video: shout out louds - “fall hard”. 3

Ein Lebenszeichen. Ich habe gerade genug anderen Quatsch im Kopf. Leider. Geht vorbei - und dann wird hoffentlich auch wieder mehr gebloggt. Bis dahin ein Video. Ich habe mich seit vielen Monaten nicht mehr so sehr auf eine neue Platte gefreut wie auf die Neue der Shout Out Louds. Wenn die restlichen Songs auch nur halb so gut sind wie “fall hard”, dann ist die Glücklichmach-Platte des Jahres schon gefunden. Am 26. Februar werden wir es wissen.


die liste der listen 2009 - die besten alben des jahres. 5

Auch in diesem Jahr gibt es an dieser Stelle meine traditionelle “Liste der Listen” mit den besten Platten des Jahres. Wie immer habe ich dafür die von den Redaktionen der großen Musikmagazine zusammengestellten Jahresbestenlisten ausgewertet. Eigentlich kommen dafür die Zeitschriften “intro”, “musikexpress”, “Rolling Stone”, “spex” und “Visions”, sowie das Internet-Magazin laut.de in die Wertung. In diesem Jahr fallen aber leider zwei der Redaktionen weg, denn “intro” entschied sich statt einer Jahresbetenliste für eine Jahrzehntbestenliste und “Visions” verzichtete auf eine Alben-Top-50 und präsentierte dafür je 5 beste Alben in zehn Genres. Daher besteht meine “Liste der Listen” also nur aus denen von “musikexpress”, “Rolling Stone”, “spex” und laut.de. Die Einzellisten habe ich in Punkte umgewandelt, für einen Platz 1 bekam eine Platte beispielsweise 50 Punkte, für Platz 50 einen Punkt zu holen waren daher maximal 200 Punkte. Und das sind die 25 besten Platten des Jahres 2009 (in Klammern die jeweilige Punktzahl):

01 Antony & The Johnsons - the crying light (173)
02 Grizzly Bear - veckatimest (136)
03 Phoenix - wolfgang amadeus phoenix (129)
04 The XX - xx (123)
05 Animal Collective - merriweather post pavilion (122)
06 La Roux - la roux (110)
07 Morrissey - years of refusal (100)
08 Wilco - wilco (98)
09 Jochen Distelmeyer - heavy (97)
10 Julian Plenti - julian plenti is… skyscraper (97)
11 Bill Callahan - sometimes i wish we were an eagle (91)
12 Die Goldenen Zitronen - die entstehung der nacht (89)
13 Dinosaur Jr. - farm (87)
14 The Flaming Lips - embryonic (83)
15 Fever Ray - fever ray (82)
16 Bat for Lashes - two suns (75)
17 Sonic Youth - the eternal (71)
18 Yeah Yeah Yeahs - it’s blitz! (69)
19 The Horrors - primary colours (69)
20 Peter Doherty - grace/wastelands (68)
21 Element of Crime - immer da wo du bist bin ich nie (65)
22 Ja, Panik - the angst and the money (64)
23 White Lies - to lose my life (63)
24 Soap&Skin - lovetune for vacuum (62)
25 Major Lazer - guns don’t kill people… lazers do (57)

die bild-blitz-app. 4

Was ich ja am lustigsten an der “Bild”-App finde, die es seit einigen Wochen fürs iPhone gibt, sind die Blitzer im PDF der “Bild”-Zeitung. Da werden nämlich - offenbar aus Angst vor Apples Jugendschützern, die jegliche nackte Haut aus ihrem AppStore fernhalten - alle Brüste und ähnliche nackte oder halbnackte Körperteile von einem fleißigen “Bild”-Mitarbeiter mit einem Blitz überklebt. Und das führt dann manchmal zu wirklich lustigen Situationen. Ich präsentiere: den “Bild”-Blitzer des Tages:

rage against the x-factor. 4

Eine sehr sehr coole Geschichte aus England. Dort stammte in den vergangenen Jahren jede Weihnachts-Nummer-1 in den Single-Charts vom jeweiligen Gewinner der Castingshow “X-Factor”. Nicht so in diesem Jahr. Denn: Es gab eine extrem erfolgreiche Facebook-Protestkampagne gegen den Casting-Quatsch. Jeder sollte in der entsprechenden Wertungswoche den Rage-against-the-Machine-Kracher “Killing in the Name” kaufen. Und: 500.000 Briten taten es. Damit wurde die Ballade des “X-Factor”-Siegers Joe McElderry auf Platz 2 verwiesen.

Weiterlesen: beim “Guardian” und beim “Independent“.

Ein erstaunlicher Beweis dafür, wie Menschenmassen mit sozialen Netzwerken aktiviert werden können.

video: tocotronic - “macht es nicht selbst”. 0

Eigentlich wollte ich hier erst weiterbloggen, wenn ich mich endlich dazu aufgerafft habe, aus Hunderten Südafrika-Fotos diejenigen rauszusuchen, die ich flickrn will, um dann hier eine Auswahl zu präsentieren. Aber weil das womöglich noch 3 bis 5 Jahre dauern könnte - und weil dann auf einmal das hier da war…

… konnte ich nicht anders, als es Euch zu zeigen.

popkulturjunkie in südafrika. tag 16. 0

Der letzte komplette Tag des Urlaubs. Donnerstagabend geht es zurück ins kalte Deutschland. Aber heute gab es nochmal volles Programm. Zunächst noch drei Weingüter in und um Paarl. Laborie: solide Günstig-Weine. KWV: Beeindruckende Weinfabrik mit durchaus guten Weinen. Fairview: Schönes Weingut mit Wein- und Käseproben, nettem Restaurant und zwei Ziegen, die in einem Turm wohnen.

Der Weg zurück nach Kapstadt führt dann noch ein letztes Mal um die Berge herum an der Küstenstraße entlang. Abschied vom Meer und den tollen Felsen. Unterwegs ein Halt beim berühmten botanischen Garten. Nach 30 Minuten siegt die Langeweile. Wir beide sind einfach Tierleute, keine Pflanzenleute.

Das letzte Abendessen dann bei Kapstadts In-Inder Bukhara. Eine gute Wahl. Leckeres Essen.

Südafrika-Urlaub 2009, Du warst großartig! Ich werde Dich vermissen.

popkulturjunkie in südafrika. tag 10 bis 15. 1

…und dann saß ich zusammen mit diesem in Militärklamotten gekleideten Mann aus Zimbabwe mitten im afrikanischen Busch auf einem Elefanten und ritt davon… Aber der Reihe nach…

Tag 10: Addo

Für den ersten kompletten Tag in der Addo-Region hatten wir den Besuch eines Game Reserves, also eines Wild-Reservates, eingeplant. Der Addo National Park ist so groß, dass man Tiere wie Löwen oder Nashörner nur extrem selten zu Gesicht bekommt. Die Game Reserves sind deutlich kleiner, aber trotzdem kein bisschen zu vergleichen mit einem Zoo. Zwar leben die Tiere durch einen Zaun von der Außenwelt getrennt, doch innerhalb des Reserves können sie sich frei bewegen. Zudem werden sie nicht gefüttert. Löwen leben von erlegten Antilopen oder anderen Opfern, Nashörner fressen Weiden leer, usw. Frei bewegen kann man sich in solchen Reserves natürlich nicht, niemand will schließlich das nächste Mittagessen der Löwen werden. Man fährt also mit ca. 5-10 Personen in einer Art Safari-Jeep durch die Gegend und immer wenn es neue Tiere zu sehen gibt, wird angehalten, der Guide erklärt und man kann Fotos schießen.

Das Schotia Game Reserve, in dem wir waren, kann ich dabei sehr empfehlen. Unser Guide Etienne war etwas jünger, hat nette Scherze gemacht und war wie auch wir vor allem von den Löwen begeistert. Es ist schon ein ziemlich irres Gefühl, wenn man mit dem Jeep eine Piste den Hügel hinauf fährt und nach einer scharfen Kurve auf einmal eine Löwen-Familie aus zwei Männchen, einem Weibchen und drei jüngeren Tieren am Wegesrand rumliegt. Andächtige Ruhe, unterbrochen nur von Fotografiergeräuschen und das irreale Wissen, nur ca. 5 Meter entfernt von diesen Tieren zu sein, die jederzeit aufspringen und töten könnten. Tun sie aber nicht, denn laut Etienne nehmen sie das Fahrzeug nur als Fahrzeug wahr, die Menschen darin sehen sie nicht. Ein Aussteigen würde aber den fast sicheren Tod bedeuten, denn an Menschen sind sie im Gegensatz zu den Fahrzeugen nicht gewöhnt.

Die Löwen sind nicht die einzigen Tiere, die wir in Schotia sehen. Elegante Giraffen, jede Menge Antilopen, Schildkröten, Zebras, Gnus, zwei Nashörner, ein Krokodil, überall Warzenschweine und die Ohren eines Hippos (der Rest wollte nicht aus dem Wasser kommen). Der Tag fiel insgesamt ganz klar in die Kategorie Erlebnisse, wie man sie nicht oft in seinem Leben hat.

Tag 11: Addo

Nach den vielen Tieren sollte es mit noch mehr Tieren weiter gehen. Peter, Guide der Hitgeheim Lodge, in der wir nächtigten, fuhr mit uns in den Addo Nationalpark. Bekannt ist der Park vor allem für seine Elefanten - und so freuten wir uns natürlich vor allem darauf, diese Giganten zu sehen. Zunächst ließen sie aber auf sich warten. Peter fuhr mit uns herum, erklärte uns die Natur, wie begegneten Schildkröten, Zebras, Antilopen, zwei stattlichen Büffeln und schließlich auch den ersten Elefanten. Kurze Zeit später ging es dann aber richtig los. Wir kamen an ein Wasserloch und sahen ca. 50 Elefanten, die tranken, badeten, ruhten, spielten - in allen erdenklichen Größen, vom vor wenigen Tagen geborenen Mini-Elefant bis zum ausgewachsenen Riesen. Grandios, diesen Tieren zuzuschauen - und traurig, wenn man bedenkt, dass sie früher in ihren großen Herden ganz frei in der Region umher zogen.

Teil 2 des Tages führte uns dann mitten ins Nirgendwo. Wir hatten die “Elephant Back Safari” gebucht und wurden von unseren Fahrer erstmal 60 Minuten über Schotterpisten historische Bergpässe hinauf auf ein Bergplateau gefahren - zum Betreiber der Safaris. Wie der Name schon sagt, reitet man dort auf Elefanten - und zwar nicht so wie in irgendwelchen Zoos mit ein paar Leuten auf wackelnden Sitzen, sondern allein mit dem Experten auf dem puren Rücken des Tieres. Der Tipp, sich lange Hosen anzuziehen, war dabei der goldene Hinweis, denn die Haut der Elefanten gleicht sehr rauhem Sandpapier.

Wie der Elefant hieß, auf dem ich ritt - und wie mein mit mit auf dem Tier sitzender Guide hieß, hab ich leider schon in der ersten Aufregung wieder vergessen. Doch ich fühlte mich auf dem ca. 60 Minuten langen (!) Ritt in jeder Sekunde sicher - obwohl nur durch Festhalten an einem ebenfalls nicht gesicherten Mann gesichert. Mein Guide kam wie eingangs erwähnt aus Zimbabwe, kannte wie so ziemlich jeder Südafrikaner, mit dem ich über Fußball gesprochen habe, natürlich Bayern Munich, war selbst aber Chelsea-Fan - die Leute hier unten sind ganz verrückt nach englischem Fußball. Nach dem Ritt fütterten wir unsere Elefanten noch mit der bloßen Hand und verabschiedeten sie schließlich in den Busch, wo sie für den Rest des Tages ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgingen: fressen. Ohne Übertreibung: eine weitere Once-in-a-Lifetime-Experience.

Tag 12: Addo - Wilderness

Nach unseren drei Tagen in der Addo-Region geht es nun also langsam zurück nach Kapstadt. Zunächst auf dem selben Weg, auf dem wir gekommen waren - an der Küste entlang. Für die Übernachtung suchten wir uns aber einen Ort aus, in dem wir auf der Hinfahrt wegen meines kleinen Übelkeits-Zwischenfalls nur kurz gehalten hatten: Wilderness. Es ist ein relativ kleines Dort, das unglaublich schön an einer kleinen Bucht liegt und daher in den vergangenen Jahren viele Leute angelockt hat, die kleine Bed & Breakfasts eröffnet haben, Restaurants oder die einfach nur das Leben genießen. Das taten wir auch - zunächst auf einem langen Strandspaziergang, danach bei einem exzellenten Abendessen im Restaurant “Two Girls”, das u.a. grandiose Currys zubereitet. Geschlafen wurde im “Whales Way”-Bed & Breakfast, das hiermit uneingeschränkt empfohlen sei.

Tag 13: Wilderness - Montagu

Um Abwechslung in die Rückfahrt nach Kapstadt zu bringen, fuhren wir den zweiten Teil der Strecke nicht an der Küste entlang, sondern auf der “Route 62″, die oftmals mit der amerikanischen “Route 66″ verglichen wird. Sie führt durch die Halbwüstenregion “Little Karoo”, durch wie immer grandiose Bergpanoramen. Bevor wir bei Outshoorn auf die Route 62 einbogen, stand aber noch das Highlight des Tages auf dem Programm: die Cango Caves. Dabei handelt es sich um eines der schönsten Tropfsteinhöhlensysteme der Welt. Die größte der Höhlen war 20 Meter hoch, 150 Meter lang und 60 Meter breit und bestand aus wirklich unglaublichen Formationen von Tropfsteinen. Der Abstecher lohnte sich also definitiv.

Den Rest der Strecke fuhren wir dann aber zügig durch. Viel zu sehen gab es außer der schönen Landschaft nicht, die Orte waren zu klein und verschlafen, um anzuhalten. Ähnliches gilt auch für Montagu, doch dort mussten wir anhalten, denn wir hatten hier unsere Nachtunterkunft gebucht. Ein Bed & Breakfast namens “Airlies”, betrieben von einem älteren Ehepar und vier (sehr freundlichen und verschmusten) Hunden. Auch hier eine Empfehlung von mir!

Tag 14: Montagu - Stellenbosch

Für die beiden nächsten Tage hatten wir einen Besuch in der berühmten Weinregion um Stellenbosch, Franschhoek und Paarl geplant. Der Weg von Montagu war nicht mehr weit und so waren wir schon in der Mittagszeit bereit für die erste Weinprobe. Wir wählten eines der größeren Weingüter, Boschendal. Ich durfte aus der recht langen Weinliste des Gutes fünf ankreuzen (die Liebste fährt ja das Auto und darf daher nur ein bisschen nippen) und bekam dann fünf Gläser mit den Weinen gebracht. So nett das Ambiente bei Boschendal auch ist, aber der Wein hat mich nicht wirklich überzeugt. Einzig der Shiraz und ein Chenin Blanc trafen halbwegs meinen Geschmack.

Das zweite Weingut, das wir besuchten, Cabrière, war etwas spezieller. Betrieben vom deutschstämmigen und offenbar etwas selbstverliebten Achim von Arnim, der nebenbei auch noch Bilder malt und Bücher veröffentlicht, gibt es hier vor allem Champagner, der nicht Champagner heißen darf, weil er ja aus Südafrika stammt und nicht aus Frankreich. Probiert (bzw. genippt, siehe oben) haben wir natürlich auch, doch am überzeugendsten war das Restaurant des Weingutes, das zu einem der besten 100 in Südafrika zählen soll. Exzellentes Essen (ich hatte Ente) zu wie immer in Südafrika unglaublich günstigen Preisen.

Schließlich ging es zu unserer Unterkunft für die beiden Weinland-Nächte, dem kleinen Weingut Lovane bei Stellenbosch, das auch einige Gästeräume mitbetreibt. Sehr modern, da erst im vergangenen Jahr eröffnet, toll eingerichtet und mit einem Blick auf Weinfelder und Berge. Eine der schönsten Unterkünfte auf unserer Tour! Abends ging es noch nach Stellenbosch hinein und hier (endlich mal wieder) in eine Pizzeria. Zu sehr hatte ich angesichts der vielen einheimischen Restaurants eine gute Pizza vermisst. Die Pizzeria, die einer unserer beiden Reiseführer empfohlen hatte, hieß Cal’Cacchio, die Pizza schmeckte der Liebsten allerdings deutlich besser als mir. Meine bekommt von mir auf meiner international anerkannten Skala für Salami-Pizza nur 5,5 Punkte. Salami war zu langweilig und fettig, die Pizza selbst war ebenfalls zu fettig. Der Boden allerdings war recht gut.

Tag 15: Stellenbosch

Gleich nach dem Frühstück ging es zum nächsten Weingut. Wir sind schließlich nicht zum Spaß hier, sondern zum Weintesten. Das erste Weingut des Tages, Blaauwklippen, war für meinen Geschmack ein Jackpot, denn mir schmeckten fast alle fünf Testweine sehr gut. Besonders toll fand ich den Zinfandel und den Sauvignon Blanc. So toll, dass ich auch gleich ein Fläschchen für zuhause mitnahm. Auch Weingut 2, Zevenwacht, gehört zu den größeren, überzeugte mich aber nicht so sehr. Immerhin gab es hier aber auch etwas mehr für die Liebste zu tun, denn neben der Weinprobe gab es auch eine Käseprobe.

Mittags fuhren wir zu einem etwas abseits gelegenen Weingut, dessen Gebäude mit toller, sehr moderner Architektur glänzen und das ein kleines edles Restaurant mit Wahnsinnsblick bis hin zum Tafelberg bietet: Tokara. Mein Straußenfilet war gut, das Minzschoko-Eis ebenfalls und der Wein sowieso. Letzter Anlaufpunkt für heute: Neil Ellis Wines, das für seine Weißweine gerühmt wird. Mir haben sie aber alle maximal mittelmäßig geschmeckt, vielleicht lag es aber auch daran, dass ich inzwischen zu viel Wein für heute getestet hatte und allmählich alle gleich schmeckten.

Zum Abschluss probierten wir auch noch den Wein von unserem Übernachtungsweingut Lovane und kauften auch hier ein paar Fläschchen, denn der Wein war wirklich gut. Das Weingut selbst existiert erst seit ein paar Jahren, der Winzer ist hauptberuflich Klempner und das Weingut dient nebenbei wie gesagt auch noch als Hotel. Sehr charmant und sympathisch hier.

popkulturjunkie in südafrika. tag 5 bis tag 9. 0

Mangels vernünftiger Internetverbindung in den vergangenen Tagen konnte ich kein Lebenszeichen von mir geben, daher nun die verpassten Tage zusammengefasst in einem Eintrag.

Tag 5: Kapstadt – Swellendam
Die Rundfahrt beginnt. Schließlich ist unser Urlaub nicht als Stadturlaub, sondern als Rundfahrt in Südafrikas Süden geplant. Also verlassen wir Kapstadt und machen uns auf Richtung Osten. Entlang auf Küstenstraßen, die hinter jeder Kurve neue grandiose Blicke auf eine der schönsten Landschaften freilegen, die man sich vorstellenkann. Links Berge, recht das Meer, dazwischen Klippen, Strände, hach. Eine Mittagspause legen wir im Wal-Ort Hermanus ein, da wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatten, noch Wale zu sehen, obwohl der November dafür schon ein später Monat ist. Die Wale kommen von Mai an zu Hunderten an die südafrikanische Küste, um in den Buchten ihren Nachwuchs zu gebären und großzuziehen. Spätestens im November verlassen sie die Region dann wieder. Aber wir haben Glück. Höchstens 50-100 Meter von der Küste mitten im Ort Hermanus entfernt tummelt sich ein Wal im Wasser, streckt immer wieder seinen Kopf oder eine Flosse aus dem Wasserund spritzt eine große Fontäne in die Luft. Grandios, so etwas vom Land aus zu sehen.

Mittag gibt es einem Café, das nicht weiter der Rede wert ist, dann geht’s noch in dne Supermarkt und dann weiter Richtung Osten. Und Süden. Denn unser nächstes Ziel ist der tatsächlich südlichste Punkt Afrikas, Cap d’Agulhas. Es liegt nämlich deutlich weiter südlich als das Kap der guten Hoffnung. Zudem fließen laut Wissenschaftlern auch hier der Atlantik und der indische Ozean zusammen und ebenfalls nicht am Kap der guten Hoffnung. Der Weg dorthin lässt uns erstmals die Straßenverhältnisse abseits der großen N-Straßen (Bundestraßen-/Autobahn-Niveau) kennenlernen, denn wir verfahren uns kurz und landen mitten auf einer sandigen Schotterpiste. Gefühlte Stunden später (in Wahrheit vielleicht 15 Kilometer später) kommen wir wieder auf unsere eigentliche Straße zurück und treffenb schließlich am Cap D’Agulhas ein. Der Ort selbst ist recht unspektakulär, doch der felsige Strand mit seinen Wellen und der Erkenntnis, dass südlich von diesem Punkt nur noch die Antarktis kommt, sind schon toll.

Geschlafen wird schließlich in einem kleinen Bed & Breakfast namens „Roosje van de Kaap“, landeinwärts in Swellendam. Ein netter kleiner Ort, direkt an der N2 und deswegen gern von Touristen für einen Stopp genutzt. Das „Roosje“ ist ein bezauberndes kleines Etwas (ich glaube, nur das Wort „entzückend“ wäre noch passender als „bezaubernd“. Wir haben ein kleines Häuschen für uns, eingerichtet mit Antiquitäten, ohne Fernseher, Internet oder andere Modernitäten. Die Besitzerin kümmert sich zudem perfekt um ihre Gäste, geht beim guten Abendessen von Tisch zu Tisch, plaudert und verbreitet gute Laune. Ein schöner Abschluss des ersten Unterwegs-Tages.

Tag 6: Swellendam – Dana Bay
Nach dem ebenfalls sehr guten Frühstück im „Roosje“ geht es zurück an die Küste. Wir haben uns vorgenommen, in das viel gerühmte „De Hoop Nature Reserve“ zu fahren, ein recht unberührtes Naturschutzgebiet, in das sich nur wenige Touristen verirren, weil es nur über ca. 30 Kilometer Schotterpiste zu erreichen ist. Wir machen es trotzdem. Leider beginnt es pünktlich bei unserer Ankunft am Reserve an, zu regnen, was die Pisten nicht unbedingt besser befahren lässt, doch die Liebste macht ihren Job als Fahrerin wie immer perfekt und bringt uns sicher voran. Im Reserve sehen wir erneut ein paar Bamboons, Antilopen, unser erstes Zebra – und vor allem… Wale. Denn das De Hoop Nature Reserve ist bekannt dafür, dass sich vor seiner Küste besonders viele Wale tummeln. Bis zu 100 Stück wollen die Beobachter vom Flugzeug aus in den vergangenen Jaren hier schon zur selben Zeit gezählt haben. Und tatsächlich: Ohne lange auf dem Meer suchen zu müssen, sehen wir auf Anhieb an mindestens zwei verschiedenen Stellen Wale. An der einen sogar (nach Blick auf den Zoom der Kamera) eine Mutter mit einem kleinen Wal, denn beide stecken zufällig ihre Köpfe aus dem Wasser, als ich auf den Auslöser drücke. Trotz des miesen Wetters und der noch mieseren Straßen – der Abstecher hat sich gelohnt.

Geschlafen wird dann in Dana Bay, kurz vor dem Touristenort Mossel Bay. Dana Bay besteht nur aus kleinen Häuschen und Bed & Breakfasts, ist daher etwas verschlafen. Das „Lillies & Leopards“-Bed & Breakfast, auf das wir durch Zufall gestoßen sind, ist ein Hammer. Gar nicht nur wegen der netten, deutsch sprechenden Betreiberin und den schönen Zimmern, sondern vor allem wegen des Blickes direkt vom Bett aus aufs Meer. Mit einem schöneren Blick kann man morgens eigentlich gar nicht aufwachen….

Tag 7: Dana Bay - Knysna
… Es sei denn, man geht abends etwas in Mossel Bay essen – im Restaurant „King Fisher“. Dieses Essen (und wahrscheinlich vor allem die Pfeffersauce an ihm) sorgt nämlich dafür, dass ich beschissen schlafe, mir mein Magen weh tut, ich morgens nichts frühstücke außer einem Glas Cola und mich des Essens ein bisschen später bei kurzen Stop in Mossel Bay auf unschöne Art und Weise am Rande der Straße wieder entledige. Der Rest des Tages bestand dann leider daraus, dass ich schnellstmöglich zur nächsten Unterkunft möchte, um zu schlafen. Wir fahren also zur „Amber Guest Lodge“ am Rande von Knysna, geführt von einem netten, wahrscheinlich englisch-stämmigen, etwas älteren Paar. Ich schlafe gefühlte 15 Stunden mit kleinen Unterbrechungen, esse nichts, trinke nur und hoffe, dass ich nicht doch richtig krank werde.

Während die Liebste sich einen uralten Baum bei Knysna anschaut, sich ein paar weitere Fahrkenntnisse beim Berghochfahren auf Schotterpisten aneignet und sich die „Heads“-Felsen ansieht, fällt Tag 7 bei mir in Sachen Aktivitäten also leider flach.

Tag 8: Kysna – Oyster Bay
Zum Glück hilft der viele Schlaf, ich zeige keinerlei andere Symptome für irgendeine Krankheit, es war also das blöde Essen, und ich werde allmählich wieder fit. Für Tag 8 ist nämlich eine Pause im Tsitsikamma National Park geplant – und dort zu einer Canopy Tour – dabei rutscht man mittels einer Art Seilbahn, wie es sie früher auch auf Spielplätzen gab, bloß eben in einer Erwachsenenvariante ohne Sitz, sondern nur mit Drahtseilen, von Baumgipfel zu Baumwipfel. Dort werden einem zwar irgendwelche Sachen zu den Bäumen erklärt, doch diese Details sind sehr vernachlässigenswert, der Spaß bei den bis zu 89 Meter langen Draht-Slides steht im Vordergrund. Ich hatte zwar ein bisschen Angst um meinen Magen, doch der spielt mit und so hatte ich uneingeschränkten Spaß in den Baumwipfeln.

Nicht zu vergessen, weil genau so toll: die erste Pause des Tages. Die machen wir nämlich im Monkeyland, nur ein paar Kilometer abseits der N2 hinter Knysna. Das Monkeyland ist ein großes, umzäuntes Gelände, in dem sich frei laufende Affen rumtreiben. Ich glaube, neun verschiedene Arten. Die Besucher werden von einem sehr kundigen Guide durch diesen Wald geführt und treffen dabei auf jede Menge Affen. Manche so neugierig, dass sie zwischen den Besuchern herumlaufen, manche scheu, sodass sie lieber weglaufen. Auch unsere erste Schildkröte sehen wir hier endlich. Eine ziemlich große Leopardenschildkröte, die sich gerade an ein paar Zweigen am Waldboden festgefahren hatte, vom Guide aber befreit wurde. Wir erfahren viel über Affen, sehen sieben der neun Arten und haben sehr viel Spaß.

Zum Abschluss des Tages geht es zurück auf die Schotterpiste, denn die uns wärmstens empfohlene Oyster Bay Lodge wurde uns zur Übernachtung empfohlen. Und tatsächlich: Sie gleicht einem kleinen Paradies. Auf einem mehrere Hundert Hektar großen Gebiet, haben zwei junge Südafrikaner diese Lodge gebaut, mit direktem Zugang und Blick zum Meer, viel Natur, Vöglen, Pflanzen, Pferden, die auf dem gesamten Gelände herumlaufen und auf denen man reiten könnte, wenn man wollte. Wenn es einen Ort gibt, an dem man so richtig aus dem Stress herunterkommt, dann ist es dieser hier. Ruhe, Erholung, Entspannung. Auf dem Gelände gibt es sogar ein paar Plätze mit Tischen und Bänken, zu den man wandern kann und sich das Essen bringen lassen kann. Schade, dass wir nur eine Nacht bleiben können.

Tag 9: Oyster Bay – Addo
Tag 9 bietet keine Unterwegs-Highlights, denn wir wollen zugig zu unserer nächsten Unterkunft, gleichzeitig der teuersten auf unserem Weg, denn es geht in Richtung Addo Elephant National Park – und dort herum ist alles recht teuer. Wir haben die uns ebenfalls wärmstens empfohlene Hitgeheim Country Lodge gebucht, die wir über den hässlichen Industrieort Port Elizabeth, der vor allem durch die hohe Zahl an Bettlern auffällt, und Addo erreichen. Die Hitgeheim Country Lodge ist Luxus pur. Eine riesige Hütte nur für uns allein, inklusive Veranda mit Hängematte, einem riesigen Badezimmer mit freistehender Badewanne, in der man mit gigantischem Blick auf das Addo-Elephant-Park-Tal baden kann, sowie zweier Duschen. Eine drinnen, eine draußen. Zufälligerweise sind wir am Ankunftstag die einzigen Gäste (Hauptsaison ist hier unten eher von Dezember bis Februar). Diese Einsamkeit garantiert zwar noch mehr Erholung, aber auch ein etwas seltsames Gefühl, da die Angestellten nun nur für uns da sind und der Chef sein Fünf-Gänge-Menü nur für uns zwei zubereitet (und ich wegen des Magen-Zwischenfalls von Tag 7 nichtmal alle Gänge esse, um meinem Magen noch nicht wieder zu viel zuzumuten). Ebenfalls toll: Es gibt sauschnelles Wireless-Internet in Hitgeheim und so kann ich Euch vielleicht schon heute am späten Abend berichten, wie es ist, wenn man zum ersten Mal in seinem Leben wilde Löwen, Elefanten, Giraffen, … zu sehen bekommt.

popkulturjunkie in südafrika. tag 4. 0

Tag 4 stellte uns im Vorhinein vor die Wahl: Entweder mit der Seilbahn auf den Tafelberg und anschließend in den angeblich so berühmten Kirstenbosch National Botanical Garden - oder aber schon die für Tag 5 geplante Kap-Tour machen. Nachdem der Blick ins Internet nach dem Aufstehen zeigte, dass auch heute wie an den vergangenen Tagen die Fahrt zum Tafelberg nicht möglich war, weil es zu windig und wolkig war, blieb also Variante 2. Und so ging es nach dem Frühstück zum Kap der guten Hoffnung.

Schon die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis - zumindest, wenn man den Weg gegen den Uhrzeigersinn nimmt, also erst die Straßen entlang der Westküste. Eine diese Straßen ist nämlich der Chapman’s Peak Drive, eine der berühmtesten Bergstraßen der Welt mit bewegter Vergangenheit. Es ist hier in der Gegend auch die einzige Straße, für die man eine Gebühr zahlen muss, doch diese Gebühr lohnt sich definitiv. Grandiose Ausblicke auf Meer, Buchten, Berge, Strände, Wellen, Felsen, eine großartige Streckenführung, wirklich toll. Auf der ebenfalls tollen Strecke zwischen Scarborough und Kommetije mussten wir dann halten, weil extrem viele Polizeiautos die Strecke versperrten. Wir fragten uns, ob es einen Unfall gab oder Polizeikontrollen, doch ein paar Kilometer weiter wurde das Rätsel gelöst: Dreharbeiten für einen Sportwagen-Werbespot. Man kann sich auch in der Tat kaum eine bessere Kulisse für einen solchen Spot vorstellen.

Am Cape-of-Good-Hope-Nationalpark angekommen nahmen wir erstmal den direkten Weg zu Cape Point, der höchsten Erhebung und dem besten Aussichtspunkt samt Leuchtturm. Wahnsinnswind, Wahnsinnsausblick und dabei die Gedanken, dass nach diesem Punkt Richtung Süden nichts mehr kommt, außer der Antarktis. Ein Ende der Welt also. Das Kap der guten Hoffnung selbst ist etwas tiefer gelegen, lockt aber natürlich ebenfalls alle Touristen an - schon allein wegen des Fotomotivs mit dem Cape-of-good-Hope-Schild. Auf dem Rückweg bogen wir ab und zu nach rechts und links ab und hatten schließlich doch noch Glück, ein paar Baboons (Paviane) zu sehen, die hier so bekannt und berüchtigt sind. Überall wird man gewarnt, Autofenster zu schließen und sogar die Knöpfe des Autos runterzudrücken, weil die Affen mittlerweile sogar gelernt hätten, Autotüren zu öffnen. Die, die wir gesehen haben, saßen aber recht friedlich am Straßenrand, guckten die doofen Autofahrer an und zogen mit ihrem Nachwuchs durch die Gegend.

Außerhalb des Nationalparks gibt es zudem die Cape Point Ostrich Farm, eine nicht zu touristische Straußenfarm. Niemand darf hier tierquälerisch auf den Straußen reiten und die Farm ist noch eine echte Straußenzuchtfarm und kein Freizeitpark mit Vogelabteilung. Ein deutscher Student (Chris aus Hamburg), der nach seiner Zwischenprüfung ein halbes Jahr aus der Zivilisation aussteigen wollte (und wo kann man besser aussteigen als an diesem grandiosen Ort?) führte uns über die Farm, erklärte uns die Straußen (werden bis zu 65 Jahre alt, bleiben ihrem Partner ihr Leben lang treu, legen einen Monat lang ca. 12 Eier, bevor sie anfangen, sie auszubrüten), zeigte uns die frisch geschlüpften Küken und ein paar Wochen alte Minis und erzählte uns von Schutzmaßnahmen gegen die Baboons. Die klauen nämlich gern mal ein Straußenei, bringen ein Küken um, etc. Nicht, weil sie Hunger haben, sondern weil sie offenbar eine kriminelle Hooligan-Ader in sich haben.

Auf dem Weg nach Kapstadt zurück hielten wir natürlich kurz vor Simon’s Town auch noch an der bekannten Kolonie der afrikanischen Pinguine. Leider waren aber nur ca. 100-200 der angeblich 3000 Tiere zu sehen, weil sie wohl gerade in der Federverlier-Phase steckten, dabei frieren und sich deswegen lieber vom Wind geschützt in den Büschen verstecken. Gegessen haben wir schließlich in Kalk Bay - im “Brass Bell”, wo es direkt am Meer solides Pub-Food gibt. Oder anders formuliert: Am Ende des Tages fuhren wir in den bekannten Fischerort Kalk Bay, um Schweine-Ribs und Chicken-Schnitzel zu essen.

popkulturjunkie in südafrika: die medien (1), tageszeitungen. 0

Als kleine Einschübe präsentiere ich zwischen meinen Tagesberichten mal ein paar Beobachtungen zu den Medien in Südafrika. Ich bin schließlich Medienjunkie, vergewissere mich in Hotels meist zuerst, welche TV-Sender es gibt und decke mich täglich mit zahlreichen Tageszeitungen des jeweiligen Landes ein (sofern ich die Sprache des Landes spreche) und weiß natürlich auch, welches die populärsten Websites des Landes sind.

Beginnen wir heute mit den Zeitungen. Hier in Südafrika gibt es eine blühende Zeitungslandschaft, in wie fern das Wort Zeitungskrise hier schon eine Bedeutung hat, weiß ich nicht. Die meisten Zeitungen, die ich bisher gelesen habe, waren aber zumindest noch voll mit Anzeigen. In Kapstadt besonders verbreitet sind das überregionale Boulevardblatt “Daily Sun”, sowie vor allem die Regionalzeitungen “Cape Times” (erscheint morgens) und “Cape Argus” (erscheint nachmittags), die beide zum irischen Konzern Independent News & Media gehören, der z.B auch den englischen “Independent” herausbringt. Ebenfalls bei INM erscheint die neben der “Daily Sun” größte Zeitung des Landes “The Star”, die vor allem in Johannesburg gelesen wird. Hier ein paar Gedanken zu den Zeitungen:

“Daily Sun”: Eine Boulevardzeitung, die vor allem von den Schwarzen gelesen wird. Schlimmer als “Bild”, denn Politik fand in den beiden Ausgaben, die ich gelesen habe, überhaupt nicht statt. Stattdessen: Sex (23-Jährige zeigt Männern auf offener Straße gegen 20 Rand ihre “Most Private Parts” und wird dafür von 45-jähriger Mama verhauen), Crime (die “Daily Sun” zeigt auch gern mal Leichen), Sport (vor allem Fußball) und ein bisschen Klatsch. Für diese Mischung zahlt man aber auch nur 2 Rand, also umgerechnet ca. 18 Cent.

“The Star”: auf Seite 1 ebenfalls recht boulardesk, aber im Gegensatz zur “Daily Sun” im normalen Zeitungsformat erscheinend und durchaus längere Artikel enthaltend. Als zweites Buch enthält das Blatt wie seine Schwesterzeitung “Cape Times” den “Business Report” mit einer umfangreichen Wirtschafts- und Finanzberichterstattung und Börsenkursen. Zudem gibt es eine offenbar tägliche Beilage mit Kultur- und Ausgehtipps namens “Tonight”. Die “The Star”-Leser sind ebenfalls mehrheitlich schwarz. Herausgegeben wird “The Star” vom Medienkonzern Naspers, bzw. seinem Print-Arm Media 24.

“Cape Times”: Deutlich seriöser als Schwesterblatt “The Star”. Enthält auch den “Business Report”, im ersten Buch aber vor allem Themen aus der Politik und nahezu keine bunten Themen. Scheint ein eher konservatives Blatt zu sein. Interessant fand ich einen Artikel darüber, dass in Südafrika wohl gerade diskutiert wird, ob die Fernsehgebühren durch ein Steuermodell ersetzt werden sollen, weil viel zu wenige Leute ihre Gebühren (ca. 20 Euro pro Jahr) zahlen. Die “Cape Times” wird vor allem von Weißen gelesen.

“Cape Argus”: Wird vor allem von den Coloureds (so werden hellhäutigere Afrikaner (Khoisan), Nachfahren der Sklaven aus dem damaligen niederländischen Ostindien und alle Menschen mit gemischten Vorfahren genannt) und Weißen gelesen. Sieht deutlich populärer aus als die etwas dröge “Cape Times”, ist dabei aber nicht so boulevardesk wie “Daily Sun” und “The Star”. Deutlich weniger Wirtschaftsberichterstattung, dafür gibt’s aber eine Kulturseite namens “Life”.

Insgesamt sind die vier Zeitungen, die ich bisher gelesen habe, deutlich dünner als deutsche oder englische Blätter. Sie bestehen im Normalfall nur aus zwei Büchern, selbst die Sportteile sind in diesem recht sportverrückten Land überraschend dünn.

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