Archive for the 'altes blog' Category


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Klar, dass ich mich sehr freue, wenn meine Lieblings-Gitarristin Charlotte Hatherley ein Solo-Album aufnimmt. Beim NME gibt’s nun den Clip zur Vorab-Single “summer”. Wie schon beim allerersten Lebenszeichen, dem Song “kim wilde” (den es übrigens auf ihrer Website umsonst gibt), sind die Unterschiede zu Ash nicht sooo riesig. Vom Stil her ähnlicher Power-Indie-Pop-Rock, allenfalls nicht ganz so eingängig. “summer” ist ein sehr sehr netter Sommersong. Und der Clip ist natürlich sehr sehenswert ;-)

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Hallo! Ihr da! Ihr, die ihr an Samstagen traditionell Eure Häuser verlasst, um in Supermärkten beim Einkaufen zu stören! Könnt Ihr an solch schwülen Tagen nicht wenigstens duschen? Auch wenn Ihr “nur” in den Supermarkt geht? Wie soll man denn leckere Lebensmittel einkaufen, wenn man ständig von einem Schwall Schweißgeruch belästigt wird?

Und dann dieser etwa 40- bis 50-jährige Mann an der Kasse. Der nichts anderes kauft, als eine Palette “Nestlé Milchmädchen” – bestimmt 50 Tuben. Was will er damit nur anstellen? Ist er süchtig? Geht es um irgendwelche Sexspielchen? Ehrlich gesagt: Man möchte es gar nicht wissen.

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Zeit für schlechte Musik. Zeit für die New-Entries in die deutschen Single-Charts vom 19. Juli 2004. Diesmal gibt es aber sogar einmal richtig gute Musik. Dafür aber auch zwei Schwerverbrechen.

100: Antonia – “wenn der hafer sticht”
Nein. Bitte. Das geht doch nicht. Das könnt ihr doch nicht machen. Eine völlig untalentierte Frau, die schonmal irgendwas mit DJ Ötzi aufgenommen hat, verbricht eine Alpen-Version von “dragostea din tei”. Und nennt das auch noch “wenn der hafer sticht”. Mir fallen gar keine Worte ein, die schlimm genug sind, um dieses Verbrechen auch nur annähernd zu würdigen. Und das Üble: Auf Platz 71 geht’s gleich fast noch schlimmer weiter. Natürlich 0 von 10 Punkten für diese Verschwendung von Rohstoffen.

89: Carl Henry feat. Ce’Cile – “bare as she dare”
Oh. Und da sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema “austauschbares Hip-Hop-Black-Soul-Zeug” – diesmal mit einer Prise Dancehall. Macht es aber auch nicht erträglicher. 1 von 10 Punkten.

78: The Hives – “walk idiot walk”
Yipppiiiieee! Besteht doch noch Hoffnung für die deutschen Charts? Wahrscheinlich nicht. Aber immerhin sind The Hives in die Top 100 eingestiegen. Ist ja auch schonmal was. Dass die Hives die beste Live-Band der Welt sind, hab ich an anderer Stelle sicher schonmal erwähnt. Mit “walk idiot walk” hatte ich am Anfang ein paar Probleme. Aber mittlerweile hab ich den Song absolut in mein Musik-Herz geschlossen. 8 von 10 Punkten (gab’s überhaupt schonmal so viele Punkte in meinen Charts-Kritiken?)

75: Alanis Morissette – “out is through”
Ich oute mich jetzt mal. Ich mochte Alanis Morissette früher richtig gern. “ironic” zum Beispiel lief bei mir monatelang rauf und runter. Aber: Das neue Album ist leider sowas von mittelmäßig. Sehr schade, das. “out is through” sticht etwas raus aus dem Mittelmaß. Eine gute Wahl als Single-Auskopplung. Aber so groß wie sie mal war, wird sie wohl nie wieder, die Alanis. 5 von 10 Punkten.

71: DJ Ötzi – “tanz den rehakles”
Jetzt also zum zweiten Teil der heutigen Folge von “Die schlimmsten Verbrechen der Weltgeschichte”. DJ Ötzi bespricht eine CD mit Otto-Rehhagel-Hymnen-Quatsch. Ich bin dem körperlichen Zusammenbruch nah, wenn ich das höre und verzichte daher auf weitere Worte. 0 von 10 Punkten.

68: Lil’ Jon & The Eastside Boyz / Mystikal – “i don’t give a…”
Wo kommen die eigentlich alle her? Diese Rapper. Und diese Leute, die den Quatsch kaufen? Wieder meine Predigt: Es gibt doch so viel tolle Musik da draußen! Kauft doch nicht sowas! 1 von 10 Punkten.

67: Fünf Sterne Deluxe – “wir sind im haus”
Dann doch lieber guten alten Hip Hop aus Hamburg. Auch wenn es da schon wesentlich bessere Beispiele gab. Denn die neue Fünf-Sterne-Single ist nicht wirklich hörbar. 2 von 10 Punkten.

66: Beyoncé / Missy Elliot / MC Lyte – “the fighting temptations”
Auch solch überflüssiger Hip-Hop-Black-Soul-Quatsch. Aber immerhin mit einem halbwegs kreativen Retro-Touch. Der rettet den Song allerdings auch nicht. 2 von 10 Punkten.

54: George Michael – “flawless (go to the city)”
Der sollte doch nun wirklich auch keine Platten mehr aufnehmen. Der zerstört sich doch seinen eventuellen Mythos mit jeder neuen Single immer mehr. Für irgendwelche zweitklassigen Discos mag es genau das richtige sein. Für meine Ohren nicht. 2 von 10 Punkten.

43: ATB – “ecstasy”
Ich höre schon die Aufschreie: Wie kann er ATB mehr Punkte geben als Fünf Sterne Deluxe? Oder Missy Elliot? Auch ATB fand ich mal wirklich gut. Damals in meiner Techno-und-Trance-Phase, die sich über weite Teile der 90er erstreckte. Und der Herr Tanneberger von ATB programmiert ab und zu einen wirklich schönen Song. Ich hab’ hier sogar ein Album von ihm. “ecstasy” gehört zwar nicht zu den Highlights seiner Karriere. Aber hörbarer als die beiden eben genannten Songs ist er allemal. Und deswegen: 4 von 10 Punkten.

10: Overground – “aus und vorbei”
Top Ten. Normalzustand für Overground. Ich halte ja “Popstars” für die mit Abstand beste Castingshow im deutschen Fernsehen. Sie hat teilweise wirklich talentierte Bands hervorgebracht. Auch das Overground-Zeug fand ich anfangs nicht so schlecht. Weil es eine gelungene Idee war, das typische Boyband-Geplärre mal mit deutschen Texten zu versuchen. Allmählich wird’s aber langweilig. Und “aus und vorbei” ist zusätzlich definitiv ein paar Prisen zu schmalzig. 2 von 10 Punkten.

8: Stefan Raab / Spucky, Kork & Schrotty – “space-taxi”
War ja klar, dass Raabs Song zum neuen Bully-Film fett in die Charts einsteigt. Wird wahrscheinlich noch klettern, wenn der Film anläuft. Aber was bekommt der Konsument, abgesehen von ein paar schlimmen Gesangseinlagen der extrem-schwulen (T)Raumschiff-Charaktere? Unmotivierten, typischen Raab-Pseudo-Soul. Weit entfernt von der durchaus niveauvollen Max-Komposition. 1 von 10 Punkten.

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Und dann gleich die blöden Scissor Sisters hinterher. Muss das sein? Ich kann die nicht mehr ertragen.

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Tim Booth – “down to the sea”. Jetzt bei Charlotte. Schnell. Einschalten. Toller Song!

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Nach intensiven historischen Studien und exzessivem In-Erinnerung-Rufen kann ich nun endgültig die These unterstützen, die der “NME” vor einiger Zeit aufgeworfen hat: “the cure” ist definitiv das beste Album der Band seit “disintegration” aus dem Jahr 1989. Das beste Album seit 15 Jahren also. Und die Herren Kritiker von “musikexpress” (“kein großartiges Kapitel in der Geschichte einer Band”) und “Rolling Stone” (“Schwebender Stillstand: der überraschungsfreie Neustart”) müssen irgendein anderes Album gehört haben. Oder das richtige – aber nur ein- oder zweimal. Aber man sollte ohnehin besser “spex” und “Visions” und “Intro” lesen (auch wenn das letztgenannte Magazin bisher überhaupt kein Wort über das Album verloren hat). Und den “NME” natürlich.

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Ach, was wär’ der mensch ohne Badewanne? Oder zumindest: Was wär’ der Jens ohne Badewanne. Der wird nämlich in diesem Leben keine Wohnung und kein Haus mehr bewohnen, in der/dem es keine Badewanne gibt.

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Ein Kurztrip nach Unterföhring, um ein Interview zu führen. Negative Begleiterscheinung: Zweimal 3 Stunden dem Elend der Menschheit tief ins Auge blicken – also known as “Bahnfahrt”. Die Hinfahrt nach München war überraschend angenehm – weit und breit niemand, der nervt. Wahrscheinlich lag’s daran, dass es Wagen der Österreichischen Bundesbahn waren – vielleicht sind die ja im Gegensatz zu denen der Deutschen Bahn nicht verflucht. Dazu: schöne Musik in meinen Ohren. Spontan für Snow Patrol entschieden. Dann Nada Surf, Radiohead und Blackmail. Nach dem Interview dann aber die Rückfahrt. Und das Grauen nahm seinen Lauf. Zunächst alles gut. Doch irgendwann bewegt sich ein Etwas auf mich zu, setzt sich auch noch auf den Platz schräg gegenüber. Ein vollkommen besoffenes, stinkendes, senil-debil in die Leere starrendes Etwas. Auf einmal Stille im Großraumabteil – niemand spricht mehr, alle sind peinlich berührt. Es dauert nur ein paar Minuten, bis ich aufstehe und mir einen neuen Platz suche. Der Typ wird von den Kontrolleuren nicht beachtet, nicht kontrolliert. Warum auch? Warum soll man sich mit solchen Typen befassen? Lässt man sie doch einfach schwarzfahren und hat dafür seine Ruhe. Und überhaupt: dieses Großraumabteil! Man reserviert einen Platz in einem Großraumabteil – und natürlich funktioniert die Klima-Anlage nicht wirklich. Unschön an einem Tag, an dem die Sonne sich entscheidet, mal wieder nachzuschauen, ob es die Erde noch gibt – und einem dann 3 Stunden ins Gesicht scheint. Dann auch noch umsteigen müssen in eine S-Bahn, in der blöde Teenies prä-pubertäre Diskussionen führen und das Zugpersonal noch minderbemittelter ist als die dümmsten Fahrgäste. Eins ist mir mal wieder klar geworden an diesem Freitag im Juli: Nur noch ICE fahren – keine ECs und ICs mehr. Denn in ICEs ist das Elend der Menschheit nicht ganz so groß. Noch nicht.

Und jetzt raus aus diesen Nadelstreifen, rein in die Badewanne. Kerzen an. Musik an. Lesen. Ruhe. Entspannung. Kein Gedanke mehr an die Bahn verlieren.

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Nett war’s – Keane bei Anke. Was sympathische Burschen. Der Gesang war
anscheinend sogar live – aber der Rest klang etwas un-live, etwas zu
perfekt. Egal: Hauptsache, es gab mal eine wirklich brillante Band im
deutschen Fernsehen.

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Was mir da gerade auffällt: allmusic.com wurde komplett gerelauncht. Ihr kennt allmusic.com nicht? Großer Fehler. Etwas besseres gibt es nicht. allmusic ist ungefähr das für Musik, was das imdb für Filme ist.

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