nämlich. Und live ist die Band auch ein Hammer. Perfekt für Sommerfestivals (wo ich sie auch mal gesehen habe). Ein Live-Album gibt es seit diesem Jahr auch von Nada Surf. Heißt “live in brussels“. Und da findet sich auch der Nada-Surf-Klassiker “popular” drauf, der die Band damals beinahe zum One-Hit-Wonder gemacht hätte. Und momentan basteln die Herren an ihrem neuen Album, das irgendwann in diesem Jahr erscheint. Und in der sehr netten amerikanischen Serie “The O.C.” gab es vor Kurzem eine Nada-Surf-Cover-Version des OMD-Klassikers “if you leave” zu Hören – eine wahnsinnig schöne Version. Nur damit ihr informiert seid, ihr die ihr gerade Spaß an Nada Surf habt…

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Endlich mal wieder ein ganzer Tag und vor allem ein ganzer Abend für mich allein. Und Zeit, endlich mal wieder etwas zu schreiben. Ohrwurm des Tages: “panic” von den Smiths. Warum auch immer.

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Der beste Fußball-Song wird bei der anstehenden EM mal wieder aus England kommen. mtv.de meldet nämlich folgendes:

“The Libertines, Supergrass und Delays werden eine Hymne für die Fussball Europameisterschaft 2004 aufnehmen. Eine Frühstücksshow des britischen Radiosenders XFM hatte seine Hörer dazu aufgerufen, Demoaufnahmen eines eigenen Footballsongs einzusenden. Der beste Song würde im Tonstudio aufgenommen werden und den Sommer über von XFM gespielt werden. Libertines-Sänger Carl Barat war von der Aktion so angetan, dass er höchstpersönlich in der Show anrief und vorschlug, den ‘Song For Europe’ selbst zu singen. Auch Danny von Supergrass und die Delays schnappten sich den Hörer, um ihre Beteiligung an dem einzigartigen Projekt anzumelden.”

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Und nochwas. Ich war vorhin im Kino. Und ich muss sagen: Ich habe sehr selten einen so zutiefst herzlichen und sympathischen Film gesehen wie “Schultze gets the Blues”. Sicher: Es ist ein außergewöhnlicher, sehr langsamer, kleiner Film, bestimmt nicht jedermans Sache. Aber ich kann ihn Euch allen nur ans Herz legen. Mehr Infos und Links zum Trailer gibt’s natürlich auf den meta-kritik-Seiten, die über den Link in der linken Spalte erreichbar sind.

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Es werden immer mehr. Und das freut mich sooooo sehr, denn diese Musik liegt mir sehr am Herzen. Und weil das so ist und ich hoffe, dass es noch viel mehr werden, gibt es hier den ultimativen Tip für alle, die das KOMPLETTE Keane-Album schon vor dem Release Mitte Mai hören wollen, ohne einen juristischen Graubereich zu betreten. Der fabelhafte NME macht’s möglich. Klickt hier, dann auf den schwarz-weißen Button und in dem sich öffnenden Pop-Up auf “listening party”. Da tippt Ihr Euren Namen und Eure mail-Adresse ein und schon kann’s losgehen. Das gesamte, absolut brillante Keane-Album “hopes and fears” zum Komplett-Durchhören. Viel Vergnügen mit der besten neuen Band seit gaaaanz langer Zeit!

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Wie versprochen: Die meta-kritik-Seiten mit den Kinostarts vom 22. April sind nun auch online. “Kill Bill: Volume 2” hat doch noch den Wochensieg geholt.

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