charts (2005-06-20).

Und bevor der Rückstand wieder zu groß wird (und “V.i.s.d.P.”-Leser enttäuscht werden), schnell noch eine Chartswoche. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 20. Juni 2005:

86: New Order – “jetstream” / Video / kaufen

Eine weitere Single vom relativ enttäuschenden New-Order-Album. Interessant, dass die alten Herren immer wieder in die Charts kommen. “jetstream” ist eine viel zu poppige, dahinschwurbelnde Nummer, die zwar ins Ohr geht, aber weit von New-Order-Klassikern entfernt ist. Ach ja: Ana Matronic von den Scissor Sisters singt auch mit. 6 von 10 Punkten.

69: Jamiroquai – “feels just like it should” / Video / kaufen

Nach vier Jahren Nachschub von Herrn Jay Kay. Seine Zeiten sind langsam vorbei. Zwar versucht er mit “feels just like it should”, seine Musik in ein neues Jahrtausend herüberzuretten, der Song bietet aber zu wenig und nervt angesichts des ewigen “ya ah ah”. 5 von 10 Punkten.

63: Elize – “automatic” / Video / kaufen

Eine 22-jährige Niederländerin, die als “Dutch Kylie” gefeiert wird. Belangloser Dance-Europop mit Ohrwurm-Melodie, aber ohne neue Ideen. 3 von 10 Punkten.

58: Revolverheld – “generation rock” / Video / kaufen

Wo kommen die denn her? Eine von Sony BMG als weiterer Vertreter des Deutschrock-Welle eingekaufter Act, der mit harten Gitarren und Musik irgendwo zwischen Nu Pagadi und Silbermond aufwartet. Singen irgendwas gegen “Casting-Shit und Popstar-Geträller” und behaupten “Wir sind die Generation Rock”. Wie peinlich ist das denn? 1 von 10 Punkten.

33: Arsenium – “love me, love me” / Video / kaufen

Ein Russe in den deutschen Charts. Arsenie Toderas gehörte im vergangenen Jahr zu O-Zone, die uns mit “dragostea din tei” den Sommer verdorben haben. Jetzt macht er’s solo, lässt ein paar “kalinka”-Töne auf einem billigen Computer nachspielen und singt dazu mit seinem russischen Akzent Erhellendes wie “love me, love me, love me, lalala, feel me, touch me, hold me, lalala”. Katastrophe. 0 von 10 Punkten.

25: Within Temptation – “angels” / Video / kaufen

Immer diese “angels” in all diesen Songtiteln. Within Temptation erfüllen das Gothic-Pop-Songtext-Klischee auch mal wieder perfekt und legen eine weitere Single aus ihrem aktuellen Album “the silent force” nach, die so klingt, wie alle anderen Within-Temptation-Songs vorher auch. So langsam wird’s langweilig. 3 von 10 Punkten.

24: Farin Urlaub – “porzellan” / Video / kaufen

Herr Urlaub und seine neue Single. Die Musik klingt extrem nach einem Placebo-Song, der Text ist für Urlaub-Verhältnisse recht ernst und die Hammer-Melodie, mit der sich der Song in den Kopf brennt, fehlt. Sehr mittelmäßig. Und erwähnte ich, dass die Musik extrem nach Placebo klingt? 5 von 10 Punkten.

12: Gwen Stefani – “hollaback girl” / Video / kaufen

Ach, wäre Frau Stefani doch bei No Doubt geblieben. Wir müssten all diesen Solo-Schmonz nicht ertragen. “hollaback girl” ist schon wieder so ein Song, der nach wenigen Sekunden nervt. Zu Beginn klingt er wie ein Schrott-Titel aus einem dieser seltsamen Steptanz-Musicals, dann gröhlt Stefani andauern irgendwas von “oh oh, this my shit, this my shit”. Sehr nervend. 2 von 10 Punkten.

Die Top 5 vom 20. Juni 2005:
1 (1) Akon – “lonely”
2 (2) Banaroo – “dubi dam dam”
3 (5) Joana Zimmer – “i believe”
4 (4) 2Pac – “ghetto gospel”
5 (3) Backstreet Boys – “incomplete”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Adam Green – “carolina”
- Basement Jaxx – “oh my gosh”
- Brings – “man müsste noch mal 20 sein”
- Clueso – “pizzaschachteln”
- J-Luv feat. Dendemann – “tut mir leid”
- LCD Soundsystem – “disco infiltrator”
- Mac and Rekorder – “silence”
- Maximo Park – “graffiti”
- The Robocop Kraus – “who do they think they are?”
- T.Raumschmiere – “sick like me”

11 Comments so far

  1. die_gabel on July 26th, 2005

    hmm, vielleicht sollte ich das nicht hier reinschreiben (weil man es dann auf ewig nachlesen kann), aber ich muss gestehen, dass ich den gwen-stefani-track eigentlich ganz nett finde. sicherlich nicht das beste, was die neptunes produziert haben, aber für charts-verhältnisse ganz schön weit draussen. wie sich dieser queen-beat so langsam in eine brass-band-nummer verwandelt …

    das ist mir jedenfalls 1000x lieber als zB “don’t speak”, der amtlich grausamsten ballade der pop-geschichte.

  2. ToBa on July 26th, 2005

    Mich erinnert Porzellan immer an 1979 von den Smashing Pumpknis. Klingt am Anfang sehr sehr ähnlich.

    Aber der Song ist trotz anfänglicher Skepsis gar nicht so schlecht. Man gewöhnt sich dran…

  3. Sportbernd on July 26th, 2005

    der adam-green-hype ist wohl auch vorbei, schade ich mag den kerl und carolina mag ich auch

  4. Ben on July 26th, 2005

    Wurde Hollaback Girl nicht von Pharell gemacht (den ich übrigens für genial halte)?

  5. popkulturjunkie on July 26th, 2005

    Autoren: Stefani, Williams, Hugo – das dürfte deine frage beantworten…

  6. die_gabel on July 26th, 2005

    nun ja, neptunes = pharell williams + chad hugo. oder wie oder was?

  7. ecco on July 26th, 2005

    ich muss gestehen, dass ich den nummer 1 song durch zufall bei h&m das erste (und hoffentlich auch das letzte) mal gehört habe. WER KAUFT SICH DENN SO WAS?
    vollidioten?
    aliens?
    einzeller?

  8. Dyke on July 27th, 2005

    Leute die bei H&M einkaufen?!
    (duck-und-wech) ;-)

  9. ecco on July 27th, 2005

    hab ja nicht geschrieben, dass ich dort *einkaufen* war, ich war bestimmt nur aus versehen dort :-)

  10. Dyke on July 27th, 2005

    Jajaaaa, hätt’ ich jetzt auch gesagt… ;-)

  11. Ben on July 28th, 2005

    Aso, Pharell IST von den Neptunes. Nicht gewußt, sry :) Wieder was gelernt.

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