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London ist immer eine Reise wert. Am 12. September erst recht. Die Pet Shop Boys geben ein Konzert. Ein kostenloses Konzert. Am Trafalgar Square. Sie haben einen Soundtrack zum Stummfilm “Battleship Potemkin” aus dem Jahr 1925 geschrieben, den sie komplett aufführen werden. Und das Aufregendste: Sie werden zusammen mit den Dresdner Sinfonikern auftreten. (Quelle: nme.com)

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Wer Wir sind Helden und/oder die Sportfreunde Stiller mag, sollte am Samstagabend MTV einschalten. Ab 19.30 Uhr überträgt der Sender die Konzerte der beiden Bands bei der Würzburger Campus Invasion live – und OHNE Werbeunterbrechung. Keane, die dort auch auftreten, werden leider nicht live übertragen :-(

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Die New Entries der deutschen Single-Charts vom 28. Juni 2004:

84: Armand van Helden – “hear my name”
Belangloser Minimal-Techno mit gelangweiltem und langweiligem Gesang. 2 von 10 Punkten.

82: Nickelback – “see you at the show”
Ich hasse diese Band. Pseudo-Grunge der übelsten Sorte. Und jetzt muss auch noch das ZDF in seiner EM-Berichterstattung einen Song der Band pushen – obwohl es doch so viel bessere Musik gibt. Ganz schlimm, sowas. Können sich nach Creed nicht auch noch Nickelback auflösen? Und Staind gleich noch dazu? 0 von 10 Punkten.

71: Mia. – “ökostrom”
Einer der leider recht vielen zu mittelmäßigen Songs auf dem aktuellen Mia.-Album “stille post”. Aber es können eben nicht alle Songs so gut sein, wie “hungriges herz” oder “was es ist”. 5 von 10 Punkten.

63: Faithless – “mass destruction”
Das neue Faithless-Album ist leider ziemlich schlecht. Die Single hingegen hat was. Geht gut nach vorne, hat einen netten Text und klingt frisch. 6 von 10 Punkten.

59: Beatsteaks – “i don’t care as long as you sing”
Beim Southside konnte ich diese angeblich so geniale Live-Band wieder nicht sehen, weil ich mich für Reihe 1 bei den Pixies und Placebo entschieden habe. Ich mag die Beatseaks-Musik seit Songs wie “summer” und “let me in”. Die neue Single ist ein sehr schönes Gute-Laune-Stück – vor allem, wenn man das Video dazu sieht. 7 von 10 Punkten.

46: Starsplash – “can u kick it”
Ganz schlechter Uffz-Uffz-Uffz-Techno mit DJ-Ötzi-mäßigem Mitgröhl-Gesang. 0 von 10 Punkten.

33: B3 – “move your body”
Boyband-Gepoppe nach Schema 4. Da wollte jemand einen Sommerhit schreiben, hat aber nicht das nötige Talent. 1 von 10 Punkten.

31: OutKast – “roses”
OutKast ist eins der wenigen Hip-Hop-Projekte, mit dem ich wirklich etwas anfangen kann. “hey ya” war ganz ganz groß. “roses” ist zwar nicht ganz so groß, aber sehr hörbare, nette Musik. 6 von 10 Punkten.

15: Nelly Furtado – “forca”
Wenn dieses Stück nicht der offizielle EM-Song wäre, hätte Frau Furtado sich wohl nie getraut, es als Single zu veröffentlichen. Uninspiriert, unmotiviert, vor sich hinplätschernd und beim ständigen “com uma forca”-Gegröhle latent nervend. 2 von 10 Punkten.

8: Rosenstolz – “ich will mich verlieben”
Mein Verhältnis zu Rosenstolz war immer etwas zwiegespalten. Ab und zu haben sie wirklich einen Killer-Song geschrieben, auch wenn man nicht immer zugeben wollte, dass man ihn mag. In diesem Fall ist die Sache klar: Ein ziemlich langweiliges Stück ohne Höhepunkte und unschön nervigem Gesang. 2 von 10 Punkten.

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Es ist vollbracht. Die Seite mit den Southside-Fotos ist online. Die besten Bilder von allen 19 Konzerten, die ich gesehen habe. Placebo, Cure, Pixies, Hives, Ash – alle dabei. Und zusätzlich nach einem Klick auf das jeweilige Bild alle 88 Fotos in einer Größe von 1024×768 Pixeln. Viel Spaß beim Anschauen, beim Erinnern an das geniale Wochenende – oder beim Ärgern, dass man nicht dabei war…

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Oh. Ich lese in der neuen “Visions” gerade, dass Creed sich aufgelöst haben. Darauf stoß ich doch gleich mal mit mir an!

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Und bevor ich ausgewählte Bilder vom Festival auf meine Seite stelle, gibt’s hier schonmal vorab ein Foto meiner Lieblingsband Placebo: Mister Brian Molko in Ekstase.

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Zurück im popkulturjunkie-Headquarter. Aus den Boxen dröhnt The Cure. Ich will noch nicht loslassen von meinem genialen Wochenende. Noch nicht einschlafen. Um am Bericht von Sonntagnachmittag anzuknüpfen: Es regnete genau ein Konzert lang. Monster Magnet. Sollte es der Band zu Denken geben, dass der Regen ausgerechnet dann beginnt, wenn sie spielen? Und ausgerechnet dann aufhört, wenn sie fertig sind? Es gab danach keinen Tropfen mehr. Zum Glück. Denn der Abend sollte noch ganz groß werden. Um 19 Uhr stand PJ Harvey an. Und sie hat mich sehr positiv überrascht. Mit ein paar Ausnahmen hat mir ihre Musik nie wirklich viel gegeben. Aber auf der Bühne ist sie großartig. Und etwas fürs auge! ;-) Rock und Sex pur. Anschließend kam das, was für mich das Konzert des Festivals werden sollte: The Hives. Ich hab sie vor zwei oder drei Jahren schonmal gesehen, als sie noch nicht sehr bekannt waren. Und schon damals haben sie mich umgehauen. Die Musik ist nicht immer das, was man unbedingt zu Hause hören muss. Aber live: Jeder, der auch nur annähernd etwas mit Rockmusik anfangen kann, sollte sich mal ein Hives-Konzert anschauen. Entertainment vom Allerfeinsten. Pelle Almqvist ist so unglaublich. Seine Ansagen und Spielchen mit dem Publikum sind Comedy pur. Natürlich hat er auch behauptet, die Hives hätten den Regen verscheucht – und hat sich dafür feiern lassen. Wirklich unglaublich, dieser Mann. Und diese Band. Und dann der Abschluss: The Cure! Die Legenden live ein paar Meter von mir entfernt. Ein absolutes Erlebnis. Wäre es irgendeine band gewesen, könnte man gehässig sagen: Na und? Ziemlich langweilig. Keine große Show. Aber es war nunmal nicht irgendeine Band, sondern THE CURE. Natürlich drehte sich alles um Robert Smith. Den Mann umgibt wirklich irgendeine Aura. Wie er sich bewegt, wie er ins Publikum schaut, wie er singt. Geheimnisvoll, etwas krank, aber spannend und sehr sehenswert. Und er hat auch live eine absolut brillante Stimme. Ein paar tolle neue Stücke vom kommenden Album haben sie gespielt, dazu Klassiker wie “lullaby” und “fascination street”. Insgesamt wenige Gute-Laune-Stücke und viel Düsteres. The Cure. Wieder eine Band, die ich von der Liste der Bands streichen kann, die ich in diesem Leben noch sehen musste. Jetzt muss ich aber wohl doch mal ins Bett – in ein paar Stunden muss ich leider arbeiten. Und bis zum Einschlafen singt Robert Smith weiter für mich.

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Tag 3. Es schüttet gerade komplett. Zum Glück der erste Regen des Festivals und zum Glück gibt’s ein Pressezelt. Eben haben Franz Ferdinand gespielt. Sehr sehr gut. Völlig zu Recht so mega-gehypet. Sehr gut gelaunte Menschen machen Sehr-gute-Laune-Musik. Davor haben Billy Talent alles in Grund und Boden gerockt. Los ging der Tag mit Snow Patrol. Und wie kann der dritte Festival-Tag schöner losgehen als mit schönen Melodien? Der Sänger hat die gesamte Zeit lang gestrahlt. Ein echter Sonnenschein! Danach gab’s Graham Coxon – auch ein sehr nettes Konzert – und I am Kloot. Der gestrige Tag wird aber wohl unschlagbar bleiben: Wir standen ab 16 Uhr in Reihe 1 vor der Hauptbühne und sind da nicht mehr weggegangen. Schließlich wollte ich Placebo beim fünften Mal erstmals von ganz vorne sehen. Am Nachmittag kam dann dir Durchsage, dass David Bowie leider krank ist und nicht auftreten kann. Scheiße für die Leute, die wegen Bowie gekommen sind. So konnte also mein Traum – das Aufeinandertreffen von Bowie und Placebo bei “without you i’m nothing” nicht mehr stattfinden. Auch die Pixies oder nur Frank Black sind übrigens nicht zu Placebo gekommen, um “Where is my mind? zu performen. Die Pixies haben den Song natürlich selbst gespielt, Placebo dann nicht mehr. Aber nochmal zurück zu Ash. Mir hat sich wieder bestätigt, dass es keine geeignetere Sommer-Festival-Band gibt. Riesiger Spaß so ein Ash-Konzert. Anschließend Die Happy (aber nur, weil ich den Platz in Reihe 1 nicht mehr aufgeben wollte) – die Musik ist zwar nicht meins, aber die Sängerin ist der Hammer. Sie gibt Ihr Letztes, heizt das Publikum an und feiert unglaublich auf der Bühne. Dann Life of Agony – das wohl gefährlichste Konzert des Festivals – zumindest für die Leute, die direkt vor der Bühne standen. Hammerharte Live-Musik, Massen von Pogo-isten und jede Menge Arbeit für die Security. Aber ein absolut lohnenswertes Konzert. Weil Bowie ausgefallen ist, wurden die Sportfreunde verlegt und vorgezogen und traten zwischen Life of Agony und den Pixies auf. Und als die Sportfreunde kamen, war wohl der größte Anteil kleiner Jungs und Mädchen da. Teenies überall. Die Musik ist nicht mehr wirklich meins, aber gut sind sie schon. Extrem witzige Ansagen, kleine Gags und Musik zum Mitsingen. Dann die Legende des Festivals: die Pixies. Sie haben knallhart ihr Ding durchgezogen, zwischen den Stücken kein Wort gesagt und sich feiern lassen. Allen voran: der ziemlich arrogant wirkende und immer dicker werdende Frank Black. Kim Deal hingegen hat die ganze Zeit gestrahlt und hat anscheinend riesigen Spaß, wieder mit den Pixies aufzutreten. Und dann endlich: Placebo. Ohne historische Momente, aber nach 1einhalb Jahren war’s mal wieder Zeit, sie zu sehen. Zum fünften Mal, wie erwähnt. Das Konzert war nicht der beste Placebo-Gig, den ich bisher gesehen habe, aber auf jeden Fall der zweit- oder drittbeste. Molko in neuem Look (mit hinten längeren Haaren und eine sehr stylishen Jeans – Fotos folgen morgen an dieser Stelle). Das Konzert war meinem Empfinden nach agressiver, schneller und düsterer als meine bisher erlebten Placebo-Auftritte. Aber wie immer genial. Und während hinter mit gerade Monster Magnet ihr Bestes geben, regnet es wie Sau. Hoffentlich ist das später vorbei, wenn The Hives und The Cure das Festival beschließen. Jetzt aber erstmal: bis später…

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Tag 2. Das Festival hat für mich vorhin richtig angefangen. Und womit? Ausgerechnet mit den Backyard Babies! Aber erstmal noch ein paar Worte zu gestern. Zu den Fantastischen Vier. Sie waren okay. Besser leider nicht. Viel altes Zeug, ein paar Hits, ein paar gewöhnungsbedürftige Tracks vom im September erscheinenden Album, das übrigens “Viel” heißen wird. Aber so richtig vom Hocker gerissen haben sie nicht. Leider. Ganz in weiß gekleidet, gut gelaunt, aber eben nicht sensationell gut. Vielleicht ging es Hip-Hop-Fans anders, aber mir nicht. Und dann heute, nach einer kalten Nacht im Zelt. Erste Band für uns: die Backyard Babies. Ich musste mein Trauma von vor zwei Jahren, als sich der Drummer über seine Drums übergeben hat, verarbeiten. Und sie waren richtig gut. Haben gerockt wie Sau. Und haben nicht gekotzt. Und wir in Reihe 1. Freut Euch übrigens schonmal auf viele tolle Southside-Fotos. Danach Mclusky – die sind wirklich überhaupt nicht meins. Keine Melodien! Nur Hardcore-Lärm. Hinter mir spielen gerade Gluecifer und danach Ash. Und deswegen muss ich da gleich hin. Hoffentlich von ganz weit vorne meine Lieblings-Gitarristin Charlotte Hatherley anhimmeln. Und es dauert auch gar nicht mehr lange, bis zum hoffentlich hidtorischen Pixies-Placebo-Bowie-Moment. Die Aufregung steigt. Bis später….!

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Ein erster kleiner Bericht live aus dem Pressezelt des Festivalgeländes. Nach ein paar Stau-Schwierigkeiten, die uns Amplifier gekostet haben, sind wir pünktlich zu Tomte angekommen. Thees war natürlich wieder großartig. Am Ende gab es wie immer “Schönheit der Chance”. Ein gelungener Auftakt. Bitter war dann das Konzert von Black Rebel Motorcycle Club. Ganz Pseudo-Hype-Stars haben sie wegen “technischer Schwierigkeiten” eine halbe Stunde zu spät angefangen – und haben dann auch nur eine halbe Stunde lang gespielt. Spacken! Hinter mit spielen gerade Cypress Hill, aber auf die hab ich überhaupt keinen Bock. Bis später dann…

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