Archive for the 'altes blog' Category


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Hätten Die Toten Hosen bloß immer solche Musik gemacht, wie auf der neuen Single “friss oder stirb”. Dann hätte ich wahrscheinlich vor vielen Jahren nicht angefangen, sie nicht mehr zu mögen. Was nicht heißen soll, dass “friss oder stirb” die Offenbarung wäre. Aber ein Schritt zurück in die richtige Richtung auf jeden Fall.

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Tataaa – die nächsten 3 popkulturjunkie-tv-neustart-kritiken. Wieder nix Lohnenswertes dabei:

“Scare Tactics” / MTV / Hallock Healey Entertainment / dienstags, 21 Uhr – Start: 3. Februar
Versteckte Kamera in der Hardcore-Variante. Niemand wird putzig hereingelgt, alle werden direkt in Alpträume gebeamt. Außerdirdische, die angreifen, üble Verbrechen, in die man hereingezogen wird, um anschließend von Special-Agents verhaftet zu werden. Friseure, die einen Herzinfarkt bekommen, während sie die Haare des Kandidaten schneiden. Zum Teil perfekt gedreht, zum Teil etwas übertrieben unglaubwürdig. Aber in allen Fällen ziemlich heftig. Und präsentiert von Shannen Doherty, die unter Beweis stellt, dass sie auch als Moderatorin ziemlich untalentiert ist. Wäre “Scare Tactics” eine deutsche Produktion, wären die Aufschreie jetzt groß. Landesmedienanstalten würden prüfen, “Bild” würde aufschreien, die Feuilletons würden sich empören. Aber es ist ja eine US-Produktion, also ist alles nicht so schlimm. Wer’s mag. 5 von 10 Punkten.

“Parasiten – Die Killer in uns” / Vox / BBC Worldwide / montags, 22.05 Uhr – Start: 2. Februar
Eine dieser BBC-Doku-Reihen. Eigentlich kann es niemand so gut, wie die BBC. Wie der Name schon sagt, geht es um Parasiten. Zecken, Flöhe, Würmer, Maden. All dieses eklige Zeug, das zum Teil neulich deutsche C-Promis in irgendsoeinem Dschungel belästigt hat. Diese Reihe ist aber leider kein ganz so tolles Beispiel für die BBC-Qualität. Alles etwas sehr populär gedreht und erzählt. Der Ekel-Faktor spielt eine Rolle, das Mitleid mit den Patienten. Mittelmaß. Muss man nicht sehen. 5 von 10 Punkten.

“Cops im Einsatz” / RTL II / blue eyes / montags, 22.15 Uhr – Start: 2. Februar
Wieder mal eine Reality-TV-Sendung, die amerikanische Polizisten bei der Arbeit zeigt. Wieder mal erzählt von der deutschen “Agent Scully”-Synchronstimme. Wieder mal pseudo-spannend produziert. Wieder mal total uninteressant. 2 von 10 Punkten

Und jetzt muss ich mir unbedingt “Comeback – Die große Chance” anschauen, das mein Videorecorder mir dankenswerterweise aufgenomen hat, während ich den grandiosen ZDF-Film sehen musste.

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Die Spaßvögel vom immergut-Festival haben auf ihren Seiten mit der Erklärung des Anfahrtsweges auch ein paar spezielle Anfahrtswege aufgeführt:

Mit einem Taxi ab Paris:
Auch für Monolinguisten möglich: Einfach am Gare du Nord einsteigen und sagen: Monsieur, Neustrelitz en Allemange, s’il vous plait. Aber Achtung: Genug Geld und Musik solltet ihr dabei haben (und vielleicht einen deutschen Straßenatlas für den Taxifahrer). Und wer nicht weiß, was „können wir mal kurz halten, ich müsste dringend auf die Toilette“ auf französisch heißt, sollte vorher noch mal gehen. Dauer: ca. 10 Stunden. Kostenpunkt: ca. 1.100 Euro.

Mit einem Kajak ab New York City:
Für Schnäppchenjäger: man spart nicht nur das Taxi, sondern auch noch das Fitnessstudio für die nächsten 20 Jahre. Wer sich hierzu entschließt, lässt sein mit Proviant für ca. 2 Monate bestücktes Gefährt im Hudson oder East River zu Wasser und paddelt immer Richtung Osten (dort wo die Sonne aufgeht). Ab Europa könnte man sich dann durchfragen. Wichtig: Dieses Unterfangen vorher unbedingt mit der amerikanischen Einwanderungsbehörde und der Küstenwache absprechen. Dauer: je nach Trainingszustand zw. 3 Monaten und einem Jahr. Kostenpunkt: ca. 400 Euro fürs Kajak plus 400 Euro für Proviant abzüglich der gesparten Kosten fürs Fitnessstudio von ca. 9.600 Euro – also rund 8.800 Euro gespart.

Mit einem Esel ab Riad:
Bei dieser Variante raten wir davon ab, sich für den Weg über Nordafrika zu entscheiden – die billigen Fähren nach Italien sind meistens gnadenlos überladen, es gibt keine Verpflegung für Zwischendurch und der Esel darf auch nicht mit. Deshalb mit dem treuen Freund lieber die arabische Halbinsel durchstreifen und über den Bosporus sowie Osteuropa reiten. Für Tierliebhaber gilt der alte Radfahrer-Kalauer: Wer seinen Esel liebt, der schiebt! Vorteil dieser Art des Reisens: Der Proviant muss nicht getragen werden – er läuft selbst. Sicherheitshinweise: Wer durch den Irak will, klaut bitte kein Öl. Und für Rumänien sollte man sich ein Transit-Visum besorgen – sonst bekommt man die alte russische Pistole des Grenzbeamten mal von Nahem gezeigt und der Schaffner tritt euch mit Füßen. Dauer: hängt vom Esel ab, aber ungefähr 2 Monate. Kostenpunkt: ca. einen Sack Getreide im Tausch gegen den Esel.

Mit Kaethe ab Perth:
Eher modern, da mit dem Flugzeug, verliert diese Reise etwas an Charme – dafür ist sie die weiteste. Wer also mit will, findet sich bitte am 22. Mai um 14.00 Uhr Ortszeit (90 Minuten vor Abflug sollten reichen) auf dem internationalen Flughafen von Perth ein. Wir fliegen dann mit der BA über Singapur und London nach Berlin Tegel, wo wir einen Tag später um 11.40 Uhr landen. Von dort aus nehmen wir wahrscheinlich die Bahn nach Neustrelitz. Am Zielort angekommen bleiben noch 5 Tage, um uns irgendwie nützlich zu machen (na super). Dauer: ca. 32 Stunden. Kostenpunkt: ca. 1.100 Euro (inkl. Rückflug).

immergut findet Ende Mai bei Neustrelitz statt. Bestätigte Bands gibt es zwar noch nicht wirklich viele. Aber das wird sich ändern. Mehr hier: http://www.immergutrocken.de/

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“Monsters of Rocco”. Eine fabelhafte Veranstaltung. Ein Benefiz-Festival für die beiden Kinder des vergangene Woche plötzlich verstorbenen Rocco Clein. Anfang März – zwei Tage lang in Köln. Unglaublich gute Bands wie Blackmail, Tomte, Readymade, Sportfreunde Stiller, Turbonegro, Die Sterne, Angelika Express und Superpunk treten auf. Alle verzichten auf eine Gage, niemand will Geld, alles geht an Rocco Cleins Kinder. Alle Infos hier:
http://www.monsters-of-rocco.de

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“Ins Leben zurück”. Wirklich ein toller Film. Leise, langsam. Traurig, aber nicht verzweifelt. Mut machend. Mit schönen stimmungsvollen Aufnahmen aus Schweden. Passender Musik. Und einer fantastischen Martina Gedeck. Grimme-Preis, Du kannst kommen!

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Und dann gibt es da noch diesen wahnsinnig schönen Song namens “where is my boy?”, in dem Chris Martin singt, der aber nicht von Coldplay stammt. Sondern von einem Projekt namens Faultline. Das ist keine Band, sondern ein einzelner Mensch namens David Kosten, ein Elektro-Frickler, der unglaublich traurige, schöne Musik schreibt. Auf Faultlines zweitem Album “your love means everything”, das erstaunlicherweise schon 2002 erschienen ist und bis jetzt an mir vorbeigegangen ist, singen neben Chris Martin auch Michael Stipe von R.E.M. auf dem ähnlich schönen Track “greenfields” und Wayne Coyne von den Flaming Lips. “where is my boy?” kann man hier hören. Und das sollte man unbedingt tun. Wirklich wahnsinnig schöne Musik.

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Ich hab mal die music-tv-Seite, also die mit den ganzen Playlisten von “Fast Forward”, “MTV Spin” usw., auf die Ihr da links klicken könnt, etwas entschlackt. Es gibt jetzt für jeden Monat eine eigene Seite. Und das tollste: der popkultur- und statistikjunkie hat gleich auch noch eine Liste mit den meistgespielten Clips dazugestellt. Die gibt’s ab sofort an jedem Monatsende.

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Peinliche Lieblingssongs, Teil 847:
Es gibt Songs, die findet man gut. Aber normalerweise müsste man sich dafür schämen, weil die Band, von dem der Song stammt, eigentlich so scheiße ist. Aber weil Souveränitat so wichtig ist im Leben, gebe ich hiermit zu, dass ich “i miss you” von Blink 182 verdammt gut finde. Wirklich verdammt gut. Und das passiert mir bei Blink 182 zum wiederholten Male. Vielleicht sind die doch gar nicht so scheiße ;-)
Hauptsache, die Guano Apes kommen jetzt nicht mit einem neuen Song, der mir gefällt. Oder Staind. Oder Nickelback. Uaaaaaahhhhh, ich habe Angst.

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Und die letzten 3 bzw. 2 TV-Neustart-Kritiken für heute:

“Zeitreisen” / 3sat / medicine / sonntags, 19 Uhr – Start: 1. Februar
Sowas können die Öffentlich-Rechtlichen: Doku-Reihen. Diese hier erzählt in 14 Folgen Interessantes über Personen und Ereignisse der Weltgeschichte. In der ersten Folge “Das Gesicht der Welt: Die ersten Schritte in die Fremde” ging es um Kartografie. Interessant, gut gemacht, aber nicht wirklich neu. Daher nur 6 von 10 Punkten.

“Willkommen bei Carmen Nebel” / ZDF / samstags, 20.15 Uhr – Start: 31. Januar
Ihr habt nicht wirklich gedacht, dass ich mir diesen Rotz anschaue, oder?

“Gibt’s doch gar nicht” / RTL / Hurricane / freitags, 22.15 Uhr – Start: 30. Januar
Noch eine Panel-Comedyshow. Scheint das neue Boomgenre zu sein, nicht zuletzt seitdem “Geinal daneben” solche Erfolge feiert. Diese Variante ist aber eine sehr miese Variante. Wieder einmal müssen Comedians etwas erraten. Diesmal wahre, kuriose Geschichten zu vorgestellten Gegenständen. Das größte Problem der Show: der Moderator. Dieter Nuhr moderiert so komplett unmotiviert und gelangweilt, dass man schon deswegen dranbleibt, um mitzubekommen, wenn er einschläft. Ist aber nicht passiert. Schade. Weil Oliver Kalkofe dabei war, gibt’s noch 2 von 10 Punkten.

Damit ihr wisst, welche Kritiken Euch hier in Kürze noch erwarten:

– “Parasiten – Die Killer in uns” / Vox / montags, 22.05 Uhr – Start: 2. Februar
– “Cops im Einsatz” / RTL II / montags, 22.15 Uhr – Start: 2. Februar
– “Rich Girls” / MTV / dienstags, 13.30 Uhr – Start: 3. Februar
– “Scare Tactics” / MTV / dienstags, 21 Uhr – Start: 3. Februar
– “Viva La Bam” / MTV / mittwochs, 21 Uhr – Start: 4. Februar
– “WildBoyz” / MTV / mittwochs, 21.30 Uhr – Start: 4. Februar
– “Judas Game” bzw. “J Game” / Kabel 1 / donnerstags, 20.15 Uhr – Start: 5. Februar
– “Film Festival Berlin” / arte / täglich, 20.15 Uhr – Start: 7. Februar
– “Alles wegen Grace” / RTL / sonntags, 8.10 Uhr – Start: 8. Februar
– “Frauentausch – Das Promi-Special” / RTL II / sonntags, 20.15 Uhr – Start: 8. Februar

Das muss ich aber alles erstmal noch sichten – und darauf hab ich in den meisten Fällen gerade gar keine Lust ;-)

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Und die nächsten 3 Kritiken:

“Schulmädchen” / RTL / Hofmann & Voges Entertainment / freitags, 21.45 Uhr – Start: 30. Januar
Gab es jemals etwas so Dummes, Peinliches, Flaches, Primitives, Niveauloses im deutschen Fernsehen? In den letzten 20 Jahren zumindest nicht. 0 von 10 Punkten.

“Einfach Millionär” / Das Erste / Frank Elstner Productions / donnerstags, 20.15 Uhr – Start: 29. Januar
Die wohl erste Retro-Spielshow. Eingeladene Promis spielen Spiele aus Gameshow-Klassikern nach. Aus “Dalli Dalli”, “Montagsmaler”, “Spiel ohne Grenzen”, u.a. Dazwischen gibt es Filmeinspieler, in denen Promis sich wie in Retro-Shows üblich an die alten Spielshows erinnern. Frank Elstner moderiert gewohnt solide, Monica Lierhaus fällt als Außenreporterin nicht negativ auf. Nebenbei gewinnt ein Fernsehlotterie-Losbesitzer eine Million, aber das ist ziemlich egal. “Einfach Millionär” ist für ARD-Verhältnisse wirklich gelungen. 6 von 10 Punkten.

“Der Heiland auf dem Eiland” / RTL / UFA-Fernsehproduktion / mittwochs, 21.45 Uhr – Start: 28. Januar
Die nächste RTL-Sitcom. Jürgen von der Lippe spielt einen Pfarrer, der auf eine Nordseeinsel abkommandiert wird. Problem: Dort gab es seit über 20 Jahren keinen Pfarrer mehr. Dementsprechend skeptisch sind die Einheimischen. Von der Lippe spielt das sehr gut, ohne plumpe Gags. Ebenfalls gut: der von mir sehr geschätzte Frank Leo Schröder (der Redaktionsleiter aus “Anke”) als Bürgermeister. Insgesamt eine amüsante Serie, die man durchaus einschalten kann, wenn gerade nichts anderes läuft. 6 von 10 Punkten.

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