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Und wie der ein oder andere schon bemerkt haben dürfte, hab ich es bisher noch nicht geschafft, die meta-kritik-Seiten mit den Kinostarts von morgen online zu stellen. Und ich werde es wohl vor Montag auch nicht mehr schaffen. Aber damit ihr wisst, was ihr ab morgen sehen solltet und was definitiv nicht, gibt’s hier als Preview schonmal das Ranking:

1. (80/100) Frühling, Sommer, Herbst, Winter und… Frühling
2. (62/100) Back to Gaya
3. (58/100) Bärenbrüder
4. (55/100) Drumline
5. (42/100) Die Passion Christi

Und Mel Gibsons “Passion Christi” ist sowas von gerechterweise auf dem letzten Platz gelandet. Dieser Film ist wirklich so unglaublich kacke. Einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Brutale Gewaltorgien ohne irgendeine Handlung. Mehr dazu nach dem Wochenende an dieser Stelle.

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Dieser eben erwähnte verdammt gute Freund hat übrigens eine sehr praktische neue Internet-Seite gebastelt. Ein Rundum-sorglos-Paket für Freunde von Fernsehserien, -dokus und -filmen, die auf DVD erhältlich sind. Es gibt eine riesige Komplett-Liste mit allen DVDs, die auf dem Markt sind, News, eine Release-Vorschau und einiges mehr. Ein Klick auf tvondvd.de lohnt sich!

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Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin. Ein Extrem-Stress-Tag hinter mir – ein grandioses Wochenende vor mir. Ich werde einen verdammt guten Freund besuchen, mir die volle Werber-Dröhnung geben und bei Leuten vorbeischauen, die ich nur vom Telefon kenne. Morgen früh geht’s los. Und ich freu mich total drauf. Endlich mal wieder Großstadt.

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Und wieder läuft “somewhere only we know” von Keane bei “Fast Forward”. Und wieder fasse ich nicht, wie unglaublich gut diese Milchbubis sind…

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Typisch ZDF übrigens. Sich heute um 19 Uhr in den “heute”-Nachrichten noch damit rühmen, einen Grimme-Preis für die Wigald-Boning-Sendung “W.I.B. Schaukel” zu bekommen. Dabei aber natürlich verschweigen, dass man die Sendung nicht fortsetzen wird und Boning nun nach einem neuen Sender suchen muss.

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Was soll bloß seit Wochen immer wieder dieser Porno-Hype bei “Fast Forward”?

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Wut. Riesige Wut. Schön, dass dieses Gefühl noch in mir steckt. Und der Soundtrack zur Wut: Ash mit “clones”. Auf Dauer-Rotation.

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Breaking news: Charlotte Roche kriegt endlich einen Grimme-Preis! Für die Moderation von “Fast Forward”.

Hier die etwas strange Begründung der Jury:

So jung ist der Pop gar nicht. Und so frech, subversiv und ironisch erst recht nicht. So jung wie die Moderatorin ist die populäre Kultur nicht, die in ihrer primären, musikalischen Gestalt bei “Fast Forward” über den Sender geht. Es ist viel geklaut, kopiert, ererbt in jedem Videoclip, und das kann auch nicht anders sein. Die Durchbrechung der Hörgewohnheiten im Dreiminutentakt wäre im Kopf nicht auszuhalten. Trotzdem muß die Zeremonienmeisterin eines Popmusikdurchlaufs allen Wiederholungen etwas Neues abgewinnen.

Und wie gelingt Charlotte Roche das? Sie fügt es aus eigenem Munde hinzu. Hätten im Mittelalter die Nonnen die Kirchenväter kommentieren dürfen, wäre dabei vielleicht etwas herausgekommen wie die glossa continua der laufenden Musikbilder, zu der Charlotte Roches Ansagen sich summieren.

Ungetüme des Wortwitzes purzeln ihr bisweilen von der Zunge, phantastische Sprachkreaturen, die an die Drachen denken lassen, zu denen sich unter der Hand der mönchischen Abschreiber die Großbuchstaben der heiligen Schriften auswuchsen. Und doch ist an Charlotte Roches Randbemerkungen zuerst die Textnähe zu loben.

Sie greift aus den vorüberflimmernden Filmchen beiläufige Details heraus, die blitzhaft das Künstliche der ganzen Popwelt beleuchten und damit zugleich ihr Wundersames erhellen. Wie kann das angehen, daß Millionäre nie ihren schäbigen Probenraum gegen ein sauberes Studio eintauschen? Im Pop mag kein Ding unmöglich sein, aber man wird ja wohl noch einmal nachfragen dürfen und ist es seinen Schöpfern, die sich bei ihrer Schöpfung doch etwas gedacht haben müssen, geradezu schuldig – auch wenn es in der Natur des monologischen Formats von “Fast Forward” liegt, daß Charlotte Roche nie eine Antwort bekommen wird. Mit ihrer kindlichen Freude an der Wiedervorlage der uralten Popwelträtsel spricht sie Zuschauern aus der Seele, die wissen, daß ihnen in der Heilsökonomie die Rolle des Schäfchens, die Funktion des Konsumenten, zugemessen ist, und die gleichwohl nicht für dumm verkauft werden wollen.

Bei dieser ihrer listigen Naivität handelt es sich nun nicht um eine Pose selbstherrlicher Distanz, wie sie in jüngst vergangener Zeit in der Ästhetik jenseits der Musik als Leitbild der Popkultur gepflegt wurde. Charlotte Roche betet nichts nach.

Betet sie auch niemanden an? Sie waltet eines liturgischen Amtes, für das man Begeisterung mitbringen muß. Es gibt ein Mysterium im Herzen des Lärms. Ihr Spott ist eine Form der Hingabe, die Ketzerei ihre Art der Verehrung. Kollegen von Hochkultursendungen sollten sich ein Beispiel nehmen an solcher Geistesgegenwart, die sich alle Freiheit der Welt nehmen kann, weil sie das Gewicht ihrer Gegenstände stillschweigend voraussetzt. Die religionssoziologische Metapher ist hier einmal tatsächlich am Platz: Kein Wunder, daß “Fast Forward” Kult ist.

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Und neben dieser tollen Meldung von eben rettet gerade eine DVD meinen Tag. Der blöde Mediamarkt gegenüber unseres Büros hatte tatsächlich die neue Placebo-DVD. Am Erscheinungstag! Selten genug, so ein Ereignis. Und diese DVD ist ein Hammer. Das brillante Konzert vom vergangenen Oktober in Paris. Frank Black als Special Guest bei “where is my mind?”. “protect me from what i want” mit französischem Text als “protège-moi”. Genial gefilmt und geschnitten, perfekter Sound. Ein Ereignis.

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THE CURE! Ich werde The Cure sehen! Großartigst! The Cure sind nämlich eine der neuesten Southside-Hurricane-Bestätigungen. Damals in den 80ern war das eine der Bands überhaupt für mich. Und irgendwie ist es immer noch eine Band, die ich unbedingt mal live sehen wollte. Und das jetzt auch noch auf einem Festival neben den Pixies, Placebo, David Bowie und so vielen anderen gigantischen Bands. Was kann es besseres geben?
Und hab ich nicht noch vor 14 Tagen geschrieben, ich müsse Air in diesem Leben nicht mehr öfter als die zwei Male sehen? Tja, es wird wohl ein drittes Mal geben. Southside 2004. The Cure, Air, Jet, Ill Nino und Fireball Ministry sind die gesamten 5 Bestätigungen des heutigen Tages. Was für ein brillantes Festival das wird.

Das gesamte Line-Up bis jetzt:
DAVID BOWIE – THE CURE – DIE FANTASTISCHEN VIER
PLACEBO – PIXIES – THE HIVES – PJ HARVEY
MONSTER MAGNET – BEGINNER – AIR – SPORTFREUNDE STILLER
GENTLEMAN & THE FAR EAST BAND – BEATSTEAKS
THE MARS VOLTA – LIFE OF AGONY – ILL NINO – JET
BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB – DIE HAPPY – ASH
FÜNF STERNE DELUXE – DROPKICK MURPHYS – ANTI FLAG
FRANZ FERDINAND – THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY
WILCO – DANKO JONES – ECHO & THE BUNNYMEN – BRIGHT EYES
TOMTE – MCLUSKY – THE BONES – THE SOUNDS
HAWKSLEY WORKMAN – FIREBALL MINISTRY

Ich seh es schon kommen – da werden viel zu viele gute Bands parallel spielen, sodass es schwierige Entscheidungen zu fällen gibt.

Southside und Hurricane finden diesmal vom 25. bis 27. Juni statt. Der Ticket-Vorverkauf läuft.

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