die weisheit des alters.

Bei “Menschen bei Maischberger” (ohne Maischberger) wird heute darüber gesprochen, ob die deutsche Sprache nicht durch all die schlimmen Anglizismen in Gefahr ist. Nach wenigen Minuten beendet Marcel Reich-Ranicki die Sendung mit den Worten “Das ist eine völlig überflüssige Diskussion. Nur wenn sie heute Abend kein sinnvolles Thema gefunden haben, kann man sich darüber unterhalten.” Leider hat man anscheinend kein sinnvolles Thema gefunden, denn diskutiert wird nach dem Eröffnungs-Statement von Reich-Ranicki weiter.

17 Comments so far

  1. robert on March 21st, 2007

    das hätte ich zugern gesehen.. ich mochte den marcel schon immer

  2. NoOneYouKnow on March 21st, 2007

    Warum kommt er überhaupt in die Sendung, wenn er Diskussionen über das Thena im Grunde überflüssig findet!?

  3. Benni on March 21st, 2007

    Den hat man kurz vor der Sendung erst aufgetaut. ;)

    Grüße,
    Sascha

  4. Stefan (Weltsicht Südtribüne) on March 21st, 2007

    Da wird mir der Reich-Ranicki richtig sympathisch. Viel bedrohlicher als Anglizismen ist für die deutsche Sprache übrigens das Verschwinden des s an wichtigen Positionen.

  5. popkulturjunkie on March 21st, 2007

    wieso? wo denn? ;-)

  6. Stefan (Weltsicht Südtribüne) on March 21st, 2007

    Du chummelst!

  7. marcel weiss on March 21st, 2007

    Ich mag meinen Namensvetter.
    toll war auch, wie er Söders unsinnigen Vorschlag Deutsch ins Grundgesetz zu schreiben, auseinandernahm.
    “Wissen Sie, man erkennt ganz einfach, wenn jemand selbst weiß, dass er Unsinn redet. Nämlich dann, wenn er seinen Vorschlag begründet mit ’symbolisch’.”

  8. flyinggirl on March 21st, 2007

    reich-ranicki ist n cooler typ … ich seh den gerne.

  9. Sebastian on March 21st, 2007

    @marcel: Das ist ja ein geiles Zitat *kopier* :-)
    Meinetwegen können wir alle irgendwann englisch sprechen. Sprache ist Demokratie pur, und das ist okay. Wenn keiner deutsch mag, hat das wohl seinen Grund. Word.

  10. NoOneYouKnow on March 22nd, 2007

    Word ist der Grund, warum keiner deutsch mag? Soviel Macht hat Microsoft nun auch wieder nicht. :-)

  11. Stefan (Weltsicht Südtribüne) on March 22nd, 2007

    In dem Zusammenhang: In Deutschland käme nie jemand auf die genial-einfache Idee (das muss man ihnen einfach mal lassen. Auch als Apfel-Nutzer) eine Textverarbeitungein Schreibprogramm “Wort” zu nennen. Hier würde das vermutlich TVP heißen.

  12. Susan on March 22nd, 2007

    Apropo Anglizismen. Einige sind in unserem Sprachgebrauch schon so gebräuchlich, dass wir gar nicht mehr ohne zurechtkommen. Oder möchtet ihr den Couch – Übungsleiter, Recycling – Wiederverwertung oder Team – Arbeitsgemeinschaft nennen?

  13. Knut on March 22nd, 2007

    @susan

    leider ist meine couch kein übungsleiter, sonst wäre dieser verdammte bauch nicht;)

  14. SvenK on March 22nd, 2007

    Liebe Susan,

    Warum mein Sofa nun Übungsleiter heißen und im Maskulinum daher kommen soll ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich meintest Du Coach.
    Die von Dir angeführten Beispiele finde ich übrigens auch in der deutschen Version recht erträglich, auch wenn Coach i.d.R. eher mit Trainer übersetzt wird. Man muss es ja nicht übertreiben, aber wenn es keine sinnvolle deutsche Übersetzung gibt, muß man nach nicht hecktisch nach einer suchen.
    Der Versuch Sprache zu formen ist ohnehin zum Scheitern verurteilt. Es macht eh jeder was er will. Und wer unbedingt Stillstand in der Sprache will soll eben Latein lernen.

  15. mr. brightside on March 22nd, 2007

    Marcel Reich-Ranicki hat einmal einen wunderbaren Satz übers Fernsehen verloren:

    “Das Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer.”

  16. Susan on March 27th, 2007

    Hallo SvenK,

    du hast natürlich Recht. Wenn man es aber sehr genau nimmt, bedeutet Couch nicht Sofa, sondern Polsterbank. Sinnvolle Übersetzungen gibt es, sie werden aber als unmodern angesehen und deshalb nicht verwendet. Oder warum nennen wir: Kinder – Kids, den Kabarettist – Comedian oder Kavalier – Gentleman?

  17. [...] hatte gestern Abend bei “Maischberger” den gleichen Gedanken wie der popkulturjunkie: Nach wenigen Minuten beendet Marcel Reich-Ranicki die Sendung mit den Worten “Das ist eine [...]

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