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Für alle, die sich wie ich schon dutzende Male gefragt haben, von wem eigentlich dieser schöne Song aus dem sehr netten ebay-Spot stammt, der ein bisschen nach Suede klingt, ohne von Suede zu sein: Ich hab jetzt endlich mal recherchiert. Der Song heißt “star” und kommt von der Band The Crash. Sie stammt aus der finnischen Stadt Turku und existiert anscheinend schon seit 1991. Ihr Debüt-Album “comfort deluxe” konnten die Vier allerdings erst 1998 oder 1999 aufnehmen. In Deutschland erschien es 2000. Der Song “star” findet sich auf dem zweiten “The Crash”-Album “wildlife”, das 2002 erschien. Ich werde mir wohl die beiden Alben mal besorgen müssen, denn was über sie zu lesen ist (laut.de: “herzzerreißende Melodien in harmonischer Symbiose aus Pathos und Elegie.”) klingt nach genau meiner Musik.

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Ich find es sehr erstaunlich, dass “mad world” von Gary Jules in der dritten Woche an der Spitze der englischen Single-Charts steht. Erstaunlich nicht wegen der Qualität des Songs. Im Original von Tears for Fears ist die Gary-Jules-Version wohl eines der schönsten Musikstücke aller Zeiten. Erstaunlich aber, weil der Song in dieser Version schon Ende 2002 erschienen ist. Damals auf dem Sountrack des ungewöhnlichen, aber sehr guten Films “Donnie Darko”. Dennoch ist es schön, auch mal gelungene und bleibende Musik an der Spitze von Charts zu sehen.

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Schnee. Endlich Schnee. Zum ersten Mal in diesem Winter fällt richtiger Schnee vom Heidelberger Himmel.

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Ich hab die “Bella Block”-Filme mal sehr gemocht. Sie waren anders als die meisten Krimis. Der aktuelle Film “Das Gegenteil von Liebe” hat mir aber aus verschiedenen Gründen nicht wirklich zugesagt. Außer Hannelore Hoger fast ausnahmslos schwache Darsteller, zum Teil plumpe Dialoge und eine wieder einmal völlig einseitige Darstellung von Journalisten als sensationslüsterne Geier. Zwar versöhnt die traurige Auflösung des Falls, weil sie nachdenklich stimmt. Dennoch: Wenn man die Vermissten-Story mit dem Weltmarktführer im Vermissten-Genre, der brillanten Serie “Without a Trace”, vergleicht, liegen Welten dazwischen. Und das ist schade.

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Neues Jahr, neue Inhalte bei popkulturjunkie.de.

Soeben hab ich die ersten popkulturjunkie-meta-kritik-seiten online gestellt. Hier die Gebrauchsanweisung für diese äußerst praktische Sache:

popkulturjunkie-meta-kritik zeigt die wichtigsten Infos zu allen Kino-Neustarts in den deutschen Kinos. Genre, Produzenten, Regisseure, wichtigste Darsteller, die Laufzeit und die Story. Dazu Links zur offiziellen Film-Website und falls vorhanden Links zu den Trailern.

Die Besonderheit zu allen anderen vergleichbaren Websites ist das popkulturjunkie-meta-kritik-rating. Eine errechnete Bewertung, die alle verfügbaren Ratings deutscher Kinokritiken zusammenfasst. Die beiden großen Kinomagazine “Widescreen” und “cinema” fließen ebenso in die Bewertung ein wie TV-Zeitschriften (“TV Movie”, “TV Spielfilm”, “TV Today”, “tv14”, “TV direkt”, “Hörzu” und “Funk Uhr”), Musik-Magazine (“Rolling Stone”, “musikexpress”) und andere Publikumszeitschriften (“Max”, “FHM”, “Maxim”, “Gala” und andere). Ebenfalls dabei: wichtige Tageszeitungen wie die “Financial Times Deutschland” und über den “cinema”-Kritikerspiegel auch Bewertungen von Filmkritikern des “Spiegel”, der “F.A.Z.” und der “Süddeutschen Zeitung”.

Insgesamt fließen derzeit bis zu 35 einzelne Bewertungen in das popkulturjunkie-meta-kritik-rating ein. Die einzelnen Bewertungssysteme der Kritiker werden in eine Skala von 0 bis 100 umgerechnet und ein Mittelwert gebildet. Ein einzigartiger Gradmesser für die Qualität eines Films. Außerdem werden die Urteile der wichtigsten Zeitschriften in Kurzform mitgeliefert. Vorbei die Zeiten, in denen man sich nicht für einen Film entscheiden kann, weil die eigene TV-Zeitschrift ohnehin fast jedem Kinofilm einen Daumen nach oben gibt. Hier ist die popkulturjunkie-meta-kritik. Viel Spaß!

Die Seiten werden ständig aktualisiert und sind jederzeit über den link “kino-meta-kritik” (da oben links) zu erreichen. Ach ja: Ich freue mich über Feedback!

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Lustig: Die aktuellen “Superstars” treten beim Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen auf und werden gnadenlos ausgepfiffen. Und das live bei RTL.

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so this is the new year.
and i don’t feel any different.
the clanking of crystal
explosions off in the distance (in the distance).

so this is the new year
and i have no resolutions
for self assigned penance
for problems with easy solutions

so everybody put your best suit or dress on
let’s make believe that we are wealthy for just this once
lighting firecrackers off on the front lawn
as thirty dialogues bleed into one

i wish the world was flat like the old days
then i could travel just by folding a map
no more airplanes, or speedtrains, or freeways
there’d be no distance that can hold us back.

there’d be no distance that could hold us back

so this is the new year

(Death Cab for Cutie – “the new year”)

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Die nächste Stunde werde ich so verbringen, wie in den beiden letzten Jahren zu diesem Zeitpunkt. In der Badewanne. Mit ein paar brennenden Kerzen, wunderschöner Musik, einem netten Buch. Und ich werde nicht mitbekommen, wann das neue Jahr beginnt. Und hoffen, dass ich 2004 ein bisschen glücklicher werde.

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Meine Bücher der letzten Tage:

– Markus Seidel – “Satt”: Zwei Menschen. Der eine, ein ausgebrannter Buchautor. Die andere, eine Frau, die gerade ihren Mann durch einen Unfall verloren hat. Ein zufälliges Aufeinandertreffen in einer kleinen norddeutschen Stadt. Eine gemeinsame Nacht. Zwei Versuche, aus dem Leben, das beide auf unterschiedliche Weise satt haben, auszubrechen. Zwei völlig unterschiedliche Wege, dies zu schaffen. Seidel erzählt die Geschichte, indem er zwischen den beiden Charakteren hin- und herspringt und den jeweiligen Teil der Handlung aus beiden Perspektiven zusammensetzt. Nach seinem letzten Buch “Und alle Zeit der Welt”, das mir überhaupt nicht gefallen hat, ist dem Autor diesmal wieder ein besseres Werk gelungen. Melancholie zieht sich durch das gesamte Buch. Und am Ende gibt es Hoffnung und Hoffnungslosigkeit zugleich. 8 von 10 Punkten.

– Bill Broady – “Schwimmerin”: Ein kleiner Roman über eine Schwimmerin auf dem Weg nach oben und ganz nach unten. Erst der Sieg bei den Commonwealth-Spielen, dann Werbeverträge, Baumarkt-Eröffnungen und schließlich ein Angebot für einen Pornofilm. Das ganze in ungewohnter Du-Perspektive geschrieben. Leider ist mir das Buch aber etwas zu kühl und distanziert. Wäre mehr drin gewesen in einer solchen Idee. 6 von 10 Punkten.

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Meine Filme der letzten Tage:

– “Der Herr der Ringe. Die Rückkehr des Königs” (Kino): Die Saga ist zu Ende. All good things come to an end. Auch dieser Teil war brillant, ist allerdings auch deutlich der schwächste Film der Trilogie. Auf der einen Seite hat er spürbare Längen , auf der anderen Seite merkt man immer wieder, dass Dinge herausgeschnitten wurden, um ihn von 4 auf 3 Stunden zu drücken. Die wahre Qualität wird wohl erst klar, wenn die 4-Stunden-DVD da ist. Bis dahin: 9 von 10 Punkten.

– “Tatsächlich… Liebe” (Kino): Ein zuckersüßer Reigen weihnachtlicher Kurzgeschichten rund um die Liebe. Alle, die Filme wie “Notting Hill” mögen (und ich liebe ihn), werden auch “Tatsächlich… Liebe” verschlingen. 8 von 10 Punkten.

– “Dreizehn” (Kino): Ein typisch amerikanisches White-Trash-Drama. Ein Teenie-Mädchen kommt zur Highschool, lernt falsche Freunde kennen, fängt an zu stehlen, Drogen zu nehmen und lässt auch sonst kein Klischee aus. Ich war sehr enttäuscht von dem Film. Vor allem Hauptdarstellerin Evan Rachel Wood hat mich komplett angenervt. Kein Vergleich zum Klassiker “Kids”. 4 von 10 Punkten.

– “Ich bin Sam” (Premiere): Sean Penn spielt einen geistig Zurückgebliebenen, dem seine siebenjährige Tochter weggenommen werden soll. Die arrogante Anwältin Michelle Pfeiffer übernimmt den Fall und lernt dabei eine Menge über das Leben. Ein rührender und ergreifender Film mit einem Sean Penn in Weltklasse-Form und einem extrem guten Soundtrack. Großartige Künstler wie Nick Cave, Eddie Vedder, The Vines und Aimee Mann covern Beatles-Klassiker. 8 von 10 Punkten.

– “Nirgendwo in Afrika” (Premiere): Etwas langatmiges deutsches Epos über eine jüdische Familie, die in der Nazi-Zeit nach Afrika auswandert. Große Bilder, emotionale Geschichte – kein Wunder, dass der Film in Hollywood den Oscar für den besten ausländischen Film abgeräumt hat. Mich dagegen hat er nicht wirklich bewegt. 7 von 10 Punkten.

– “Ice Age” (Premiere): Amüsanter computer-animierter Film für Kinder. 7 von 10 Punkten.

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