bundesvision song contest (03). 1

Sandy feat. Manuell – “unexpected” für Rheinland-Pfalz. Noch mehr Hip Hop. Und eine Ex-No-Angels-Sängerin, deren Gesangskünste ich irgendwie annehmbarer in Erinnerung hatte. Aber immerhin: Sie liebt ihren Papa. Süß, oder? Der Song hat aber keine Substanz, der Auftritt war schwach. Keine große Chance. Von mir: 1 von 10 Punkten.

bundesvision song contest (02). 1

Nummer 2: Samy Deluxe – “generation” für Hamburg. Leider müssen Fettes Brot, die ich viel sympathischer und besser finde für Schleswig-Holstein antreten und für das tolle Hamburg dieser Spacken Samy Deluxe. Zwar hat er jetzt lange Haare, aber sein monotoner Hip Hop ist immer noch derselbe. Aber eins haben wir gelernt: “Zu viele Leute aus meiner Generation haben zu wenig Inspiration”. Echt? Wow. Ist ja schlimm… Und was können wir da jetzt dagegen tun, du? Samy Deluxe hat wahrscheinlich auch keine Chancen auf den Sieg. Von mir: 1 von 10 Punkten.

bundesvision song contest (01). 1

Mit der Startnummer 1: Mamadee feat. Gentleman – “lass los” für Nordrhein-Westfalen. Typischer Gentleman-Reggae mit Sängerin, die zwar auf deutsch gesungen hat, bei der man aber kaum ein Wort verstanden hat. Richtig eingängig war es auch nicht. Maximal Außenseiterchancen. Von mir: 2 von 10 Punkten.

bundesvision song contest. 2

Der popkulturelle Event des Tages, der “Bundesvision Song Contest” läuft. Und damit diejenigen, die da mitstimmen wollen, auch wissen, wen sie zu wählen haben, werde ich das, was da in den nächsten Stunden passiert an dieser Stelle mal live kommentieren.

popkulturjunkie on tour: saybia. 2

Nachdem ich am Dienstag schon das Slut-Konzert geschwänzt hatte, weil ich müde war und unmotiviert, da ich sie schon zwei oder drei mal gesehen hatte, musste ich heute unbedingt ran. Schließlich hatte die dänische Band Saybia mit “these are the days” eines meiner absoluten Lieblingsalben des vergangenen Jahres produziert. Und wenn ich nach einer anstrengenden Woche auch heute ziemlich müde war, das Konzert hat sich dennoch absolut gelohnt.

Das Publikum war relativ jung und auffällig weiblich. Und das, obwohl Saybia-Sänger Sören Huss auf den ersten Blick nicht gerade ein Frauentyp ist. Leichtes Übergewicht, altes Holzfällerhemd, unrasiert und lange, fettige Haare. Doch wenn er den Mund aufmacht und singt, ist das vollkommen egal. Der von Schubladen-Experten schnell herangezogene Vergleich mit Bands wie Coldplay oder Travis greift viel zu kurz. Die Musik von Saybia, gerade auf “these are the days”, ist intelligenter, abwechslungsreicher, wunderschöner und vor allem sehr nordischer Melancholie-Rock. Und wo gibt es bitteschön im Gesamtwerk von Travis oder Coldplay 17 Minuten lange Songs, deren Struktur sich nicht hinter der Musik von Radiohead oder Sigur Ros verstecken muss?

Zurück zum Konzert. Eine Vorband gab es überraschenderweise nicht, so lag die Konzentration voll auf Saybia. 100 Minuten sollten es werden, vornehmlich vollgepackt mit Material des aktuellen Albums. Das Set begann mit dem großartigen “the haunted house on the hill” (leider ohne die Bläser, die das Stück auf dem Album veredeln), auch Hits wie “brilliant sky” oder “i surrender” fehlten natürlich nicht. In der Zugabe gab es mit “worst case scenario” auch ein Stück, dass erst zum zweiten Mal live gespielt wurde und auf einer (Achtung! Exklusiv-Information!) im Herbst erscheinenden EP zu finden sein wird. Den Schlusspunkt unter ein musikalisch wunderschönes, ab und zu beinahe zu perfektes Konzert setzte dann auch tatsächlich das erwähnte, 17 Minuten lange, unbetitelte Epos von “these are the days”, wenn es in der Live-Version auch ein paar Minuten kürzer war.

Ein lohnender Abend also, mit einer Band, die in ihrer Heimat Dänemark zu den ganz Großen gehört (Ihr Debüt-Album belegte 2002 acht Wochen lang Platz 1 in den Charts) und die auch in Deutschland immer mehr Fans finden wird. Die etwa 200 heute Abend Anwesenden dürften spätestens jetzt dazugehören.

dieter kommt nicht. 2

Erinnert sich noch jemand an die Ankündigung, es würde ein Zeichentrickkinofilm mit Dieter Bohlen entstehen? Der kommt wohl nun doch nicht. Erst war er für den Herbst 2004 geplant, dann wurde der Start auf Januar verschoben und nun taucht er in den Kinostart-Listen gar nicht mehr auf und wird wohl in den Giftschrank wandern. Das kommt davon, wenn man auf einen Hype setzt, der sich irgendwann selbst erübrigt… (via kino-zeit.de)

nerd-content. 8

Wer übrigens mit WordPress bloggt und für seine Zugriffsstatistiken das wunderbare StatTraq-Plugin nutzt, außerdem unter Massen an Referrer-Spam leidet, sollte sich mal diesen kleinen Hack ansehen. Er bewirkt, dass StatTraq Referrer, in denen Worte aus der WordPress-Kommentar-Spam-Blacklist auftauchen, einfach ignoriert. Funktioniert super.

plüschmikroben. 3

Endlich hat mal wieder jemand eine richtige Marktlücke geschlossen: Fußpilz und Magengeschwüre zum Kuscheln.

antworten. 11

Na endlich ist das Stöckchen auch bei mir angekommen ;-)

1. Total amount of music files on your computer:
79 GB. Kein Wunder bei einer Plattensammlung, die den Wert eines guten Kleinwagens hat.

2. The last CD you bought was:
…and you will know us by the Trail of Dead – “worlds apart”

3. What is the song you last listened to before reading this message?
“lackey” von The Others. Großartiger Lärm mit Killer-Melodie von einer dieser The-Bands, von der noch viel zu hören sein wird.

4. Write down 5 songs you often listen to or that mean a lot to you.
In der folgenden, sehr spontan aufgeschrieben Zusammenstellung fehlt bestimmt vieles. Alle Songs sind außerdem stellvertretend für das Gesamtwerk der jeweiligen Bands zu verstehen.

Nirvana – “smells like teen spirit”. Der Song, der mich nach schlimmen Techno- und Heavy-Metal-Phasen zu meinem endgültigen Musikgeschmack gebracht hat.

Sophia – “directionless”. Vom traurigsten, schönsten Album aller Zeiten, das mich durch viele düstere Stunden begleitet hat.

Placebo – “black eyed”. Stellvertretend für so viele Placebo-Songs. Dieser hier, weil ich beim Videodreh auf dem Southside Festival zugegen war.

Radiohead – “karma police”. Weil er mir beim Southside-Auftritt im vergangenen Jahr eine ziemliche Gänsehaut bereitet hat.

The Cure – “untitled”. Weil es der womöglich schönste Song einer der besten Bands der Musikgeschichte ist.

5. Who are you going to pass this stick to? (3 persons) and why?
Herrn Waldar, weil er den Stock von Herrn Shhhh noch nicht gefangen hat.
Herrn argh!, weil er Geschmack hat.
Herrn SUB, weil garantiert etwas abgedrehte Dinge dabei rauskommen würden, wenn er den Fragebogen ausfüllen würde.

hoyzer bei kerner. 1

Das war also der Auftritt des Herrn Hoyzer bei Herrn Kerner. Und was gab es zu sehen? Ein schleimiges, naives, beinahe bemitleidenswertes Kerlchen. Und weitgehend Langeweile ohne neue Erkenntnisse, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt. Immerhin: Kerners Fragen konnte man ausnahmsweise durchaus als “kritisch” bezeichnen.

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