tv-start-kritik 2006/030: “sonja wird eingezogen”. 5

“Sonja wird eingezogen” / RTL / Allcom Film + AV GmbH / sonntags, 19.05 Uhr / Start: 8. Januar 2006

Fernsehen aus dem Skurrilitätenkabinett: Drei 60 Minuten lange Dauerwerbesendungen für die Bundeswehr. Und mittendrin Sonja Zietlow, die immer, wenn die Kamera dabei ist, so tut, als wäre sie mitten in der Grundausbildung und alles wäre so anstrengend. Wer zur Hölle hat das in Auftrag gegeben und ist dabei davon ausgegangen, es könnte ein Erfolg werden? Für die technisch perfekte Produktion gibt es gnadenhalber 2 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/029: “newton”. 0

“Newton” / ORF 1 / sonntags, 19 Uhr / Start: 8. Januar 2006

Das können die Öffentlich-Rechtlichen ja gut: Erfolge der Privaten nachahmen. Der ORF hat nun ein neues Wissensmagazin im Programm, das ähnlich aussieht wie “Galileo” oder “Welt der Wunder”. Moderiert von einer hübschen Dame namens Carolina Inama geht es um übliche, überraschungsfreie Themen aus dem Alltag, der Tierwelt etc. 5 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/028: “cowboys in niedersachsen”. 0

“Cowboys in Niedersachsen” / NDR Fernsehen / zentralfilm / sonntags, 15.45 Uhr / Start: 8. Januar 2006

Ein Dreiteiler über das Landleben in Niedersachsen. In der Folge, die ich gesehen habe wurde u.a. ein Schäfr in meiner Heimat, dem Landkreis Uelzen gezeigt. Nett erzählt, aber nur bedingt interessant. 4 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/027: “gigantisch”. 0

“Gigantisch” / Discovery Channel / Barna-Alper Productions / sonntags, 21.10 Uhr / Start: 1. Januar 2006

Eine Doku-Reihe, in der die Entstehung großer Bauwerke gezeigt wird. Allenfalls geeignet für Leute, die auch gern das Treiben auf Baustellen begutachten. 3 von 10 Punkten.

“könige der schmerzen”. 2

Lesenswert: Alexander Gorkow schreibt in der “Süddeutschen” über den Depeche-Mode-Tour-Auftakt in Dresden.

delta radio: “club van cleef”. 2

Kleine Erinnerung, morgen abend doch bitteschön das Radio einzuschalten (bzw. für Nicht-Norddeutsche: das Internet einschalten). Um 19.40 Uhr gibt’s dann bei delta radio nämlich die erste Sendung “Club van Cleef”, in der Reimer Bustorff und Simon Raß von der besten Plattenfirma der Welt montags und donnerstags jeweils eine Stunde lang tolle Musik spielen werden. Auch Thees Uhlmann ist für Gastauftritte angesagt.

großartiges heidelberg. 3

Ein Eintrag, der wohl nur Leute interessieren wird, die in Heidelberg wohnen: Die kommenden Wochen werden großartig. Dank des Karlstorbahnhofs. Nach dem Tomte-Konzert am 30. Januar geht’s nämlich gleich fabelhaft weiter: Am 7. Februar spielen Kashmir, am 15. Februar Death Cab for Cutie, und am 12. März Blackmail. Und zwischendrin, am 22. Februar gibt’s ein ganz anderes Highlight: das Mittwochsfazit mit extrem lustigen Texten von Horst Evers und Bov Bjerg, sowie Musik von Manfred Maurenbrecher gastiert in Heidelberg. Alles sehr empfehlenswert.

tv-start-kritik 2006/026: “rom”. 0

So. Und am Ende des heutigen TV-Start-Kritiken-Marathons noch eine zu einer Serie, die erst heute Abend startet.

“Rom” / Premiere 1+2 / HD Vision Studios + BBC + HBO / sonntags, 20.15 Uhr / Start: 15. Januar 2006

“Rom” ist mit 115 Millionen Dollar Produktionskosten eine der teuersten Fernsehserien aller Zeiten, Premiere feiert sie dementsprechend als DAS TV-Ereignis des Jahres. In den USA und Großbritannien lief die erste Staffel bereits erfolgreich, die deutschen Free-TV-Rechte hat RTL erworben. Die zwölf bisher produzierten “Rom”-Folgen spielen im Zeitraum von 52 bis 44 vor Christus. Julius Cäsar, römischer Feldherr, befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Eroberungsfeldzüge in Gallien. Seinem ehemaligen Freund Pompeius ist Cäsars Macht und Einfluss längst zu groß geworden, er schmiedet gemeinsam mit dem römischen Senat Intrigen und erklärt Cäsar schließlich zum Staatsfeind. Die Folge: Cäsar marschiert mit einer Legion von 5.000 Mann nach Rom und übernimmt die Macht. Pompeius und seine Mitstreiter fliehen unterdessen nach Griechenland. Später führt Cäsar Krieg gegen Pompeius, lernt Kleopatra kennen und zieht in weitere Schlachten. Rund um diese spannenden Ereignisse entspinnt „Rom“ geschickt eine Mischung aus komplexem Polit-Drama, Kriegs-Saga und Soap. Intrigen, Gewalt, Liebe, Sex und Spannung. Dabei mixt die Serie historische Fakten mit erdachten Handlungssträngen. Beispielsweise wird das Leben zweier normaler Soldaten und ihrer Familien gezeigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die in der damaligen Zeit spielen, zeigt “Rom” die Stadt nicht als sauberen, mächtigen, perfekt organisierten Ort, sondern macht den Zuschauer auch mit den dunklen Seiten bekannt: Bordelle, düstere Kneipen, religiöse Rituale und pure Dekadenz. Alles in allem gut besetztes, zu Beginn etwas schwerfällig erzähltes Fernsehen, bei dem das Dranbleiben lohnt, denn spätestens nach zwei oder drei Folgen entwickelt sich ein Suchtfaktor. 8 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/025: “jack & jill”. 1

“Jack & Jill” / Nick / The Canton Company + Warner Bros. Television / samstags und sonntags, 20.15 Uhr / Start: 14. Januar 2006

Wenn eine Serie in deutscher Erstausstrahlung bei Nick läuft, heißt das wohl, das kein größerer Sender an den Erfolg geglaubt hat. Im Fall von “Jack & Jill” hat das amerikanische Publikum mit dafür gesorgt. Sie wurde nach 32 Folgen vom Network The WB abgesetzt. “Jack & Jill” ist ein Drama-Comedy-Mix, in dem es um Jacqueline Barret und David “Jill” Jillefsky geht. Jack flieht kurz vor ihrer Hochzeit nach New York, weil sie erfahren hat, dass ihr Bräutigam sie mit der Brautjungfer betrogen hat. Bei ihrer Freundin Audrey trifft sie auf Jill. Die beiden verlieben sich, kommen aber nicht so richtig zusammen. Eine typische Twen-Serie ohne Überraschungen. 4 von 10 Punkten.

tv-start-kritik 2006/024: “adventure inc. – jäger der vergessenen schätze”. 0

“Adventure Inc. – Jäger der vergessenen Schätze” / RTL II / Fireworks Entertainment + Tribune Entertainment + Valhalla Motion Pictures / samstags, 17.05 Uhr / Start: 14. Januar 2006

“Adventure Inc.” ist eine typische RTL-II-Serie. Eine recht billige Produktion, von der in den USA auch nur eine Staffel lief und das nicht einmal auf einem der großen Networks, sondern in der Syndication. Michael Biehn spielt einen Schatzjäger, der mit seinem Team jede Menge Abenteuer besteht und sich mit diversen Bösewichten anlegt. Zu der Billig-Produktion gehören auch plumpe Dialoge und eine wenig spannende Handlung. 4 von 10 Punkten.

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