pleiten, pech und phoenix. 8

Gerade bei Phoenix. Moderatorin interviewt Hans Leyendecker zum Thema BND, 5 Sekunden Stille entsteht, Moderatorin ist verwirrt, fragt Regie, was sie jetzt machen sollen.

Stimme aus dem Off: “Stell einfach die Frage nochmal, wir schneiden das dann.”
Moderatorin: “Aber ich habe jetzt keine Frage mehr und Herr Leyendecker war doch fertig.”
Stimme aus dem Off: “Dann moderiere ganz normal ab, wir schneiden das dann.”
Moderatorin zu Leyendecker: “Gut, Sie wissen ja wie das funktioniert. Sie waren ja fertig mit der Antwort. Gucken Sie einfach nochmal in die Kamera und ich moderiere dann ab.”
Leyendecker starrt leer in die Kamera.
Moderatorin: “Vielen Dank, Herr Leyendecker, an dieser Stelle sprechen wir später weiter.”
Moderatorin (nicht zufrieden) zu Regie: “Das machen wir gleich nochmal, das war nicht gut.”
Stimme aus dem Off: “Okay. Bitte.”
Moderatorin: “Vielen Dank, Herr Leyendecker, an dieser Stelle sprechen wir später weiter.”
Der nächste Bericht wird anmoderiert und ungefähr 60 Sekunden ungewollte große Fernsehunterhaltung sind zu Ende.

Wer es verpasst hat (wer schaut außer mir schon Phoenix?): Morgen gibt’s sicher eine Wiederholung bei Premiere-“Zapping” und gegebenfalls bei “TV total” auf ProSieben.

25 jahre “spex”. 2

Am 27. Januar erscheint die Jubiläums-Ausgabe der “spex”. Und nun sind die ersten Details zum Heft bekanntgegeben wurden. So wird es eine beigelegte DVD geben, auf der “25 Musikvideo-Klassiker aus 25 Jahren spex” zu sehen sind: The Jam, Sonic Youth, Beck, The Notwist, Johnny Cash, Franz Ferdinand, … Im Heft selbst gibt es 30 Interviews (u.a. mit Charlotte Roche) und alle Redaktions-Charts von 1984 bis 2005. Sicher eine gute Investition, das Heft. Alle Details bei spex.de.

pinocchio !?! 2

Ich freue mich schon auf die nächste Charts-Kritik: “Nun hat der neue Pinocchio-Boom auch Deutschland erreicht: “Klick Klack”, die deutsche Fassung des ursprünglich französischen Top-Hits “T’es pas cap Pinocchio”, landete auf Anhieb auf Platz 12 der Media Control Single Charts. Unterstützt wurde dieser Überraschungserfolg der deutschsprachigen Single, die Schlümpfe-Erfolgsautor Michael Rick mit einem kongenial pfiffigen Text ausgestattet hat, von einer großen Kampagne des Fernsehsenders Super RTL.” (Pressemitteilung Capitol Music)

schlagerfritzen unter sich. 1

Da wächst zusammen, was zusammengehört: “Thomas M. Stein übernimmt zum 1. März den Vorstandsvorsitz der Jack White Productions AG.

golden globes. 1

So. Und jetzt gehe ich ins Bett und schaue noch ein bisschen der Golden-Globes-Verleihung zu. Live gebloggt wird dabei aber nicht. Stattdessen gibt es morgen ein kleines Fazit zu Gewinnern und Verlierern.

Nachtrag: Das Fazit erspar’ ich mir – hier steht eh’ alles viel netter.

tv-start-kritik 2006/042: “letzte reise”. 1

“Letzte Reise” / arte / zero film / werktäglich, 20.15 Uhr / Start: 16. januar 2006

Oft sind es die kleinen Sendungen auf kleinen Sendern, die die höchste Qualität bieten. So in diesem Fall. “Letzte Reise” begleitet todkranke Menschen und diejenigen, die sie auf diesem letzten Weg begleiten. Angehörige, Ärzte und Pfleger. Das wird so emotional und doch nüchtern erzählt, das man völlig mitgerissen wird und eine unheimlich intensive Stimmung entsteht. Ein großes kleines Stück Fernsehen, das absolut Grimme-Preis-verdächtig ist. 9 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/041: “die beziehungscouch”. 0

“Die Beziehungscouch” / WDR Fernsehen / WDR / montags, 22 Uhr / Start: 16. Januar 2006

Paartherapie im Fernsehen. “Die Beziehungscouch” ist eine Art “Super Nanny” für Paare mit Problemen. In jeder Sendung wird ein Paar zu Eva-Maria Zurhorst geschickt, die Hilfe leistet. Es wechseln sich Doku-Soap-Bilder mit Szenen aus den Sitzungen ab. Das alles ist halbwegs gelungen, nicht so laut wie die “Super Nanny”. Nach einer gewissen Zeit stellt sich jedoch Ernüchterung und Langeweile ein. 5 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/040: “wettlauf zum mond”. 0

“Wettlauf zum Mond” / Das Erste / BBC + Channel One Russia + National Geographic + Norddeutscher Rundfunk / montags, 21 Uhr / Start: 16. Januar 2006

Eine Doku-Reihe über die Entwicklung der Raketen, die schließlich zur Reise zum Mond geführt hat? Da gab’s doch schon Tausende ähnliche Sendungen. Diese hier ist aber anders. Sie zeigt die damalige Geschichte nicht mit Archiv-Bildern, sondern mit extrem gut produzierten nachgestellten Spielszenen. Zwischendurch kommentiert eine Erzählstimme und treibt die Handlung damit weiter. Eine absolut spannende Herangehensweise an ein immer noch interessantes Thema. 7 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/039: “leben für die liebe”. 1

“Leben für die Liebe” / ZDF / Grundy UFA / werktäglich, 15.10 Uhr / Start: 16. Januar 2006

Die Telenovela-isierung des deutschen Fernsehens nimmt seinen Lauf. Ab sofort sendet das ZDF zwei dieser Serie. In “Leben für die Liebe” dreht sich alle sum Tessa, die in die Stadt zieht, einen Job sucht, einem Skandal auf die Schliche kommt und dann bei einem Unfall ihr Gedächtnis verliert. Und das, nachdem sie sich eben Hals über Kopf verliebt hat. Eine Menge Stoff für die üblichen Verwicklungen also. Die Dialoge der Serie sind natürlich eher schwach, die Darsteller allerdings machen ihre Sache gut. Und durch die Gedächtnis-Sache und den Skandal im Krankenhaus entsteht sogar so etwas wie Spannung. Eine bessere Telenovela. 5 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/038: “sat.1 am mittag”. 2

“Sat.1 am Mittag” / Sat.1 / Sat.1 / werktäglich, 11.30 Uhr / Start: 16. Januar 2006

Nun greift Sat.1 RTL auch in der Mittagszeit an. Schwierig genug wird es für “Sat.1 am Mittag”, denn “Punkt 12” gehört zu den erfolgreichsten Sendungen im deutschen Fernsehen. Das neue Sat.1-Mittagsmagazin bietet einen wenig überraschenden Mix aus Boulevard, Service, Promis, Talk und einem Hauch von Nachrichten, das alles solide moderiert und gut umgesetzt. Die Sendung wirkt nicht so brüllerisch wie andere, ist mit 90 Minuten aber etwas zu lang. 5 von 10 Punkten.

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