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Seit ein paar Minuten sind die popkulturjunkie-meta-kritik-seiten mit den Kinostarts vom 19. Februar online. Unter den 5 Neustarts gibt es zwei Filme mit extrem guten Kritiken (“Cold Mountain” und “Pieces of April”). Ich werde mir trotz mittelmäßiger Kritiken außerdem “Die Nacht singt ihre Lieder” ansehen. Weil ich deutsche Filme mag. Weil Romuald Karmakar ein brillanter Regisseur ist. Weil Frank Giering einer der besten Schauspieler überhaupt ist. Und weil ich die Melancholie liebe.

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Oh mein Gott! C.C.Catch singt Kylie Minogue! Wobei das Wort “singt” schon eine Übertreibung ist für diese Darbietung. Ich glaube, mein Essen kommt mir wieder hoch.

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Und was ich mich noch frage: Was macht eigentlich dieser “Big Brother”-Jürgen andauernd in all diesen Shows. Hat der nichts anderes zu tun als ständig irgendwo im Publikum rumzuhocken? Oder hat er gedacht, dass er auch eine Art Comeback bekommt, wenn er da auf der Tribüne sitzt?

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Und interessant ist, wenn diese “Deutschland sucht den Superstar”-Kandidatin, deren Name mir gerade nicht einfällt am Samstag “trouble” von Pink besser singt als diese nervige Tic-Tac-Toe-Jazzy jetzt gerade. Allein, wie sie “trouble” (tuaaabl) ausspricht, ist schon unterirdisch.

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Aber traurig ist das schon irgendwie: Wenn jemand wie Limahl, der wahrscheinlich nie zu den besten Sängern gehörte, einen leider nicht schlechten Song von Seal komplett verhunzt und damit seinen Mythos, der noch lang weitergelebt hätte, vollkommen zerstört.

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Die nächsten 3 TV-Neustart-Kritiken:

“delta” / 3sat / donnerstags, 21 Uhr – Start: 12. Februar
Ein neues Intellektuellen-Magazin. Moderiert von dem von mir sehr geschätzten Gert Scobel. Ein Mix aus Filmbeiträgen und interdisziplinären Talk-Elementen mit Philsophen, Psychologen und anderen Wissenschaftlern. In der ersten Sendung ging es um “Kant – Die Geburt der Philosophie der Moderne”. Insgesamt eine sehr interessante Sendung, wohl eine der anspruchsvollsten im deutschen Fernsehen. Sehr interessante Denkanstöße zum Thema Kant in der heutigen Welt. 7 von 10 Punkten.

“Hilfe! Schwiegermutter kommt” / RTL II / Constantin Entertainment / donnerstags, 20.15 Uhr – Start: 12. Februar
Noch ein “Frauentausch”-Abelger. Diesmal tauschen keine Frauen die Familien, sondern eine Mutter mit der Schwiegermutter. In der ersten Sendung war die Schwiegermutter eine so penetrant nervende Frau, dass der Zuschauer kopfschüttelnd vor dem Fernseher saß. Auch ohne diese unglaubliche Frau wäre das Konzept allerdings nicht mehr so spannend – zu austauschbar, zu routiniert. Eindeutig ein “Frauentausch”-Spin-Off zu viel. 4 von 10 Punkten.

“Film Festival Berlin” / arte / maz&movie / täglich, 20.15 Uhr – Start: 7. Februar
arte begleitet die Berlinale mit einem täglichen Magazin. Es gibt Filmausschnitte, Interviews mit Regisseuren und Darstellern, Bilder vom Festival. Das Ganze aus einer sehr angenehmen arte-Perspektive. Für Filmfreunde, nicht für Flamour-Fans. Zwar gibt es auch Partys, Promis, Stars und Sternchen, aber eben nicht nur – wie in den Mainstream-Medien. Insgesamt eine sehr interessante, lohnenswerte Sendung, die wohl noch ein bisschen besser gewesen wäre, wenn die nicht so ganz passende Moderatorin Loretta Stern nicht dabei wäre. 7 von 10 Punkten.

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Hier sind die nächsten 3 TV-Neustart-Kritiken:

“J-Game” / Kabel 1 / Endemol Deutschland / donnerstags, 20.15 Uhr – Start: 5. Februar
Ursprünglich hieß das “J-Game” “Judas Game”, wurde dann aber aus ethisch-moralischen Gründen kurzfristig noch umbenannt. Konzept: 6 Kandidaten erzählen Geschichten, warum sie den Gewinn von 40.000 Euro gut gebrauchen können. Mindestens einer der Kandidaten lügt. In verschiedenen Runden wählen die Kandidaten sich nach und nach raus. In Zweier- und Dreier-Runden können sie Verschwörungen gegen andere Kandidaten verabreden und Strategien austüfteln. Die beiden letzten Kandidaten müssen sich dann geheim entscheiden, ob sie das Geld mit dem anderen teilen wollen oder nicht. Wollen beide teilen, kriegen beide 20.000, will einer nicht teilen, bekommt er das Geld, wollen beide nicht teilen, bekommt niemand auch nur einen Cent. “J-Game” ist eine sehr erfrischende, intelligente Spielshow, bei der es um Menschenkenntnis geht. Da der Zuschauer erst erfährt, ob die Geschichten gelogen waren, nachdem der jeweilige Kandidat das Spiel verlassen hat, kann er am Fernseher seine Menschenkenntnis ebenfalls prüfen und mitraten, welcher der Kandidaten der Judas ist. Weitere Besonderheit: Es gibt keinen Moderator, kein Publikum. Die 6 Kandidaten bekommen von einer Stimme aus dem Off gesagt, was sie tun sollen, sind ansonsten unter sich. Ich werde mir definitiv noch das ein oder andere “J-Game” ansehen. 7 von 10 Punkten.

“WildBoyz” / MTV / dickhouse / mittwochs, 21.30 Uhr – Start: 4. Februar
Noch ein “Jackass”-Nachfolger. Dabei: Steve-O (der ekligste von allen Jackasses) und Chris Pontius. Sie fahren in irgendwelche fernen Länder und machen dort “Jackass-mäßige Stunts mit wilden Tieren. Ärgern Krokodile, lassen Steve-O-Gummipuppen von Haien anfallen, geben Giraffen Zungenküsse, lassen sich von Skorpionen in den Arsch kneifen. Extrem pubertäres Zeug. Herr O, Herr Pontius, “Jackass” ist durch. Habt ihr das noch nicht begriffen? Und mit so einer Show wird der Hype sicher nicht mehr verlängert. 2 von 10 Punkten.

“Viva La Bam” / MTV / Bam Margera Productions / mittwochs, 21 Uhr – Start: 4. Februar
Die neue Sendung von “Jackass” Bam Margera. Die Show ist eine Mischung aus “Jackass” und den “Osbournes”. Hauptrolle: Bam Margera und seine etwas seltsame Familie. In der Folge, die ich gesehen habe, durfte der fette Vater Phil 24 Stunden nichts essen. Kein Restuarant in der Stadt hat im etwas verkauft, Freunde von Bam haben aufgepasst, dass die 24 Stunden eingehalten werden. Lustigerweise war auch die Band Turbonegro dabei, die an dem Tag zufälligerweise in der Stadt gespielt hat und irgendwie mit Bam Margera befreundet ist. Zum Schluss musste Phil dann “Jackass”-mäßig eklige Dinge essen. Insgesamt ist “Viva La Bam” halbwegs amüsant, aber nichts, was man wieder einschalten müsste. 4 von 10 Punkten.

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Und noch mehr Southside/Hurricane-Bestätigungen:
Mit dabei sind nun auch die großartige Band Tomte, Die Fantastischen Vier, The Mars Volta, Monster Magnet, Gentleman & The Far East Band und Dropkick Murphys Anti-Flag.

Zur Erinnerung – Vor 14 Tagen wurden bereits folgende Acts bestätigt:
David Bowie, Placebo, Pixies, The Hives, Life of Agony, Beginner, Sportfreunde Stiller, The (international) Noise Conspiracy, Die Happy, Beatsteaks, Fünf Sterne Deluxe und Danko Jones.

Southside und Hurricane finden 2004 von Freitag, dem 25. Juni bis Sonntag, dem 27. Juni 2004 statt. Tickets kosten wie im Vorjahr 79 Euro inkl. aller Gebühren. Der Vorverkauf startet in Kürze!

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Spannend: Bela B. (Ärzte) und Thomas D. (Fanta 4) haben die Faust-1-Dialoge als Hörbuch aufgenommen. Titel: “Faust vs. Mephisto”. Soll im Sommer erscheinen.

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Jetzt offiziell: Josh Homme hat seinen Bassisten Nick Oliveri aus den Queens of the Stone Age geschmissen. “A number of incidents occurring over the last 18 months have led to the decision that the two can no longer maintain a working partnership in the band.” heißt es in einer Pressemitteilung. Schade. Aber sehen wir’s positiv: Jetzt müssen wir bei QOTSA-Konzerten wenigstens keinen komplett nackten, hässlichen Mann mehr auf der Bühne sehen ;-)

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