popkulturjunkie in amerika: etappe 14.

Lazy Sunday in Montréal. Die lange Reise mit ihren Hunderten Kilometern Auto und vielen Fußmärschen fordert allmählich ihren Tribut. Heute hingen wir durch und sind weitgehend wahllos durch die unterirdische Stadt Montréals gelaufen. Es gibt hier nämlich kilometerlange Tunnel und Gänge unter der Stadt, die diverse Einkaufszentren und -passagen miteinander verbinden und dazu führen, dass man die gesamte Innenstadt unterdirisch durchlaufen kann, ohne einmal am Tageslicht gewesen zu sein. Immerhin zum Zeitunglesen reichte die Energie, daher ein paar Anmerkungen zur Zeitungslandschaft Nordamerikas, wie ich sie in den vergangenen Tagen kennengelernt habe:

- Die “New York Times” ist natürlich das herausragende Blatt. Vor allem am Sonntag bietet sie mit zahlreichen Büchern und Magazinen Lesestoff für Stunden. Statt 1,50 Dollar kostet sie dafür am Sonntag auch 5 Dollar, in Kanada sogar fast 10.

- Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir der Boston Globe, der in der Harvard-Stadt vor allem mit überdurchschnittlich viel Wissenschafts-Zeug überzeugt.

- Auch in Kanada gibt es überaus moderne, gut gemachte Zeitungen. Die überregionale “The Globe and Mail” und der “Toronto Star” sind optisch ziemlich gut gemacht und bieten viel Interessantes.

- In Toronto gibt es daneben noch die “Toronto Sun”, die vor allem mit Räuberpistolen gefüllt ist und sich in der Machart an britischen Boulevardblättern orientiert.

- Die “New York Post” und die “New York Daily News” kann man ebenfalls weitgehend vergessen.

- Darüber hinaus ist die leicht verdauliche “USA Today” überall präsent, ist aber schnell durchblättert ohne wirklich Artikel zu bieten, bei denen man hängen bleibt.

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