popkulturjunkie in amerika: etappe 1.

Ungeordnetes vom ersten Tag.

- 8 Stunden im Flieger hab ich mir länger vorgestellt. Gingen eigentlich recht schnell vorbei. Lag vielleicht auch daran, dass ich zehn Tageszeitungen eine höhere Auflage in der IVW-Kategorie “Bordexemplare” beschert habe. Gelesen wurden von mir nämlich: “Süddeutsche”, “FAZ”, “Welt”, “Rheinische Post”, “Westdeutsche Zeitung”, “Express”, “Bild”, “Welt kompakt”, “International Herald Tribune” und “USA Today”. Als Bonus auch noch der “kicker”. Alles wie gesagt ohne einen Cent zu bezahlen. Am längsten hab ich in der “International Herald Tribune” gelesen, am uninteressantesten war die “Welt”.

- Im Lufthansa-Bordfernsehen lief u.a. “Kung Fu Panda”. Hatte keine Lust, aber die Liebste meinte hinterher, er war ohnehin etwas langweilig.

- Zu essen gab es Gulasch mit vier Schupfnudeln und später seltsame in einen Laugenteigmanteil eingebackene Weißwurst mit Senf in der Mitte. Ich habe schon Leckereres gegessen.

- Kommt bloß nicht auf die Idee, einen Shuttle-Service vom Flughafen Newark nach Manhattan zu nutzen: Genervte Fahrer stopfen das Auto voll, als sei es ein Viehtransport und wenn man Pech hat, liefert er erst alle anderen Fahrgäste bei ihren Hotels ab, sodass man ewig durch die Stadt gurkt. Also: Fahrt lieber Bahn oder gleich Taxi.

- New York ist unfassbar voll mit Werbung für die neue TV-Saison. So voll, als gäbe es überhaupt keine anderen Unternehmen mehr, die für Produkte werben. Besonders viel Geld gibt anscheinend ABC aus, das u.a. gleich ganze U-Bahnen gekauft und im Innenraum vollgeklebt hat. Ebenfalls prominent in der Stadt vertreten: “Heroes” und “Fringe”.

- Gegen die Wall Street sind die Sicherheitsbestimmungen des Kanzleramts und ähnlicher Berliner Gebäude ein schlechter Witz. Unglaublich viele Polizisten und Sicherheitsleute, Straßenbarrieren, über die kein Panzer kommt, Flughafen-mäßige Durchleuchtungsgeräte für alle, die dort rein wollen (und dürfen). Wirklich heftig.

- Heftig ist auch immer noch ein Besuch beim Ground Zero. Allein diese riesige Lücke zwischen den Hochhäusern reicht aus, um Gänsehaut zu produzieren. Und wenn man dann noch sieht, wie eng die Straßen sind, die von dort wegführen. Man möchte wirklich nicht da gewesen sein, damals im September.

- Gibt es eigentlich irgendwo auf der Welt einen solch frequentierten Helikopter-Landeplatz wie am Südzipfel von Manhattan. Verblüffend, in welchem Tempo die Lufttaxis dort landen und starten.

- Das Hotel ist absolut in Ordnung, große, saubere Zimmer. Und: Über 30 Fernsehsender. Neben den großen Networks auch alle wichtigen Basic-Cable-Kanäle. Ein bisschen was vom Start der TV-Saison werde ich also auf jeden Fall mitbekommen.

4 Comments so far

  1. Vagabond on September 9th, 2008

    NYC ist schon eine geniale Stadt. Ich finde, mindestens einmal im Leben sollte jeder dorthin. Ich war zuletzt 2005 dort. Ich empfehle Dir – abgesehen von den Standart-Touri-Pflichten – einen Besuch des American Museum of Natural History und des Greenwich Village.

  2. Torsten Dewi on September 10th, 2008

    Jau, New York regelt. Ich war ca. viermal da. Aber nach meiner Erfahrung erschlägt einen der erste Besuch erstmal. Richtig toll fand ich es erst bei meinem zweiten Trip.

  3. Thomas Lückerath on September 10th, 2008

    Hallo nach New York. Wünsche Euch noch viel Spaß da drüben. Ich liebe die Stadt. War in den letzten Jahren so oft da….vermiss sie in diesem Sommer schon.

    Falls Ihr noch die Zeit habt: “230 Fifth” ist eine geile Rooftop-Bar an der Fifth Avenue. Getränke etwas teurer, aber kein Eintritt. Und dafür 20. Etage mit Blick aufs Empire State Building. Kann man super mal eben vorbeischauen. Mehr Infos: http://www.230-fifth.com/

    Ansonsten: Villages und SoHo. Über das Wochenende findet auch das New York Television Festival statt mit zahlreichen Serien-Premieren.

    Liebe Grüße und viel Spaß noch,
    Thomas

  4. Adrian on September 18th, 2008

    Ich plane auch einen NY-Urlaub, bin aber noch unschlüssig, ob ich mir drüben eine Unterkunft buchen und alleine meine Besichtungen machen soll oder ob ich das mit einer Reisegruppe angehen soll.

    Hat vielleicht jemand Tipps für mich?

    LG
    Adrian

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