2008 in listen: “laut.de” / alben. 1

Die 50 besten Alben 2008 nach Meinung der “laut.de”-Redaktion:

01 Vampire Weekend – “vampire weekend”
02 The Kills – “midnight boom”
03 Portishead – “third”
04 Get Well Soon – “rest now, weary head! you will get well soon”
05 MGMT – “oracular spectacular”
06 Sascha Funke – “mango”
07 The Notwist – “the devil, you + me”
08 1984 – “open jail”
09 Nick Cave & The Bad Seeds – “dig, lazarus, dig!!!”
10 TV On The Radio – “dear science”
11 Ratatat – “lp3”
12 The Aim Of Design Is To Define Space – “aimthusiasm”
13 Atmosphere – “when life gives you lemons, you paint that shit gold”
14 Lee “Scratch” Perry – “scratch came, scratch saw, scratch conquered”
15 Foals – “antidotes”
16 The Knux – “remind me in 3 days…”
17 Fleet Foxes – “fleet foxes”
18 The Streets – “everything is borrowed”
19 Peter Fox – “stadtaffe”
20 Hot Chip – “made in the dark”
21 Santogold – “santogold”
22 The B’52s – “funplex”
23 AC/DC – “black ice”
24 Late Of The Pier – “fantasy black channel”
25 Elbow – “the seldom seen kid”
26 Mr. Scruff – “ninja tuna”
27 Kings Of Leon – “only by the night”
28 Los Campesinos – “hold on now, youngster…”
29 British Sea Power – “do you like rock music?”
30 Oasis – “dig out your soul”
31 Cool Kids – “the bake sale”
32 Beta Satan – “girls”
33 Q-Tip – “the renaissance”
34 The Gutter Twins – “saturnalia”
35 Gang Gang Dance – “saint dymphna”
36 Andre Williams – “can you deal with it?”
37 Erykah Badu – “new amerykah part one (4th world war)”
38 Last Shadow Puppets – “the age of the understatement”
39 Blackmail – “tempo tempo”
40 Death Cab For Cutie – “narrow stairs”
41 Bloc Party – “intimacy”
42 Polarkreis 18 – “the colour of snow”
43 EPMD – “we mean business”
44 Roots Manuva – “slime & reason”
45 Peter Licht – “melancholie und gesellschaft”
46 Björn Kleinhenz – “quietly happy and deep inside”
47 Nada Surf – “lucky”
48 Coldplay – “viva la vida or death and all his friends”
49 Marsimoto – “zu zweit allein”
50 Stereo MC’s – “double bubble”

2008 in listen: “laut.de” / songs. 1

Die 50 besten Songs 2008 nach Meinung der “laut.de”-Redaktion:

01 Peter Licht – “räume räumen”
02 Portishead – “the rip”
03 Fleet Foxes – “white winter hymnal”
04 Franz Ferdinand – “ulysses”
05 Fleet Foxes – “your protector”
06 MGMT – “kids”
07 MGMT – “electric feel”
08 Polarkreis 18 – “allein allein”
09 Eagles Of Death Metal – “wannabe in l.a.”
10 DJ Muyava – “township funk”
11 Thomas D – “an alle hinterbliebenen”
12 Zoot Woman – “live in my head”
13 MIT – “park”
14 Guns N’ Roses – “chinese democracy”
15 Asa – “jailer”
16 Stereo MC’s – “the here and now”
17 Deichkind – “arbeit nervt”
18 Sascha Funke – “mango”
19 The Ting Tings – “that’s not my name”
20 The Knux – “cappucino”
21 Why? – “the hollows”
22 Crystal Castles – “courtship dating”
23 Nick Cave & The Bad Seeds – “dig, lazarus,dig!!!”
24 Hot Chip – “ready for the floor”
25 The Streets – “the escapist”
26 The Aim Of Design Is To Define Space – “geboren im winter”
27 The B’52s – “ultraviolet”
28 Soap & Skin – “janitor of lunacy”
29 Beta Satan – “rave kenneth”
30 Snoop Dogg – “my medicine”
31 Hot Chip – “made in the dark”
32 The Black Keys – “lies”
33 Oasis – “i’m outta time”
34 MGMT – “weekend wars”
35 Portishead – “machine gun”
36 Erykah Badu – “the healer”
37 MGMT – “time to pretend”
38 British Sea Power – “waving flags”
39 Atmosphere – “you”
40 Prinz Pi – “2030”
41 Kanye West – “love lockdown”
42 Lee “Scratch” Perry – “sinful fuckers”
43 Coldplay – “viva la vida”
44 Puppetmastaz – “take me on a ride”
45 Hellsongs – “run to the hills”
46 Björk – “declare independence”
47 Foals – “two steps twice”
48 Kollegah – “big boss”
49 Al Green – “lay it down”
50 Frittenbude – “raveland (kettcar cover)”

kaufenswertes papier. 5

Wer die mehrere Stunden lange Bahnfahrt zur Familie noch vor sich hat – oder wer noch Lesestoff für die Phasen zwischen den gefühlt 37 Weihnachts-Mahlzeiten pro Tag braucht – ich hätte da zwei Empfehlungen.

1. “Classic Gaming”. Ein Sonderheft von Computec – mit einem Titelbild, das nur Kenner nicht mit ungläubigem Kopfschütteln betrachten werden. Zu den Highlights gehören viele Seiten zu “Giana Sisters” inklusive Interviews mit Erfinder Armin Gessert (der mit dem A-R-M-I-N-Cheat) und Chris Hülsbeck, ca. 20 Katalog-artige seiten mit den besten Spielen und Infos zu Systemen wie Amiga, C64, NES, GameBoy, Mega Drive und Atari VCS, eine kleine Einführung zum Thema Emulatoren und – man höre und staune – ein Interview mit Manfred Kleimann. Und wer mit dem Namen noch etwas anfangen kann, wird spätestens jetzt zum Kiosk rennen.

2. “sounds”, Ausgabe 1/2009. Thema: 50 Jahre Musikfernsehen. Angesichts der Entwicklungen der vergangenen Jahre ist dieses großartige Magazin eine Art Nachruf für das Musikfernsehen. Vom Beat-Club bis YouTube ist hier alles Wichtige vertreten. U.a. gibt’s ein Interview mit Ray Cokes, die große Beat-Club-Story, die Geschichte des “Rockpalasts”, Erinnerungen an “Formel Eins”, die mittlerweile traurige Entwicklung von MTV von den Anfängen bis jetzt und “33 Pop-Momente” mit Links zu YouTube.

Zu haben sind beide Hefte mindestens am Bahnhofs-Kiosk.

bands we lost in 2008. 4

Sehr schöne Idee von “stereogum“: In Anlehnung an die Filmchen mit den Verstoebenen des Jahres, die beiden Oscar-Verleihungen immer gezeigt werden, ahben sie ein paar Bilder zu Trändendrüsen-Musik zusammengestellt – mit den Bands, die sich 2008 aufgelöst haben. U.a. mit dabei: The Long Blondes, Phantom Planet, Dirty Pretty Things, Wolfmother und Velvet Revolver:

twinglys neue blog-topliste. 8

Vor einigen Tagen hat Blog-Suchmaschine Twingly eine Reihe neuer Blog-Toplisten an den Start geschickt – auch eine für deutschsprachige Blogs ist dabei. Von ein paar Bloggern wurde sie als Alternative zu den “berüchtigten Deutschen Blogcharts” bejubelt, ohne sich überhaupt auch nur zehn Minuten damit zu beschäftigen, nach welchen Kriterien Twingly die Liste erstellt – und ob sie denn überhaupt Sinn macht.

Da mir dank meiner jahrelangen blogcharts-Erfahrungen ein paar Platzierungen in der Twingly-Top-100 seltsam vorkamen, habe ich mich in den vergangenen Stunden mal ausführlich mit der Liste beschäftigt. Ich schreibe meine Erkenntnisse ausführlich und möglichst leicht verständlich auf, damit nicht schon wieder aus irgendwelchen Ecken Rufe kommen, ich würde doch nur meine eigene Liste verteidigen und dumpf die Konkurrenz schlecht reden wollen.

Twingly hat zum Start der Listen geschrieben, sie würden “mainly on inlinks and likes among other things” basieren. Sprich: Entscheidend seien Verlinkungen von anderen Blogs, so genannte “Likes” von Twingly-Nutzern und ominöse andere Faktoren. Klickt man sich nun durch die Twingly-Profile der 100 platzierten Blogs wird aus der geheimnisvollen Rechnung etwas ganz Langweiliges: Die Top 100 basiert offensichtlch einzig auf den Inlinks, zumindest ergeben die Werte in der Zeile “Linked by” der Blog-Profile eine absolut identische Reihenfolge zur Top 100.

Wenn nun also wie bei Technorati (und damit auch meinen deutschen blogcharts) offenbar nur die Verlinkungen, die ein bestimmtes Blog von anderen Blogs erhält, zählen, welcher Zeitraum wird von Twingly denn dann gewertet? Gesagt wird darüber nämlich leider nichts. Die Top-100-Blogs verfügen laut der Twingly-Profilseiten über 547 Verlinkungen auf Platz 1 (“Basic Thinking“) bis 48 Verlinkungen auf Platz 100 (“blog.yoda.ch“). Verglichen mit den Zahlen der deutschen blogcharts sind das also deutlich geringere Werte. Als ich die Verlinkungen meines eigenen Blogs auf der Twingly-Profilseite mit der Twingly-Datenbank verglich, kam ich auf etwa zwei Monate, in denen diese Links zusammenkamen. Das würde die im Vergleich zu den Blogcharts geringeren Zahlen erklären.

Doch dann kam ich durch meine Skepsis auf einigen Rängen schnell zum Kern des Problems: Auch bei “Stylespion“, bei Twingly deutlich schlechter platziert als in meinen blogcharts – kam ich auf einen Wert von etwa zwei Monaten (genau: 2 Monate und 12 Tage), in denen die laut Twingly-Profil gewerteten 64 Verlinkungen zusammenkamen. Aber dann wurde es seltsam: “Sichelputzer” hat laut Twingly 48 Verlinkungen – schaut man sich die Verlinkungen des Blogs in der Twingly-Datenbank an, muss man 5 Monate und 2 Tage zurückblättern, um auf 48 verschiedene Blogs zu kommen. Würde man auch bei diesem Blog nur 2 Monate und 12 Tage werten, ergäben sich nur 28 Links – und nicht 48.

Je mehr Stichproben ich nahm, desto seltsamer wurde es. Bei “Blogschrott” muss man 9 Monate und 28 Tage zurückblättern, um auf die angeblichen 67 verlinkenden Blogs zu kommen, bei “Datenschmutz11 Monate und 13 Tage – und bei “Fischmarkt” kommen sogar überhaupt nicht genug Links zusammen. Laut Profilseite sollen es 48 sein – in der Twingly-Datenbank finden sich aber nur 46 verschiedene Blogs – egal, wie weit man zurückblättert. Mit anderen Worten: Die Twingly-Top-100 ist völlig wirr und macht von vorn bis hinten überhaupt keinen Sinn. Ich weiß nicht, wie genau die Twingly-Rechner die Listen errechnet haben, ich kann nach den vergangenen Stunden aber nur mutmaßen, dass der Würfel dabei eine große Rolle gespielt hat.

Ich finde das sehr schade, denn die Probleme, unter denen Technorati immer wieder leidet, machen die Arbeit an den deutschen blogcharts oft genug zu einem riesigen Krampf. Erst in dieser Woche sind wichtige Funktionen der Technorati-API wieder mal komplett ausgefallen, immer mehr Verlinkungen tauchen gar nicht erst bei Technorati auf und der Support ist so mies wie eh und je. Daher bin ich selbst gar nicht abgeneigt, irgendwann die Grundlage der Blogcharts von Technorati zu einer anderen Blog-Suchmaschine zu verlagern. Twingly war mir bei meinen ständigen Recherchen und Berechnungen dabei in den vergangenen Wochen extrem positiv aufgefallen. Die Anzahl der Verlinkungen, die sich dort finden, ist inzwischen beinahe so hoch wie bei Technorati und liegt deutlich über der Zahl, die Googles leider mangelhafte Blogsearch findet. Wenn Twingly nun also in jüngerer Vergangenheit über eine solch gute Datenbank verfügt, warum veröffentlicht man dann solch eine völlig unsinnige Top-100-Liste? Ich habe Twingly vorhin über meine Recherche-Ergebnisse informiert und bin nun gespannt auf die Reaktion. Ich werde an dieser Stelle darüber berichten.

hülsbecks symphonien. 5

Nach den nostalgischen Kommentaren von Michael muss ich jetzt auch nochmal was zu Chris Hülsbeck schreiben, dem meiner Meinung nach für alle Zeiten besten Komponisten von Computer- und Videospielmusiken. “Turrican” 1 bis 3, “X-Out”, “Apidya”, “Jim Power”, “R-Type”, “Katakis” und und und. Hülsbecks Musik hat ind en 80ern und 90ern eine ganze Generation von Game-Musiken geprägt und braucht sich selbst hinter Hollywood-Größen wie John Williams nicht zu verstecken.

Der Beweis für diese These ist nicht zuletzt das neue Hülsbeck-Album, das just am heutigen Tag geliefert wurde und sich nun zu all meinen anderen Hülsbeck-CDs gesellen darf. “Symphonic Shades” ist der Mitschnitt des gleichnamigen Kölner Konzerts vom August, bei dem ich leider nicht zugegen war. Das WDR-Rundfunkorchester hat dort insgesamt 15 Stücke aus Hülsbecks Werk meisterhaft umgesetzt. Gänsehaut von Track zu Track. Bestellen lässt sich die auf 1.000 Stück limitierte CD (noch) an dieser Stelle. Als Vorgeschmack kann man sich natürlich auch 12 der Stücke bei YouTube anschauen, bzw. anhören. Zu schauen gibt es da nämlich leider wenig. So wie hier beim “Turrican 2”-Theme:

8bithead. 1

Großartig-abgedrehte Chiptunes: Man nehme ein paar Radiohead-Songs und wandle sie so um, dass sie klingen, als kämen sie direkt aus dem C64. So wie diese Version von “paranoid android” zum Beispiel:

Noch sechs weitere Clips gibt’s im dazu gehörenden YouTube-Channel. (via “GoNintendo“)

the great giana comeback. 4

Ich war schon ziemlich begeistert, als ich in der vergangenen Woche in der vorerst nur einmal erscheinenden Zeitschrift “Classic Gaming” vom Comeback eines meiner liebsten Spiele ever las: Jump’n’Run “Giana Sisters” soll Ende März als Version für das Nintendo DS wiederbelebt werden. Die beste Mario-Kopie erscheint also endlich auf einer von Marios Konsolen. Inzwischen ist auch das Video, das auf der “Classic Gaming”-Begleit-DVD zu sehen ist, auf YouTube zu bewundern – und es sorgt eindeutig für noch mehr Vorfreude:

(Video-Link via “Nintendo-Online“)

“dr. house” selbstgemacht. 3

Schon doof, so ein Dienstag ohne neue “Dr. House”-Episode, oder? Aber warum nicht einfach neue Folgen selbermachen? Bei “Cracked.com” gibt’s die verblüffend treffende Anleitung dafür: “Every Episode of ‘House’ Ever

film: “rocky balboa”. 4

Ich hatte lange Zeit Angst vor diesem Film. Weil ich den Niedergang der Reihe bedauert habe, die mit jedem weiteren Film vorangetrieben wurde. “Rocky” war ein Meisterwerk, “Rocky 2” noch okay, aber spätestens mit dem miesen “Rocky 4” war der Mythos für alle Zeit beschädigt. Nun, 16 Jahren nach “Rocky 5” noch eine Fortsetzung? Das konnte verdammt schief gehen. Als am vergangenen Wochenende auf irgendeinem Dritten “Rocky” lief und ich nicht ins Bett gehen konnte, bis Stallone endlich “Adriaaaaaan” schrie, habe ich mir die “Rocky Balboa”-DVD auf den Tisch gelegt – und wollte sie nicht wieder ungesehen ins Regal einsortieren. Heute war es so weit – und meine Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bewahrheitet.

“Rocky Balboa” ist überraschenderweise von der ersten Sekunde an ein würdiger Nachfolger des allerersten Films. Eine Zeitreise an die alten Schauplätze mit Charme, etwas Melancholie und einer ordentlichen Prise Nostalgie. Rocky läuft beim Training die alte Tereppe hinauf, trinkt wieder sein Eigelb und verprügelt Schweinehälften – und all das wirkt zu keinem Zeitpunkt unfreiwillig komisch. Dass es dann zu einem Boxkampf kommt, in dem Balboa mit einem halb so alten Weltmeister mithalten kann, ist natürlich unrealistisch – aber es stört überhaupt nicht, es gehört einfach dazu.

Eins hoffe ich nach “Rocky Balboa” nun aber doch: Hoffentlich war das der wirkliche Abschluss der Reihe. Denn es wäre ein würdiger Schlusspunkt. Einer, der sogar “Rocky 3” bis “Rocky 5” vergessen lässt.

[Meine Wertung: 7 von 10 Punkten]

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