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Die nächste Ausgabe des Interview-Magazins “Galore” verspricht eine Menge Lesespaß. Es gibt u.a. Interviews mit Robert Smith, Tim Renner, Sven Regener, Jochen Distelmeyer, Friedrich Küppersbusch und Simon Le Bon. Erscheinungstermin: 29. September.

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Okay. Also wenn Kai Pflaume, Vicky Leandros und Jeanette Biedermann gegen die Rechtschreibreform sind, dann bin ich jetzt auch überzeugt.

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Und weil es da draußen viel zu viel gute Musik gibt, kommt hier mal wieder ganz viel schlechte. Mit Ausnahme von Platz 60 natürlich. Meine Damen und Herren, die New Entries der deutschen Singlecharts vom 9. August 2004:

92: Zed – “hard to find her”
Das stammt doch aus irgendeinem Werbespot. Kommt mir zumindest sehr bekannt vor. Relativ unspektakulärer Mainstream-Gitarren-Pop. Google liefert keine Hinweise auf irgendeinen Werbespot, wie ich eben bemerke. Klingt aber verdammt nach Werbespotmusik. Und das sagt doch schon ziemlich viel aus. 3 von 10 Punkten.

90: Whigfield – “was a time”
Whigfield????? Die lebt noch? Leider wohl ja. Okay, ich will keinem Menschen etwas Böses, aber Musik hätte die Frau doch wirklich nicht mehr machen brauchen. Völlig belangloser Dorfdisco-Pop, den man schnell vergisst. 1 von 10 Punkten.

88: Bernd das Brot – “bernds balkon”
Den Bernd-das-Brot-Hype hab ich ja nie so richtig verstanden. Und den Grimme-Preis ohenhin nicht. Und was diese Musik soll? Und wer das kauft? Und sich dann auch noch anhört? Viel zu viele Fragen für diese Uhrzeit. 0 von 10 Punkten.

69: Hansi Hinterseer – “hände zum himmel”
Diesmal werde ich aber auch wirklich wieder bestraft. Hansi Hinterseer veröffentlicht eine Variante vom “hände zum himmel”-Scheiß. Wo ist eigentlich Harald Schmidt, wenn man ihn braucht? 0 von 10 Punkten

61: Le Zoo – “dance the jamba hippo”
Jetzt gibt’s also schon die “Platte zum Klingelton”. Jeder, der nachts fernsieht, wird dieses bescheuerte Jamba-Nilpferd kennen und diese latent nervige Melodie, die sich die Kids für horrende Summen auf ihre Handys laden sollen. Stellt Euch das in einer Länge von 3 Minuten 22 vor und ihr wisst, was ihr bekommt. 1 von 10 Punkten.

60: Keane – “everybody’s changing”
An dieser Stelle bitte ein Wort Ihrer Wahl aus dieser Liste einsetzen. 9 von 10 Punkten.

55: Moses Pelham – “ein schöner tag”
Moses Pelham, der voll coole Rapper aus Frankfurt-Rödelheim. Aber ich sollte mich zurückhalten, sonst bekomme ich womöglich ein paar aufs Maul. Dennoch: Überflüssige Cover-Version dieses nervigen Bier-Werbe-Songs von vor 10 Jahren. 1 von 10 Punkten.

48: The 411 – “on my knees”
Hey. Das hätte ja beinahe mal ein Hip-Hop-Stück werden können, das mir gefällt. Schön sommerlich, entspannende Musik, netter Gesang, eine Rapperin, die nicht so wirklich nervt. Nur leider: Wo ist die Killer-Melodie? 3 von 10 Punkten.

28: Groove Coverage – “she”
Wär’s auf deutsch gesungen, könnte man es Schlager nennen. So bleibt es extrem uncooler, lustlos runtergesungener Pop, der nach spätestens zwei Minuten unheimlich nervt. 1 von 10 Punkten.

22: Samy Deluxe – “zurück”
Womit hab ich das verdient? Muss denn jeder noch so blöde deutsche Pseudo-Gangster-Rapper jetzt gerade eine neue Single veröffentlichen? Samy Deluxe genießt ja irgendwie in gewissen Kreisen von Leuten mit eigentlich ganz okayem Musikgeschmack ein gewisses Ansehen. Ich hab keine Ahnung, warum. Aber es ist nicht ganz so schlimm wie Moses P, Ferris MC und Kool Savas. 2 von 10 Punkten.

21: 3rd Wish feat. Baby Bash – “obsesion”
Der übliche Mix aus Hip Hop und Black Music / Soul. Angereichert in diesem Fall mit einer Prise Latino und einer Gitarre. Hilft aber auch nichts. 1 von 10 Punkten.

17: Blue – “bubblin'”
Klingt nach Overground. Oder nach Bro’Sis. Halt so üblicher Boyband-Quatsch. 1 von 10 Punkten.

2: Rammstein – “mein teil”
Es gab mal eine Zeit, in der ich Rammstein durchaus etwas abgewinnen konnte. Damals haben sie recht gute Musik gemacht. Das war einmal. Jetzt gibt’s nur noch billige Provokationen zu schonmal dagewesenen Melodien. 2 von 10 Punkten.

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Auch schön:

(gefunden auf mtv.de)

Wie “Nichts ?!” klingt? Jetzt gerade irgendwie nach Adam Green…

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Und um auch das mal in die Welt hinauszuschreien: Ich finde Mirjam Weichselbraun toll! Charmant, sympathisch und überhaupt. Definitiv nicht nervig. Und: Nein! Ihr müsst diesen Eintrag nicht verstehen ;-)

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Mal so in die dunkle Nacht gefragt: Soll ich eigentlich wirklich am 19. August zum The-Crash-Konzert gehen? Seit ich gerade diesen neuen Clip gesehen habe, frage ich mich das ernsthaft. Die waren so gut auf den beiden ersten Alben. Melancholische, schöne Melodien. Und dann meinen sie auf einmal, blöde belanglose Pseudo-Retro-Disco-Pop-Musik machen zu müssen. Das gesamte aktuelle Album ist durchseucht mit solchem Schrott. Das ist doch wirklich mal traurig. Hoffentlich kommen Coldplay nie auf eine solche Idee…

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Sehr gut.

Die “Financial Times Deutschland” schreibt heute in einem kleinen Kasten auf der Titelseite unter der Überschrift “Viel Lärm um nichts”: “Hat Deutschland sonst keine Probleme? Anders als der ‘Spiegel’ und die Publikationen des Springer-Verlags hält die ‘Financial Times Deutschland’ an der neuen Rechtschreibung fest. Ohnehin wären die Änderungen minimal, wie unsere heutige Titelseite zeigt: Nur was rot markiert ist, würde nach der ‘alten’ Rechtschreibung anders geschrieben oder getrennt.”

Nur 17 rote Markierungen finden sich auf der Titelseite. Darunter siebenmal das Wort “dass”, zweimal “muss” und einmal die sinnvolle Trennung Wirtschaftsminis-ter. Aber immerhin brauchen sich Publikationen wie die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” oder die “Welt am Sonntag” und andere Springer-Blätter momentan weniger Gedanken machen, wie der viele Platz gefüllt werden kann – wenn schon gerade kein Wal in einem deutschen Fluss auftaucht oder ein Kaiman in einem Badesee…

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Schon die zweite Sternschnuppe heute nacht. Und immer wünsch’ ich mir dasselbe. Ich hoffe nicht, dass die für die Wunschwahrwerdung zuständige Institution mir das verübelt. Nicht, dass ich in der Wunsch-Vergabe-Warteliste ein paar Millionen Plätze zurückgestuft werde…

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i don’t believe in an interventionist god
but i know, darling, that you do
but if i did i would kneel down and ask him
not to intervene when it came to you
not to touch a hair on your head
to leave you as you are
and if he felt he had to direct you
then direct you into my arms

into my arms, o lord
Into my arms, o lord
Into my arms, o lord
Into my arms

and i don’t believe in the existence of angels
but looking at you i wonder if that’s true
but if i did i would summon them together
and ask them to watch over you
to each burn a candle for you
to make bright and clear your path
and to walk, like christ, in grace and love
and guide you into my arms

into my arms, o lord
into my arms, o lord
into my arms, o lord
into my arms

and i believe in love
and i know that you do too
and i believe in some kind of path
that we can walk down, me and you
so keep your candles burning
and make her journey bright and pure
that she will keep returning
always and evermore

into my arms, o lord
into my arms, o lord
into my arms, o lord
into my arms

(Nick Cave – “into my arms”)

Nachtrag: Link wieder entfernt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – und der popkulturjunkie.

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Zurück von 45 Stunden Berlin. 45 großartigen Stunden. Großartig u.a. wegen einer sehr sehr netten Geburtstagsparty. Großartig aber längst nicht nur wegen dieser Feier :-)

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