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Am Freitagabend hab ich zum zweiten Mal eine der meiner Meinung nach derzeit besten und intelligentesten Bands der Welt (die im Übrigen auch einen der rätselhaftesten Bandnamen der Welt hat) gesehen: The Cooper Temple Clause. Bereits nach vier Monaten haben die Männer aus Reading wieder den Weg nach Heidelberg gefunden (“It’s good to be back here in Heidelberg – next to the beautiful river”). Irgendwas hier muss also damals im Juni einen bleibenden Eindruck bei ihnen hinterlassen haben. Das Konzert war verdammt gut. Vielleicht sogar noch ein bisschen besser als damals im Juni, als die Band mir den Vorabend meines Geburtstages versüßt hat. Zunächst gab es zwei (!) Support-Acts: The Veils aus London, von denen ich nie zuvor gehört hatte, die aber sehr okay waren und die Alternative-Tennie-Pop-Rocker Nova International aus Augsburg, die genauso okay waren. Der Höhepunkt des Abends kam dann nach 23 Uhr, getrübt nur durch ein paar Dorf-Prolls, die wohl dachten, sie wären im Fußballstadion und daher ständig “Coopers, Coopers, Coopers” gröhlten und damit dem Rest des Publikums gehörig auf den Sack gingen. Man kann sich eben nicht aussuchen, wer gute Musik hört. TCTC haben eine Mischung von Songs aus ihren beiden Alben gespielt. Ältere Stücke wie “Who needs enemies”, neuere Stücke wie “Promises, Promises” und die unglaublich gute neue Single “Blind Pilots”. Mein persönlicher Höhepunkt des Abends war der Gänsehaut-Track “New Toys” vom neuen Album. Was macht ein TCTC-Konzert so besonders? Sie schaffen es perfekt, die Elektro-Elemente auch live in ihren Gitarren-Rock einzubinden. Sie haben ohnehin ein Gespür für absolute Killer-Melodien. Die Songs sind live noch wesentlich energievoller als auf den CDs. Und sie sind eine Band, die sich perfekt ergänzt. Mal spielen vier Leute Gitarre und Bass, mal stehen drei an der Elektronik. Mal singt der eine die Ergänzungs-Vocals, mal der andere. Ganz zu schweigen vom immer unglaublichen Auftritt des Gitarristen Dan. TCTC haben etwa 70 Minuten gespielt. Natürlich ohne Zugabe. Wie immer. Coole Bands brauchen auch keine Zugaben. Und: Es hat ihnen wieder gefallen in Heidelberg (“This was definitely our best gig so far on our germany-tour”). Sie kommen wieder.

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Die beiden bösesten (aber gerechten) Album-Kritiken aus dem aktuellen NME:

Nickelback – The Long Road: “If I was in Nickelback – and I’m on my knees thanking Christ every single day of my fucking life that I’m not – i would cut off my balls so I couldn’t breed. Just an idea, lads. 0/10”

Mariah Carey – The Remixes: “If this useless, sag-titted old witch were any more ugly she’d be suitable for circus duty. As it is, she’s barely worth a bullet. The least necessary album in the world – evah! 0/10”

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Sneak Previews sind toll. Ich hab zwar schon ein paar der schlechtesten Kinofilme meines Lebens durch Sneak Previews ertragen müssen, aber oft sieht man auch sehr gelungene Filme, die man sich sonst womöglich nicht angesehen hätte. Oder, so wie heute, man sieht einen Film, von dem man schon Tage lang gehofft hatte, dass man ihm im Sneak Preview sehen würde. Lange Rede, durchaus Sinn: Ich hab “Herr Lehmann” gesehen. Und er ist großartig. Die ersten zwei Drittel des Films gehören wohl zum Unterhaltsamsten, dass die Kinowelt je hervorgebracht hat. Christian Ulmen ist brilliant. Ich weiß nicht, ob er eine große Zukunft als Schauspieler hat. Weil ich nicht weiß, wieviel er von sich selbst in seine Rolle eingebracht hat und wieviel er tatsächlich geschauspielert hat. Als Herr Lehmann ist er aber eine perfekte Besetzung. Gemeinsam mit Detlev Buck und anderen sorgt Ulmen für herrlich absurde Szenen. Das zweite Drittel des Films macht aus der Komödie dann eine Tragikomödie. Die Stimmung wird etwas ernster. Das stört aber nicht weiter, es passt einfach. Ich möchte den Film nicht mit Sven Regeners Roman vergleichen. Man kann bei jeder Romanverfilmung sagen, dass das Buch aber besser gewesen sei. Bücher sind nunmal anders als Filme. Ich jedenfalls kann “Herr Lehmann” nur empfehlen. Kino kann traurige Tage retten. Und es kann einen daran erinnern, die Elektrolyte nicht zu vergessen.

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Ich hasse Peaches!!!! Darf man das sagen? Oder gilt man dann momentan als total uncool? Das wäre mir aber so total egal. Deswegen nochmal: Ich kann diese Frau wirklich nicht ertragen!

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Es ist überaus amüsant, Günther Jauch in extrem angetrunkenem Zustand zu sehen! Mehr Details über meine 24 Stunden Köln gibt’s an dieser Stelle aber nicht ;-)

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Ich hab die Yeah Yeah Yeahs lang ignoriert. Obwohl ich sonst eigentlich jedem NME-Hype etwas abgewinnen kann. Aber das, was ich damals von der Band gehört habe, hat mir nicht gefallen. Die Ignoranz: ein Fehler. Die neue Single “Maps” ist eins der schönste Stücke Musik, die jemals geschrieben wurden. In den letzten 3 oder 4 Tagen lief es etwa 40 oder 50 mal in meinem Auto, in meiner Wohnung, in meinem Büro, in meinem Kopf. Und der Clip… Ein wahnsinniger Clip, der von der ersten Sekunde an für Gänsehaut sorgt. Extrem emotionale Bilder voller Melancholie. Sängerin Karen O sieht so zerbrechlich aus und so wunderschön. Und wenn ihr eine Träne aus dem Auge läuft, möchte man mitweinen. “Wait they don’t love you like i love you”. Welch Clip, welch Musik. Wow.

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Noch ein Großer der Popkultur hat uns verlassen. Robert Palmer ist tot. Er starb mit 54 nach einer Herz-Attacke in Paris. Ein schöner Ort zum Sterben. Robert Palmer hat mir nie wirklich viel bedeutet. Mit ein paar Ausnahmen. Eine davon heißt “Johnny & Mary”, erschien 1980 und wurde später jeweils von The Notwist und Placebo großartigst gecovert. Aufsehen erregte 1986 sein Clip zum Welthit “Addicted to Love”, der damals diverse MTV-VideoMusicAwards abräumte. In den letzten Jahren wurde es etwas ruhig um Palmer. In diesem Jahr erschien sein letztes Album “Drive”. Good bye, Mr. Palmer. Aus meiner Stereoanlage ertönt “Johnny & Mary” – in der Version von Robert Palmer.

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Aus dem Editorial der aktuellen Spex-Ausgabe:
“Was alle, euch und uns, dann doch noch mehr vereint als der Wunsch einer kompetenten Kritik an Popkultur zur Zeit, ist: der simple Wunsch nach Liebe.”

Ich schließe mich diesen Worten aber so dermaßen an!

Und übrigens: Hoffentlich kommt spex.de bald wieder…

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Oh my baby baby I love you more than I can tell
I don’t think I can live without you
And I know that I never will
Oh my baby baby I want you so it scares me to death
I can’t say anymore than “I love you”
Everything else is a waste of breath
I want you
You’ve had your fun you don’t get well no more
I want you
Your fingernails go dragging down the wall
Be careful darling you might fall
I want you
I woke up and one of us was crying
I want you
You said “Young man I do beleive you’re dying”
I want you
If you need a second opinion as you seem to do these days
You can look in my eyes and you can count the ways
I want you
Did you mean to tell me but seem to forget
I want you
Since when were you so generous and inarticulate
I want you
It’s the stupid details that my heart is breaking for
It’s the way your shoulders shake and what they’re shaking for
it’s knowing that he knows you now after only guessing
I want you
It’s the thought of him undressing you or you undressing
I want you
He tossed some tatty compliment your way
I want you
And you were fool enough to love it when he said
“I want you”
I want you
The truth can’t hurt you it’s just like the dark
It scares you witless
But in time you see things clear and stark
I want you
Go on and hurt me then we’ll let it drop
I want you
I’m afraid I won’t know where to stop
I want you
I’m not ashamed to say I cried for you
I want you
I want to know the things you did that we do too
I want you
I want to hear he pleases you more than I do
I want you
I might as well be useless for all it means to you
I want you
Did you call his name out as he held you down
I want you
Oh no my darling not with that clown
I want you
You’ve had your fun you don’t get well no more
I want you
No-one who wants you could want you more
I want you
Every night when I go off to bed and when I wake up
I want you
I want you
I’m going to say it again ’til I instill it
I know I’m going to feel this way until you kill it
I want you
I want you
(Elvis Costello: “I want you”)

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Fernsehen kann wirklich Spaß machen. Erst ein sehr unterhaltsames Interview von Charlotte Roche mit Bela B. Dann ein paar ebenso unterhaltsame Erzählungen von Jürgen Vogel in der “Harald Schmidt Show“. Und jetzt noch ein Muse-Special bei “MTV Spin“. Warum kann Fernsehen nicht jeden Tag so sein?

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