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Das hier klingt übrigens äußerst eklig. Es geht um den Muse-Sänger Matt Bellamy, dem auf der US-Tour folgendes widerfahren ist:

During a show in Atlanta Matt injured himself onstage, meaning the gig was cut short and the singer taken to hospital.

One fan at the gig told NME.COM: “During their fifth song he smashed his face into his guitar. I noticed something was wrong immediately because he leaned over to his roadie and pointed to his mouth, then I looked and it looked as if someone was pouring a water bottle down his face constantly, but it was blood.

“He kept spitting up more and more blood until he started to sing, and before he could finish the first few lines he quickly removed his guitar and only said ‘I cant sing, I’ve fucked my face up!’ and they all rushed offstage.”

Shortly after the band, without Matt came back onto the stage and said they couldn’t continue. A show in Philadelphia was also pulled.

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Völlig überraschend kommt es nicht, weil die Band in letzter Zeit ohnehin extrem unzufrieden war, da Ihnen der endgültige Durchbruch nicht gelang – traurig ist’s trotzdem. Dies steht auf readymade.de:

wir, die mitglieder von readymade, wollen euch mitteilen, dass wir beschlossen haben, demnächst getrennte wege zu gehen und in folge dessen alle bereits angekündigten konzerte abgesagt haben und auch in nächster zeit keine konzerte mehr zusagen werden.
wir können nicht genau sagen, ob es nur eine längere pause sein wird, ob es eine auszeit ist, die uns gut tun wird, oder ob es wirklich der schlußstrich unter unsere gemeinsame arbeit ist.
leider heißt dies aber auch, dass es erst einmal kein neues album geben wird. ein paar von uns arbeiten momentan an anderen projekten, die wir euch zu gegebener zeit an herz legen möchten. wir hoffen, ihr habt verständnis für unsere entscheidung, die derzeitig die richtige zu sein scheint. natürlich werden wir euch auf dem laufenden halten, was irgendwelche entwicklungen angeht. vorerst aber bleibt es beim oben genannten stand der dinge.

wir hoffen, ihr könnt unsere derzeitige entscheidung verstehen und behaltet uns in guter erinnerung. viel spaß weiterhin, besonders auf den festivals im sommer, wünschen euch
zac, chris, steffen & udo (april 2004)

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Ein paar Tage Ruhe – ohne Lust, irgendetwas zu schreiben. Jetzt geht’s weiter und zwar mit einem KEANE-ALAAAARM! Der neue (zugegebenermaßen äußerst langweilige) Clip ist fertig. Er gehört zur neuen Single “everybody’s changing”. Die ist eigentlich schon im Mai 2003 veröffentlicht worden, erscheint nun – nach dem Erfolg von “somewhere only we know” – am 3. Mai aber noch einmal. Den kompletten Clip (und nicht nur den blöden 30-Sekunden-Teaser von der offiziellen Keane-Website) gibt’s nach diesem Klick: http://mcms-delivery.virtuebroadcasting.com/deliverMedia.asp?id=3EB0731D-7D15-4B46-9D72-2CD387560688

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Ich erinnere mich noch ziemlich genau an den 8. April 1994. So genau wie an kaum einen anderen Tag, der soweit zurückliegt. Eigentlich ein ganz normaler Tag in meiner Schul-Endzeit. Ich stand kurz vor dem Abitur, wusste, dass ich aus der Kleinstadt Uelzen in die etwas größere Kleinstadt Göttingen gehen würde, um zu studieren. Und doch war der 8. April 1994 kein normaler Tag. Es war der Tag, an dem man die Leiche von Kurt Cobain fand.

Ich musste früh aufstehen damals. Ich wohnte in einem kleinen Kaff, 16 Kilometer von Uelzen entfernt. Mein Bus fuhr um 6.47 Uhr. Wie an jedem Morgen wurde ich von meiner Mutter geweckt, kroch widerwillig aus meinem Bett. “Übrigens: dieser Sänger, den Du so gut findest – von dem du ein T-Shirt hast – der hat sich umgebracht”. Und schon war ich hellwach. “Kurt Cobain?” fragte ich ungläubig. Es konnte nur Cobain sein – der Musiker, den ich so vergötterte, dass sogar meine Mutter ihn kannte.

Ein Blick in den Videotext (das in der Pre-Internet-Zeit aktuellste Medium) brachte Gewissheit: Cobain war tot. Ich zog mein Lieblings-Holzfäller-Hemd an und fuhr los. An Schule war an diesem Tag nicht mehr wirklich zu denken – zu viele Gedanken schwirrten in meinem Kopf. Ich genehmigte mir ein paar Freistunden, verbrachte den Tag mit einem Freund in der Stadt. Was sollte nun geschehen? Wie konnte sich ausgerechnet dieser großartigste Musiker aller Zeiten das Leben nehmen? Nie wieder eine Platte veröffentlichen? Und vor allem: Wie konnte er uns allein lassen?

Noch heute hängt ein Cobain-Poster über meinem Bett. Und da wird es auch noch in zehn Jahren hängen.

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Sehr lesenswert: Benjamin von Stuckrad-Barre schreibt in der “SZ” über seine Zeit als “Productmanager Progressive” bei Motor Music / Universal.

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Und hier die neuesten sechs popkulturjunke-TV-Neustart-Kritiken:

“Menschen unter uns” / Südwest Fernsehen / dienstags, 23 Uhr – Start: 6. April 2004
Eine neue Reportage-Reihe. 30 minütige Porträts von ganz normalen Menschen, die einen ganzen Tag lang begleitet werden. In der ersten Sendung ging es um Pater Landelin, einen Benediktiner-Mönch. 30 Minuten Abtauchen in eine ganz andere Welt. Diese Sendung ist ganz ruhiges, unspektakuläres Fernsehen. Aber absolut interessant. 7 von 10 Punkten.

“Einstein” / rbb Fernsehen / dienstags, 22.15 Uhr – Start: 6. April 2004
Das nächste neue rbb-Magazin. Ein Wissensmagazin. Schon wieder moderiert von so einem langweiligen, farblosen Typen namens Sascha Fröhlich. Berichtchen und Interviewchen zu Themen wie: Flugzeugbrände, Klimaforschung, Amphibienfahrzeuge und Zucht von nützlichen Insekten. Alles nicht sonderlich innovativ, alles nicht sonderlich interessant, aber immerhin solide produziert. 4 von 10 Punkten.

“Revier Nord – Einsatz für Weimann und Meisel” / mdr Fernsehen / dienstags, 20.45 Uhr – Start: 6. April 2004
Was macht ein Sender, wenn ihm nichts einfällt? Er kopiert Programme, die auf anderen Sendern erfolgreich laufen. Neuester Fall: der mdr. Er hat nun seine eigene Polizisten-Doku-Soap. Das wäre ja alles noch nicht so schlimm, schließlich hat dieses Genre Glanzlichter wie Toto und Harry hervorgebracht. Aber: Erzählt werden die üblichen Geschichten von alkoholisierten Ehedramen, randalierenden Jugendlichen und durchgekanllten, gescheiterten Existenzen. Und schlimmer noch: Die beiden Leipziger Polizisten, die von der Kamera begleitet werden, sind extrem langweilig und man versteht sie wegen ihrem erbärmlichen sächsischen Akzent kaum. Toto und Harry bleiben eben doch unerreicht. 3 von 10 Punkten.

“Noir” / Viva / Ryoe Tsukimura + Bee Train + Victor Entertainment / verschiedene Sendetermine – Start: 5. April 2004
Eins muss man den Vivas lassen: Sie haben eine Menge an guten Anime-Serien eingekauft. “Noir” ist auch wieder so eine. Hauptfiguren: Mireille Bouquet und Kirika Yuumura, zwei Mädchen, die als Profi-Killer arbeiten. Beide empfinden nichts beim Töten, beide wissen nichts über ihre Vergangenheit. Gemeinsam machen sie sich auf, um Licht in die dunklen Schatten ihres früheren Lebens zu bringen. “Noir” ist gut gezeichnet, lebt von grandioser Bildsprache, kommt mit wenigen Dialogen aus, strahlt eine sehr angenehme melancholische Grundstimmung aus und wird mit einer erstaunlichen Langsamkeit erzählt. 6 von 10 Punkten.

“Gilmore Girls” / Vox / Dorothy Parker Drank Here Productions + Hofflund Polone / werktäglich, 16.05 Uhr – Start: 2. April 2004
Die neue Vox-Nachmittagssserie. In den USA läuft sie (wie das gesamte Vox-Nachmittagsprogramm) in der Prime Time. Und zwar beim Network The WB – seit Oktober 2000 – mittlerweile in der vierten Staffel. Es geht um eine alleinerziehende Mutter namens Lorelei Gilmore und ihre Tochter Rory. Die Mutter: Hotel-Managerin, jung geblieben und unvernünftig, die Tochter: Schülerin, zu vernünftig für ihr Alter. Das Verhätnis der beiden ist eigentlich kein Mutter-Tochter-Verhältnis, sondern eher eins zwischen besten Freundinnen. Außerdem gibt es Sookie, die wohl tollpatschigste Köchin der Welt, Michel, einen immer mies gelaunten Concierge und Loreleis Eltern, wohlhabend und besserwisserisch (Grandios: Edward Herrmann als Loreleis Vater Richard Gilmore). Die Geschichten, die erzählt werden, sind nicht sonderlich aufregend, alltägliche Dinge aus allen Aspekten des Lebens. Dennoch ist “Gilmore Girls” eine gelungene Serie. Sie ist amüsant, charmant und wahrhaftig. Kein Highlight der Fernsehgeschichte, aber ein Highlight im ansonsten trostlosen deutschen Daytime-Fernsehen. 7 von 10 Punkten gibt’s dafür.

“Halt durch, Paul” / ZDF / Network Movie / dienstags, 19.25 Uhr – Start: 16. März 2004
Das hat man davon, wenn das ZDF meint, sich dem Genre Comedy-Serie widmen zu müssen. Horst Schroth spielt Paul Wagner, einen Scheidungsanwalt und Familienvater mit Frau, zwei Kindern und einem Hund. Jede Folge der Serie besteht aus zwei Episoden, in denen zutiefst langweilige Geschichten erzählt werden. Paul als Hypochonder, Paul als Ehemann, der meint, er müsse sich meher seiner Familie widmen, Paul hat den Verdacht, dass seine Frau fremdgeht. Dabei wird kein Klischee ausgelassen und kein Gag ausgelassen, der vor 20 Jahren witzig war. Schroth nervt ohne Ende, die Nebendarsteller sind weitgehend talentlos, die Bücher flach bis zum Gehtnichtmehr. 2 von 10 Punkten.

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Jetzt spielt auch MTV den Keane-Clip. Ich sage Euch: Diese Band wird ganz ganz groß! In Großbritannien sind sie zumindest auf dem besten Weg dazu: Alle 14 Konzerte, die sie im Mai geben, sind jetzt schon absolut ausverkauft.

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Noch mehr meta-Kritik. Die Kinostarts von heute sind jetzt auch online. Mit wahnsinnig vielen Auszügen aus den wichtigsten Kritiken. Zwei Filme (“Belleville” und “Big Fish”) haben sogar den Sprung in die vorläufige Jahres-Top-Ten geschafft. Ich werde mir aber zwei andere Filme ansehen: “Die purpurnen Flüsse 2” und “Taking Lives”. Weil ich düstere Thriller liebe.

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Passend zu dem Thema, dass dort unten illustriert ist, liegt übrigens jetzt die aktuelle “NME”-Ausgabe auch an den deutschen Bahnhofskiosken. Highlight des Heftes: Eine CD mit dem Namen “Kurt’s Choice”. 13 Songs, die Cobain beeinflusst haben, die er einfach nur großartig fand oder die er mit Nirvana gecovert hat. Kracher von Mudhoney, den Melvins und den Butthole Surfers. Die Klassiker “molly’s lips” von den Vaselines und “where did you sleep last night?” von Leadbelly. Songs von Iggy Pop und PJ Harvey. Mit anderen Worten: Der “NME” ist in dieser Woche ein noch größerer Pflichtkauf als er es ohnehin schon ist. Der nächste “NME” ist dann ausschließlich Kurt Cobain gewidmet. In Deutschland gibt’s ihn in der kommenden Woche.

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Kurt Cobain (20. Februar 1967 – 6. April 1994)

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