Meine Bücher der letzten Tage:

- Markus Seidel – “Satt”: Zwei Menschen. Der eine, ein ausgebrannter Buchautor. Die andere, eine Frau, die gerade ihren Mann durch einen Unfall verloren hat. Ein zufälliges Aufeinandertreffen in einer kleinen norddeutschen Stadt. Eine gemeinsame Nacht. Zwei Versuche, aus dem Leben, das beide auf unterschiedliche Weise satt haben, auszubrechen. Zwei völlig unterschiedliche Wege, dies zu schaffen. Seidel erzählt die Geschichte, indem er zwischen den beiden Charakteren hin- und herspringt und den jeweiligen Teil der Handlung aus beiden Perspektiven zusammensetzt. Nach seinem letzten Buch “Und alle Zeit der Welt”, das mir überhaupt nicht gefallen hat, ist dem Autor diesmal wieder ein besseres Werk gelungen. Melancholie zieht sich durch das gesamte Buch. Und am Ende gibt es Hoffnung und Hoffnungslosigkeit zugleich. 8 von 10 Punkten.

- Bill Broady – “Schwimmerin”: Ein kleiner Roman über eine Schwimmerin auf dem Weg nach oben und ganz nach unten. Erst der Sieg bei den Commonwealth-Spielen, dann Werbeverträge, Baumarkt-Eröffnungen und schließlich ein Angebot für einen Pornofilm. Das ganze in ungewohnter Du-Perspektive geschrieben. Leider ist mir das Buch aber etwas zu kühl und distanziert. Wäre mehr drin gewesen in einer solchen Idee. 6 von 10 Punkten.

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