Archive for January, 2005

mein 2004 in listen (teil 2b). 6

Der zweite Teil meines Rückblicks auf die besten Platten des Jahres 2004. Diesmal die Plätze 16 bis 20.

20: Jimmy Eat World – “futures”
Jimmy Eat World habe ich damals kennengelernt, als ihr kleiner, großartiger Hit “lucky denver mint” im deutschen Musikfernsehen rauf und runter lief. Das damalige Album “clarity” war ein Hammer, der Nachfolger “bleed american” war noch toller. Auch live sah ich die Band damals auf einer gemeinsamen Tour mit Ash. Für mich bleibt Jimmy Eat World auch mit der neuen Platte “futures” die mit Abstand beste Emo-Band. Auch wenn die Platte nicht so gut ist wie der Vorgänger, so ist sie dennoch eine der besten Alben des Jahres.

19: Monta – “where the circles begin”
Monta ist Tobias Kuhn, der Sänger der tollen deutschen Band Miles. Mit seinem Solo-Projekt Monta lebt er seine melancholische Ader aus. Akustische Gitarren, Pianos, ein paar kleiner Elektro-Spielereien und immer wieder diese Melodien, die man nicht vergisst. Vor allem “long live the quiet” gehört zu den schönsten Songs des Jahres. Und “where the circles begin” ganz klar zu meinen Platten 2004.

18: Thirteen Senses – “the inviation”
Noch eine dieser Wir-sind-so-toll-wie-Coldplay-Bands, die 2004 in Massen auftauchten. Thirteen Senses gehören zu den besten. Hymnische Melodien gepaart mit einem tollen Sänger, dessen Stimme vielleicht Geschmackssache ist, aber perfekt zur Musik passt. Alle, die Bands wie Coldplay oder Keane mögen, sollten sich Songs wie “thru the glass” oder “do no wrong” anhören. Sie werden hinterher nicht anders können, als sich diese Platte zu beschaffen. “the invitation” fällt gegen Ende zwar etwas ab und kann das Niveau der ersten Tracks nicht halten, toll ist das Album aber auf jeden Fall.

17: Green Day – “american idiot”
Green Day. Eine Band, die mich nun schon seit 11 Jahren begleitet. Damals kaufte ich mir “dookie”, die wohl immer noch bekannteste Platte der Band, mit der sie in Europa ihren Durchbruch schaffte. 11 Jahre und ein paar zum Teil äußerst mittelmäßige Platten später, haben sie mich wieder überzeugt. “american idiot” ist die vielleicht erste Punk-Rock-Oper, u.a. mit zwei Tracks, die länger als 9 Minuten sind. Dazu absolut brillante Songs wie “boulevard of broken dreams” und das ruhige “wake me up before September ends”. “american idiot” ist die Platte für Leute, für die Punk Rock nicht nach 2 Minuten 30 zu Ende sein muss.

16: Virginia Jetzt! – “anfänger”
Vielleicht werde ich durch Platz 16 einige meiner Leser verlieren, die sich mit Ekel abwenden. Aber da muss ich durch. Für die Einen ist Virginia Jetzt! eine miese Schlager-Kapelle, die in all diesen Artikeln über nationale Tendenzen in deutscher Popmusik auftauchte. Für die Anderen einfach eine deutsche Version von Keane. Ich gehöre zu den zweiteren. Und wer offen an “anfänger” herantritt, ohne Vorurteile, der bekommt eines der schönsten Pop-Alben des Jahres. Hört Euch “liebeslieder” oder “der himmel über berlin” an und lasst Euch überzeugen.

große momente der popkulturgeschichte. 2

Adam Green singt in der “Sarah Kuttner Show” Karaoke: den “Flashdance”-Reißer “what a feeling”. Ganz ganz groß.

musikfernsehen gerettet? 0

Naja, ein kleines bisschen vielleicht. Das “intro” hat jedenfalls bekanntgegeben, künftig mit dem WDR-”Rockpalast” zu kooperieren. So wird es im “Rockpalast” Aufzeichnungen von “intro intim”-Abenden und dem 2005 zum ersten Mal vom “intro” augerichteten Melt-Festivals geben. Der Auftakt der Kooperation wird am 10. Februar aufgezeichnet: “intro intim” mit Jack Adptor, Maximo Park und Feeder. Das ist doch was…

der unterschied. 0

“Tagesthemen” (Das Erste): Tocotronic haben eine neue Platte gemacht.
“heute nacht” (ZDF): Die Prinzen sind wieder auf Tour.

harald schmidt. 2

ging so…

sarah kuttner. 0

Ach, tut das gut, zweimal pro Woche doch noch für wenigstens eine stunde Viva einschalten zu können. Live-Musik von dem – wenn auch (vornehmlich von Frauen) etwas überschätzten – Adam Green zu hören. Am Ende der Sendung zu hören, dass morgen Tocotronic zu Gast sind. Ach tut das gut…

Apropos Adam Green: Der ist morgen zu Gast bei Harald Schmidt (!).

armer alter mann. 0

Muss man da jetzt Mitleid haben? Zur ProSieben-Trash-Reality “Die Burg” wird auch eine CD erscheinen. Und da drauf ist u.a. der Titelsong. Und der kommt von Ritchie Blackmore, Älteren vielleicht noch bekannt als Gitarrist von Deep Purple. Puh. So tief kann man sinken. Die anderen Songs auf “Burg-Hits” stammen im Übrigen von Leuten wie Scooter, Klaus & Klaus und DJ Ötzi. Ein absolutes Muss, diese CD. (via musikwoche.de)

mein 2004 in listen (teil 2a). 0

Endlich ist es soweit. Alle Platten des letzten Jahres sortiert, die meisten nochmal gehört, bewertet. Und nun kann ich guten Gewissens ein Ranking meiner Platten des Jahres präsentieren. Und wenn ich schon nicht der Erste mit einem solchen Ranking bin, dann wenigstens der Letzte ;-) In den kommenden Tagen erfahrt ihr also, welche 25 Albums meiner Meinung nach die besten des Jahres 2004 waren. Ich teile die Liste in 5er-Schritte auf. So wird’s auch noch ein bisschen spannend bis zur Verkündung der Nummer 1 und ihr könnt ein bisschen raten, was wohl Nummer 1 sein wird… Starten wir also bei Platz 25:

25: The Killers: “hot fuss”
Als ich damals im Frühjahr die ersten Killer-Tracks der Killers hörte, hätte ich nie gedacht, dass es die Platte nur auf Rang 25 schaffen würde. Zu gut waren diese ersten Lebenszeichen derBand. “somebody told me”, “mr. brightside”. Songs für die Ewigkeit. Doch das Album brachte Ernüchterung. Es bestand aus zwei Teilen. Am Anfang 5 Hits, danach vornehmlich Mittelmaß, das schnell wieder vergessen war. “hot fuss” gehört zu den besten Platten des Jahres. Aber eben nur auf Platz 25.

24: Marr – “express and take shape”
Das Grand Hotel Van Cleef. Eins der besten Labels der letzten Jahre. Tomte, Kettcar, Maritime und eben Marr. Die Hälfte von Marr spielt auch bei Tomte. Das hört man auch manchmal heraus. Und dennoch sit die Musik von Marr ganz anders. Wütender Krach-Rock. Zwar sollte ich später im Jahr feststellen, dass Marr nicht meine Live-Band sind, aber die Platte ist ziemlich groß, verdienter 24. des Jahres-Rankings. Und mit “express and take shape” und “jd mackaye” sind auch noch zwei Songs drauf, an die man sich in Jahren noch erinnern wird.

23: Air – “talkie walkie”
Endlich wieder eine richtige Air-Platte. Nach der Heroin-Platte “10.000hz legend” endlich wieder eine Kiffer-Platte wie die legendäre “moon safari”. An die reicht “talkie walkie” zwar nicht heran, aber Tracks wie “cherry blossom girl”, “mike mills” oder “alone in kyoto”, der wunderschöne Beitrag zum “Lost in Translation”-Soundtrack, zeigen, warum aus Air eine Band wurde, die gigantische Hallen füllt.

22: Delays – “faded seaside glamour”
2004 war auch das Jahr der Bands auf den Spuren Coldplays. Keane, Snow Patrol, Thirteen Senses und die Delays. Schmalz-Indie-Pop mit hymnischen Melodien vom Feinsten. Songs wie “long time coming” oder “hey girl” sprechen für sich. Ohne den einen oder anderen Mittelmaß-Track auf dem Album hätte es sicher noch für eine höhere Platzierung gereicht.

21: Morrissey – “you are the quarry”
Was für ein Comeback. Erst lässt der Mann jahrelang nichts von sich hören und dann so eine Platte. Als ich “irish blood, english heart” zum ersten Mal gehört habe, wäre ich beinahe vom Stuhl gekippt – definitiv einer der besten Songs des Jahres. Und die Platte bot noch mehr: “first of the gang to die” zum Beispiel. Der alte Sack zeigt’s auch heute noch einem Großteil der neuen Bands. Jetzt müsste er nur endlich mal nach Deutschland auf Tour kommen…

ex-musikfernsehen (2). 2

Und direkt danach Lukas Hilbert. Wie gut, dass es tunespoon gibt. Und natürlich jetzt gerade die Sendung, die doch noch “MTV Spin” heißt. Und sich heute auch mit Tocotronic beschäftigt.

ex-musikfernsehen. 0

Ist es nicht bezeichnend, genau an der Stelle, an der vor ein paar Wochen noch Charlotte Roche ihre erste Moderation präsentiert hat, heute Annett Louisan zu sehen? Schlimm ist das…

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