0

Diverse Interpreten.

– Das lang, viel zu lang, herbeiersehnte Nirvana-Boxset mit ganz vielen unveröffentlichten Raritäten soll nun endlich am 22. November erscheinen. Der Arbeitstitel ist “with the lights out”. Enthalten sind drei Audio-CDs mit über 40 Tracks und eine DVD u.a. mit einer frühen Live-Show. Welche Songs und Versionen enthalten sind – und ob diese für Nirvana-Sammler, die z.B. die “outcesticide”-CDs besitzen wirklich noch neu und veröffentlicht sind – ist noch geheim.

– Billy Corgan, ehemaliger Smashing Pumpkin, schreibt auf seiner Website folgende erfreulichen Sätze: “I am happy to report that my album is finished and we are now in the mixing stage for the next three weeks. As of right now we are set to release in the spring?spring seems a long way away sitting her right now, but time flies when you are me so it shouldn?t be that long. I am very excited about the album as I feel I have created something relatively fresh and vibrant and exciting to my ears. I know that I like it and that makes me smile.”

– Robert Smith wird am 21. Oktober die Sendung von John Peel bei Radio One moderieren, weil der im Urlaub ist. Er spricht auch über frührere Cure-Peel-Sessions und spielt Tracks daraus. Den neuen träumerischen The-Cure-Clip zum großartigen “taking off” kann man sich übrigens hier anschauen.

1

Neue Woche, neue Charts, neue New-Entries, neue popkulturjunkie-Kritiken. Hier sind die Einsteiger in die deutschen Singlecharts vom 4. Oktober 2004:

92: Michael Kleitmann & The Scorpions – “you are the champion”
Was ist schlimmer? Dass es die Scorpions noch gibt? Dass sie eine Platte mit einem so genannten Poptenor namens Kleitmann aufnehmen? Dass diese Platte eine “Hommage an Michael Schumacher” ist? Dass sie eine schlimme Coverversion des ohnehin seit Jahren unhörbaren Queen-Stücks “we are the champions” ist? Das ist alles so schlimm. So so so schlimm. 0 von 10 Punkten.

87: Angelzoom – “fairyland”
Angelzoom, das ist Claudia Uhle, die Sängerin der Band X-Perience, die von Mitte der 90er bis Anfang der 00er ein paar echt schöne Songs veröfentlicht hat. “a neverending dream” zum Beispiel. Traumhaft schöner Pop ohne Ecken und Kanten. Nun macht sie’s solo: “fairyland” ist die erste Single eines Albums, auf dem leider auch Leute wie Joachim Witt und Apocalyptica vertreten sind. Auf “fairyland” zwar nicht, dennoch ist der Song relativ langweilig. Man fühlt sich dank der Stimme von Frau Uhle sofort an X-Perience erinnert, doch die absolute Killer-Melodie fehlt. 3 von 10 Punkten.

85: Bomfunk MC’s – “no way hell”
Hat jemand die finnischen Bomfunk MC’s vermisst? Nicht wirklich, oder? Seit dem Hit “freestylers” gab’s keinen Erfolg mehr für sie. Und warum, hört man in “no way hell”. Mit Breakbeats, Gerappe und Rumgescratche versehene, undefinierbare Tanzmusik, die peinlich klingt und weit weg davon ist, “cool” zu sein. Sie sind und bleiben nunmal ein One-Hit-Wonder, die Bomfunk MC’s. 1 von 10 Punkten.

76: Wonderwall – “touch the sky”
Apropos One-Hit-Wonder. Wonderwall hatten auch mal einen großen Hit, den schmalzigen, aber gar nicht so schlechten Hit “just more”. Mittlerweile sind sie nur noch zu zweit. “touch the sky” ist ähnlich schmalziger Romantik-Pop, nur ohne Orhwurm-Qualitäten. In die Charts gekommen ist er wohl, weil er die Titelmelodie zum Zeichentrickfilm “Lauras Stern” ist. Für mehr als Platz 76 wird’s für Wonderwall aber wohl nicht mehr reichen. 2 von 10 Punkten.

71: Sugababes – “caught in a moment”
Was haben die Sugababes mal für coole Musik gemacht. Und was machen die Sugababes mittlerweile für uncoole Musik. “caught in a moment”, ein langweiliger, belangloser Schlager. 1 von 10 Punkten.

64: Martin Kesici – “egotrippin'”
Oh, den Herrn Kesici gibt’s auch noch. Und er steigt immer noch in die Charts ein. Das hat der Gewinner der ersten “Star Search”-Staffel seiner Nachfolgerin voraus. Diesmal versucht der einzige Casting-Show-Rocker es wieder mit einer Ballade. Die kommen ja auch am besten an in der Zielgruppe. Spannend ist der Song nicht wirklich. Und die Melodie: die ist so geklaut. Wenn ich bloß drauf käme, woher ich die kenne… 2 von 10 Punkten.

60: Lucy Diakovska – “where”
Der nächste No-Angel auf Solo-Pfaden. Lucy hat mal schnell einen Song für die deutsche version des Kinofilms “Zwei Brüder” geschrieben und ihn veröffentlicht. Sehr sommerlich klingt er, etwas altbacken, schlageresk, ihre Stimme nervt ab und zu ein bisschen, aber hörbar ist er trotzdem einigermaßen. 3 von 10 Punkten.

54: Terror Squad feat. Fat Joe – “lean back”
Mal ehrlich: Wer kann denn solche Musik, in der eine Horde Rapper ohne Melodie und weitgehend auch ohne Rhythmus daherplappert und zwischendurch immer wieder unmotiviert “lean back” ins Mikrofon stöhnt, wirklich hören? Solche Platten kann man doch nur kaufen, wenn man sie in der Öffentlichkeit – vielleicht im Auto mit offener Fensterscheibe – hören will, um auf dicke Hose zu machen. 1 von 10 Punkten.

43: Zoe – “rock steady”
Was ist das denn? Wer hat die Frau denn gehypet, damit sie auf Platz 43 einsteigt? Reggae aus München. Ungewöhnlich. Gewöhnungsbedürftig. Klingt irgendwie sehr altmodisch, ein paar Jahrzehnte alt. Reggae-Freunde können sich das ja mal anhören, aber für mich ist das definitiv gar nichts. 1 von 10 Punkten.

33: Marianne Rosenberg – “marleen”
Deutschlands Schwule atmen auf! Marianne Rosenberg ist wieder da! Endlich kann man wieder andere schwulstige Musik als die von Rosenstolz hören. Und zum Neustart ihrer Karriere hat sie erstmal ihren Klassiker “marleen” etwas aufgepeppt und modernisiert. Hätte nicht sein müssen, finde ich. Klang früher schon schlecht genug. Und jetzt mit lachhaftem Drumcomputer und anderen Instrumenten-Imitaten, gepaart mit einer versuchten Rap(!)-Einlage. Immer an der Grenze zur absoluten Peinlichkeit. Fragt sich nur, auf welcher Seite der Grenze. Wobei: Eigentlich fragt sich das überhaupt nicht. 1 von 10 Punkten.

31: Oomph! – “sex hat keine macht”
Deutschlands schlimme Nu-Metal-Crossover-Band mit einer neuen Single. Indiskutable kommerziell-heftige Musik für alle Pubertäts-Revoluzzer. Nicht gut. 1 von 10 Punkten.

28: Green Day – “american idiot”
Dann sollten sich doch alle Pubertäts-Revoluzzer liebe richtige Musik kaufen. Green Day zum Beispiel. Die Band nämlich, die eben nicht das getan hat, was doch so einfach wäre und was so viele andere Bands machen. Sie hätten nach “dookie” einfach noch ganz viele Platten mit tollen, eingängigen, kurzen Punkrock-Stückchen veröffentlichen können. Haben sie aber nicht wirklich. Das neue Album zum Beispiel, die wohl erste Punkrock-Oper, mit zwei 9-Minuten-Stücken. Großer Sport, zum Teil auch noch größerer Sport als die Auskopplung, die nun in die Charts eingestiegen ist. Für die gibt’s aber auch schonmal 7 von 10 Punkten.

23: De Randfichten – “de lustigen holzhackerleit”
Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe! Die Deppen mit dem Holzmichl, der nach 34 Wochen immer noch auf Platz 4 der Charts liegt, haben eine zweite Single platziert. Eine Coverversion vom “holzhackerbuam”-Scheiß. Völligst überflüssige Verschwendung von Ressourcen. Und Musik, die definitiv Ohrenkrebs auslöst, wenn man sie nicht nach 10 Sekunden wieder abstellt. 0 von 10 Punkten.

11: Marilyn Manson – “personal jesus”
Onkel Manson ist wieder da. Wie so viele andere auch, veröffentlicht er nun, da es langsam auf Weihnachten zugeht, ein Best-of-Album. Und damit da auch was “Neues” drauf ist, gibt’s eine Coverversion des Depeche-Mode-Klassikers. Leider hat Manson “personal jesus” aber nur relativ uninspiriert nachgesungen ohne radikal neue Ideen einzubringen. Schade. 5 von 10 Punkten.

0

Was für ein Song! “lost in the plot”. Was für eine viel versprechende Band. The Dears. Die ersten Töne und man horcht auf: Moment, singt da Morrissey? Er singt da nicht, aber der Sänger der Dears hat sich bei seinem Gesangsstil extrem von Herrn Morrissey inspirieren lassen. Kein Wunder, wenn man den Beginn der Dears-Geschichte auf deren Website liest: “If you want all the facts, then yes, the story of The Dears did begin in Montreal in 1995, spurred on by cigarettes, pints and too many nights of overanalyzing Smiths records. But that was so very long ago. Friends come and go, formative influences are outgrown like a hand-me-down iron-on T-shirt, idols must be killed.” So richtig ging es dann im Jahr 2000 los, seitdem veröffentlichen sie ihre Platten in Kanada und den USA und nun endlich auch in Europa. Am 11. Oktober erscheint bei uns das Album “no cities left“, das eigentlich schon 1einhalb Jahre alt ist. Und wenn es auch nur halb so gut ist wie der Song “lost in the plot” verspricht, ist es ein ganz große Platte. “lost in the plot” könnt Ihr Euch übrigens als mp3 auf der Dears-Website besorgen. Hier klicken und so begeistert sein wie ich, bei dem es nun schon zum achten Mal hintereinander läuft!

0

Frau Kuttner hat sich aufgeregt. Im “Tagesspiegel”. Über Herrn Wagner:

“Franz Josef Wagner, das in der ‘Bild’ ungefragt offene Briefe an alles und jeden schreibende Kolumnisten-Ärgernis. In einer Mischung aus Herablassung, zynischem Pseudo-Gemenschel, Stammtischlogik und als Freigeistigkeit getarnter Vorstellungslosigkeit schreibt der Mann Tag für Tag jedem und allem ‘ne Frikadelle an die Backe. Der Mann würde sogar noch an eine Kartoffel einen offenen Brief schreiben, wenn ihm das die Möglichkeit böte, seine Schmierspur zu verlängern.”

0

Mensch, das perlt aber heute abend wieder.

0

Ach, was fühlt man sich doch als vorbildlicher Staatsbürger, wenn man am Tag der Deutschen Einheit ins Bonner Haus der Geschichte geht. Allerdings hatte das Datum gar nichts mit dem Besuch zu tun, denn das Haus der Geschichte ist ein echt tolles Museum, das man unbedingt mal gesehen haben sollte. Und noch was zum Tag der Deutschen Einheit: Ich plädiere dafür, dass dieser Feiertag bitte in Zukunft nicht mehr an einem festen Datum begangen wird, sondern bitte immer an einem Montag. Vielleicht sollte ich ein Schreiben diesen Inhalts bei Gelegenheit mal beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages einreichen…

0

Respekt für die “Sportschau”. Ich hab sie heute nach laaanger Zeit mal wieder gesehen, weil ich das Wochenende wie so oft in letzter Zeit in einer Premiere-freien Zone verbringe. Okay, die Sendung sieht zwar genauso trocken und langweilig aus wie vor 20 Jahren, Kommentatoren und Moderatoren nerven auch. Aber: Im Abspann der Sendung lief “club foot” von Kasabian. Welcher Mensch mit fabelhaftem Musikgeschmack hat sich denn da in die “Sportschau”-Redaktion verirrt…?

2

Und um endgültig auf den neuesten Stand in Sachen Charts-Kritiken zu kommen, folgen hier nun die New Entries der deutschen Singlecharts vom 27. September 2004:

92: Donots – “good-bye routine”
Es gab mal eine kurze Zeit, vor einigen Jahren, da mochte ich den Spaß-Rock von den Donots. Lang vorbei, diese Zeit. Und dann dieser Song. Kein so wirklicher Spaß-Rock, sondern ein eher ruhiges Stück. Er hat wirklich leider gar nichts Aufregendes an sich. Keine Melodie, die hängen bleibt, keine spritzigen ideen. Nichts. Und daher nur 1 von 10 Punkten.

89: Velvet Revolver – “fall to pieces”
Was bekommt man, wenn man die Guns’n’Roses mit dem Sänger der Stone Temple Pilots zusammenbringt? Musik, die klingt wie eine Kreuzung aus den Guns’n’Roses und den Stone Temple Pilots. So einfach ist das. Das diese Musik meist gar nicht so übel klingt, ist wohl auf das Talent der Herren zurückzuführen. Und wenn in “fall to pieces” die Gitarre von Slash ertönt, fühlt man sich zurückgebeamt in die Zeit Ende der 80er, Anfang der 90er. Und man hat ein wohliges Gefühl dabei. Wenn Weiland dazu singt, führt einen die Zeitmaschine ein paar Jahre weiter, in die große, unvergessliche Grunge-Zeit mit all der fabelhaften Musik. Eine angenehme Platte haben sie aufgenommen, die Herren. Auch “fall to pieces” ist kein schlechter Song, aber auch nicht das beste Stück von Velvet Revolver. 5 von 10 Punkten.

80: LL Cool J – “headsprung”
Mister Cool J mit einem diser überflüssigen, austauschbaren, verwechselbaren Hip-Hop-Stückchen. War der nicht mal irgendwann kreativer? Heute zumindest nicht mehr. 1 von 10 Punkten.

77: Joss Stone – “you had me”
Frau Stone wurde bekannt durch eine ziemlich nette Cover-Version des White-Stripes-Hits “fell in love with a girl”, den sie in “fell in love with a boy” umwandelte und ihm durch ihren Soul-Gesang ein völlig neues Erscheinungsbild verpasste. Soul ist das, was sie hauptberuflich macht. Und Soul ist nicht so meine Sache. Besser als all diese Hip-Hop-Grütze ist “you had me” allemal. Aber öfter als dieses eine Mal werde ich das Stück trotzdem nicht hören. 2 von 10 Punkten.

71: Juicy Junk – “everybody (sucks)”
Erstens: Wie kann sich eine Band nur Juicy Junk nennen? Hallo? Saftiger Müll? Spitzenname! Respekt! Zweitens: Wieso nennt sich der Sänger Mars, der Gitarrist Sirius und die drei anderen Hanseln doch nur Bernd, Martin und Dirk. Da stimmt doch was nicht im Bandgefüge. Drittens: die Musik. Langatmiger Crossover ohne das gewisse Etwas. Viertens: Wie kommen die denn überhaupt in die Charts? 1 von 10 Punkten.

66: Reim & Bonnie Tyler – “vergiss es (forget it)”
Das Grauen hat zwei neue Gesichter: Matthias Reim und Bonnie Tyler! Frau Tyler hätte vor vielen vielen Jahren sicher nicht daran gedacht, dass sie mal so weit unten ist, dass sie schon Schlager-Platten mit Matthias Reim aufnehmen muss. Ganz schlimm ist dieses Lied. Man weiß gar nicht, ob man 3 Minuten lang lachen oder weinen soll. Weinen vor allem über das Schicksal der Frau Tyler. Ganz klare 0 von 10 Punkten.

57: Vanessa S. – “blah, blah, blah”
Die kleine niedliche Vanessa aus “Deutschland sucht den Superstar”. Ihre Musik klingt ein bisschen so, als wolle sie eine deutsche Jennifer Lopez werden oder sowas. Da muss sie sich aber ein bisschen mehr einfallen lassen als Songs, die “blah, blah, blah” heißen und auch nicht mehr bieten als eben das. 1 von 10 Punkten.

52: The Kelly Family – “streets of love”
Ws ist schlimmer? Dass es die Kelly Family immer noch gibt? Oder dass ihre neue Single mit den Worten “yo. listen up.” beginnt? Ist wohl beides gleich schlimm. Der Song bietet das, was die Kellys unter Rap verstehen und Musik, die jede achtklassige Band in ihrem Proberaum besser hinbekommen hätte. Immerhin: Mittlerweile steigen die Kellys nur noch auf Platz 52 ein und nicht mehr direkt in die Top Ten. 0 von 10 Punkten natürlich für diesen Dreck.

51: Thom. – “principle of joy”
Thomas Hanreich. Ehemaliger Sänger von Vivid, der wohl einzigen guten Band, die meine Heimat Niedersachsen je hervorgebracht hat. Und ja: Mir ist sehr bewusst, dass auch die Guano Apes aus Niedersachsen kommen. Herr Hanreich hat leider wenig Erfolg mit seinem sehr guten Soloalbum gehabt. Nur gut, dass jetzt BMW bzw. die Agentur von BMW einen Song für einen neuen Werbespot von ihm haben wollte. Da verkauft er doch noch ein paar Platten. Und der Song ist auch ziemlich gut. Gute Laune machender Pop. Wer übrigens noch mehr von Thom. hören möchte und sein Album schon besitzt, sollte sich mal die aktuelle Platte von Millenia Nova besorgen. Ganz große Musik! Für “principle of joy” gibt’s solide 7 von 10 Punkten.

49: Natural – “why it hurts”
Sie sterben einfach nicht aus, diese Boybands. Und ihre belanglosen Pop-Nümmerchen ohne Substanz. 1 von 10 Punkten.

45: Ashlee Simpson – “pieces of me”
Musste nach Nervensäge Jessica Simpson nun auch noch die kleine Schwester Ashlee beschließen, eine Musikkarriere machen zu wollen? Und schreibt Adam Green jetzt nach “jessica” auch noch einen Song über Ashlee? Letztlich ist “pieces of me” aber zum Glück nicht ganz so schlimm. So’n bisschen wie Avril Lavigne, bloß schleimiger, noch glatter und noch poppiger. 2 von 10 Punkten.

23: Bryan Adams – “open road”
Oh. Bryan Adams hat einen neuen Song aufgenommen. Bzw. Bryan Adams hat seinen Song wieder mit neuem Text aufgenommen. Denn seine Musik, die klingt doch seit Jahren (gefühlt: Jahrhunderten) immer gleich. Immer gleich schlecht. So auch dieses blöde Liedchen, das nur eins beweist: Über 50-Jährige kaufen noch Platten. Denn wäre der Song sonst auf Platz 23 eingestiegen? Wohl kaum. 1 von 10 Punkten.

20: The Rasmus – “guilty”
Man kann ihren Songs den Ohrwurmfaktor nicht absprechen. “guilty” ist auch wieder so ein Fall, der einfach im Ohr bleibt, auch wenn man es gar nicht will. Denn so richtig cool sind The Rasmus bei Weitem nicht. Stadion-Poprock mit Pseudo-Gothic-Attitüde à la HIM. Aber wie gesagt: Ohrwurmig ist er schon, der Song. Und deswegen mutige 4 von 10 Punkten.

14: Natasha Bedingfield – “these words”
Sie ist die kleine Schwester von Daniel Bedingfield. Den muss man nicht kennen. Sie auch nicht. Aus England kommt sie, war dort hiermit Nummer 1 und klingt ein bisschen Spice-Girls-ig. Ganz okay, das Lied, aber besser auch nicht. 3 von 10 Punkten.

8: Rosenstolz – “willkommen”
Die gehen mir ja mittlerweile gehörig auf den Sack, diese beiden mit ihren angerockten Schlagerliedern. Und natürlich wieder mit Konzert-kompatiblem “Und jetzt bitte alle mitsingen”-Refrain. Ich glaube, das, was für die jetzige Generation von Bausparern Pur ist, wird demnächst durch Rosenstolz abgelöst. Und die besonders “coolen” Bausparer hören bestimmt schon lang Rosenstolz. 1 von 10 Punkten.

2: Rammstein – “amerika”
Was ist bloß aus denen geworden? Die konnte man wirklich mal hören, als sie neu waren. Gleubt mir! Aber jetzt kommt erst ein peinlicher Song über Kannibalismus und dann dieses noch grottigere Stück “we’re all living in Amerika, Amerika ist wunderbar… Nach Afrika kommt Santa Klaus und vor Paris steht Micky Maus”. Kulturkritisch oder sogar politisch soll das womöglich sein und ihren Erfolg in den USA vielleicht noch ausbauen. Ich find’s einfach nur peinlich. 0 von 10 Punkten.

0

“Sarah Kuttner – Die Show” reiht sich immer mehr in meinen Abend-Fernseh-Ablauf ein. Oft nette Gäste, noch öfter gute Bands, die auch noch live spielen. 9 ist zwar zu früh für eine solche Sendung, aber die Wiederholung um 0.30 Uhr ist ein fast perfekter Tagesausklang.

0

und wenn sie dann noch die Holländer so richtig schön nach Hause schicken…

« Previous PageNext Page »