Archive for November, 2006

popkulturjunkie on tour: nick cave in bonn. 2

Es fehlen noch ein paar Worte zu meinem Dienstagabend. Da wohnte ich nämlich einem leicht religiös anmutenden Ereignis in der Beethovenhalle zu Bonn bei: Altmeister Nick Cave gab sich die Ehre. Ohne die Bad Seeds zwar, aber das war mir egal. Den Mann musste ich unbedingt mal live sehen. Eigentlich hatte ich mir ja auch mal geschworen, niemals ein Rockkonzert im Sitzen zu verfolgen. Schließlich ist Sitzen für’n Arsch. Aber was soll man machen, wenn für ein Konzert ausschließlich Sitzplatzkarten angeboten werden? Augen zu und durch. Nach gut 45 Minuten standen ohnehin fast alle auf, gingen an den Bühnenrand oder suchten sich andere Plätze zwischen den Stuhlreihen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, auch wenn mit der kleinen Band-Besetzung auf fast alle bekannten Songs verzichtet wurde. “abattoir blues”, “weeping song”, “mercy seat” waren die meiner Meinung nach bekanntesten Stücke, die er spielte. Es machte Spaß, den vier Musikern zuzuschauen, vor allem dem etwas sehr Waldschrat-mäßig aussehenden Warren Ellis, der ständig an seiner Elektro-Geige zupfte. Der König des Abends war aber natürlich Cave selbst. Wenn er bei agressiveren Passagen am Klavier steht, wild gestikuliert, seine Musiker anfeuert. Großartig. Fast 2einhalb Stunden spielte die Band. So hat sich auch der zugegebenermaßen sehr hohe Preis der Tickets absolut gelohnt.

Noch mehr gelohnt hätte er sich übrigens, wenn hinter uns nicht zwei Typen gesessen hätten, die den Abend dazu genutzt haben, sich zu betrinken und rumzupöblen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal schreiben würde, dass ich die prolligsten Konzertgäste aller Zeiten ausgerechnet bei Nick Cave getroffen hätte. Ständiges Rumgegröhle (“Cave, du Arschloch!”, …), Gestank als würden die Typen nur die Filter ihrer Zigaretten rauchen, absolut ätzend. Aber egal, der Abend war gelungen, den lässt man sich auch von solchen Deppen nicht versauen.

Übrigens hat auch irgendjemand zwei Songs aus dem Bonn-Konzert bei YouTube hochgeladen. Reicht zumindest, um einen kleinen Eindruck zu gewinnen:

online first. 3

Wenn das, was der Axel Springer Verlag da gerade per Pressemitteilung zum Start seines neuen “Welt”/”WamS”/”Morgenpost”-Newsrooms verkündet, wirklich uneingeschränkt gilt, wäre das für deutsche Verhältnisse wirklich ein extrem zukunftsweisender Schritt:

“Dabei gilt die Devise ‘Online First’: Beiträge sind nicht mehr für die Print-Ausgabe des Folgetages reserviert, sondern werden veröffentlicht, sobald sie fertig sind, meist am Mittag oder frühen Nachmittag des Vortags.”

world music desaster. 3

Die World Music Awards. Michael Jackson, der arme Idiot, kommt zu spät, singt nicht, die Veranstaltung muss abgebrochen werden, deswegen müssen die Tokio-Hotel-Kinder ohne Auftritt ins Bett undundund. Klingt nach einem famosen Abend.

noel und die piraten. 6

Die Worte des Tages von Noel Gallagher:

“Fook internet piracy. How boring’s that? I just don’t think I have an opinion on that. We’ll leave that to Lars Ulrich. Make an arse of yourself. Hey, if it’s out there for free and you can find it, then good for you. To be quite honest, between me and you, can I say this off the record? I’ve got enough money. I don’t need any more. Lars Ulrich has got enough money. He don’t need anymore. Keith Richard or Paul McCartney have got more money than sense – look at the way they dress. It’s blatantly evident. We’re well paid, us sucessfull people.”

(via Buchstaben in Bewegung)

trailer: alle “james bond”-filme. 5

Wenn das keine perfekte Möglichkeit ist, sich auf den neuen “Bond” einzustimmen: Bei Cinematical gibt es die Trailer zu allen (!) “James Bond”-Filmen auf einer Seite. YouTube sei Dank! (via The Movie Blog)

fritz rau. 2

Eben voller Begeisterung auf 3sat eine Wiederholung von “Gero von Boehm begegnet Fritz Rau” gesehen. Wie dieser alte Mann voller Enthusiasmus, Tränen in den Augen und wild gestikulierend erzählt, wie er Bob Dylan begegnet ist, Jimi Hendrix bei ihm zu Hause übernachtet hat oder er Mick Jagger kennengelernt hat. Wahnsinn.

fuck off, julia. 21

Wenn dieser Mobilfunkbetreiber, dessen Namen ich nicht nenne, seinen erbärmlich nervenden Werbespot, in dem ständig “Hallo Julia” gesungen wird, tatsächlich bis Weihnachten weitersendet, werden bis dahin alle deutschen Fernsehzuschauer in der Klapsmühle gelandet sein. Hat sich der Staat darauf eigentlich schon eingestellt?

song: jay-z feat. chris martin – “beach chair”. 3

Bei stereogum.com gibt’s den Track vom neuen Jay-Z-Album, auf dem Chris Martin von Coldplay mitsingt. Erster Eindruck: durchaus hörbar und interessant.

gruselige weihnachten. 10

Nein, Wham sind mit “last christmas” noch nicht wieder in die Charts zurückgekehrt – wird aber wie in jedem Jahr sicher im Dezember passieren. Was viel schlimmer ist: Ein paar Rock-Opas haben auf der Suche nach ein paar Dollars Weihnachts-Alben aufgenommen. Zum Einen: Twisted Sister – deren musikalische Komplett-Katastrophe man sich sogar komplett auf der Website anhören kann. Zum Anderen: Billy Idol. Dessen “jingle bell rock”-Clip zum “happy holidays”-Album gibt’s bei Myspace. Aber falls Ihr Euch übergeben müsst: Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

trailer: “the number 23″. 2

Ein großartiger Trailer: Joel Schumachers neuer Mystery-Verschwörungs-Thriller mit Jim Carrey in der Hauptrolle: “The Number 23″. Trailer als Quicktime hier oder bei YouTube hier unten drunter. (via blog.peter-noster.de)

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