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Und schon wieder brilliantes Fernsehen am ARD-Spätabend. Diesmal: “Immer wieder sonntags”. Ein Rückblick auf 50 Jahre “Frühschoppen” und “Presseclub”. Selten eine solch witzige Doku gesehen. Selbst Erzähler Jochen Busse nervt nicht.
Und schon wieder brilliantes Fernsehen am ARD-Spätabend. Diesmal: “Immer wieder sonntags”. Ein Rückblick auf 50 Jahre “Frühschoppen” und “Presseclub”. Selten eine solch witzige Doku gesehen. Selbst Erzähler Jochen Busse nervt nicht.
Chris Martin kann wirklich machen, was er will. Er berührt immer mit seiner Musik. Mich zumindest. Sogar wenn’s ein kitschiger Pretenders-Weihnachts-Song ist, den er covert. Also: “2000 miles” von Coldplay besorgen, Kerzen anzünden und hoffen, dass endlich Schnee fällt…
Das Album des Jahres ist “elephant” von den White Stripes. Das ist nicht meine Meinung, sondern die von Deutschlands Musik-Kritikern. Ich hab mir mal die Arbeit gemacht und zur “Intro”-Bestenliste 2003 die der vier anderen wichtigen Musikzeitschriften dazugestellt. Also die von “spex”, “Visions”, “musikexpress” und “Rolling Stone”. Das White-Stripes-Album führt die Liste des “musikexpress” an, “spex” fand das Outkast-Werk Platz-1-würdig, “Visions” das Mars-Volta-Album, im Rolling Stone siegt Adam Green und im “Intro” sahnt Blur Platz 1 ab. Und warum ist dann “elephant” das Album des Jahres? Weil ich aus den 5 Listen eine Über-Liste errechnet habe. Und dort gewinnen die White Stripes vor Radiohead, den Strokes und dem besten deutschen Album 2003 – natürlich der großartigen Tomte-Platte. An meiner ganz persönlichen Bestenliste 2003 arbeite ich noch. So viel gute Musik… Ach ja: Die ganzen Listen gibt’s auf dieser Seite – und in den nächsten Wochen gut zu erreichen über den “popkultur 2003”-Link, den ihr da oben links in der Spalte seht.
Ich versuch ja immer wieder, Wir sind Helden doof zu finden. Und immer wieder scheitere ich. Die neue Single “denkmal” ist ja schon wieder gut. Muss ich das Album doch noch haben?
Wie groß! Jetzt gerade sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Clip von Sophia im Musikfernsehen: “oh my love”. Danke, MTV!
Ein extrem guter Dokumentarfilm, den ich da eben gesehen habe. “Schlafzimmer” hieß er. Und war von der großartigen Fotografin Herlinde Koelbl. Menschen und ihre Schlafzimmer. Einfache und interessante Menschen. Spannende und langweilige Schlafzimmer. Eine Stunde lang. Heitere, traurige und nachdenkliche Geschichten. Eine Perle, versteckt im Spätabendprogramm der ARD. Ich werd mir wohl das gleichnamige Koelbl-Buch kaufen müssen. Und jetzt noch eine Stunde Placebo bei “MTV Spin”. So macht Fernsehen Spaß.
Auch das kann nur einer: 2 Stunden penetrante, bewusste Langeweile. Und trotzdem bleibt man dran. Es könnte ja noch einen genialen Moment geben. Aber es gab ihn nicht. So wie damals auf dem Schiff. Als man sogar 4 Stunden über sich ergehen ließ. Ich frag mich, warum er in der Prime Time immer so künstlich anders ist. Irgendwie nicht er selbst.
Dank der modernen Technik unserer Zeit gelang es mir nun glücklicherweise doch noch, die von mir wegen anderer sozialer Verpflichtungen verpasste, letzte, wie erwartet unspektakuläre Ausgabe der “Harald Schmidt Show” zu sehen und dabei eine Träne zu unterdrücken. “Achten Sie drauf – auf das Kleingedruckte in Ihrer Lokalpresse, damit Sie nicht versäumen, wenn unserer kurze Winterpause zu Ende ist.” Letzter Worte einer Ära. Ob die Lieblinge des Jahres bis zum Jahr 2020 (so viele freie Plätze sind nämlich noch frei, in der Galerie) wohl jemals gekürt werden? In 10 Minuten fängt der Schmidt-Jahresrückblick an. Zeit, noch ein paar Tränen zu unterdrücken ;-)
Satz des Tages: “Without being rude – it was terrible!” (Jury-Mitglied Simon Cowell in “Superstar weltweit” über den Auftritt von “Superstar” Alexander).
Jetzt schau ich da gerade die “Superstar weltweit”-Wiederholung auf RTL, bewundere diese extrem mies produzierte Show mit all diesen Langeweilern – und dann singt da der langhaarige belgische “Superstar”-Gewinner “lithium” von Nirvana. Respekt! Wobei sich Kurt Cobain in der Tat im Grab umdrehen würde, wenn er wüsste, dass einer seiner Songs in so einer blöden Castingshow auftaucht.